Aktuell

Weidetierhalter antworten auf offenen Brief der Wolfsberater

Die Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Deutschland (WNON) hat den offenen Brief der Wolfsberater (JAWINA berichtete) mit einem eigenen offenen Brief beantwortet. Die WNON kritisiert das Auftreten der Wolfsberater und zieht deren Neutralität in Zweifel. Deren offener Brief diene dazu, öffentlichen Druck zu erzeugen. “Ist das die Aufgabe eines Wolfsberaters in dieser Form in der Öffentlichkeit zu agieren?”, fragen die Weidetierhalter. Und weiter: “Welche Position haben Wolfsberater, dass sie den Minister auffordern sich zu rechtfertigen? Sind das wirklich die Wolfsberater, die Weidetierhalter neutral beraten und vertrauensvoll mit ihnen und ihren berechtigten Sorgen umgehen? Oder sind diese Wolfsberater Interessengesteuert und stellen den Wolf über den Menschen?” red.

Der offene Brief der WNON steht hier zum Download bereit.

Beitragsbild: Entgegnung der WNON auf den offenen Brief der Wolfsberater (Screenshot, Ausschnitt)

“Der Wolf ist ein Horror für die ganze Tierwelt”

“Ein Spiel, das die Grünen gegen den Rest der Gesellschaft und die Jäger spielen” – der holländische Jagdgast verteidigt seinen Abschuss eines Wolfs in Brandenburg

Der Jäger, der auf einer Drückjagd in Brandenburg einen Wolf geschossen hat, nachdem dieser Jagdhunde angegriffen hatte, verteidigt seine Vorgehensweise. Gegenüber der niederländischen News-Plattform Tubantia bezeichnete der 68-jährige “sehr erfahrene Jäger” den Wolf als “Pest” und “Horror für die gesamte Tierwelt.” Er bestätigte, den Wolf “aus Notwehr” geschossen zu haben, da er den Jagdterrier eines deutschen Treibers gegen den Wolfsangriff verteidigen musste. Die Polizei führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Schützen. Der Mann erklärte, er hätte es vorgezogen, nicht medial in Erscheinung zu treten, aber er verstehe die Aufmerksamkeit: Der Wolf sei “ein heißes Thema”, da könne man “eine schöne Geschichte draus machen”.

Die Rückkehr des Wolfs hält er für eine Katastrophe: In Deutschland sei das “ein ganz großes Problem”, es sei schrecklich, in diesen Filmen zu sehen, was die Wölfe alles zerstörten: “Kühe, Pferde, Schafe, Wild, Tiere, die die Menschen in ihren Gärten hielten.”

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DJV und CIC verteidigen nachhaltige Auslandsjagd

Die Tierrechtsszene fordert aktuell Jagdverbote oder Importbeschränkungen für Jagdtrophäen. Durch fragwürdige Petitionen werden erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien von Entwicklungsländern unter Beteiligung regulierter Jagd in Misskredit gebracht. CIC und DJV verweisen auf die Bedeutung der Jagd für den internationalen Artenschutz.

Die Tierrechtsszene streut aktuell Falschinformationen zur Trophäenjagd, um Petitionen für Jagdverbote oder für Importbeschränkungen von Jagdtrophäen aus dem Ausland zu befeuern. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) rufen zur faktenbasierten Diskussion auf und verweisen auf die Bedeutung der Auslandsjagd für Artenschutz und die Bevölkerung vor Ort.

“Jagdverbote haben beispielsweise in Kenia dazu geführt, dass jedes Wildvorkommen außerhalb von Nationalparken praktisch erloschen ist. In Ländern mit nachhaltigem Jagdmanagement wie beispielsweise Namibia wachsen die Bestände ikonischer Arten wie Löwe, Elefant oder Nashorn oder sind auf hohem Niveau stabil”, so Dr. Wilhelm von Trott, Leiter der deutschen Delegation des CIC. Der Zuwachs an lokalen Schutzgemeinschaften (Conservancies) in Namibia, die bis zu 100 Prozent ihres Einkommens aus nachhaltiger Jagd generieren, hat es ermöglicht, dass die Elefantenpopulation von 7.500 im Jahr 1995 auf heute mehr als 22.000 Exemplare anwachsen konnte.

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Niedersachsen: Wolfsberater kritisieren Abschussgenehmigung für Wolf GW717m

Seit langem kritisieren Weidetierhalter, dass sich gewisse Wolfsberater nicht neutral verhalten, sondern eindeutig pro Wolf eingestellt sind. Die weit verbreitete Befürchtung, dass Wolfsberater die Tatsachen zum Wolf schönen würden, führte bereits 2016 zur Verabschiedung eines Verhaltens-Leitfadens für Wolfsberater. Damit sollte verhindert werden, dass Wolfsberater ihre Kompetenzen überschreiten und “über das Ziel hinausschießen”, wie es die derzeitige grüne Staatssekretärin im niedersächsischen Umweltministerium, Almut Kottwitz, formulierte. Durch den offenen Brief, in dem jetzt 16 Wolfsberater die Entscheidung von Umweltminister Olaf Lies (SPD) angreifen, den Wolfsrüden GE717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freizugeben, dürften sich die Kritiker der Wolfsberater bestätigt sehen.

