Hunde

Schweiz: Hund aus steilem Gelände gerettet

+++ ASP erreicht Indien +++ Schweiz: Proteste gegen Rehwildbejagung auf Friedhof +++ 

Am Donnerstag, 7. Mai 2020, kurz nach 16.15 Uhr, befanden sich zwei Wanderer mit ihrem Jagdhund im Gebiet Vorder Chlus auf dem Urnerboden, als der Hund mehrere Gämsen erblickte und diesen ins steile Gelände bergwärts folgte. Der Hund befand sich schließlich unterhalb einer steilen Felswand und getraute sich nicht mehr zurück. Die Hundehalter alarmierten daraufhin die Polizei. Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Uri gingen vor Ort und stiegen zum festsitzenden Hund auf. Dieser ließ sich jedoch nicht zur Rückkehr bewegen. Aufgrund des schwierigen Geländes wurde schließlich die Alpine Rettung Schweiz aufgeboten. Den Alpinrettern gelang es, ins steile Gebiet vorzudringen und den Hund, in einem Rucksack verstaut, in Sicherheit zu bringen. Das Tier konnte, um eine Bergerfahrung reicher, wohlbehalten seinen Haltern zurückgegeben werden. PM

Beitragsbild: Der gerettete Jagdhund. Bild: Kantonspolizei Uri

Christoph Egert: Ehrenfanfare für Nachsuchen- und Stöberhunde

Einfach eine super Idee: Der JAWINA-Lesern schon als passionierter Jäger, Jagdhornbläser Nachsuchenführer und Öffentlichkeitsarbeiter in Sachen Jagd bekannte Christoph Egert hat eine “Ehrenfanfare für Nachsuchen- und Stöberhunde” komponiert. “Ich bin der Meinung, dass die Arbeit der Schweiß- und Nachsuchenführer auch durch Bläser gewürdigt werden sollte”, erklärt Egert dazu.

Hier kann man sich die Ehrenfanfare anhören:

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JGHV: Keine weiteren Frühjahrsprüfungen im Frühjahr 2020

Das Präsidium des Jagdgebrauchshundverbandes e.V. (JGHV) hat vor dem Hintergrund der Entwicklung und der angespannten Lage zum neuartigen Coronavirus, in Absprache mit zahlreichen Zuchtvereinen und Vertretern der Jagdgebrauchshundevereine, am 07. April 2020 beschlossen, seine Mitgliedsvereine aufzufordern, im Frühjahr 2020, also auch nach dem 19.04.2020, keine weiteren Frühjahrsprüfungen durchzuführen.

Diese Regelung gilt in allen deutschen Bundesländern und für die Mitgliedsvereine im Ausland. Sie ist, so der JGHV, auch dort anzuwenden, wo keine behördlichen Beschränkungen bestehen. In einer Pressemitteilung des Hundevereins heißt es dazu weiter: “Die Anlagenprüfungen der Zuchtvereine im Frühjahr sind unverzichtbares Element der Zucht-lenkung. Vor den derzeit bestehenden Ausgangsbeschränkungen konnten, von den jährlich rund 520 durchgeführten Verbandsjugendprüfungen (VJP), erst 30(!) Prüfungen abgehalten werden. Dadurch wurden bislang ca. 3% des Jahrgangs geprüft. Die prozentualen Zahlen der weiteren Frühjahrsprüfungen (u.a. Derby, Anlagenprüfungen der Spezialzuchtvereine mit Spurarbeit) im JGHV sind nahezu identisch. Selbst bei größtem organisatorischem Aufwand ist es daher unmöglich, den für die qualifizierte Tierzucht notwendigen Anteil an Junghunden, über alle Rassen hinweg, im Zeitfenster bis Anfang Mai zu prüfen – immer vorausgesetzt, dass dies überhaupt rechtlich möglich wäre.

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DJV: Coronavirus – Jagdhund und Reh sind kein Risiko

Haus- und heimische Wildtiere können das Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht auf Menschen übertragen, meint der DJV. Ebenso wenig kann der Mensch Tiere anstecken. Experten empfehlen trotzdem regelmäßiges Händewaschen.

Auf Anfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit: Menschen können sich nach aktuellem Wissensstand nicht über Haus- oder Wildtiere mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Jagdhunde stellen also kein Infektionsrisiko dar, ebenso wenig Reh oder Wildschwein. Um ganz sicher zu gehen, untersucht das FLI derzeit, ob Tiere ein Virusreservoir sein könnten. Ergebnisse sollen Ende April 2020 vorliegen.

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können beispielsweise das Fell von Hunden und Katzen mit dem Erreger kontaminieren. Allerdings ist die Virenmenge dann so gering, dass sie für eine Infektion weiterer Menschen nicht ausreicht. Derzeit gibt es laut FLI auch keine Hinweise darauf, dass sich heimische Wild- oder Haustiere bei Menschen mit SARS-CoV-2 infizieren könnten.

[Anm. d. Red.: Eine etwas andere Sicht der Dinge war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen: “Nicht der Hund überträgt die Krankheit, aber sein Halsband” – kann nicht schaden, das zur Kenntnis zu nehmen.]

