DJV veröffentlicht Hinweise für Besitzer halbautomatischer Waffen mit Wechselmagazin

Verunsicherung bei Behörden und Jägern wächst

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in einer Einzelfallentscheidung Anfang März 2016 zum Besitz von Halbautomaten mit wechselbarem Magazin durch Jäger dahingehend geäußert, dass diese nicht ohne besonderes Bedürfnis besessen werden dürfen. Damit geht das Gericht nach Auffassung des DJV weit über seine Kompetenzen hinaus und stellt die derzeitige, bislang unumstrittene Gesetzeslage in Frage. Dies führt zu Verunsicherung bei Jägern, Waffenbehörden, Polizei und anderen staatlichen Stellen. Bisher war die Fachwelt einhellig der Ansicht, dass diese Waffen für Jäger erlaubt seien. In einer ersten Überprüfung hat der DJV inhaltliche Mängel in der Argumentation des Gerichts festgestellt und schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken gegenüber dem Bundeslandwirtschaftsministerium geäußert – insbesondere hinsichtlich des Eigentumsgrundrechts und des Prinzips der Gewaltenteilung. Der DJV wird das Urteil so nicht hinnehmen und ist in intensiven Gesprächen mit den Bundesinnen- und Bundeslandwirtschaftsministerium.

Der DJV hat in einem ersten Schritt Hinweise für Besitzer von jagdlichen halbautomatischen Waffen mit Wechselmagazin zusammengefasst und veröffentlicht. Demnach ist der Besitz bereits eingetragener Waffen weiterhin zulässig. Wegen der Verunsicherung, die das Urteil hervorgerufen hat, sollten Jäger, die eine betroffene Waffe besitzen, derzeit diese nicht auf der Jagd führen oder auf dem Schießstand verwenden, von Dritten erwerben sowie Dritten überlassen. Sollten Behörden die Erlaubnis zurücknehmen oder widerrufen, rät der DJV Widerspruch einzulegen oder dagegen zu klagen. Betroffene sollten außerdem unbedingt ihren Landesjagdverband oder den DJV informieren. PM DJV

Ein Gedanke zu „DJV veröffentlicht Hinweise für Besitzer halbautomatischer Waffen mit Wechselmagazin

  1. Wolfgang Seckler

    Der DJV hat die Auffassung, daß BUNDESVERWALTUNGSGERICHT geht weit über seine Kompetenzen hinaus. Okay liebe Jäger, wenn das höchste deutsche Gericht etwas entscheidet, das Ihnen nicht passt, dann hat es seine Kompetenzen überschritten? Nicht , dass es mich wundert, aber dass Sie sich weder an Regeln noch Gesetze halten, weiss ich schon lange, aber dass Sie die selbstherrlichE Arroganz besitzen , nicht nur über Leben und Tod zu entscheiden , sondern sich auch noch einbilden, entscheiden zu dürfen, wann ein BUNDESGericht seine Kompetenz überschreitet, ist wirklich bodenlos. Seien Sie versichert, dass die Abschaffung der Jagd und die Beschränkung Ihres steinzeitlichen Hobbys in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Und dass Sie unfähig sind, vernünftig mit Waffen umzugehen wird durch 40 von Jägern verursachte Verletzte und Tote allein in 2015 brutal untermauert. Der Hinweis auf die Amokläufer, die in der Mehrzahl der Fälle einem jägerlichen oder schürzenvereinlichen Hintergrund haben,nur noch am Rande.

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