Der Wolf GW7171m wird mittlerweile für ca. 40 Nutztierrisse verantwortlich gemacht, darunter Rinder, Pferde, Alpakas. Die Tiere waren z.T. durch Zäune geschützt, die als wolfssicher galten. In dem auf der Internetseite Wolfsmonitor veröffentlichten Brief [Link: https://wolfsmonitor.de/?p=16416] werfen die Unterzeichner Lies angebliche Intransparenz bei der Abschussbewilligung vor und stellen Erforderlichkeit und Berechtigung des Abschusses in Frage. Auch der Nabu Niedersachsen zieht die Rechtmäßigkeit der Abschussgenehmigung in Zweifel und hält diese für “politisch motiviert.”

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Niedersachsen: Wölfe reißen Fohlen

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar haben Wölfe auf einer Weide eines Islandpferdehofs bei Neustadt am Rübenberge ein Islandpferdefohlen gerissen. Das im Juni geborene, mehrere hundert Kilo schwere Fohlen wurde nahezu vollständig aufgefressen, es blieben nur das Haupt und die Skelettknochen übrig. Der Wolfsbeauftragte hat den Kadaver begutachtet und geht aufgrund der weitgehenden Verwertung des gerissenen Pferdes davon aus, dass es um einen Wolfsriss handelt. Es dürften vier bis fünf Wölfe an dem Riss beteiligt gewesen sein. Neustadt a.R. liegt im Bereich des Rodewalder Rudels, das sich auf Pferde spezialisiert zu haben scheint (JAWINA berichtete). Ein Rüde aus dem Rudel ist vom niedersächsischen Umweltministerium wegen zahlreicher Nutztierrisse bereits zum Abschuss freigegeben worden (JAWINA berichtete). Der Wolfsbeauftragte und ein Amtstierarzt haben DNA-Proben am Kadaver genommen. Die Weide war mit Koppeldraht und Stromzaun gesichert. SE

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Niedersachsen: Polizei schnappt mutmaßliche Hochsitzzerstörer

+++ Bayern: Neues Wildwarnsystem erkennt anwechselndes Wild mit Bewegungsmelder +++ Brandenburg: Wolf angefahren, betäubt, eingeschläfert +++ RLP: Wolf im Westerwald nachgewiesen +++ “Schwachmaten-Idee” – Anwohner diskutieren Bogenjagd +++ Niedersachsen: Jäger schießt 700-Kilo-Bullen +++ NRW: Entlaufener Jagdhund beißt kleinen Mischling tot +++

Am Sonntag sind in Werlte und in der Gemeinde Lorup eine Vielzahl von Hochsitzen der Jägerschaft beschädigt worden, wie die Polizei mitteilt. Spuren an den Tatorten deuten darauf hin, dass die militante Tierrechtsorganisation “Animal Liberation Front” – kurz ALF – für die Beschädigungen verantwortlich sein dürfte. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Nach einem Hinweis trafen Polizeibeamte aus Sögel und Papenburg in einem der betroffenen Waldgebiete drei verdächtige Personen mit einem Geländewagen aus Westerstede an. Bei ihnen wurden Werkzeuge gefunden, die für die Taten genutzt worden sein könnten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise werden unter (05952)93450 entgegengenommen. PM

Beitragsbild: Zerstörter und beschmierter Hochsitz. Foto: Polizei

TV-Tipp: Yukon Men

JAWINA-Leser JG hat uns die DMAX-Serie Yukon Men empfohlen, “voll schlimm” sei die, weise dabei aber ein extrem hohes Suchtpotenzial auf. Wieso schlimm? wollten wir wissen: “Schlimm: Die zeigen da ohne jede inhaltliche Distanzierung über 7 Staffeln zu je ca. 9 Folgen alte weiße Männer beim Jagen, Fischen, Holzeinschlag, Improvisieren und Feinstaubfreisetzen im Lebensraum indigener Völker. Nur eine einzige weibliche Hauptrolle dabei. Lauter verbotenes Zeug eben.” Damit waren wir angefixt und haben die erste Folge geguckt – und das reicht schon. Nur mit Mühe gelingt es einem, sich nicht sämtliche Folgen hintereinander weg in einer langen Nacht reinzuziehen. Ein paar Dinge wirken gestellt, zum Beispiel die Biberjagd mit Pfeilen Marke Eigenbau in Folge 1 oder 2 der sechsten Staffel. Aber das Meiste ist einfach ganz großes Kino.

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Brandenburg: Erfolgreiche 55-km-Nachsuche auf Gebrechschuss

Der Schweißhundeverein Deutschland (SHVD) berichtet auf seiner Facebook-Seite über eine erfolgreiche Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild mit Gebrechschuss, die sich über zwei Tage und epische 55 Kilometer erstreckte. Die Sau war auf einer Bewegungsjagd beschossen worden, der Schütze zu weit vorn abgekommen. Am ersten Tag arbeitete ein bekanntes Nachsuchengespann die Fährte des kranken Wildschweins über mehr als 25 Kilometer, bis die einbrechende Dunkelheit den Abbruch der Suche erzwang. Am nächsten Tag wurde die Nachsuche fortgesetzt, wobei sich ein BGS-Führer beteiligte, weitere Hunde(führer) hielten sich für Hetze und das Stellen des Stücks bereit. Auf den letzten zehn Kilometern der Fährte gab es keinerlei Bestätigung durch Pirschzeichen mehr. Es ist eine gigantische Leistung der Hunde und Gespanne, selbst erfahrene Nachsuchenführer hätten erfolgreiche Nachsuchen über solche (durch GPS-Aufzeichnungen der Hundeortungsgeräte belegte) Distanzen nicht für möglich gehalten.

