Diese Angsthasen: Förster wegen Wölfen mit Tränengas im Wald

32. offiziell bestätigte Wolfssichtung in Schleswig-Holstein – Slowaken erlegen in der vergangenen Jagdsaison 48 Wölfe

Die furchtsamen Förster im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) gehen schon seit über einem Jahr nur noch “mit Tränengas bewaffnet” in den Wald, wie die WAZ meldet. Grund für die Vorsichtsmaßnahme sind die Wölfe, die auch im Landkreis Gifhorn mittlerweile, wie es auf der Internetseite des Landkreises heißt, “vereinzelt festgestellt” wurden. Ja, lesen die keine Zeitung? Alle unsere selbsternannten Wolfsexperten versichern uns doch seit Jahren, dass die berühmte “natürliche Scheu” des Wolfs unfehlbar gewährleiste, dass man so gut wie nie einen Wolf in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, und wenn doch, dann würde er schleunigst das Weite suchen! Glauben die das etwa nicht? Und dann: Tränengas wegen ein paar “vereinzelt festgestellter” Wölfe – was sollen denn die Verantwortlichen in der Lausitz dann machen? Kalaschnikows an die Bevölkerung ausgeben?

Aus Schleswig-Holstein ist derweil die 32. offiziell bestätigte Wolfssichtung seit 2007 zu vermelden. Spaziergängerinnen sahen das Tier am vergangenen Freitag bei Krukow (Kreis Herzogtum Lauenburg). Wolfsexperten bestätigten anhand der Fährte, dass es sich um einen Wolf gehandelt habe, schreibt LNonline.

Slowaken erlegen 48 Wölfe

In der Slowakei sind in der vergangenen Wolfsjagd-Saison 48 Wölfe geschossen worden. Die amtlich festgesetzte Abschussquote von 70 Tieren sei damit deutlich unterschritten worden, meldet das europeonline-Magazin. Nach offiziellen Zahlen sollen in der Slowakei 250 bis 300 Wölfe leben, Jäger schätzen, dass es mindestens 1000 Tiere sind. Wegen der zunehmenden Konflikte infolge von Nutztierrissen hat das slowakische Landwirtschaftsministerium auch Treibjagden auf Wölfe gestattet, was wütende Proteste von Wolfsfreunden hervorrief.

Beitragsbild: Tränengas. Foto: SE

3 Gedanken zu „Diese Angsthasen: Förster wegen Wölfen mit Tränengas im Wald

  1. Anko

    Im Artikelbild der verlinkten WAZ wurde ein Pfefferspray in einer womöglich auf mehrer Angreifer optimierten weil jedemfalls eher schon größeren Spraydose gezeigt. Haben sich andere Produkte und deutlich kleine Sprays im boomenden Handtaschenformat nicht bewehrt und womit wurden die besten Erfahrungen gemacht? Jawina sollte da bitte nachhaken ☺

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    1. Andersen

      Das eine kleine Dose Pfefferspray nur für wenige Sekunden reicht und gegen Wölfe unzureichend ist dürfte wohl vielen klar sein.
      Hier gibt es mehr Infos und Radschläge:
      [Sorry, Werbevideo entfernt. Wer wirklich glaubt, es nötig zu haben, findet Rat und Demo-Videos, wenn Tierabwehr, Tränengas oder auch pepper spray und dergleichen googelt, admin.]

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  2. Hans-Peter

    Das Wölfe in Deutschland ihre natürliche Scheu vor den Menschen nicht verlieren, kann wohl nur ein Märchenerzähler verkünden. Der erste Fall in Deutschland ist doch bekanntlich schon vor Jahren auf einem Truppenübungsplatz in der L.-Heide bekannt geworden. “Zwei Soldaten konnte die jungen Wölfe mit Fußtritten abwehren”. Die Herunterspielung der Probleme mit Wölfen dürfte u.a. auch mit der Sammlung von Spendengeldern und der Politik der Grünen zusammenhängen. Die Redaktion von JAWINA möge doch auch zu diesem Thema nachhaken.

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