Hunde

Jagdhunde: JGHV – mit Volldampf Richtung Abstellgleis

JGHV-Verbandsrichter müssen ein seltsamer Menschenschlag sein – denn welcher vernünftige Mensch würde sich schon von einem Hundeverein vorschreiben lassen, was er in seiner Freizeit zu tun und zu lassen hat?

Der JGHV hat auf seiner diesjährigen Verbandstagung am vergangenen Wochenende in Fulda beschlossen, dass Verbandsrichter ihre Richterbefugnis einbüßen sollen, wenn sie Hunde nicht anerkannter Rassen führen oder züchten. Das langjährige Engagement, dass ein Züchter, Hundeführer und Verbandsrichter an den Tag gelegt hat, soll also nach dem Willen der Verbandsfunktionäre null und nichtig sein, bloß weil ein Rüdemann sich neben der anerkannten Rasse auch einer nicht anerkannten – sich aber, wie etwa bei den Heideterriern, seit nunmehr 30 Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuenden – Rasse widmet? Wieso und mit welchem Recht eigentlich?

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IWA 2019: Trockene Hunde mit Siccaro

Der Bademantel für den Hund: Der Siccaro Supreme Pro ist der dänischen Herstellerfirma zufolge “der Hundemantel mit dem weltweit höchsten Absorptionsvermögen.” In den Hundemantel eingemummelte nasse Hunde sollen dank der saugfähigen Stofflagen den Hund innerhalb von 15 Minuten trocknen lassen, während “antibakterieller Bambus” das übliche Gemüffel reduziert. Den Siccaro Hundemantel Supreme Pro gibt es (neben anderen Hundeprodukten der Firma wie Trocknungshandschuhen oder Decken) in Größen von XS bis 3XL, XS kostet 85 Euro, die L-Größe z.B. 125 Euro. SE

Beitragsbild: Die Erfinderin des Siccaro-Hundemantels Lissen Marschall mit einem Model. Foto: SE

Terminhinweis: Lehrgang für Jagdhundeführer mit Welpen und Junghunden

Auch in diesem Jahr bietet der Jagdgebrauchshundeverein Königs Wusterhausen e.V. (JGHV KW) seinen Hundeführerlehrgang für Jagdhundeführer mit Welpen und Junghunden aller anerkannten Jagdgebrauchshunderassen im Alter von 8 Wochen bis 12 Monaten an.
Die Ziele bestehen darin, den Hund zur sozialen Reife zu führen, die jagdlichen Anlagen zu fördern sowie auf die jagdlichen Brauchbarkeitsprüfungen vorzubereiten.

Praxis:

-Ausformung des Jagdverhaltens (Reizangel mit Haar- Feder -, Raubwild)

-Gehorsam (auch unter Ablenkung und auf Entfernung)

-Gebrauch der Nase – Suchen und Finden (Schleppe, Führerfährte)

-Gewöhnung an Wasser und Umgang mit Wasserwild

-Begegnung mit wehrhaftem Schwarzwild im Gatter

-Suche und Begegnung mit lebendem Wild im Revier

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Brandenburg: Erfolgreiche 55-km-Nachsuche auf Gebrechschuss

Der Schweißhundeverein Deutschland (SHVD) berichtet auf seiner Facebook-Seite über eine erfolgreiche Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild mit Gebrechschuss, die sich über zwei Tage und epische 55 Kilometer erstreckte. Die Sau war auf einer Bewegungsjagd beschossen worden, der Schütze zu weit vorn abgekommen. Am ersten Tag arbeitete ein bekanntes Nachsuchengespann die Fährte des kranken Wildschweins über mehr als 25 Kilometer, bis die einbrechende Dunkelheit den Abbruch der Suche erzwang. Am nächsten Tag wurde die Nachsuche fortgesetzt, wobei sich ein BGS-Führer beteiligte, weitere Hunde(führer) hielten sich für Hetze und das Stellen des Stücks bereit. Auf den letzten zehn Kilometern der Fährte gab es keinerlei Bestätigung durch Pirschzeichen mehr. Es ist eine gigantische Leistung der Hunde und Gespanne, selbst erfahrene Nachsuchenführer hätten erfolgreiche Nachsuchen über solche (durch GPS-Aufzeichnungen der Hundeortungsgeräte belegte) Distanzen nicht für möglich gehalten.

