Aktuell

Sachsen: Reden übers Rotwild

+++ Sachsen-Anhalt: Rotwildpopulation im Westharz soll halbiert werden +++ Österreich: 64-jähriger verkauft selbstgemachte Einsteckläufe – Polizei stellt Waffenarsenal sicher +++

Auf Initiative des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. fand am 01.04.2019 ein Gespräch mit Vertretern von SMUL und SBS statt. Das Gespräch sollte Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen dem Staatsbetrieb Sachsenforst und den Jägern im Landesjagd-verband aufzeigen. Die ursprüngliche Idee zu diesem Gespräch stammt von Herrn Minister Schmidt.

Es wurde deutlich, dass Änderungen am Jagdgesetz zwingend notwendig sind.
So ist beispielsweise darauf hinzuarbeiten, dass bei der Abschussplangestaltung künftig wieder das Einvernehmen statt des gegenwärtigen Benehmens zwischen den beteiligten Akteuren erzielt werden muss.

Differenzen gab es hinsichtlich folgender Aspekte:

1. Fütterungskonzepte:

Fütterungskonzepte sind eigentumsübergreifend zu erstellen. Sie müssen eine Erhaltungs-fütterung zur Wildschadensabwehr enthalten. Hierfür sind die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen.

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Waffenrecht: Schalldämpfer sollen Langwaffen für Jäger rechtlich gleichgestellt werden

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf A20 überfahren +++ Brandenburg: Aggressives Wildschwein in Neuzelle +++ Niedersachsen: B6 nach Wildunfall mit Fahrerflucht gesperrt +++ Kommentator fordert: Wolf zum Abschuss freigeben +++

Im Referentenentwurf des “Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften” ist vorgesehen, dass Schalldämpfer den Langwaffen für Jäger rechtlich gleichgestellt werden. Der Gesetzgeber reagiert damit auf die durch das “Schalldämpfer-Urteil” des Bundesverwaltungsgericht geschaffene Rechtsunsicherheit. Das Gericht hatte Jägern das waffenrechtliche Bedürfnis für Schalldämpfer und damit die Berechtigung zum Erwerb derselben abgesprochen. Dem Entwurf zufolge soll nach § 13, Abs. 3 des Waffengesetzes (WaffG), der den Erwerb von Langwaffen durch Jäger regelt, folgender (Ab)Satz eingefügt werden: “(3a) Absatz 3 gilt entsprechend für den Erwerb von Schalldämpfern für Langwaffen nach Absatz 1 Nummer 2.“ Schalldämpfer wären demnach wie Langwaffen zu behandeln, es entfiele die in den landesrechtlichen Regelungen mancherorts vorgesehene Pflicht zum Voreintrag, der Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen zum Schalldämpfererwerb wäre bundesweit vereinheitlicht.

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Gemeindezentrum Stahnsdorf von Bogenjagd-Gegnern beschmiert

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf der A20 überfahren +++ Niedersachsen: Nach Messerattacken soll Waffenrecht geändert werden +++ Sachsen: Wolfsrisse – 1600 Euro Entschädigung für im Gatter gerissenes Rotwild-Alttier und zwei Kälber +++ Alaska: Jäger wildern Schwarzbärin mit Jungtieren – Wildkamera filmt alles +++

Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Donnerstag das Gemeindezentrum Stahnsdorf mit Protestsprüchen gegen die Bogenjagd beschmiert. Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge (hinter Paywall) ist auch das bei der Genehmigung der umstrittenen Jagdmethode federführende brandenburgische Agrarministerium verunziert worden. “Pfeil und Bogen ist verlogen” ist auf der Fassade des Gemeindezentrums nun zu lesen und auch die Worte “Tierquälerei” und “Sauerei”. Befürchtungen, dass die Bogenjagd für eine weitere Polarisierung in der Diskussion um die Jagd bewirken und die Jagd zusätzlich in Misskredit bringen könnte, scheinen sich zu bewahrheiten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MAZ. (Screenshot)

Bayern: Hirsch über Abschussplan geschossen – Jäger wegen Wilderei verurteilt

Ein erfahrener Jäger ist vom Amtsgericht Bad Kissingen zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen à 45 Euro (2700 Euro) verurteilt worden, weil er als Gastjäger einen Hirsch geschossen hat, obwohl Abschussplan bereits erfüllt war und die Revierinhaberin der Jägern mitgeteilt hatte, dass keine Hirsche mehr geschossen werden dürfen. Der 76-jährige ist Jagdscheininhaber seit 1962 und seit drei Jahren Gastjäger in einem Revier bei Zeitlofs (Landkreis Bad Kissingen). Vor Gericht habe der Jäger “fast zwei Stunden erbittert, aber aussichtslos um seine Ehre als langjähriger Waidmann” gekämpft, berichtet inFranken.de. Er sei sich keiner Schuld bewusst, insistierte der Jäger. Er bestreite zwar nicht, dass die Revierinhaberin bereits im September ihren Begehungsscheininhabern mitgeteilt habe, dass der Abschussplan erfüllt und somit keine Hirsche mehr geschossen werden dürften, aber er habe dies nicht gehört.

