Hunde

Urteil: Gericht erlaubt “effektive Abwehrmaßnahmen” gegen freilaufende Hunde

Dieses Urteil dürfte hohes Missbrauchspotenzial aufweisen: Gegen einen nicht angeleinten herannahenden Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen getroffen werden; das Verhalten des Hundes muss zuvor nicht analysiert werden, urteilt das OLG Koblenz.

Nähert sich ein nicht angeleinter Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen ergriffen werden. Angesichts der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens muss der Abwehrende zuvor nicht analysieren und bewerten, ob das Verhalten des Tieres auf eine konkrete Gefahr schließen lässt. Dies hat der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden (Beschluss vom 18.10.2018; Az.: 1 U 599/18), der damit das vorinstanzliche Urteil des Landgerichts Mainz bestätigt hat.

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ÖJV und Naturschutzverbände fordern Duldungspflicht für überjagende Hunde

Das Nachbarrevier bei der Drückjagd gleich mitbejagen – davon träumen wohl so manche Jäger, und ganz besonders anscheinend Ökojäger: Der ÖJV Bayern fordert eine generelle “Duldungspflicht für überjagende Hunde bei angemeldeten Bewegungsjagden”. Denn eine “effektive, tierschutzgerechte Jagd dürfe nicht an Revieregoismen scheitern”.

Die Pflicht, überjagende Hunde bei Bewegungsjagden unter bestimmten Bedingungen dulden zu müssen, hat Eingang in einige Landesjagdgesetze (zum Beispiel Baden Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen, neuerdings Niedersachsen, geplant für Sachsen-Anhalt) gefunden. Der Bayerische Jagdverband (BJV) hatte gegen entsprechende Forderungen aus Niedersachsen und Brandenburg protestiert (JAWINA berichtete) und eine entsprechende Regelung im Bundesjagdgesetz erfolgreich verhindert – ein “riesiger Erfolg”, findet der BJV. Das sehen ANW, Bund Naturschutz und ÖJV Bayern erwartungsgemäß anders: Von einer “schallenden Ohrfeige für Waldbesitzer und Landwirte” ist in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände die Rede. Ihre Empörung begründen Ökojäger und Waldbesitzer ausgerechnet mit der drohenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) – verlogener geht es wirklich nicht mehr.

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Brandenburg: Waschbär tötet Foxterrier

Wenige Wochen, nachdem ein Waschbär bei Fürstenwerder (Landkreis Uckermark) einen Laika getötet hat (JAWINA berichtete), ist nun ein Foxterrier – in dem selben brandenburgischen Landkreis – einem Waschbär zum Opfer gefallen. Der Besitzer der vier Jahr alten Foxterrier-Hündin hatte seine beiden Hunde beim Holzfällen frei laufen lassen. Offenbar hatten der Foxel und der Deutsch Kurzhaar dann einen Waschbär im Schilf gestellt. Als der Hundebesitzer den DK Laut geben hörte, eilte er hinzu und erlegte den Waschbären, um die Kurzhaarhündin zu schützen, wie es im Nordkurier heißt. Von dem Foxterrier fehlte jede Spur. Erst am nächsten Tag entdeckte er den Hund – tot auf dem Wasser treibend. Der Foxterrier wies eine große Bisswunde zwischen den Augen auf. Vermutlich ist der Hund von dem Waschbär ertränkt worden, wie zuvor bereits der Laika. Dass “drei Hunde innerhalb einer Woche” durch Waschbären getötet worden wären, wie der Nordkurier berichtet, bestätigte der Landesjagdverband Brandenburg auf Anfrage von JAWINA nicht. red.

Beitragsbild: Foxterrier (Archivbild). Foto: SE

Tschechischer Schweisshundeverband muss deutsche Mitglieder wieder aufnehmen

Der tschechische Schweißhundeverband CMKCHB muss die Ende 2015 ausgeschlossenen deutschen Mitglieder (JAWINA berichtete) wieder aufnehmen. Das haben tschechische Gerichte in zweiter Instanz beschlossen. Das Urteil ist rechtskräftig, eine Berufung nicht möglich. Zwei ehemalige Mitglieder wurden aus formalen Gründen nicht wieder aufgenommen. Der CMKCHB ist zudem dazu verurteilt worden, die Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von ca. 13.000 Euro zu übernehmen. red.