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Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

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Mecklenburg-Vorpommern: Jäger erhält “entführten” Jagdhund zurück

+++ Hessen: Aus Tierpark entlaufener Wolf gesichtet +++ Hessen: Diskussionen um toten Fuchs, den Jäger zum Auskühlen aufhing +++ Schleswig-Holstein: Problematische Problemwolf-Jagd +++

Anonymer Anrufer hilft bei der Familienzusammenführung

Auch das ist ein Alptraum für jeden Hundeführer: Nach einer Drückjagd bleibt der als Stöberhund eingesetzte Jagdhund einfach verschwunden. Spurlos. Dies widerfuhr einem 28 Jahre alten Jäger aus Neustrelitz nach einer Drückjagd bei Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), wie der Nordkurier berichtet. Fünf bange Tage lang gab es kein Lebenszeichen von dem vermissten Jagdterrier. Dann meldete sich ein anonymer Anrufer. Der sagte, er wisse, wo die Hündin sei, habe auch den derzeitigen Besitzer angesprochen. Dieser habe den Hund aber nicht hergeben wollen. Der Jäger trifft sich mit dem Anrufer, gemeinsam statten sie dem neuen Halter des Terriers einen Besuch ab.

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Anwalt des Wolfsschützen veröffentlicht Presseerklärung

+++ Sachsen-Anhalt: Wolf streift durch Magdeburger Wohngebiet +++

Der Anwalt des Holländers, der auf einer Jagd In Brandenburg einen Wolf geschossen hat, weil er Jagdhunde attackierte (JAWINA berichtete), hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er den Vorfall aus der Sicht seines Mandanten schildert. Die Darstellung deckt sich weitgehend mit dem Schilderung des Vorfalls durch den Jagdleiter gegenüber JAWINA. Teilweise werden aber weitere Details genannt, auch die Aussage des Augenzeugen wird wiedergegeben. Wir stellen die PM des Anwalts zum Download bereit.

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Brandenburg: Jagdhund auf Drückjagd erschossen

Auf einer vom Landesforst Brandenburg veranstalteten Drückjagd bei Briesen (Landkreis Oder-Spree) ist am Donnerstag (17.01.) ein 15 Monate alter Laika erschossen worden.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vormittags, als zwei Treibergruppen mit Hunden eine durch einige Bäumchen aufgelockerte Schilfpartie durchdrückten. Wie ein Augenzeuge gegenüber JAWINA schildert, arbeiteten sowohl die Treiber als auch die Hunde laut. Die in einiger Entfernung voneinander durchgehenden Treibergruppen konnten sich gegenseitig hören und so ihren jeweiligen Standort einschätzen. Es waren Sauen im Treiben. Der Laika stöberte einen etwa zweijährigen Keiler auf und trieb ihn aus dem Schilf, eine weitere Sau folgte auf der Fährte des Keilers. Kurz nachdem der Keiler das Schilf verlassen hatte, brach ein Schuss. Unmittelbar darauf rief der Besitzer des Laika: “Wer hat geschossen, wer hat auf den Hund geschossen?”

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NRW: Grausame Bilder – Jack Russell Terrier wildert Reh

+++ Sachsen-Anhalt: Jagdunfall – Jäger erleidet Hämatom durch Abpraller +++

Am Samstag (19.01.) lief zwei Jägern in ihrem Revier bei Helgersdorf (Kreis Siegen-Wittgenstein) ein Jack Russell Terrier ohne Begleitung über den Weg, der einen Maulkorb zu tragen schien. Bei näherer Betrachtung erwies sich der vermeintliche Maulkorb als blutiges Maul.

Die Jäger, Jagdvorsteher Werner H. und Revierinhaber Hans-Jörg B., folgten dem Hund. Was sie entdeckten, lässt selbst gestandene Weidmänner, die schon das eine oder andere von Hunden gewilderte Stück gesehen haben oder erlösen mussten, schlucken: Offenbar hat der Terrier das Reh durch Bisse in die Hinterläufe zunächst bewegungsunfähig gemacht, um das Tier dann entsetzlich zuzurichten: Die Decke ist auf dem Körper des Rehs fast vollständig bis auf die Läufe hinab abgezogen, der blutüberströmte Leib und Träger bedeckt mit Wunden. Am schlimmsten ist der Anblick des Hauptes, die Schädelknochen sind freigelegt, Lauscher (Ohren), Lichter (Augen) und Windfang (Nase) abgerissen, abgebissen. Beinah unvorstellbar: Das Stück lebte noch und musste von den Jägern abgefangen (erlöst) werden.

ACHTUNG: Vor dem Klick auf Weiterlesen beachten: Das Bild des gewilderten Rehs ist wirklich nichts für schwache Nerven.

