Deutscher Jagdrechtstag: “Nicht die Jagd bedarf der Rechtfertigung, sondern ihre Einschränkung.”

Jagdrechtsexperten warnten beim 24. Deutschen Jagdrechtstag (DJRT) in Krefeld vor einer Aushöhlung des Jagdrechts durch staatliche Eingriffe. In ihrer Abschlusserklärung stellten die Jagdrechtler klar, dass “das Jagdrecht und das Jagdausübungsrecht (Nutzung des Jagdrechts) Bestandteile des grundgesetzlich geschützten Eigentumsrechts nach Art. 14 GG sind.” Dies sei bei Novellierungen der Jagdgesetze zu beachten. Grundeigentümern und Jagdausübungsberechtigten stehe ein subjektives Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe zu.

Einschränkungen des Jagdrechts seien nur im Rahmen der von der Verfassung vorgesehenen Schranken zulässig. Insbesondere eine Reduzierung der Tierarten, die dem Jagdrecht unterstehen, sei nur aus überragenden Gemeinwohlinteressen zulässig. Dies gelte auch für ein Verbot bestimmter Jagdarten, Ausbildung von Jagdhunden oder eine pauschale örtliche Beschränkung und Änderungen der Jagdzeiten. Insgesamt dürften die Einschränkungen in ihrer Gesamtheit nicht zu einer Aushöhlung des Jagdrechts und des Jagdausübungsrechts führen.

Zusammenfassend stellte der Deutsche Jagdrechtstag fest, dass “nicht die Jagd der Rechtfertigung bedarf, sondern ihre Einschränkung” SE/DJRT

Grafik: DJRT

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