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Brandenburg: Bogenjagd in Stahnsdorf und Kleinmachnow?

In Stahnsdorf und Kleinmachnow, zwei Gemeinden im Berliner Speckgürtel, grassiert die Wildschweinplage. Ganze Rotte stürmen durch die Straßen und suchen Gärten, Parks, und Sportplätze heim. Die Bürgermeister der Vororte haben jetzt eine neue Idee, wie sie der Sauen Herr werden wollen: Mit Hilfe der Bogenjagd. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers hat sich an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gewandt, um das Verbot der Bogenjagd für das Gemeindegebiet aufzuheben, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Begründung laut MAZ: “Ein Gewehrschuss würde die Tiere vielleicht aufschrecken, Querschläger könnten Menschen verletzen. Innerorts sei die Jagd mit dem Gewehr ohnehin verboten.” Dazu ist anzumerken, dass “innerorts”, also in befriedeten Gebieten, die Jagd generell ruht – egal ob mit Falle, Pfeil und Bogen, ob mit oder ohne Gewehr – und dass die Bogenjagd in den sachlichen Verboten des § 19 Bundesjagdgesetz zusätzlich verboten ist. Die Chancen stünden jedoch gut, dass die Bogenjagd bewilligt wird, heißt es.

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Bayern: 78-jähriger Jäger sorgt für Großeinsatz von Polizei und SEK

+++ Österreich: Rekordstrecke bei Reh- und Rotwild in Kärnten +++

Zu einem Großeinsatz der Polizei, unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der Verhandlungsgruppe, ist es am Freitag Mittag in Iphofen gekommen. Nach knapp vier Stunden konnte ein 78-Jähriger, welcher sich wohl in einer psychischen Ausnahmesituation befand, vorläufig festgenommen werden.

Familienangehörige informierten gegen 12:00 Uhr die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei und teilten mit, dass sich der 78-Jährige wohl in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Medienberichten zufolge hatte der Mann angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen und sich in seiner Wohnung “verschanzt”. Da der Senior als Jäger rechtmäßig über mehrere Schusswaffen verfügte, kam es zu einem Großeinsatz für die Polizei Kitzingen und die umliegenden Dienststellen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Iphofener allein in seiner Wohnung auf.

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Niedersachsen: Wolf GW 717m zum Abschuss freigegeben

+++ DJV-Präsident Hartwig Fischer: In Ausnahmefällen ganze Wolfsrudel abschießen +++ Braunschweig: Bissiger Problem-Marderhund wurde erlegt +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Gifhorn überfahren +++ Köln: Ausstellung zum Wolf im Wallraf-Richartz-Museum +++ Baden-Württemberg: Schaf bei Wolfach von Wolf gerissen +++

Niedersachsen: Wolf reißt vier angebliche “Herdenschutztiere”

Das niedersächsische Umweltministerium hat den Wolfsrüden GW 717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freigegeben. Der Wolf hat in mehreren Fällen “als wolfssicher geltende” Zäune überwunden und Rinder, Pferde und Alpakas gerissen. Die Genehmigung zur Entnahme sei bereist am 23. Januar erteilt worden und erst jetzt Medien gegenüber bestätigt worden, meldet der NDR. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies erklärte, der Abschuss des Wolfs sei notwendig, um Schäden in der Weidewirtschaft abzuwenden. Es müsse verhindert werden, dass Wölfe ihren Nachkommen beibrächten, Zäune zu überwinden und Rinder zu reißen.

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Brandenburg: Selbstgenehmigender Antrag auf Schonzeitaufhebung für Rehböcke

+++ Norwegen: Wolfsdemos mobilisieren Tausende +++ Niedersachsen: Grüne wollen Wölfe vor Wildunfällen schützen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus warnt vor illegalen Wolfsabschüssen +++ Sachsen: Wolf bei Oschatz gesichtet +++ Bayern: Bauern und Naturschützer kritisieren Aktionsplan Wolf +++

Mitte 2018 wurden Oberste Jagdbehörde (OJB) und Landesforst (LFB) im Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) zusammengelegt (JAWINA berichtete). Damals befürchteten Kritiker, dass damit “der Bock zum Gärtner” gemacht und einer rücksichtslosen Wald-vor-Wild-Politik der Weg geebnet werde – sie sollten Recht behalten, wie von der OJB dem LFB genehmigte Schonzeitaufhebungen für Rehböcke im Januar zeigen.

Mit einem Bescheid vom 21.12. 2018 gibt die OJB dem Antrag einer Brandenburger Oberförsterei auf Schonzeitaufhebung für Rehböcke auf Drückjagden im Januar statt. Nach bislang unbestätigten Informationen von JAWINA sollen sämtliche Brandenburger Oberförstereien von der OJB unter Androhung von Konsequenzen gedrängt worden sein, gleichlautende Anträge zu stellen. Die angeführten Begründungen für die Genehmigung lassen aufhorchen.