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Erfahrungsaustausch: Versicherungsschutz für Nachsuchenführer

Ein Bericht von Christoph Egert

Beim Erfahrungsaustausch der Stöberhunde- und Nachsuchenführer am 16.12. in Meißen ging es schwerpunktmäßig um die Themen Versicherungsschutz und ASP: “Wir Hundeführer sind zwar sehr wichtig und gefragt, wenn es aber um persönliche Unfälle bei der Arbeit mit den Hunden kommt, stehen wir an letzter Stelle” schreibt der Initiator des Treffens, Christoph Egert: “Wir machen auch aktiven Tierschutz. Das läuft nicht immer glimpflich ab und dann werden wir bei einem Unfall allein gelassen. In solchen Fällen sind wir die Dummen.”

Die ASP “meldet sich an”. Da werden wir mit unseren Hunden von den “Außenstehenden” vielleicht “Retter in der Not” betrachtet. Unsere Hunde sind Fährtenhunde und keine Leichenspürhunde! Gut, man sollte es probieren, aber diejenigen, die vom Jagdgeschehen sehr weit entfernt stehen, werden von Hunden nicht viel wissen, aber “klug” reden – “Die Jäger”… Wir sollen wieder den Kopf hinhalten, ohne dass eigentlich selbstverständliche Versicherungsleistungen erbracht werden.

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund nach Aujeszky-Infektion eingeschläfert

+++ Hessen: Jagdhund bei Drückjagdeinsatz angefahren +++ Bayern: Neue Kandidaten im Kampf um Vocke-Nachfolge +++ NRW: Neue Wolfsnachweise im Bergischen Land +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude in Villingen-Schwenningen aufgetreten +++ Schleswig-Holstein: Wolf aus Niedersachsen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen +++ Brandenburg: Stahnsdorfer Bürgermeister wiederholt Forderung nach Bogenjagd +++ Sachsen-Anhalt: AfD-Antrag auf Hundesteuerbefreiung für Jagdhunde in Gardelegen erfolgreich +++

Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

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Bayern: Herdenschutzhunde reissen Wildschwein

Bei Sachsenheim (Landkreis Main-Spessart) haben Herdenschutzhunde eines Schäfers am Sonntag ein Wildschwein gerissen. Die Lokalzeitung Main-Post schildert den Vorfall reißerisch als “Szene aus einem Horrorfilm”, “fünf riesige Hunde, die ein blutendes Wildschwein umringen”, die weißen Schnauzen der Hunde rot vor Blut…

Der Schäfer, der seine Pyrenäenberghunde offenbar nicht beaufsichtigte, weil er mit den lammenden Schafen auf seinem Hof “alle Hände voll zu tun” hatte, erhebt Vorwürfe gegen die Jagdgesellschaft, die zum fraglichen Zeitpunkt in einem nahen Waldgebiet eine Drückjagd veranstaltet hatte. Gegenüber der Zeitung beklagte der Berufsschäfer, über die Jagd nicht informiert worden zu sein. So habe er keine Chance gehabt, das Geschehene zu verhindern.

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DJV veröffentlicht Video-Serie “Erste Hilfe für den Jagdhund”

Der DJV veröffentlicht eine 9-teilige Filmreihe mit Hinweisen für Notfälle. Bereits über 200.000 Nutzer haben die Erste-Hilfe-Tutorials gesehen. Die Videos sind ab sofort zum Herunterladen erhältlich.

Beim Einsatz von Hunden für die Jagd kann es zu Notfällen kommen, die schnell medizinisch versorgt werden müssen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat hierfür die 9-teilige Videoreihe „Erste Hilfe für den Jagdhund“ in Kooperation mit der Firma Grube und dem Jagdgebrauchshundverband produziert. Tierärztin Dr. Gesche Pinke gibt wertvolle Hinweise für unterschiedliche Notsituationen, etwa starke Blutungen, Knochenbrüche oder einen Pneumothorax. Die Jägerin und Hundeführerin behandelt in weiteren Kapiteln, wie ein Hund gesichert werden kann oder was bei einem Schock zu tun ist.

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Getötete Schwangere – Jägern zweifeln an Beteiligung von Jagdhunden

Im Fall der durch Hundebisse getöteten schwangeren 29-jährigen (JAWINA berichtete), haben beteiligte Jäger Zweifel daran geäußert, dass die Hunde der eingesetzten Meute für den Tod der Frau verantwortlich sein sollen. Die Verstorbene hatte vor ihrem Tod eine Nachricht an ihren Lebensgefährten gesendet, in dem sie von einem Problem mit mehreren aggressiven Hunden berichtete. Dabei sei es jedoch auch um einen Konflikt mit dem Besitzer eines Malinois, eines belgischen Schäferhundes gegangen. Die Frau selbst besaß einen oder mehrere (Die Medienberichte widersprechen sich in diesem Punkt) American Staffordshire Terrier, eine Kampfhundrasse. Der Lebensgefährte der Verstorbenen gab an, etwa 45 Minuten nach ihrem letzten Anruf in dem Waldgebiet eingetroffen zu sein. Einem Bericht des Figaro zufolge gab der Mann an, erst Jagdhunden und dann einem Reiter begegnet zu sein. Dann seien etwa dreißig Jagdhunde aus der Schlucht gekommen, in der sich der Leichnam der Frau fand. Es könnten nur die Jagdhunde gewesen sein, folgerte er.

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