“Der Wolf ist ein Horror für die ganze Tierwelt”

“Ein Spiel, das die Grünen gegen den Rest der Gesellschaft und die Jäger spielen” – der holländische Jagdgast verteidigt seinen Abschuss eines Wolfs in Brandenburg

Der Jäger, der auf einer Drückjagd in Brandenburg einen Wolf geschossen hat, nachdem dieser Jagdhunde angegriffen hatte, verteidigt seine Vorgehensweise. Gegenüber der niederländischen News-Plattform Tubantia bezeichnete der 68-jährige “sehr erfahrene Jäger” den Wolf als “Pest” und “Horror für die gesamte Tierwelt.” Er bestätigte, den Wolf “aus Notwehr” geschossen zu haben, da er den Jagdterrier eines deutschen Treibers gegen den Wolfsangriff verteidigen musste. Die Polizei führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Schützen. Der Mann erklärte, er hätte es vorgezogen, nicht medial in Erscheinung zu treten, aber er verstehe die Aufmerksamkeit: Der Wolf sei “ein heißes Thema”, da könne man “eine schöne Geschichte draus machen”.

Die Rückkehr des Wolfs hält er für eine Katastrophe: In Deutschland sei das “ein ganz großes Problem”, es sei schrecklich, in diesen Filmen zu sehen, was die Wölfe alles zerstörten: “Kühe, Pferde, Schafe, Wild, Tiere, die die Menschen in ihren Gärten hielten.”

Die Diskussion um den Wolf werde in Deutschland mit harten Bandagen geführt, Gegner und Befürworter hörten die Argumente der anderen Seite nicht mehr. “Es ist ein Spiel, das die Grünen gegen den Rest der Gesellschaft und die Jäger spielten”, meint der Wolfsschütze. Wenn die Bauern und Jäger sagten, es ginge so nicht mehr, erklärten ihnen die Grünen, dass sie halt drei Meter hohe Zäune um ihre Koppeln errichten müssten. Es sei wirklich ein Drama.

Er habe auch zuhause bei sich in Twente Wölfe gesehen, berichtete der Mann. Deshalb sei er zu der Überzeugung gekommen, dass Wölfe ausgesetzt werden. Man könne es nicht beweisen und die Wolfsfreunde würden es bestreiten, aber natürlich werden sie ausgesetzt, vor allem Jungtiere, die in Tierparks nicht mehr gehalten werden könnten. Wie sollten sie sonst in den Hoge Veluwe [Anm. d. Red.: ein Nationalpark in den Niederlanden] kommen?

Der erfahrene Jäger verwies laut Tubantia auf Erfahrungen, die er in Polen gemacht habe: Die holländischen Wölfe seien zu zahm. Die Wölfe in Polen sehe man nicht, sobald sie einen Menschen wahrnähmen, seien sie weg. Der Wolf sei daher “hier nur eine Pest”, zumal es immer mehr Hybriden, Kreuzungen zwischen Wolf und Hund gebe. red.

Beitragsbild: Headline des Beitrags auf Tubantia.nl (Screenshot)

 

10 Gedanken zu „“Der Wolf ist ein Horror für die ganze Tierwelt”

  1. René Joos

    Falsch, nicht der Wolf, sondern der Mensch ist der Horror für die Tierwelt.
    So grausame Misshandlung wie die Tiere für den Profit in den Tierfabriken erleiden tut ausser dem Menschen keine Kreatur einer anderen an.

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    1. Bingo Bisirske

      Hat doch mit der aktuellen Situation nichts zu tun, was sie da schreiben. Aber: Hauptsache mal gesagt und gezeigt was sie für ein doller Typ sind.

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  2. Dr.ULrike THiel

    HIer wurde ziemlich tendentiös von der niederlandischen Zeitung berichtet und auch einige Fakten nicht korrekt wiedergegeben. Glücklicherweise gibt es in den Niederlanden auch Menschen wie den DIrektor des Tierparkes Hoge Veluwe, der aufgrund auch seiner Erfahrungen mit Wólfen in Naturparks in Italien und Polen die Ansicht vertritt dass (1) Holland nur Platz für einzlene Wölfe aveber nicht für ganze Rüdel hätte, (2) der Schutzstatus des Wolfes geändert werden müsse (3) der Verdacht besteht dass viele deer extrem zahmen Wölfe Hybriden sind und ausgesetzt wurden (4) und der angibt, dass es nur wenige Gegenden gänbe in denen Wölfe sich einfügen können und andere ion denen man das verhindern müsse… https://www.gelderlander.nl/home/directeur-de-hoge-veluwe-wil-dat-afschieten-van-wolf-mogelijk-wordt~a782158d/?fbclid=IwAR2ZZATVb-zirgjGpSI10cifKN2MdjRCdGcdW_EyYldtb9UwPtHj_PrE68M

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    1. admin Beitragsautor

      Die niederländische Zeitung gibt hier den Standpunkt des Wolfsschützen wieder, es ist nicht zu unterstellen, dass dessen Standpunkt von den Berichterstattern übernommen wird.

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      1. Dr.ULrike THiel

        Ich beziehe mich auf den original niederländischen Artikel im Internetportal, Da ich NIederländisch spreche und die Formulierungen daher auch tendentiell einordenen kann würde ich schon behaupten,. dass hier bewusst (vor allem die Schlagzeilen) so geschrieben wurde, dass der Jäger als Wolfshasser dargestellt wird , obwohl er mehr oder weniger inhaltlich die offiziellen Statements des Direktors des Wildparks Hoge Veluwe wiedergibt.

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  3. Andrea Seiler

    An seiner Stelle hätten wohl viele wie er gehandelt. Man weiß ja inzwischen auch, auf welche Weise Wölfe töten. Die Bilder der lebendig ausgeweideten Tiere sind zunehmend unerträglich, daher ist mir auch die Aussage verständlich, Wölfe seien ein Horror für die gesamte Tierwelt.
    René Joos: Was nun “Tierfabriken” mit der aktuellen Wolfsproblematik zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Wer berechtigte Angst um seine Tiere hat, sind Weidetierhalter. Die meist mit viel Einsatz für wenig Lohn die Tiere so artgerecht wie möglich halten. Bis die Weidetierhaltung vor die Hunde geht. Oder besser vor die Wölfe.

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    1. Hobbytierhalterin M.D.

      Danke für die sachliche Antwort. Davon bräuchten wir mehr zu diesem Thema und ein zügiges Handeln.

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  4. Landmensch

    @Rene Joos. Sie versuchen Menschen an den Pranger zu stellen die ihre Tiere artgerechter halten. Die Weidetierhalter!
    Damit lenken sie gezielt vom Problem der Massentierhaltung ab. Ihre Behauptung ist in ähnlicher Form immer wieder zu lesen. ICH kann kleinen Sach lichen Zusammen hang zur Diskussion um Wölfe erkennen. .

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  5. Hobbytierhalterin M.D.

    Danke für diesen sachlichen Kommentar. Davon bräuchten wir mehr zu diesem Thema und dann ein durchdachtes, aber zügiges Handeln.

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