Beitragsbild: Hannoverscher Schweißhund (HS). Foto: SE

Jagdhunde auf Katze gehetzt – Peta zeigt Züchter aus RLP an

+++ Genau wie wir: Schimpansen kooperieren bei der Jagd und teilen die Beute fair +++ Österreich: Jäger im Burgenland fordern Schalldämpfer +++ RLP: Mit Wärmebildkamera-Drohne auf Wildschweinjagd +++

Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie mehrere Jagdhunde unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine Katze töten. Jagdverbände haben sich von dem tierschutzwidrigen Vorgehen des Jägers in dem Video distanziert (JAWINA berichtete). Ein Zeuge soll der Tierrechtsorganisation Peta nun einen Hinweis auf den mutmaßlichen Täter gegeben haben, wie Peta in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Peta hat den Mann, der PM zufolge ein Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Peta fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann. PM/red.

Beitragsbild: Szene aus dem Video, in dem Jagdhunde eine Katze töten: Jagdverbände verurteilen Tat. Quelle: DJV

Jagdhunde auf Katze gehetzt – Jagdverbände distanzieren sich von tierschutzwidrigem Vorgehen eines Jägers

In den sozialen Medien findet derzeit ein Video Verbreitung, in dem mehrere Jagdhunde auf eine Katze gehetzt werden. Die Jagdverbände verurteilen das rechts- und tierschutzwidrige sowie unwaidmännische Vorgehen aufs Schärfste.

Derzeit kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem ein Jäger mehrere Jagdhunde auf eine Katze hetzt. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) und Deutscher Jagdverband (DJV) verurteilen die Tat aufs Schärfste. Jetzt liegen konkrete Hinweise vor, die Rückschluss auf die handelnde Person ermöglichen. Aus diesem Grund prüft der LJV die Möglichkeit einer Anzeige gegen den verantwortlichen Hundeführer. Die im Video veröffentlichte Sequenz stellt einen groben Verstoß gegen den Tierschutz dar und schadet dem Image aller Jägerinnen und Jägern. Zudem wirft es ein gänzlich falsches Licht auf alle Hundeführerinnen und -führer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern.

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“Hunde haben gewildert”

Die Augsburger Allgemeine hat mit dem Jäger gesprochen, der bei Königsbrunn zwei Hunde erschossen hat. Der Mann verteidigt seine Handlunsgweise.

In dem Artikel in der Augsburger Allgemeinen erklärt der Hundeschütze, er habe die zwei Hunde der Frau über Monate hinweg beim Wildern gesehen. Diese hätten nicht nur Wildtiere, sondern auch Spaziergänger und Reiter, die mit Hunden unterwegs gewesen seien, angegriffen. Er habe mehrfach erfolglos versucht, auf die Hundehalterin einzuwirken. Die Hunde hätten koordiniert gejagt und Beute gemacht. Zwar sind die Hunde in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks der Hundehalterin erschossen worden, der Jäger habe die Hunde aber wiederholt kilometerweit von dem Haus entfernt im Revier angetroffen, teilweise sogar nachts. Die Hundehalterin und das Tierheim, aus dem die Hunde stammen, widersprechen der Darstellung des Jägers. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Ob die rohe Vorgehensweise des Jägers geschickt oder gar gerechtfertigt ist, selbst wenn die Hunde regelmäßig gewildert haben, sei dahingestellt. Wenn die Hundehalterin bekannt ist und es Zeugen für das wiederholte Wildern und Angriffe auf Spaziergänger und Reiter gibt, wären Anzeigen bei Polizei und Ordnungsamt durchaus erfolgversprechend gewesen.

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Schleswig-Holstein: Staupe bei Wildtieren nachgewiesen

Auf Impfschutz bei (Jagd)Hunden achten

Anlässlich des regelmäßigen Nachweises von Staupeinfektionen vor allem bei Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Im Landeslabor wird regelmäßig vor allem bei Füchsen Staupe nachgewiesen. Es handelt sich zumeist um tot aufgefundene oder verhaltensauffällig erlegte Tiere, die von Jägern zur Untersuchung eingesandt werden Die Tiere stammen aus dem gesamten Landesgebiet.
Hunde sind besonders gefährdet.

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Rätsel um Skoda beißenden Drahthaar gelöst

Das Rätsel um den Jagdhund der Rasse Deutsch Drahthaar (DD), der Mitte Juli im brandenburgischen Ziesar einen PKW der Marke Skoda attackierte und übel zurichtete (Link zum Bericht hier), ist gelöst: Als die Besitzerin des malträtierten Autos die Motorhaube öffnete, sprang eine Katze heraus, wie die MAZ berichtet. Der Jagdhund soll nach dem Vorfall bereits wieder unbeaufsichtigt in Ziesar herumgestreunt sein. Auf den Hundehalter – der MAZ zufolge ein Jagdpächter aus dem Jerichower Land – kommt nun in mehrfacher Hinsicht Ärger zu: Zum einen die Schadensersatzforderung der Autobesitzerin, außerdem prüft das Ordnungsamt, ob ein Verstoß gegen die Hundehalterverordnung vorliegt – und der Anwohner, der den DD nach dem Beißvorfall mit dem Skoda angeleint und einige Tage versorgt hatte, hat Anzeige gegen den Hundebesitzer erstattet: Der Betreuer des Hundes sei von der Polizei nicht über die bevorstehende Abholung informiert worden und habe daher zunächst “skeptisch” auf die Forderung nach Herausgabe des Hundes reagiert, so die MAZ. Daraufhin habe der Jäger den schwerbeschädigten Rentner “am Hals gepackt”, seinen Hund gegriffen und ins Auto verfrachtet. Klingt ganz nach einem weiteren Fall gelebter Öffentlichkeitsarbeit, einer kernigen Verteidigung des Ansehens der Jägerschaft durch einen beherzten Weidmann… SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar (Archivbild). Foto: SE