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Niedersachsen: Erstmalig Aujeszky-Antikörper bei Wildschwein nachgewiesen

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt das Kreisveterinäramt mit. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

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NRW: Staupe bei Fuchs im Kreis Viersen

+++ Südtirol: Wildschweine untergraben Schutzzaun – Ein Toter und zehn Verletzte bei Wildunfall auf A1 +++ Hessen: Sieben Fahrzeuge verunfallen wegen Wildschweinen auf der A5 +++ Sachsen-Anhalt: Wolf im Landkreis Anhalt-Bitterfeld überfahren +++ Baden-Württemberg: AfD-Kreisverband fordert Wolfsjagd +++ FDP-Politiker: Ohne Wolfsjagd keine Weidetierhaltung mehr +++

Hundehalter sollten Impfschutz ihrer Tiere prüfen

Bei einem Fuchs aus Viersen ist das das Staupe-Virus festgestellt worden. Ein Jäger hatte das erkrankte Tier vor Weihnachten geschossen. Besonders Hunde sind von dem Virus bedroht. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Viersen hin. Das Virus überträgt sich als Tröpfcheninfektion oder durch direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Hunde können sich auch an Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Staupe-Fälle bei Füchsen in der Grenzregion.

„Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken“, warnt Kreisveterinär Dr. Helmut Theißen. Die Krankheit führt in vielen Fällen bei Fuchs und Hund zum Tod. Füchse, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, verlieren meist die Scheu vor Menschen und wirken orientierungslos. Die Tiere bekommen unter anderem Fieber mit Symptomen eines Magen-Darm- oder Atemwegsinfekts.

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Bayern: Jagdterrier verfolgt Nachbarskatze durch Katzenklappe

Ein “Tierdrama” hat sich einem Bericht des Merkur zufolge in Schongau-West (Landkreis Weilheim-Schongau) zugetragen: Dort hat ein bei einem Spaziergang ausgebüxter Jagdterrier die Katze eines Nachbarn aufgespürt und durch den Wintergarten und die Kellertreppe hinab bis durch die Katzenklappe ins Haus hinein verfolgt. Der Bewohner des Hauses wurde morgens von lautem Gepolter auf der Treppe wach. Auf der Treppe erblickte er den fremden Hund, der eben im Begriff war, seine Katze abzuwürgen. Mit einem beherzten Tritt gelang es dem Mann, die ineinander verbissenen Kämpfer zu trennen. Der Hund rannte die Kellertreppe herunter, der Mann ließ ihn ins Freie. Allerdings war auch die Katze mittlerweile wieder in den Garten geflohen und hatte sich unter das dort abgestellte Auto verkrochen, wo sie vom Jagdterrier gestellt und verbellt wurde.

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Hessen: “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” – 81-jähriger erschiesst Jagdhund

Bei einer Gesellschaftsjagd im Revier Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) hat ein 81 Jahre alter Jagdgast aus Belgien einen Jagdhund erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Der zuständige Forstamtsleiter bestätigte den Vorfall gegenüber der Werra-Rundschau. Zeugenaussagen zufolge soll eine “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” bei dem belgischen Jäger vorgelegen haben. Empört äußerte sich der aus Thüringen stammende Besitzer der Deutschen Bracke gegenüber der Zeitung: Der bunt gefärbte Hund trug zwei Signalhalsbänder und sei mit Wild nicht zu verwechseln gewesen. Das Forstamt hat den Unglücksschützen und den Hundeführer zusammengebracht und versucht, “tröstend zu vermitteln”, wie die Werra-Rundschau schreibt. Die Jagdhaftpflichtversicherung des Belgiers wird hoffentlich den materiellen Schaden ersetzen. Bei der Unteren Jagdbehörde wurde der Vorfall angezeigt, den Jäger erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem sei er vom Forstamt auf eine Schwarze Liste gesetzt worden. red.

Beitragsbild: Deutsche Bracke (li.), (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Baden-Württemberg: Bergwacht rettet Jagdhund

Bei einer vom Forstamt Rastatt am 14. Dezember im Staatswald auf der Gemarkung Gaggenau-Bad Rotenfels  (Landkreis Rastatt) veranstalteten Jagd kam es zu einer spektakulären Rettungsaktion: Ein Jagdhund, ein Parson-Russel Terrier namens „Andy vom Dachsfelsen“, war während der Jagd am Festungssteinbruch bei der Verfolgung von Wild abgerutscht und konnte sich dabei auf einen Felsvorsprung retten. Von dort gab es für den Hund jedoch kein Vor und Zurück mehr, da die Felswand unter ihm 25 Meter steil in die Tiefe abfiel und ihm auch nach oben steile Felsen den Rückweg versperrten.