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Schleswig-Holstein: Ausnahmegenehmigung für Entnahme eines Wolfes erteilt

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat am heutigen Donnerstag (31.01.2019) einen Antrag auf Entnahme des Problemwolfes GW924m genehmigt. Diese Ausnahmegenehmigung erfolgt auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Nach Eingang von Anträgen aus der Region und intensiver rechtlicher Prüfung hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung schließlich einen eigenen Antrag gestellt, weil in diesem Fall ein koordiniertes staatliches Handeln notwendig ist. “Nach intensiver Prüfung halten wir dieses Vorgehen im vorliegenden Fall für erforderlich, um die Last von den Betroffenen vor Ort zu nehmen und eine bestmögliche Koordination sowie fachliche hohe Expertise der mit der Entnahme betrauten Personen zu erreichen, die über einen Jagdschein verfügen müssen. Diese Aufgabe ist doppelt schwer – weder schön, noch einfach”, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

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Brandenburg: Erlass zur Erlegerprämie für Schwarzwild veröffentlicht

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) Brandenburg hat den Erlass zur Auszahlung einer Erlegungsprämie für Schwarzwild veröffentlicht. Mit der Prämie soll ein Anreiz zur Erlegung von Wildschweinen zum Zweck der ASP-Prävention gesetzt werden.

Auf der Internetseite des MLUL heißt es dazu: “Als Reaktion auf die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) führte Minister Vogelsänger die landesweite Erlegungsprämie mit Beginn des Jagdjahres 2018/2019 in Brandenburg ein. Jagdausübungsberechtigten (JAB) können eine Erlegungsprämie beantragen, die als Ausgleich für den entstandenen Mehraufwand zur Reduzierung der Schwarzwildbestände gewährt wird. Gleichzeitig soll ein Anreiz geschaffen werden, verstärkt Schwarzwild zu bejagen.

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Baden-Württemberg: Nabu verschweigt NS-Vergangenheit der “Vogelmutter”

In einer skandalösen Jubelmeldung feiert der Nabu Baden-Württemberg Lina Hähnle als Gründerin des Deutschen Bunds für Vogelschutz (BfV), aus dem der Nabu hervorging. “NABU vor 120 Jahren in Stuttgart von mutiger Frau gegründet”, frohlockt der Verband auf seiner Internetseite und preist Lina Hähnle als “Naturschutz-Visionärin gegen “Schmuckvogelausrottung”, der es wichtig war, “den Verein auf eine breite gesellschaftliche Basis zu stellen”. Und weiter: “Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 50 Pfennig im Jahr festgelegt, um jeder und jedem den Beitritt zu ermöglichen. Als wohlhabende Ehefrau des Reichstagsabgeordneten und Fabrikanten Hans Hähnle fuhr sie in der Eisenbahn oft in der sogenannten „Holzklasse“ (3. Klasse) mit, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen.”

Kein Wort verliert der Nabu über die NS-Vergangenheit der Lina Hähnle, die (nachzulesen auf Wikipedia) nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten auf einer Mitgliederversammlung des Bundes im November 1933 „ein sieghaftes ‘Heil’ auf unseren Volkskanzler, der die Deutschen aus der Verbundenheit mit der Natur heraus gesunden lassen will”, ausbrachte. “Auch die Satzungsänderung des Verbandes 1934, nach der nur „deutsche Staatsbürger und Menschen artverwandten Blutes“ Mitglieder werden durften und Juden aus dem Verband ausgeschlossen wurden, fiel noch in ihre Amtszeit.”

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Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

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DJV/CIC: Jagd auf Schraubenziege ist Erfolg für Artenschutz

+++ Niedersachsen: Aggressiver Marderhund beißt Menschen und Hunde in Braunschweig +++ Niedersachsen: Aujeszkysche Krankheit im Landkreis Northeim nachgewiesen +++

Ein amerikanischer Jäger hat legal eine seltene Schraubenziege in Pakistan erlegt. Der Aufschrei von Tierrechtlern war groß. CIC und DJV fordern mehr Sachlichkeit: Dank Jagd haben die Bestände um das 70-fache in 30 Jahren zugenommen. Von Einnahmen aus Jagdlizenzen profitieren weitere seltene Arten wie Schneeleopard und die Bevölkerung.

Ein US-Amerikanischer Jäger hat kürzlich in Pakistan anlässlich einer kontrollierten Jagd eine seltene Schraubenziege (Markhor) für 100.000 Dollar erlegt. Der Aufschrei in den Medien war groß, Tierrechtler bezeichneten die Erlegung als „Schande“. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern eine sachliche Bewertung der Situation: Die Einnahmen aus der streng reglementierten nachhaltigen Jagd auf die Schraubenziege haben überhaupt erst deren Wiederansiedlung in weiten Teilen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes ermöglicht. Lag der Bestand des Markhor Mitte der 1980er-Jahre bedingt durch massive Wilderei noch bei unter 100 Tieren, leben heute dank der Einnahmen aus der Jagd weit über 7.000 Schraubenziegen in Pakistan, so ein IUCN- Spezialist. Diese Entwicklung führte dazu, dass der Markhor in der Roten Liste der IUCN seit 2015 nicht mehr als „bedrohte Art“ geführt wird.