Hessen: Kopov mit Giftköder getötet

+++ Hessen: Frau auf ihrer Terrasse von Fuchs gebissen +++ Brandenburg/Sachsen-Anhalt: Fünf Wolfswelpen auf Truppenübungsplatz Klietz nachgewiesen +++

Einen qualvollen Tod starb ein Kopov aus Mittenaar-Ballersbach (Lahn-Dill-Kreis), nachdem er, wie die Polizei vermutet, einen illegal ausgelegten Giftköder gefressen hatte. Am 07.07.2018 bemerkte der Besitzer erste Veränderungen an seinem Hund, nachdem dieser im Bereich der Straßen “Am Bornacker”, “Auf der Grabenbach” und der Herborner Straße kurz unbeaufsichtigt herumlief. Am Abend setzten Durchfall und Trägheit ein. Trotz Hinzuziehung eines Tierarztes verstarb die Kopov-Bracke am nächsten Tag. Die Symptome sprechen nach Ansicht des Veterinärs für eine Vergiftung durch Rattengift. Wo der Hund die Dosis aufnahm, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Herborner Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Ermittler warnen zum einen Hundebesitzer in dem genannten Bereich aufmerksam zu sein und bitten zum anderen um Hinweise zur Herkunft des Rattengifts. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel.: (02772) 47050 entgegen.  PM

Beitragsbild: Kopov (Archivbild). Foto: SE

JAWINA-Leser PH hat auf das falsche Datum in der ursprünglichen Version dieses Beitrags hingewiesen. Wir haben den Fehler korrigiert und danken für den Hinweis!

Tracker Hunter for iPhone und iPad

Tracker Hundeortung jetzt als native App für Apple iOS

Die neue Tracker Hunter® 4 App für iPhone und iPad steht ab sofort im AppStore zum Download bereit. Tracker Hunter® 4 wurde speziell für das Apple-Betriebssystem iOS entwickelt und läuft daher noch schneller, stabiler und zuverlässiger. Mit der neuen App hat Tracker Kundenwünsche nach einer intuitiven Bedienung konsequent umgesetzt: Die wichtigsten Buttons liegen immer im Blickfeld, Anwender müssen kaum noch Einstellungen vornehmen. Beim Starten der App landet der Kunde direkt auf der Karte, es ist kein manueller Login mehr nötig.

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Fred Weg II/2: Gegen Verleitungen

Schweiß auch ohne Kanin – das reicht selbst dem kleinen Fred nun, sich ohne den Schleppwildduft nur am Schweiß weiter voran zu arbeiten. Um so größer seine Freude, dass er am Ende der Spur natürlich wieder das abgelegte Kaninchen findet, das er nun mit erkennbar größerem Stolz aufmerksamkeitsheischend aufnimmt und Anne entgegenstreckt: “Sieh’ her, was ich für Dich gefunden habe!” “Mit der Kombination aus Futter, Schweiß und Schleppenwild schaffst Du eine gleichzeitige Prägung des Hundes auf mehrere Düfte, durch Wegnehmen einzelner begreift er, dass schon ein einziger der Schlüssel zum Suchenglück ist”, erklärt Markus: “Da kannst Du beinahe beliebig kombinieren und variieren, auch immer längere Fährten legen, in die Du irgendwann auch Haken einbaust. Hauptsache Du achtest drauf, dass der Hund verstanden hat, Duft in Verbindung dem Kommando Such heißt Nase runter und voran, so lange sich auch nur einer der Düfte weiter durchzieht.” Die Irritation, die entsteht, wenn einer der Düfte plötzlich fehlt, festige die Hunde nur darin, sich ein Element zur Not neu zu suchen und eben dies weiter zu verfolgen. Eine Unterscheidungsfähigkeit, die für die spätere sichere Nachsuchenarbeit ohne Verleitung bereits einen ersten Grundstein legt.

