Deutscher Defender?

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Nach nur 68 Jahren und etwa eben so vielen Ankündigungen hat der mittlerweile zum indischen Tata-Konzern gehörende Automobilhersteller Jaguar Land Rover die Produktion des Geländewagens Defender nun tatsächlich eingestellt. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, finden viele Fans des knorrigen Wagens. Ein britischer Unternehmer will nun einen würdigen Nachfolger fertigen lassen – in Deutschland. Natürlich dürfte der deutsche Defender nicht Defender heißen, weil der Tata-Konzern die Namensrechte hält und unter der Bezeichnung selbst einen Nachfolger produzieren möchte. Zumindest behauptet der das. Doch auch von der Namensfrage abgesehen, wirft das Projekt Fragen auf: So wie ein Bordeaux nur aus Frankreich kommen kann, scheint der Defender so eigentümlich britisch zu sein, dass eine Transplantation von Entwicklung und Fertigung auf schwere Bedenken stößt. Es steht zu befürchten, dass einem von deutschen Ingenieuren entwickelten und in hiesigen Werken gebauten Defender-Nachfolger wesentliche Charakteristiken und von den Liebhabern der Marke geschätzte Kerntugenden abhanden kommen. Man muss es ganz klar – und mit einem warnenden Unterton – sagen: Ein Defender, in den es nicht hineinregnet, der auf der Garageneinfahrt nicht das charakteristische Ölspuren-Tropfbild hinterlässt und im Dauerregen nicht die Scheibenwischerarme abwirft – das ist kein Defender mehr! SE

Beitragsbild: Defender in artgerechter Haltung. Foto: SE

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