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DJV: Interesse für die Jagd wächst

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab. Davon bestanden 19 Prozent nicht. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen.

Immer mehr Deutsche machen die Jägerprüfung. Im Jahr 2018 waren es über 20.000* Prüflinge, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelt. Im Vergleich zu 2009 sind das 99 Prozent mehr Jagdschüler. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Ein Fünftel der Schüler bestand die Prüfung nicht. Spitzenreiter in der Jägerausbildung war 2018 Niedersachsen mit rund 5.000 Prüfungsteilnehmern. Gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 2.860 Teilnehmern und Bayern mit etwa 2.200**.

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Italien: 65jähriger nach Wolfsangriff im Krankenhaus

+++ Shitstorm mit Ansage: Jägerin postet Foto von erlegtem Fuchs und bekommt Hausbesuche von Jagdgegnern +++

In Roccastrade, einem Ort in der mittelitalienischen Provinz Grosseto, ist italienischen Medienberichten zufolge am Samstag ein 65 Jahre alter Mann durch Wölfe verletzt worden. Der aus der Provinz Vincenza stammende Mann ging mit einem Freund zwischen Sticciano und Roccastrada spazieren, als sie zwei Wölfe bemerkten, die gerade eine Schafherde angreifen wollten. Die Männer versuchten die Wölfe zu vertreiben, woraufhin diese den 65jährigen angriffen. Es gelang ihm, sich aus dem Griff des Wolfs herauszuwinden. Der Mann wurde mit einer schweren Handverletzung in ein Krankenhaus in Grosseto eingeliefert. Sein Begleiter blieb unverletzt. SE

Beitragsbild: Headline eines Medienberichts zum Thema auf toscanamedia (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

DJV-Interview mit dem Anwalt des Wolfsschützen: “Der Jäger hat gerechtfertigt gehandelt”

Ein Jäger hat einen Wolf getötet, weil dieser sich nicht abhalten ließ Jagdhunde zu attackieren (JAWINA berichtete). Ob er sich auf Notstand berufen kann, erläutert Anwalt Dr. Heiko Granzin im DJV-Interview.

Vergangene Woche hat ein Jäger einen Wolf mit einem Schuss getötet, weil sich dieser auch mit Rufen und Warnschuss nicht davon abhalten ließ, mehrere Jagdhunde zu attackieren. Es kam dabei zu nicht unerheblichen Verletzungen. Der Jagdleiter und Revierinhaber hat umgehend die Polizei gerufen, diese erstattete gegen den Schützen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Inwieweit sich der Jäger auf Notstand berufen kann und wie wahrscheinlich es ist, dass die Staatsanwaltschaft weiter ermittelt, erläutert Anwalt Dr. Heiko Granzin, der den Jäger vertritt, im DJV-Interview.

DJV: Ein Wolf hat bei einer Bewegungsjagd angeblich Jagdhunde attackiert und ließ auch nach Rufen und Warnschuss nicht ab. Wie hat sich die Situation für den Schützen genau dargestellt?
Dr. Granzin: Der Schütze befand sich südlich von Berlin auf einer Drückjagd. Sein Hochsitz lag an einem Wirtschaftsweg mit Blickrichtung auf einen Altholzbestand und eine dahinter liegende Lichtung. Nach Beginn des Treibens lief ein Wolf in etwa 10 Meter Entfernung am Stand des Schützen vorbei zur Lichtung. Aus einem dahinter liegenden dichten Fichtengebüsch kamen kurz danach Rehe auf die Lichtung. Der Wolf reagierte auf die Rehe und machte kehrt. Etwa 100 Meter vom Schützen entfernt stieß er auf der Lichtung auf die Fährte der Jagdhunde, die den Rehen gefolgt waren. Der Wolf stellte die Jagdhunde unmittelbar und versuchte sofort, sich in einem zu verbeißen. Der Schütze versuchte durch Schreien und Rudern mit den Armen den Wolf zu vertreiben. Schließlich feuerte er einen Warnschuss ab. Als dem Schützen klar wurde, dass der angefallene Jagdhund in Kürze vom Wolf getötet werden würde, gab er einen gezielten tödlichen Schuss auf den Wolf ab.

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Prof. Dr. Christoph Stubbe: Der Wolf in Russland – historische Entwicklung und Probleme

Der Aufsatz “Der Wolf in Russland – historische Entwicklung und Probleme” von Prof. Dr. Christoph Stubbe beruht auf der Auswertung amtlicher Statistiken und wissenschaftlicher Studien zum Wolf in Russland. Bei einem einjährigen Studienaufenthalt an der jagdlichen Hochschule Irkutsk hat sich Stubbe intensiv mit der Thematik befasst. Sein Aufsatz macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse “hunderter studierter Jagdwirtschafter und Wissenschaftler” zugänglich, die sich in Russland “in Theorie und Praxis mit dem Wolf befassen” – und die aufgrund der Sprachbarriere, unzugänglicher Publikationsorte und womöglich weiterer Gründe in der hiesigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Wolf weitgehend ignoriert werden. Es sei “mehr als verwunderlich, dass man über Erfahrungen und Probleme aus dem Mutterland der Wölfe, aus Russland, überhaupt nichts liest, obwohl unsere Wölfe zur osteuropäischen/asiatischen Population gehören”, konstatiert Stubbe.