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Welpen-Gucken auf dem Theelshof

“Du kommst eh nicht allein zurück”, hatten viele prophezeit – und fast hätten sie Recht behalten, wenn nicht schon alle Welpen vergeben gewesen wären. Insbesondere die fast einfarbig braune Hündin mit ein bisschen Weiß an Brust und Vorderbeinen hatte es mir angetan. Bildschön, aktiv, keck, kernig und dabei dem Menschen so zugewandt – ein kleiner, faltiger Herzensbrecher der übelsten Sorte. Für den nächsten Wurf auf dem Theelshof, wo einst auch unsere langjährige Wegbegleiterin und Jagdgefährtin Hannah gewölft wurde, wurden gewisse Verabredungen getroffen…

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Freds Weg (II): Schweiss mit Schleppe

Schleppen zieht man eigentlich für den Apport, das Bringen des Hundes sowie das Arbeiten mit tiefer Nase. Deshalb lassen sich Schleppen auch sinnvoll mit der Einarbeitung auf Schweiß kombinieren.

Vier Wochen sind vergangen, ehe ich mich mit Markus, Anne, Nadja, Fred und Luca zum zweiten Mal treffe. Fred ist nun bereits 14 Wochen alt, stubenrein – und hat mit Anne seit unserem letzten Treffen offenbar ebenso geübt, wie Luca mit Nadja. Jedenfalls, so findet Ausbilder Markus, wird es nun mal Zeit, den Schwierigkeitsgrad bei der Einarbeitung auf Schweiß für beide Hunde zu steigern. Das betrifft aber nicht nur die Länge, sondern auch die Beschaffenheit und die Umgebung unseres heutigen Treffens. Zunächst mal fahren wir in ein kleines Waldstück mit lauter Stangenholz – lauter junge kahle Eichen stehen hier in Reih’ und Glied auf Laub übersätem Waldbodenbewuchs.

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Jagdhunde – Familienmitglieder mit Beruf

Am 9. und 10. Juni feiert der Verband für das Deutsche Hundewesen den Tag des Hundes. In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner –  im Bundesschnitt sind es lediglich 11 Prozent der Haushalte. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

Morgen und übermorgen begeht der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Tag des Hundes. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) zeigt: Jäger sind besonders hundelieb, in zwei von drei Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Bundesweit gesehen lebt übrigens nur in etwa jedem zehnten Haushalt ein Hund. Für Jäger sind Hunde Jagdbegleiter und vollwertige Familienmitglieder zugleich. Die Bindung von Mensch und Hund ist alt: Bereits etwa 10.000 vor Christus jagten sie gemeinsam.

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Bayern: Wildschweine greifen Hunde an

Ein Hund tot, fünf weitere schwer geschlagen

In Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) ist eine Hundetrainerin bei einem  Spaziergang mit acht Hunden von Wildschweinen attackiert worden. Ein Hund überlebte den Angriff nicht, fünf weitere sind schwer verletzt worden. Die 33jährige, die auch eine Hundepension betreibt, war in einem Waldstück in Letten, einem Ortsteil von Lauf an der Pegnitz unterwegs. Der Vorfall ereignete sich am Montag Abend. Die Hundetrainerin war einem Bericht des Onlineportals nordbayern.de zufolge auf dem Rückweg zu ihrem Auto, als ein Wildschwein zuerst einen frei laufenden, aber Maulkorb tragenden Rottweiler-Rüden annahm. Ein weiteres Wildschwein kam hinzu, ein drittes hielt sich am Rand des Weges im Hintergrund. Erst als zwei Jogger zu Hilfe kamen und – ziemlich mutig – auf die Wildschweine eintraten, ließen die Sauen von den Hunden ab.

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DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers “Hundearbeit im Wolfsgebiet” ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre “Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer” veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

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Laute Jagd in Unterfranken

Gemeinsame Anlagenprüfung der Brackenzuchtvereine

Das Wappen des fränkischen Städtchens Haßfurt ziert ein goldener Hase. Ob es sich dabei nur um einen heraldischen Bezug zum Ortsnamen handelt oder ob die Region in Unterfranken schon damals für seinen Hasenreichtum bekannt war, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In jedem Fall gab es am 7. April reichlich Hasen, als sich die Brackenzuchtvereine zu ihrer dritten gemeinsamen Anlagenprüfung in Rügheim trafen. Der Blick über den eigenen Tellerrand schadet nicht und daher pflegen der Deutsche Brackenverein, der Deutsche Bracken-Club, der Klub Tirolerbracke und der Verein Jagd-Beagle einen regen Austausch und eine gemeinsame Prüfungsordnung. Sinn und Zweck einer Anlagenprüfung ist es, die natürlichen Anlagen der jungen Bracken zu überprüfen, um Rückschlüsse auf den Zuchtwert der Elterntiere zu gewinnen. Die Hunde dürfen zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre sein. Auf einer Anlagenprüfung kann man nicht durchfallen oder bestehen und da man Gene nicht in Preisklassen einteilen kann, findet auch keine Prämierung statt. Zum Zeitpunkt der Prüfung soll der Einfluss des Führers noch nicht zu groß sein, womit womöglich die Anlagen überdeckt werden könnten. Im Idealfall werden hier Hunde vorgestellt, die selbstbewusst, willensstark und sicher auch über eine längere Zeit laut einer Hasenspur folgen können. Damit sich die Anlagen auch wirklich gut ausbilden, sollten die Hunde vorher schon an Hasen gearbeitet haben.