Da das Kreisforstamt und die Teilnehmer der Jagd keine Möglichkeit hatten, den verängstigten und leidvoll bellenden Hund aus der Felswand zu befreien, wurde die Rettungsleitstelle im Landratsamt um Hilfe gebeten. Kurze Zeit später trafen Helfer der freiwilligen Feuerwehr Gaggenau / Abteilung Bad Rotenfels und Kletterer von der Bergwacht Baden-Baden am Unglücksort ein.

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Brandenburg: MLUL reagiert auf Ärger mit überjagenden Hunden

+++ NRW: Gemeinde Lindlar – keine Ermäßigung der Hundesteuer für Jagdhunde mehr +++ Baden-Württemberg: Gemeinde Hochdorf – keine Hundesteuer für Jagdhunde mehr +++ Jagd Österreich begrüßt Waffengesetznovelle +++ NRW: Wolf reißt sechs Schafe in Bottrop +++

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) hat eine Pressemitteilung zum Einsatz von Hunden auf Drückjagden herausgegeben. Anlass dürfte der Ärger sein, für den überjagende Hunde auch in Brandenburg regelmäßig sorgen.

Nach dem Jagdgesetz dürfen Hunde die Jagdgrenzen nicht überschreiten, wenn dies von den Jagdnachbarn nicht gewünscht ist, stellt das MLUL klar: Die Jagdhunde in den Reviergrenzen zu halten, sei “für Weidmänner und –frauen immer eine Herausforderung” und habe auch schon zu Streit geführt.

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Nordrhein-Westfalen: Jagdhund stirbt an Aujeszky-Infektion

Am 2.12.2018 starb in Mönchengladbach ein Foxterrier infolge einer Aujeszky-Infektion. Das teilt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) mit. Der Hund hatte auf einer Drückjagd bei in Brüggen (Kreis Viersen) am 23.11. mit einem Deutsch-Langhaar einen Frischling gehalten, der abgefangen wurde. Bei der Beprobung im Rahmen des ASP-Monitorings wurde eine Aujeszky-Infektion festgestellt. Acht Tage später zeigte der Terrier erste Symptome. Nach starkem Juckreiz stellte sich eine Abnahme der Vitalität und starkes Fieber ein.

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Brandenburg: Wolf attackiert Jagdhund

Im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald hat ein Wolf am 24.09. eine Laika im jagdlichen Einsatz attackiert und durch einen Biss verletzt. Der Vorfall spielte sich gegen 10 Uhr morgens in einem Waldgebiet in unmittelbarer Nähe des Besitzers ab. Aufgrund der dichten Vegetation in der Dickung hörte der Hundeführer lediglich, dass sein Jagdhund plötzlich laut klagte und lief in Richtung des Kampflärms. Es gelang ihm, den Wolf zu vertreiben, indem er laut schreiend auf die kämpfenden Tiere zurannte. Der Jagdhund hatte eine tiefe Bissverletzung an der Innenseite des Hinterlaufs erlitten und musste in einer Tierklinik operiert werden. Die Behandlungskosten belaufen sich auf über 600 Euro.

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Urteil: Gericht erlaubt “effektive Abwehrmaßnahmen” gegen freilaufende Hunde

Dieses Urteil dürfte hohes Missbrauchspotenzial aufweisen: Gegen einen nicht angeleinten herannahenden Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen getroffen werden; das Verhalten des Hundes muss zuvor nicht analysiert werden, urteilt das OLG Koblenz.

Nähert sich ein nicht angeleinter Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen ergriffen werden. Angesichts der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens muss der Abwehrende zuvor nicht analysieren und bewerten, ob das Verhalten des Tieres auf eine konkrete Gefahr schließen lässt. Dies hat der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden (Beschluss vom 18.10.2018; Az.: 1 U 599/18), der damit das vorinstanzliche Urteil des Landgerichts Mainz bestätigt hat.

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ÖJV und Naturschutzverbände fordern Duldungspflicht für überjagende Hunde

Das Nachbarrevier bei der Drückjagd gleich mitbejagen – davon träumen wohl so manche Jäger, und ganz besonders anscheinend Ökojäger: Der ÖJV Bayern fordert eine generelle “Duldungspflicht für überjagende Hunde bei angemeldeten Bewegungsjagden”. Denn eine “effektive, tierschutzgerechte Jagd dürfe nicht an Revieregoismen scheitern”.