Als Folge dieser Unkenntnis wird manch ein Leser nach Lektüre der Studie verwundert feststellen, dass Rotkäppchen es mit der Wahrheit ziemlich genau nahm – zumindest im Vergleich zu der von gewissen Wolfsfreunden und Vertretern der Wolfsindustrie ingrimmig verteidigten Glaubenslehre z.B. von der “natürlichen Scheu” des Wolfs und seiner Ungefährlichkeit für Mensch und Weidetier oder dem Märchen vom konfliktfreien und harmonischen Zusammenleben von Wolf und Mensch in Osteuropa (wobei dahingestellt sei, ob jene Wolfsfreunde ihrem Schützling damit mittelfristig einen Gefallen erweisen). Was Stubbe vom Wolf in Russland berichtet, lässt sich mit solchen naturromantischen Vorstellungen schlechterdings nicht in Einklang bringen. In manchen Jahren töteten Wölfe in Russland hunderttausende Rinder, Schafe, Ziege, Pferde und Fohlen – und hunderte Menschen.

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Südtirol: Wölfe reissen Hund

+++ Sachsen: Entscheidung über Rotwild-Petition steht an +++ Bayern: Stöberhunde hetzen verletzten Fuchs in Vorgarten +++ Niedersachsen: Fellwechsel-Standort in Altona (Dötlingen) +++ NRW: Wölfin am Niederrhein gesichtet +++ Brandenburg: Reh bei Wildunfall in Windschutzscheibe geschleudert – Fahrer schwer verletzt +++ Bayern: Hund reißt Reh bei Coburg +++ Österreich: Jäger bei Wildfütterung schwer verletzt +++

In dem Bergdorf Scaparina im Apennin haben Wölfe einen Hund gerissen. Der Hund sei im Morgengrauen von Wölfen angegriffen und “regelrecht zerfleischt” worden, berichtet Südtirolnews. Zuvor habe es Angriffe auf Kühe und Schafherden gegeben und Anwohner beobachteten “immer öfter, dass Wolfsrudel um Häuser und Ställe streichen.” Der getötete Hund wies Südtirolnews zufolge die für Wolfsangriffe typischen Verletzungen an der Kehle auf. Von dem Hund blieb nur der Kopf und einige Knochen übrig. Gegenüber dem Nachrichtenportal warnt der Hundebesitzer vor Selbstjustiz: “Entweder die Behörden greifen ein oder die Leute könnten beginnen, sich selbst zu verteidigen.” Die Wölfe vermehrten sich “ohne Kontrolle.” Im Alpenraum beginne “die Stimmung zu kippen”, konstatiert Südtirolnews: “Immer mehr Menschen, die von der Viehwirtschaft leben, fordern Maßnahmen, den Wolfsbestand zu reduzieren.” red.

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf Südtirolnews (Screenshot).

Magdeburg: Wolf streift ohne Scheu durch Wohngebiet

Jungwolf im Umfeld der Salbker Seen gesichtet – Wolfskompetenzzentrum bestätigt Beobachtung

Am Mittwoch wurde im Umfeld der Salbker Seen ein Wolf gesichtet. Die Sichtung wurde mit einer Videoaufnahme dokumentiert und bereits durch eine Mitarbeiterin des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt bestätigt. Nach Auswertung des Videomaterials wird von einem Jungwolf ausgegangen, der vermutlich 2018 geboren wurde.

Einer Pressemitteilung der Stadt Magdeburg zufolge zeigte der Wolf “ein unsicheres und vorsichtiges Verhalten, das durch die eingeklemmte Rute belegt” werde, während viele Betrachter des im Internet kursierenden Videos einen Wolf sehen, der sehr selbstsicher und vollkommen angstfrei ein menschliches Siedlungsgebiet durchstreift. In dem Video klopft die filmende Anwohnerin laut gegen die Fensterscheibe – nicht einmal das beeindruckt den Wolf auch nur im entferntesten. “Offenbar handelt es sich um seine ersten eigenen Erkundungszüge außerhalb des elterlichen Territoriums”, dichtet die Pressestelle der Stadt Magdeburg weiter: “Möglicherweise stammt er aus dem Rudel „Möckern“. Die Elbe ist für diese umherstreifenden Tiere stets ein Wanderkorridor.

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Baden-Württemberg: Jäger erschießt versehentlich seine 19-jährige Tochter

Ein tragischer Unglücksfall hat sich am Donnerstagabend ereignet. Ein 56-jähriger Mann hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei versehentlich seine 19-jährige Tochter erschossen. Das teilen die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jäger wollte gerade zur Jagd aufbrechen, als sich aus der geladenen Bockbüchsflinte aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss in der Wohnung löste. Die junge Frau wurde getroffen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie kurz darauf verstarb. Der 56-Jährige war legal im Besitz der Langwaffe. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. PM

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Jäger erhält “entführten” Jagdhund zurück

+++ Hessen: Aus Tierpark entlaufener Wolf gesichtet +++ Hessen: Diskussionen um toten Fuchs, den Jäger zum Auskühlen aufhing +++ Schleswig-Holstein: Problematische Problemwolf-Jagd +++