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Freds Weg: Altersgerechtes Arbeiten

Beim zweiten Ansetzen Lucas direkt nacheinander hat der bereits begriffen, was gespielt wird. Und da die Futtermenge der ersten Runde seinen Appetit bei weitem unterschreitet, legt er sich nun schon gieriger ins Zeug. “Gib’ mal vorsichtig Riemen”, ruft Markus Nadja zu. Nachdem Luca auf deren Fingerzeig am ‘Anschuss’ ordentlich loszieht, bleibt sie nun – anders als beim ersten Mal, stehen und lässt den Feldriemen durch die Hänge gleiten. Luca stört das überhaupt nicht, beharrlich arbeitet der die fünf Meter aus. Zwar nimmt auch er noch nicht alles restlos auf, zumindest aber schon mehr, also zuvor noch Fredi.

Eine neue Fährte wird präpariert. Foto: Frank Martini

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Sachsen: Hundeführer fordern Rechtssicherheit bei Konflikten mit Wölfen

Am 21. März fand im sächsischen Weinböhla eine Zusammenkunft von engagierten Hunde- und Nachsuchenführern statt. Das Treffen diente vor allem dem Erfahrungsaustausch zum Thema Hundeeinsatz auf Jagden in Wolfsgebieten – ein Thema, dessen Dringlichkeit nicht zuletzt die Tötung eines Stöberhundes durch einen Wolf im Januar auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen verdeutlichte. Die international zum Teil gut vernetzten Hundeführer berichteten von Erfahrungen und Lösungsansätzen aus anderen Ländern mit Wolfsvorkommen: “Interessant war die Information der slowakischen Schweißhundeführer, dass Schweißhunde mit Fährten- und Sichtlaut wegen der Wölfe geringere Überlebenschancen hätten, als Hunde haben die stumm jagen”, stellte der Initiator des Treffens, der BGS-Führer Christoph E. fest. Dass aufgrund dieser Problematik verstärkt stumm jagende Hunde eingesetzt und der Wert des Lauts als Zuchtziel infolgedessen hinterfragt werde, kommentierten einige der Anwesenden mit Bestürzung. “Ich hoffe nicht,”, so Christoph, “dass irgendwann, wegen des Wolfes, die Zuchtrichtlinien im Hinblick auf Fährten- und Spurlaut wegen der Möglichkeit der Ortung durch das GPS überarbeitet werden.”

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Nichts dazugelernt

 

Hurra, wir verblöden: Unbeeindruckt von Expertenwissen und gesundem Menschenverstand führt der Klub Bayerischer Gebirgsschweißhund (KBGS) seine traditionelle, auf “genetische Vereinheitlichung” der Rasse setzende Zuchtstrategie fort.

Auf der Jahreshauptversammlung des KBGS in Suhl am 29.4.2017 ließ sich der Klub von dem renommierten Humangenetiker und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VDH, Prof. Dr. Jörp Epplen beraten. Der Vereinsvorsitzende und vor allem auch der Zuchtwart seien “durch den Vortragsinhalt und die Aussagen etwas durcheinander geschüttelt” worden, berichtete Epplen im Interview mit JAWINA, in dem der Genetikexperte sich mit deutlicher Kritik nicht zurückhielt: Von “verbrecherischen Zuchtstrategien” war sogar die Rede. Schon damals argwöhnten Insider, dass sich die Vereinsoberen von Fachwissen und Sachkenntnis nicht irritieren lassen würden: “Lass den mal reden, wir wissen schon, wie es richtig ist: So, wie wir es immer gemacht haben”, sei die Devise. Die aktuelle Verpaarungsliste des KBGS liefert einen geradezu erschütternden Beleg für diese These.

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Dürfen Hundeführer ihren Jagdhund gegen Wolfsangriffe verteidigen?