Die Pflicht, überjagende Hunde bei Bewegungsjagden unter bestimmten Bedingungen dulden zu müssen, hat Eingang in einige Landesjagdgesetze (zum Beispiel Baden Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen, neuerdings Niedersachsen, geplant für Sachsen-Anhalt) gefunden. Der Bayerische Jagdverband (BJV) hatte gegen entsprechende Forderungen aus Niedersachsen und Brandenburg protestiert (JAWINA berichtete) und eine entsprechende Regelung im Bundesjagdgesetz erfolgreich verhindert – ein “riesiger Erfolg”, findet der BJV. Das sehen ANW, Bund Naturschutz und ÖJV Bayern erwartungsgemäß anders: Von einer “schallenden Ohrfeige für Waldbesitzer und Landwirte” ist in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände die Rede. Ihre Empörung begründen Ökojäger und Waldbesitzer ausgerechnet mit der drohenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) – verlogener geht es wirklich nicht mehr.

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Brandenburg: Waschbär tötet Foxterrier

Wenige Wochen, nachdem ein Waschbär bei Fürstenwerder (Landkreis Uckermark) einen Laika getötet hat (JAWINA berichtete), ist nun ein Foxterrier – in dem selben brandenburgischen Landkreis – einem Waschbär zum Opfer gefallen. Der Besitzer der vier Jahr alten Foxterrier-Hündin hatte seine beiden Hunde beim Holzfällen frei laufen lassen. Offenbar hatten der Foxel und der Deutsch Kurzhaar dann einen Waschbär im Schilf gestellt. Als der Hundebesitzer den DK Laut geben hörte, eilte er hinzu und erlegte den Waschbären, um die Kurzhaarhündin zu schützen, wie es im Nordkurier heißt. Von dem Foxterrier fehlte jede Spur. Erst am nächsten Tag entdeckte er den Hund – tot auf dem Wasser treibend. Der Foxterrier wies eine große Bisswunde zwischen den Augen auf. Vermutlich ist der Hund von dem Waschbär ertränkt worden, wie zuvor bereits der Laika. Dass “drei Hunde innerhalb einer Woche” durch Waschbären getötet worden wären, wie der Nordkurier berichtet, bestätigte der Landesjagdverband Brandenburg auf Anfrage von JAWINA nicht. red.

Beitragsbild: Foxterrier (Archivbild). Foto: SE

Tschechischer Schweisshundeverband muss deutsche Mitglieder wieder aufnehmen

Der tschechische Schweißhundeverband CMKCHB muss die Ende 2015 ausgeschlossenen deutschen Mitglieder (JAWINA berichtete) wieder aufnehmen. Das haben tschechische Gerichte in zweiter Instanz beschlossen. Das Urteil ist rechtskräftig, eine Berufung nicht möglich. Zwei ehemalige Mitglieder wurden aus formalen Gründen nicht wieder aufgenommen. Der CMKCHB ist zudem dazu verurteilt worden, die Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von ca. 13.000 Euro zu übernehmen. red.

Beitragsbild: Hannoverscher Schweißhund (HS). Foto: SE

Jagdhunde auf Katze gehetzt – Peta zeigt Züchter aus RLP an

+++ Genau wie wir: Schimpansen kooperieren bei der Jagd und teilen die Beute fair +++ Österreich: Jäger im Burgenland fordern Schalldämpfer +++ RLP: Mit Wärmebildkamera-Drohne auf Wildschweinjagd +++

Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie mehrere Jagdhunde unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine Katze töten. Jagdverbände haben sich von dem tierschutzwidrigen Vorgehen des Jägers in dem Video distanziert (JAWINA berichtete). Ein Zeuge soll der Tierrechtsorganisation Peta nun einen Hinweis auf den mutmaßlichen Täter gegeben haben, wie Peta in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Peta hat den Mann, der PM zufolge ein Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Peta fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann. PM/red.

Beitragsbild: Szene aus dem Video, in dem Jagdhunde eine Katze töten: Jagdverbände verurteilen Tat. Quelle: DJV

Jagdhunde auf Katze gehetzt – Jagdverbände distanzieren sich von tierschutzwidrigem Vorgehen eines Jägers

In den sozialen Medien findet derzeit ein Video Verbreitung, in dem mehrere Jagdhunde auf eine Katze gehetzt werden. Die Jagdverbände verurteilen das rechts- und tierschutzwidrige sowie unwaidmännische Vorgehen aufs Schärfste.