Anonymer Anrufer hilft bei der Familienzusammenführung

Auch das ist ein Alptraum für jeden Hundeführer: Nach einer Drückjagd bleibt der als Stöberhund eingesetzte Jagdhund einfach verschwunden. Spurlos. Dies widerfuhr einem 28 Jahre alten Jäger aus Neustrelitz nach einer Drückjagd bei Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), wie der Nordkurier berichtet. Fünf bange Tage lang gab es kein Lebenszeichen von dem vermissten Jagdterrier. Dann meldete sich ein anonymer Anrufer. Der sagte, er wisse, wo die Hündin sei, habe auch den derzeitigen Besitzer angesprochen. Dieser habe den Hund aber nicht hergeben wollen. Der Jäger trifft sich mit dem Anrufer, gemeinsam statten sie dem neuen Halter des Terriers einen Besuch ab.

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Anwalt des Wolfsschützen veröffentlicht Presseerklärung

+++ Sachsen-Anhalt: Wolf streift durch Magdeburger Wohngebiet +++

Der Anwalt des Holländers, der auf einer Jagd In Brandenburg einen Wolf geschossen hat, weil er Jagdhunde attackierte (JAWINA berichtete), hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er den Vorfall aus der Sicht seines Mandanten schildert. Die Darstellung deckt sich weitgehend mit dem Schilderung des Vorfalls durch den Jagdleiter gegenüber JAWINA. Teilweise werden aber weitere Details genannt, auch die Aussage des Augenzeugen wird wiedergegeben. Wir stellen die PM des Anwalts zum Download bereit.

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Über 80 Prozent finden: Jäger und Schäfer sollten sich gegen Wölfe wehren dürfen

In einem Beitrag für die Berliner Boulevardzeitung B.Z. mokiert sich der Verfasser darüber, dass der “Tatort” eines Wolfsabschusses dem eines Kapitalverbrechens ähnelt: Polizei rückt an, Spurensicherung, Ermittlungsverfahren. “Grotesk” sei das. Der Einsatz folge dem Gesetz, denn der Wolf sei strengstens geschützt. Nur “hat der Wolf den strengen Schutz gar nicht mehr nötig, denn er vermehrt sich im Rekordtempo”, findet der Autor. Und die ganz überwiegende Mehrzahl der Leser stimmt ihm zu.

Der Abschuss eines Wolfs sei nur mit einer behördlichen Ausnahmebewilligung möglich, wenn er mehrfach ordnungsgemäße Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Schafe oder Rinder gerissen hat. Doch den Antrag auf Entnahme eines Wolfs stellen selbst mehrfach betroffene Schäfer und Bauern “nur ungern”, heißt es weiter. Weil sie Morddrohungen von radikalen Tierfreunden bekommen, sich einem “Shitstorm” ausgesetzt sehen und Angst haben müssen, dass man ihre Scheunen anzündet oder ihre Reifen zersticht. Wie jetzt gerade bei Pinneberg.

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CDU-Arbeitskreis für Schalldämpfer an Jagdwaffen

Referentenentwürfe zur Änderung des Waffenrechts und der Waffenrechts-VO hier zum Download

Die Abgeordneten des Arbeitskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen sich für die Belange der Jäger ein, teilen Henning Otte, Vorsitzender des Arbeitskreises und direkt gewählter Abgeordnete des Wahlkreises Celle-Uelzen, sowie der Abgeordnete Marc Henrichmann, Berichterstatter für Waffenrecht im Innenausschuss des Bundestages, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Sie hätten erreicht, dass sich der Bundestag demnächst mit dem Dritten Waffenrechtsänderungsgesetz (3. WaffRÄndG) beschäftigen und so bundeseinheitlich für Klarheit beim Thema Schalldämpfer für Jagdwaffen sorgen werde.

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Baden-Württemberg: Pachtpreisminderung bei ASP oder Wolfsrissen

Bei der Verlängerung des Jagdpachtvertrags um zwölf Jahre haben sich Jäger und Gemeindevertreter in Zimmern ob Rottweil “ganz geräuschlos und ohne jegliche Missstimmungen” geeinigt, berichtet der Schwarzwälder Bote – und eine interessante Klausel in den neuen Jagdpachtvertrag eingebaut: Bricht während der Pachtzeit die Afrikanische Schweinepest (ASP) aus, so ist eine Reduzierung des Pachtpreises möglich. Dasselbe gelte auch “bei amtlich bestätigten und vermehrt auftretenden Wolfsrissen an Wildtieren”. Ein Beispiel, das in dieser oder ähnlicher Form in den Wolfsgebieten bei anstehenden Neuverpachtungen Schule machen dürfte. Die Minderung des Jagdwerts durch den Wolf wird damit an die Jagdgenossen, also die Grundstückseigentümer durchgereicht. red.