Die Tötung einer Bracke auf einem sächsischen Truppenübungsplatz hat die Frage aufgeworfen, wie die Rechtslage ist, wenn man seinem von einem Wolf angegriffenen Hund zu Hilfe kommen muss. In Schweden, bekanntlich ein EU-Land, in dem Wölfe dem selben strengen Schutzstatus unterliegen wie in Deutschland, ist die Sache in vorbildlicher Eindeutigkeit geregelt: In § 28 der schwedischen Jagdverordnung heißt es dazu: Greift ein Raubtier wie Bär, Wolf, Vielfraß oder Luchs Haustiere an, oder besteht vernünftiger Grund zu der Annahme, dass ein solcher Angriff bevorsteht, so dürfen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, das Raubtier zu vergrämen. [Om något av rovdjuren björn, varg, järv eller lo angriper tamdjur eller om det finns skälig anledning att befara ett sådant angrepp, får åtgärder vidtas för att skrämma bort rovdjuret.]

Vergleichbare Regelungen für Deutschland gibt es bislang nur in der Brandenburger Wolfsverordnung, in deren § 1 die Vergrämung von Wölfen geregelt wird.  Demnach dürfen Wölfe, „die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.“

Die Tötung eines Problemwolfs setzt jedoch einen entsprechenden behördlichen Beschluss voraus. Doch welches Recht hat ein Hundeführer, der seinem von einem Wolf angegriffenen Jagdhund zu Hilfe kommt?

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Jagdhunde: Mit dem Welpen auf die Spur

Die Einarbeitung auf die Spur ist ein Teil jagdlicher Ausbildung, die nicht früh genug beginnen kann. Auch mit Welpen ist sie bereits möglich. Ein Beitrag von Frank Martini.

Da haben Sie ihn nun endlich – den lang’ ersehnten künftigen Jagdgenossen. Gerade noch rechtzeitig vor Jahreswende oder Adventszeit kam er ins Haus, nun ist er erst wenige Wochen bei Ihnen. Und Sie überlegen nun, ob’s vielleicht angesichts der Jahreszeit und Ihrer Pläne nicht besser ein deutlich früherer Wurf hätte sein sollen? Mag schon sein, hilft Ihnen jetzt aber nicht mehr. Beim nächsten Mal vielleicht. Da Wichtigste aber: Ist nicht schlimm! Nur Mut! Sie wissen doch, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Erst recht für Jäger und Rüdeleute. Also raus – die kalte Jahreszeit und das ‘Babyalter’ Ihres Hundes kann keine Ausrede sein, Gelegenheiten zu verschenken. Schließlich sehen Sie ja auch zu, Ihren Zögling ehestmöglich stubenrein zu bekommen und schon mal mit Sitz, Platz oder Ablegen sowie der Leine vertraut zu machen. Spätestens damit aber sind Ihr Welpe (und Sie) auch reif für die Spurarbeit.

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Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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Österreich: Jagdterrier wütet in Hühnerstall – Bauer schlägt ihn tot

Im niederösterreichischen St. Christophen ist ein auf einer Jagd entlaufener Jagdterrier (DJT) in den Hühnerstall eines Bauern eingedrungen, wo er “13 Hendl zerbiss”, wie NÖN.at berichtet. Weitere Hühner liefen in Panik davon, von denen einige auch gestorben sein dürften. Der Landwirt, der in einem Stall arbeitete, bemerkte den “Aufruhr” bei den Hühnern und wollte den Eindringling verscheuchen. Dies gelang nicht, stattdessen zeigte der DJT rassetypisches Verhalten und ging auf den Bauern los. Daraufhin zog ihm der Bauer ein Werkzeug über den Schädel, der Hund starb. Es täte ihm leid, dass der Hund gestorben sei, sagte der Bauer gegenüber NÖN.at, aber beißen lassen müsse er sich auch nicht. Der Hundebesitzer äußerte sein Unverständnis und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die toten Hühner wären ein Versicherungsfall gewesen. Der Jäger will den Kadaver seines Hundes untersuchen lassen, um so festzustellen, wie oft der Bauer zugeschlagen hat.

Beitragsbild: Hühner – gegen einen DJT chancenlos. Foto: SE

Ökumenisches Anschuss-Seminar

Das hat Vorbild-Charakter: Die Jagdschule des Brandenburger Jagdverbands König-Wusterhausen veranstaltet im Rahmen der Jungjägerausbildung jeweils ein Anschuss-Seminar, in dem die Jagdscheinaspiranten mit den Grundlagen des Nachsuchewesens vertraut gemacht werden. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag, in dem die Jagdschüler alles Wesentliche über Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und die Hundearbeit erfahren, aber zum Beispiel auch, wie man Nachsucheführer in seiner Umgebung ausfindig macht und erreicht oder wie man sich am Anschuss und während einer Nachsuche verhält. Das alles aus erster Hand und von wirklich erfahrenen Praktikern.

