Diskussion über den Wolf: Pfannenstiel vs. Fuhr

Im Deutschlandsfunk diskutierten der Wildbiologe Prof. Dr. Pfannenstiel und der Journalist und Brandenburger ÖJV-Vize Eckhard Fuhr über den Wolf. Die Sendung “Eckhard Fuhr vs. Hans-Dieter Pfannenstiel Nachbar Wolf – geht das gut?” steht in der Mediathek des Senders zum Nachhören bereit. Die Wolfspopulation, die Aufwendungen für den Herdenschutz und die Zahl der gerissenen Nutztiere steigen parallel an – angesichts dieses eindeutigen Zusammenhangs hält Prof. Pfannenstiel die Strategie, ausschließlich auf Herdenschutzmaßnahmen zu setzen, für gescheitert und plädiert für eine reguläre, maßvolle Bejagung des Wolfs. Dies würde die Scheu des Wolfs vor dem Menschen, menschlichen Siedlungen und Nutztieren wiederherstellen und die Situation der Weidetierhalter entschärfen. Fuhr bestreitet, dass eine Bejagung des Wolfs zu einer Lösung der Probleme beitragen würde. Eine spannende Diskussion – Hörempfehlung! SE

Beitragsbild: Internetseite des Deutschlandfunks zur Sendung “Eckhard Fuhr vs. Hans-Dieter Pfannenstiel Nachbar Wolf – geht das gut?”(Screenshot, Ausschnitt)

4 Gedanken zu „Diskussion über den Wolf: Pfannenstiel vs. Fuhr

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    “Fuhr bestreitet, dass eine Bejagung des Wolfes zu einer Lösung der Probleme beitragen würde” na dann haben die Öko-Förster öffentlich erkannt, dass die Wölfe ein Problem sind. Wenn bei der Hitze vielleicht die Wälder brennen und durch die Massen an Freizeitgrillenthusiasten dabei die Wölfe zurück treiben, spart das natürlich Munition. Denn jetzt fordern die Kommunen erst einmal die Jäger auf, die anderen Arten von invasiven Schädlingen wie Bisam und Nutria zu”bekämpfen” weil die lediglich unter normalem Artenschutz stehen (aber auch nicht jagbar sind!) Der Jäger wird zum Bedarfs gefälligen Problemlöser mit Gewehr gemacht.

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  2. Dr. Wolfgang Lipps

    Pfannenstiel hat Recht, Fuhr letztlich keine Argumente. Der Wolf, wenn auch eine Faunenbereicherung, gehört ins Jagdrecht und muss “bewirtschaftet” werden. Aus den Ländern, in denen der Wolf heimisch ist, wissen wir ziemlich genau, wie man ihn behandeln muss. Er ist ein kluges und vor allem lernfähiges Tier, das zudem im Rudel jagt und sowohl seine Umwelt wie auch seine Beutetiere genau beobachtet. Außerdem gibt es die angebliche “natürliche Scheu” vor dem Menschen nicht – nur eine ausgeprägte Vorsicht unbekannten Tieren gegenüber. Die Politik ist bislang völlig hilflos, wie der legislative geballte Unsinn in Brandenburg deutlich macht.

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    1. Ralf

      Aus meiner Sicht scheint es der Einfluss der Lobby der “Tierrechtsaktivisten” zu sein, die unsere nachhaltige Jagd ablehnen. Ich hoffe, dass die führenden Politiker unseres Landes (Frau Schulze ausgenommen- sie ist möglicherweise Teil dieser Lobby, wie vor ihr Frau Hendricks) das endlich erkennen!

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  3. Zündelnerlaubt

    … Aber eine angemessen Form des Streits, schön wenn das untereinander und außerhalb der Öffentlichkeit auch gehen würde

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