Beitragsbild: Von Wolfs gerissenes Wild., Foto: BS

Dänemark beginnt Bau des ASP-Schutzzauns

Anfang kommender Woche will Dänemark mit dem Bau eines Zauns zum Schutz vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch Wildschweine beginnen. Das meldet das Flensburger Tageblatt. Um zehn Uhr am Montag Morgen wird der erste Pfosten bei Padborg, zirka zehn Kilometer nordwestlich von Flensburg gesetzt, teilte die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen mit. Innerhalb des laufenden Jahres soll der 70 Kilometer lange Schutzzaun fertiggestellt und die dänisch-deutsche Grenze somit durchgehend wildschweinsicher abgeriegelt sein. Das Bauwerk ist umstritten, weil es eine Barriere darstellt, die natürliche Wanderungen diverser Tierarten unterbinden dürfte und Biotope zerschneidet. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, da die sprungweise erfolgende Ausbreitung in erster Linie durch den Vektor Mensch erfolgt. (JAWINA berichtete). SE

Beitragsbild: Zaun mit Nato-Stacheldraht. Autor: Joe Mabel, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Brandenburg: OJB dreht LJVB-Projekt “Artenreiche Flur” den Geldhahn zu

Die personelle und organisatorische Neuausrichtung der Obersten Jagdbehörde Brandenburg (OJB) (JAWINA berichtete) scheint erste Konsequenzen zu zeitigen: Die institutionelle Förderung des Projekts Artenreiche Flur Groß Kreutz wurde gestrichen. Der langjährige Leiter, Wildmeister Klaus Mordhorst, hat aus diesem Anlass einen Protestbrief an Ministerpräsident Dietmar Woidke verfasst.

In Groß Kreutz habe Landesforst, Landesumweltamt, Landesjagdverband, Nabu, die Forschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Eberswalde e. V. und das Gut Groß Kreutz seit 1991 zusammengewirkt. Unzählige Biotopverbesserungsmaßnahmen wurden in Groß Kreutz umgesetzt, Flurholzstreifen, Feldgehölze und Benjeshecken angelegt, Gewässer renaturiert und Lesesteinhaufen erhalten – Maßnahmen, von denen nicht nur jagdbare Arten profitierten.

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Brandenburg: Jagdhund auf Drückjagd erschossen

Auf einer vom Landesforst Brandenburg veranstalteten Drückjagd bei Briesen (Landkreis Oder-Spree) ist am Donnerstag (17.01.) ein 15 Monate alter Laika erschossen worden.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vormittags, als zwei Treibergruppen mit Hunden eine durch einige Bäumchen aufgelockerte Schilfpartie durchdrückten. Wie ein Augenzeuge gegenüber JAWINA schildert, arbeiteten sowohl die Treiber als auch die Hunde laut. Die in einiger Entfernung voneinander durchgehenden Treibergruppen konnten sich gegenseitig hören und so ihren jeweiligen Standort einschätzen. Es waren Sauen im Treiben. Der Laika stöberte einen etwa zweijährigen Keiler auf und trieb ihn aus dem Schilf, eine weitere Sau folgte auf der Fährte des Keilers. Kurz nachdem der Keiler das Schilf verlassen hatte, brach ein Schuss. Unmittelbar darauf rief der Besitzer des Laika: “Wer hat geschossen, wer hat auf den Hund geschossen?”

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RLP: Wildschwein rast durch Spielothek

+++ Brandenburg: Wolf im Spreewald totgefahren +++ RLP: Wildernde Hunde – Totes Reh auf der Terrasse +++

Mit dem Schrecken davon kamen die Gäste einer Spielothek in Oberhonnefeld-Gierend (Kreis Neuwied). Mit hohem Tempo raste am Montagnachmittag ein Wildschwein in die Spielothek, wie die Polizei berichtet. Beim Betreten des Gebäudes stieß sich der nach Angaben der Gäste “mordsmäßige Keiler” sein Haupt derart, dass die Glastür beschädigt wurde. Im Innern rannte das panische Tier lediglich einige Stühle um. Vor Eintreffen der Polizeibeamten war das Tier bereits durch die geöffnete Feuerschutztür, welche durch umsichtige Gäste geöffnet wurde, aus dem Objekt gelaufen und im benachbarten Feld verschwunden. Es blieb unklar, ob das Wildschwein den Gästen beim Glücksspiel tatsächlich Glück brachte. PM

Beitragsbild: Vom Keiler eingerannte Glastür. Foto: Polizei

Schleswig-Holstein: Nabu hält Abschuss von Wolf GW924 für notwendig

FDP fordert Straffreiheit für Jäger und Schäfer, die sich oder ihre Tiere gegen Wölfe verteidigen

Der Nabu, einst lautester “Willkommen Wolf”-Rufer im ganzen Land, hat seine Position zum Wolf offenbar teilweise revidiert: Gegenüber den Kieler Nachrichten (KN) erklärte Fritz Heydemann, Mitglied des Nabu-Vorstands in Schleswig-Holstein, dass der Abschuss des Wolfs GW924, der mehrfach ordnungsgemäße Weideschutzzäune überwunden hat (JAWINA berichtete), notwendig und auch vom Bundesnaturschutzgesetz gedeckt sei.

Zur Begründung führte der Nabu-Vertreter an, dass ein “permanentes Wiederholen des Zaunüberwindens durch dieses Tier zu befürchten sei. Dadurch würden tatsächlich “erhebliche landwirtschaftliche Schäden” enstehen. Die Deichschäferei müsse jedoch schon aus Gründen der Deichsicherheit möglich bleiben, es bestehe folglich ein überwiegendes öffentliches Interesse.

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