Dann geht es auch schon direkt in die Praxis: Einem bei einem Verkehrsunfall getöteten Frischling werden post mortem verschiedene Schüsse beigebracht: Gebrechschuss, Laufschuss, Weidwundschuss. Hinter dem auf einem eigens konstruierten Gestell aufgehangenen Frischling ist weiße Folie ausgelegt, damit die Jagdschüler die verschiedenen Pirschzeichen bei unterschiedlichen Trefferlagen studieren können.

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Niedersachsen: Luchs greift Hund an, Frauchen vertreibt ihn

+++ Bayern: Räudiger Fuchs schläft auf Sofa +++ Mecklenburg-Vorpommern: Vater weicht Reh aus, 9jähriger Sohn stirbt bei Wildunfall +++ NRW: Nabu-Kreisgruppenleiter verteidigt Wildschweinjagd +++ Sachsen: Wolf reißt zwölf Stück Damwild in Gehege +++

In Förste, einem Ortsteil von Osterode am Harz (Landkreis Göttingen) hat am Montag ein Luchs einen frei laufenden Hund angegriffen. Dessen Besitzerin hatte einen Spaziergang in der Umgebung des Dorfs unternommen, als der Luchs aus dem Gebüsch sprang und den Hund attackierte. Der Hundebesitzerin gelang es, den Luchs mit der Hundeleine abzuwehren. Der Hund wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Der Leiter des Luchsprojekts erklärte gegenüber dem NDR, dass der Luchs in dem Gebüsch ein gerissenes Reh abgelegt habe und sich von dem Hund vermutlich gestört gefühlt habe. Am Ort des Geschehens wurde eine Kastenfalle aufgestellt, die mit dem gerissenen Reh beködert wurde. So sollte der Luchs gefangen und ggf. besendert werden. Der Plan ging jedoch nicht auf, die schlaue Katze ließ sich nicht wieder blicken. SE

Beitragsbild: Luchs im Bayerischen Wald, Copyright: Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Tracker G400FI wird eingestellt

Mit dem G400 begann 2008 die Ära der Tracker Live Ortung ohne Reichweiten-Begrenzung, wie wir sie jetzt kennen. Die „Hintergrundortung“ – einfach starten und orten – wurde Standard. Mir begegnete das G400 auf einer Elchjagd in Finnland, die Folge war der erste Praxistest der Tracker Hundeortung in Deutschland, damals noch mit Nokia Smartphone und der Tracker Hunter 3 Software. Ich habe das G400 lange Jahre voller Zufriedenheit genutzt, bis ich es gegen ein neueres Modell eintauschte. Das G400 ist im südeuropäischen Raum heute noch das Maß der Dinge. Die erste Modernisierung kam 2013 mit dem G400i, das einen besseren GPS Empfänger erhielt. In 2014 folgte das G400FI – made in Finland und mit GPS und Glonass Positionsbestimmung. Seitdem gab es Detailverbesserungen, die sich nicht in neuen Bezeichnungen niederschlugen. 2018 soll das Tracker G400FI endgültig einen Ehrenplatz im Tracker-Museum einnehmen. Auf der Jagd & Hund in Dortmund dürfte sich so ziemlich die letzte Gelegenheit bieten, ein G400FI – vielleicht sogar zum Messe-Schnäppchenpreis – zu erwerben.

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Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Mit den bakteriellen Erregern der für Hasenartige oder Nagetiere lebensbedrohlichen Krankheit Tularämie können sich nicht nur Menschen, sondern auch Hunde infizieren. Obwohl der Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Fleisch JägerInnen zur Hochrisikogruppe macht, ist kaum untersucht, wie regelmäßig sich Jagdhunde anstecken. Forschende der Vetmeduni Vienna bestätigten nun mit einer an österreichischen Hunden durchgeführten Blutuntersuchung und einer positiven Quote von sieben Prozent eine relevante Häufigkeit von Infektionen. Damit könnte sich auch die Diskussion verstärken, ob sich hinter den meist symptomlosen Tieren ein zusätzliches Ansteckungsrisiko für den Menschen verbirgt.

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Hannah ist tot

Hannah (Hera) vom Theelshof    9.7.2004 – 15.1.2018

In der Weihnachtswoche wollte sie zwei Tage lang nicht so richtig fressen. Ich ahnte schon, dass das bei dem alten Hund Ungutes verheißt. Am dritten Tag entwickelte sie eine massive Gelbsucht. Tierklinik. Im Ultraschall sah die Leber unauffällig aus, kein Tumor zu sehen. Aber katastrophale Leberwerte, jenseits dessen, was das Analysegerät im Labor messen kann. Ab dann alle zwei Tage hochdosiert Cortison als Entzündungshemmer und Vitamin B gespritzt. Die anfängliche Befürchtung, dass Hannah die Feiertage nicht überstehen würde, traf nicht ein, sie schien sie sich nochmal zu rappeln. Fraß wieder, forderte ihr Personal zu Spaziergängen auf. Es ließ sich aber nicht leugnen, dass der Hund rasant abbaute, auch muskulär. Damit begann die beschissen schmerzhafte Zeit, da man weiß, dass bald eine sehr schwere Entscheidung ansteht.

