CDU: Wiederansiedlung des Wolfs hinterfragen

Die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Beate Schlupp (Bild, Foto: Landtag MV), weist erneut auf die Risiken einer Wiederansiedlung des Wolfes hin. Hintergrund ist das Inkrafttreten der Richtlinie zum Ausgleich von Schäden durch freilebende Wölfe. „Sollte sich der Wolf in Größenordnungen in Mecklenburg-Vorpommern etablieren, wird die Tierhaltung im Freiland künftig kaum noch möglich sein.” Deshalb sei es angebracht, frühzeitig zu definieren, welche Größe der Wolfspopulation in Deutschland, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern als verträglich eingestuft werden könne.

Schon heute reichten die knappen Haushaltsmittel (80.000 Euro) für den Ausgleich von artenschutzbedingten Ertrags- und Nutzungsausfällen nicht aus. Deshalb müsse die Wiederansiedlung des Wolfes im Interesse der Veredlungswirtschaft und des Artenschutzes grundsätzlich hinterfragt werden, fordert Beate Schlupp. „Des Weiteren gilt es abzusichern, dass der erhöhte Aufwand für die Nutztierhaltung, wie der Schutz der Tiere durch Umzäunung oder so genannte Schutzhunde, aber auch die Problematik der Verkehrssicherungspflicht der Viehhalter eindeutig geregelt wird. Die vorgelegte Richtlinie deckt weder die höheren Kosten für die Verkehrssicherungspflicht, noch ist sie im Haushalt ausreichend untermauert“, erklärt Beate Schlupp

„Auf keinen Fall darf es bei der Wiederansiedlung des Wolfes zu den Fehlern wie bei der Kormoranproblematik kommen. Erst wird den Betroffenen ein Ausgleich zugesagt und dann lässt man sie im Regen stehen“, so Beate Schlupp abschließend. PM

 

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