Der Löwenanteil

Amerikanischer Jagdverband enttarnt dubiose Spendenpraktiken von Tierschutzverbänden

Nur 0,03 Prozent der für den “Schutz” von Löwen eingesammelten Spendengelder gibt die nach eigenen Angaben “größte und effektivste” amerikanische Tierschutzorganisation Humane Society of the United States (HSUS) für Projekte in Afrika aus. Das berichtet der amerikanische Jagdverband Safari Club International Foundation. Die vier Tierschutzorganisationen HSUS, Humane Society International (HSI), International Fund for Animal Welfare (IFAW), and Born Free USA sammelten demnach 151 Milliionen Dollar Spendengelder für den Löwenschutz ein – von denen insgesamt nur ein Penny pro Spendendollar  nach Afrika ging. Ein großer Teil des Geldes werde gar nicht erst an Löwenschutz-Projekte weitergeleitet.

Der SCIF pariert mit dem gerade veröffentlichten Report “Keeping the Lion’s Share” (Den Löwenanteil behalten sie) schlagkräftig die aktuellen Angriffe der “Tierschutzorganisationen.” Diese hatten in einer “Studie” den Nutzen der Löwenjagd für afrikanische Gemeinden in Zweifel gezogen und die Aufnahme der Löwen auf die Liste bedrohter Arten gefordert – was deren Bejagung erschweren oder unmöglich machen würde. Demgegenüber stellt der SCIF fest, dass legale Jäger hunderte Millionen Dollar in Afrika ausgeben, was nicht nur den Dorfgemeinschaften direkt zugute kommt, sondern zugleich den besten Schutz für Löwen darstellt: Denn durch die Einnahmen, die z.B. Lizenzgebühren, Jagdführer und Trophäenbearbeitung generieren, erhalten die Tiere einen Wert, der bei einem Jagdverbot sofort verfiele. So sind nach dem Verbot der Großwildjagd in Kenia die Bestände an Großwild um zwei Drittel eingebrochen. “Diese Tierrechtsgruppen sammeln eine schöne Stange Geld ein”, urteilt SCIF-Präsident Joe Hosmer, “Aber sie sind nichts als lautstarke Heuchler, die das Geld in ihren aufgeblähten Verwaltungsapparat statt in Forschung und Artenschutz stecken.”

Schlecht schneiden die genannten Tierschutzorganisationen auch in der Spendenbewertung des American Institute of Philanthropy ab: Auf der Skala von A (sehr gut) bis F bekommt HSUS ein D, Born Free USA ein C, und IFAW C-.

Zum Weiterlesen (auf Englisch): Dass die nachhaltige Bejagung den Löwen mehr nützt, als ihre Unterschutzstellung, schreibt auch Alexander N. Songorwa, der höchste Vertreter der Wildtierbehörde Tansanias in der New York Times. Dass Tierschutz-Bekehrertum auch den von Wilderern bedrohten afrikanischen Elefanten nicht helfen wird, ist hier nachzulesen. SE

Quelle: http://www.africanindaba.co.za/

Bild: Copyright SCIF

 

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