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Heimatloser Hund apportiert Fasan für verdutzten Jäger

Eine rührende Geschichte (leider ohne richtiges happy ending) hat sich im US-Bundesstaat South Dakota zugetragen: Ein Jäger erlegte am 4. Januar in der Nähe des Sand Lake National Wildlife Refuge – einem geschützten Feuchtgebiet und Wasservogelparadies – einen Fasan. Dieser wurde dem verdutzten Jäger von einem ihm unbekannten Hund apportiert. Die gelbe Labrador-Hündin musste schon einige Tage bei bitterer Kälte ohne Schutz und Nahrung im Freien verbracht haben, berichtet die Onlinezeitung Watertown Public Opinion. Sie war sehr dünn und hatte Wunden an den Gelenken und Pfoten, die auf den ersten Blick wie Frostbeulen aussahen, sich später jedoch als Granulome entpuppten. Das hielt die Hündin aber nicht davon ab, dem fremden Jäger den erlegten Fasan ordnungsgemäß zu apportieren und auszugeben. Der Jäger verständigte den Fish & Wildlife Service (FWS), die amerikanische Jagd- und Fischereibehörde.

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Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist “aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert”, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

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Weimaraner Junghündin schnüffelt erfolgreich für die Polizei

Yoomee ist eine in Herne lebende Weimaraner-Hündin. Am gestrigen 8. Januar war die junge Hündin, die seit Ende Juni eine Hundeschule besucht, mit ihrem Herrchen im Bereich der Kurhausstraße unterwegs. Gegen 9.30 Uhr schnupperte das Tier sehr auffällig vor einem Gebüsch und wollte seinen Weg irgendwie nicht fortsetzen. Wenig später entdeckte ihr Herrchen einige Plastiktüten, augenscheinlich gefüllt mit Marihuana. Der Herner informierte umgehend die Polizei, die die “Fundsachen” sicherstellte und an das Bochumer Rauschgiftkommissariat weiterleitete. Das war übrigens nicht der erste Kontakt, den “Yoomee” mit der Polizei hatte. Vor zwei Wochen war die Weimaranerin mit ihrem Frauchen im Sportpark unterwegs und entdeckte im Gebüsch ein herrenloses Fahrrad. Erst sieben Monate alt und schon zwei Schnüffelerfolge – das sei doch etwas für die Bewerbungsmappe als Polizeihund, meint die Herner Polizei… PM

Beitragsbild: Die sieben Monate alte Weimaraner-Hündin Yoomee. Foto: Polizei

Sachsen: “Wolfsähnliche Tiere” greifen Hunde an

Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” meldet “zwei Vorfälle mit Hunden im nördlichen Landkreis Görlitz”: Am 27. und 28. Dezember 2017 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz (beides Landkreis Görlitz) zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt bzw. ein Hund getötet wurde. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer und die Besitzer sahen auf dem Grundstück ein Tier, welches sie als wolfsähnlich beschrieben.

Das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert, untersuchte die Vorfälle vor Ort und nahm Genetikproben an dem verletzten, sowie toten Hund. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht.

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Weihnachten für Hundeführer

Heute ging folgende Mail in der Red. ein: “Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht ein Beitrag zu Ihrer Internetseite, welche ich mit großem Interesse verfolge. Vielseitig, interessant und hoch aktuell. Waidmannsheil aus Schleswig-Holstein, Ihr RH.” Angehängt war die folgende schöne Geschichte, die wir gerne veröffentlichen. Vielen Dank dafür gen Norden!

Heiligabend, 24.12.17, ein schöner Abend mit der Familie.

23.00 Uhr, das Telefon klingelt, eine dunkle Ahnung beschleicht mich, “Hier ist die PolLeitStelle – Ihnen ein frohes Fest aber wir haben einen Wildunfall K47/B77 im Kreuzungsbereich.

Und es ist schön, denn sie sind ja immer zu erreichen!“

„Was ist passiert? Ja, vermutlich ist ein Reh seitlich in einen BMW geprallt, der Fahrer ist schon zuhause, das Reh ist weg.“

Und was soll ich jetzt da in der Nacht? Etwas viel Alkohol habe ich  intus, ich bin auch nicht mehr fahrtüchtig, also Zusage: Ich schaue da morgen-!  1. Weihnachtstag so um 09.00 Uhr  mal mit dem Hund vorbei.“

Kommentare vom rückwärtigen Sofa werden überhört.

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