Derzeit kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem ein Jäger mehrere Jagdhunde auf eine Katze hetzt. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) und Deutscher Jagdverband (DJV) verurteilen die Tat aufs Schärfste. Jetzt liegen konkrete Hinweise vor, die Rückschluss auf die handelnde Person ermöglichen. Aus diesem Grund prüft der LJV die Möglichkeit einer Anzeige gegen den verantwortlichen Hundeführer. Die im Video veröffentlichte Sequenz stellt einen groben Verstoß gegen den Tierschutz dar und schadet dem Image aller Jägerinnen und Jägern. Zudem wirft es ein gänzlich falsches Licht auf alle Hundeführerinnen und -führer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern.

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“Hunde haben gewildert”

Die Augsburger Allgemeine hat mit dem Jäger gesprochen, der bei Königsbrunn zwei Hunde erschossen hat. Der Mann verteidigt seine Handlunsgweise.

In dem Artikel in der Augsburger Allgemeinen erklärt der Hundeschütze, er habe die zwei Hunde der Frau über Monate hinweg beim Wildern gesehen. Diese hätten nicht nur Wildtiere, sondern auch Spaziergänger und Reiter, die mit Hunden unterwegs gewesen seien, angegriffen. Er habe mehrfach erfolglos versucht, auf die Hundehalterin einzuwirken. Die Hunde hätten koordiniert gejagt und Beute gemacht. Zwar sind die Hunde in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks der Hundehalterin erschossen worden, der Jäger habe die Hunde aber wiederholt kilometerweit von dem Haus entfernt im Revier angetroffen, teilweise sogar nachts. Die Hundehalterin und das Tierheim, aus dem die Hunde stammen, widersprechen der Darstellung des Jägers. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Ob die rohe Vorgehensweise des Jägers geschickt oder gar gerechtfertigt ist, selbst wenn die Hunde regelmäßig gewildert haben, sei dahingestellt. Wenn die Hundehalterin bekannt ist und es Zeugen für das wiederholte Wildern und Angriffe auf Spaziergänger und Reiter gibt, wären Anzeigen bei Polizei und Ordnungsamt durchaus erfolgversprechend gewesen.

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Schleswig-Holstein: Staupe bei Wildtieren nachgewiesen

Auf Impfschutz bei (Jagd)Hunden achten

Anlässlich des regelmäßigen Nachweises von Staupeinfektionen vor allem bei Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Im Landeslabor wird regelmäßig vor allem bei Füchsen Staupe nachgewiesen. Es handelt sich zumeist um tot aufgefundene oder verhaltensauffällig erlegte Tiere, die von Jägern zur Untersuchung eingesandt werden Die Tiere stammen aus dem gesamten Landesgebiet.
Hunde sind besonders gefährdet.

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Rätsel um Skoda beißenden Drahthaar gelöst

Das Rätsel um den Jagdhund der Rasse Deutsch Drahthaar (DD), der Mitte Juli im brandenburgischen Ziesar einen PKW der Marke Skoda attackierte und übel zurichtete (Link zum Bericht hier), ist gelöst: Als die Besitzerin des malträtierten Autos die Motorhaube öffnete, sprang eine Katze heraus, wie die MAZ berichtet. Der Jagdhund soll nach dem Vorfall bereits wieder unbeaufsichtigt in Ziesar herumgestreunt sein. Auf den Hundehalter – der MAZ zufolge ein Jagdpächter aus dem Jerichower Land – kommt nun in mehrfacher Hinsicht Ärger zu: Zum einen die Schadensersatzforderung der Autobesitzerin, außerdem prüft das Ordnungsamt, ob ein Verstoß gegen die Hundehalterverordnung vorliegt – und der Anwohner, der den DD nach dem Beißvorfall mit dem Skoda angeleint und einige Tage versorgt hatte, hat Anzeige gegen den Hundebesitzer erstattet: Der Betreuer des Hundes sei von der Polizei nicht über die bevorstehende Abholung informiert worden und habe daher zunächst “skeptisch” auf die Forderung nach Herausgabe des Hundes reagiert, so die MAZ. Daraufhin habe der Jäger den schwerbeschädigten Rentner “am Hals gepackt”, seinen Hund gegriffen und ins Auto verfrachtet. Klingt ganz nach einem weiteren Fall gelebter Öffentlichkeitsarbeit, einer kernigen Verteidigung des Ansehens der Jägerschaft durch einen beherzten Weidmann… SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar (Archivbild). Foto: SE

Hessen: Kopov mit Giftköder getötet

+++ Hessen: Frau auf ihrer Terrasse von Fuchs gebissen +++ Brandenburg/Sachsen-Anhalt: Fünf Wolfswelpen auf Truppenübungsplatz Klietz nachgewiesen +++

