Dammann-Tamke fordert “Erziehungsplan” für Wölfe

+++ Erstmals seit 200 Jahren: Wolfsnachwuchs in Dänemark +++ Wolf im Hochschwarzwald gesichtet +++

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke hat bei einem Vortrag in Garlstedt einen “Erziehungsplan für Wölfe” gefordert. Der Bestand sei groß genug, die Wolfspopulation gesichert. Es sei an der Zeit, Regelungen für ein friedliches Zusammenleben zu treffen. Der Wolf müsse lernen, sich vom Menschen, seinen Siedlungen und Nutztieren fernzuhalten. Dem Osterholzer Kreisblatt zufolge sagte Dammann-Tamke, die EU erwarte einen guten Erhaltungszustand der Population, sie verlange nicht, dass dem Wolf kein Haar gekrümmt werde. Den guten Erhaltungszustand sieht Dammann-Tamke bereits als gegeben an, damit dürfe der Wolf auch bejagt werden. Die Unterscheidung der Wolfspopulation in zwei räumlich getrennte Gruppen unterschiedlicher Herkunft – die sogenannte deutsch-westpolnische oder auch mitteleuropäische Flachlandpopulation und die nordosteuropäisch-baltische – die den geforderten günstigen Erhaltungszustand jeweils noch nicht erreicht hätten, wertete Damman-Tamke als “politischen Versuch, den Erhaltungszustand künstlich zu verschleiern.”

Das Thema Wolf polarisiere, so Dammann-Tamke, auf der einen Seite gebe es “absolute Wolfsfans”, die jeden Eingriff ablehnten, auf der anderen Seite Wolfshasser, die am liebsten jeden Wolf abknallen wollten. Beide Positionen seien unhaltbar. Die zwischen den Extrempositionen sich auftuende Leerstelle wolle die CDU-Fraktion mit rationalen Maßnahmen füllen, wie im Sieben-Punkte-Plan der Landtagsfraktion (JAWINA berichtete) aufgeführt.

Der Sieben-Punkte-Plan sieht unter anderem eine Beweislastumkehr für Nutztierrisse vor (bislang muss der geschädigte Landwirt beweisen, dass ein Wolfsriss vorliegt, nicht die Behörden), außerdem die Entnahme von Problemwölfen und die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sowie die verstärkte Bejagung abwandernder Jungwölfe.

Eine Chance, derartige Pläne umzusetzen, sieht Dammann-Tamke derzeit jedoch nicht: Eine gewisse kleine Partei wisse das zu verhindern… SE

Beitragsbild: LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Quelle: LJN

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