Dübener Heide: Erster Wolfsnachweis in Nordsachsen

Eine automatische Wildkamera („Fotofalle“) hat den ersten Nachweis eines Wolfes in der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) geliefert. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird. In der Dahlener Heide wurden bereits im Jahr 2010 eine Zeit lang mehrere Hinweise auf einen einzelnen Wolf gemeldet. Seitdem gab es jedoch keine Nachweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

 Das nächste bestätigte Wolfsvorkommen befindet sich nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt in der Annaburger Heide, die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt liegt, aber nach Brandenburg und Sachsen hineinreicht. Aktuell gibt es in Sachsen zwölf Wolfsrudel oder –paare, von denen zehn ihre Territorien ganz und zwei überwiegend im Freistaat haben. Von letzteren ist das Spremberger Rudel grenzübergreifend mit Brandenburg und das Hohwald Rudel mit der Tschechischen Republik.

Auf der B156 in der Nähe von Boxberg (Landkreis Görlitz) ist Montag Abend ein Jungwolf von einem Taxi überfahren und getötet worden. Das Tier soll nach der Untersuchung im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin einem Museum vermacht werden. PM Wolfsregion Lausitz/SE

Bild: Fotofallenaufnahme des Wolfs in der Dübener Heide. Foto: privat

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