Einen qualvollen Tod starb ein Kopov aus Mittenaar-Ballersbach (Lahn-Dill-Kreis), nachdem er, wie die Polizei vermutet, einen illegal ausgelegten Giftköder gefressen hatte. Am 07.07.2018 bemerkte der Besitzer erste Veränderungen an seinem Hund, nachdem dieser im Bereich der Straßen “Am Bornacker”, “Auf der Grabenbach” und der Herborner Straße kurz unbeaufsichtigt herumlief. Am Abend setzten Durchfall und Trägheit ein. Trotz Hinzuziehung eines Tierarztes verstarb die Kopov-Bracke am nächsten Tag. Die Symptome sprechen nach Ansicht des Veterinärs für eine Vergiftung durch Rattengift. Wo der Hund die Dosis aufnahm, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Herborner Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Ermittler warnen zum einen Hundebesitzer in dem genannten Bereich aufmerksam zu sein und bitten zum anderen um Hinweise zur Herkunft des Rattengifts. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel.: (02772) 47050 entgegen.  PM

Beitragsbild: Kopov (Archivbild). Foto: SE

JAWINA-Leser PH hat auf das falsche Datum in der ursprünglichen Version dieses Beitrags hingewiesen. Wir haben den Fehler korrigiert und danken für den Hinweis!

Tracker Hunter for iPhone und iPad

Tracker Hundeortung jetzt als native App für Apple iOS

Die neue Tracker Hunter® 4 App für iPhone und iPad steht ab sofort im AppStore zum Download bereit. Tracker Hunter® 4 wurde speziell für das Apple-Betriebssystem iOS entwickelt und läuft daher noch schneller, stabiler und zuverlässiger. Mit der neuen App hat Tracker Kundenwünsche nach einer intuitiven Bedienung konsequent umgesetzt: Die wichtigsten Buttons liegen immer im Blickfeld, Anwender müssen kaum noch Einstellungen vornehmen. Beim Starten der App landet der Kunde direkt auf der Karte, es ist kein manueller Login mehr nötig.

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Fred Weg II/2: Gegen Verleitungen

Schweiß auch ohne Kanin – das reicht selbst dem kleinen Fred nun, sich ohne den Schleppwildduft nur am Schweiß weiter voran zu arbeiten. Um so größer seine Freude, dass er am Ende der Spur natürlich wieder das abgelegte Kaninchen findet, das er nun mit erkennbar größerem Stolz aufmerksamkeitsheischend aufnimmt und Anne entgegenstreckt: “Sieh’ her, was ich für Dich gefunden habe!” “Mit der Kombination aus Futter, Schweiß und Schleppenwild schaffst Du eine gleichzeitige Prägung des Hundes auf mehrere Düfte, durch Wegnehmen einzelner begreift er, dass schon ein einziger der Schlüssel zum Suchenglück ist”, erklärt Markus: “Da kannst Du beinahe beliebig kombinieren und variieren, auch immer längere Fährten legen, in die Du irgendwann auch Haken einbaust. Hauptsache Du achtest drauf, dass der Hund verstanden hat, Duft in Verbindung dem Kommando Such heißt Nase runter und voran, so lange sich auch nur einer der Düfte weiter durchzieht.” Die Irritation, die entsteht, wenn einer der Düfte plötzlich fehlt, festige die Hunde nur darin, sich ein Element zur Not neu zu suchen und eben dies weiter zu verfolgen. Eine Unterscheidungsfähigkeit, die für die spätere sichere Nachsuchenarbeit ohne Verleitung bereits einen ersten Grundstein legt.

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Welpen-Gucken auf dem Theelshof

“Du kommst eh nicht allein zurück”, hatten viele prophezeit – und fast hätten sie Recht behalten, wenn nicht schon alle Welpen vergeben gewesen wären. Insbesondere die fast einfarbig braune Hündin mit ein bisschen Weiß an Brust und Vorderbeinen hatte es mir angetan. Bildschön, aktiv, keck, kernig und dabei dem Menschen so zugewandt – ein kleiner, faltiger Herzensbrecher der übelsten Sorte. Für den nächsten Wurf auf dem Theelshof, wo einst auch unsere langjährige Wegbegleiterin und Jagdgefährtin Hannah gewölft wurde, wurden gewisse Verabredungen getroffen…

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Freds Weg (II): Schweiss mit Schleppe

Schleppen zieht man eigentlich für den Apport, das Bringen des Hundes sowie das Arbeiten mit tiefer Nase. Deshalb lassen sich Schleppen auch sinnvoll mit der Einarbeitung auf Schweiß kombinieren.

Vier Wochen sind vergangen, ehe ich mich mit Markus, Anne, Nadja, Fred und Luca zum zweiten Mal treffe. Fred ist nun bereits 14 Wochen alt, stubenrein – und hat mit Anne seit unserem letzten Treffen offenbar ebenso geübt, wie Luca mit Nadja. Jedenfalls, so findet Ausbilder Markus, wird es nun mal Zeit, den Schwierigkeitsgrad bei der Einarbeitung auf Schweiß für beide Hunde zu steigern. Das betrifft aber nicht nur die Länge, sondern auch die Beschaffenheit und die Umgebung unseres heutigen Treffens. Zunächst mal fahren wir in ein kleines Waldstück mit lauter Stangenholz – lauter junge kahle Eichen stehen hier in Reih’ und Glied auf Laub übersätem Waldbodenbewuchs.

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Jagdhunde – Familienmitglieder mit Beruf

Am 9. und 10. Juni feiert der Verband für das Deutsche Hundewesen den Tag des Hundes. In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner –  im Bundesschnitt sind es lediglich 11 Prozent der Haushalte. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

Morgen und übermorgen begeht der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Tag des Hundes. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) zeigt: Jäger sind besonders hundelieb, in zwei von drei Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Bundesweit gesehen lebt übrigens nur in etwa jedem zehnten Haushalt ein Hund. Für Jäger sind Hunde Jagdbegleiter und vollwertige Familienmitglieder zugleich. Die Bindung von Mensch und Hund ist alt: Bereits etwa 10.000 vor Christus jagten sie gemeinsam.

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Bayern: Wildschweine greifen Hunde an

Ein Hund tot, fünf weitere schwer geschlagen

In Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) ist eine Hundetrainerin bei einem  Spaziergang mit acht Hunden von Wildschweinen attackiert worden. Ein Hund überlebte den Angriff nicht, fünf weitere sind schwer verletzt worden. Die 33jährige, die auch eine Hundepension betreibt, war in einem Waldstück in Letten, einem Ortsteil von Lauf an der Pegnitz unterwegs. Der Vorfall ereignete sich am Montag Abend. Die Hundetrainerin war einem Bericht des Onlineportals nordbayern.de zufolge auf dem Rückweg zu ihrem Auto, als ein Wildschwein zuerst einen frei laufenden, aber Maulkorb tragenden Rottweiler-Rüden annahm. Ein weiteres Wildschwein kam hinzu, ein drittes hielt sich am Rand des Weges im Hintergrund. Erst als zwei Jogger zu Hilfe kamen und – ziemlich mutig – auf die Wildschweine eintraten, ließen die Sauen von den Hunden ab.

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DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers “Hundearbeit im Wolfsgebiet” ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre “Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer” veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

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Laute Jagd in Unterfranken

Gemeinsame Anlagenprüfung der Brackenzuchtvereine

Das Wappen des fränkischen Städtchens Haßfurt ziert ein goldener Hase. Ob es sich dabei nur um einen heraldischen Bezug zum Ortsnamen handelt oder ob die Region in Unterfranken schon damals für seinen Hasenreichtum bekannt war, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In jedem Fall gab es am 7. April reichlich Hasen, als sich die Brackenzuchtvereine zu ihrer dritten gemeinsamen Anlagenprüfung in Rügheim trafen. Der Blick über den eigenen Tellerrand schadet nicht und daher pflegen der Deutsche Brackenverein, der Deutsche Bracken-Club, der Klub Tirolerbracke und der Verein Jagd-Beagle einen regen Austausch und eine gemeinsame Prüfungsordnung. Sinn und Zweck einer Anlagenprüfung ist es, die natürlichen Anlagen der jungen Bracken zu überprüfen, um Rückschlüsse auf den Zuchtwert der Elterntiere zu gewinnen. Die Hunde dürfen zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre sein. Auf einer Anlagenprüfung kann man nicht durchfallen oder bestehen und da man Gene nicht in Preisklassen einteilen kann, findet auch keine Prämierung statt. Zum Zeitpunkt der Prüfung soll der Einfluss des Führers noch nicht zu groß sein, womit womöglich die Anlagen überdeckt werden könnten. Im Idealfall werden hier Hunde vorgestellt, die selbstbewusst, willensstark und sicher auch über eine längere Zeit laut einer Hasenspur folgen können. Damit sich die Anlagen auch wirklich gut ausbilden, sollten die Hunde vorher schon an Hasen gearbeitet haben.

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