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Schleswig-Holstein/Niedersachsen: Entnahmegenehmigung für Wölfe GW924m und GW717m verlängert

+++ Niedersachsen:  Ministerium erwartet Tötung des Wolfs GW717m bis Sonntag +++

Landesamt erneuert Entnahmegenehmigung für GW924m – Expertengruppe wird weiter verstärkt

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat auf Antrag des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) die am 31. März auslaufende Entnahmegenehmigung für den Wolf GW924m verlängert. „Sollte es bis Sonntagabend nicht gelingen, den Problemwolf zu erlegen, werden wir die Bemühungen zum Abschuss weiter verstärken“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute (29. März). Die beauftragte Gruppe ausgewiesener Fachleute wird die Bejagung des Wolfes fortsetzen und bekommt dabei Unterstützung von weiteren Jagdexperten.

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund an Auto gebunden und losgefahren

+++ Niedersachsen: Fünf Hochsitze im Landkreis Celle zerstört +++ Mecklenburg-Vorpommern: 1,80-Zaun mit Stromlitze überwunden – Wölfe reißen Gatterwild +++ NRW: Wisente im Rothaar-Gebirge werden eingezäunt +++

Polizei sucht Zeugen

Am Dienstag, den 26.03.2019, ging um 14:04 Uhr bei der Polizeiinspektion Grünstadt (Landkreis Bad Dürkheim) eine telefonische Mitteilung ein, dass soeben ein weißer Pkw mit DÜW-Kennzeichen die Straße Verladeplatz in Grünstadt befahren würde und an der Anhängerkupplung des Pkws ein Jagdhund angebunden sei. Der Pkw sei in Richtung des nahegelegenen Bahnhofs gefahren. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte der Pkw nicht mehr festgestellt werden. Da es sich hierbei um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handeln könnte, werden Zeugen des Vorfalls gebeten sich bei der Polizeiinspektion Grünstadt zu melden. PM

Beitragsbild: Jagdhund im Auto (Archivbild): Foto: SE

NABU übt scharfe Kritik an Notfall-Zulassung für insektenschädliches Neonikotinoid

Der NABU kritisiert die aktuelle Notfallzulassung des insektenschädlichen Neonikotinoids Carnadine scharf. Damit verstoße Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erneut gegen ihre eigene Ankündigung „Was der Biene schadet, muss vom Markt“. Das Neonikotinoid Carnadine wird als schädigend für bestäubende Insekten eingestuft. Zugelassen wurde es vom Frau Klöckner direkt unterstellten Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für zunächst 120 Tage zur Behandlung von Zuckerrüben und Futterrüben im Freiland.

„Frau Klöckners Januskopf wird immer offensichtlicher: Nach außen inszeniert sie sich als oberste Bienenschützerin, im Hintergrund versetzt sie den Insekten den nächsten K.O.-Stoß. Ohne Rücksicht auf Verluste bei Insekten winkt sie erneut ein tödliches Gift auf den Markt. Und das in Zeiten, in denen jede zweite Wildbiene gefährdet ist und die ganze Republik über Maßnahmen gegen das Insektensterben diskutiert“, kritisierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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IWA-Nachlese: IRay – Wärmebild-Gigant aus China

Oder: Der Abstieg Deutschlands und weiter Teile Europas zu bloßen Absatzmärkten

Es ist kein Zufall, wenn einem die Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräte bekannt vorkommen, die das chinesische Unternehmen IRay auf seinem relativ bescheidenen Messestand auf der IWA 2019 zeigt. Und nein, IRay ist beileibe nicht der böse chinesische Plagiator. Vielmehr beliefert der Wärmebild-Gigant diverse deutsche und europäische Optikfirmen, die IRay-Produkte unter ihrem Namen vertreiben. Schon ab relativ kleinen Stückzahlen bietet IRAy seinen Kunden ein Branding an, das es hiesigen Anbietern ermöglicht, IRay-Erzeugnisse unter ihren Markennamen zu vertreiben. Auf dem Messetisch von IRay finden sich sogar Produkte, die für einschlägig bekannte deutsche Nachtsicht-Anbieter gebrandet sind. Und umgekehrt: Schaut man sich die Messeneuheiten an den Ständen jener Anbieter an, so leuchtet einem beim Einschalten auf dem Display mitunter das IRay-Logo entgegen.

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Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst Fohlen

Auf einer eingezäunten Weide bei Liebenstein (Ilm-Kreis) ist ein erst wenige Tage altes Fohlen von einem Wolf gerissen worden. Der betroffene Landwirt und der zuständige Rissgutachter gehen davon aus, dass der Fohlenriss auf das Konto der Ohrdrufer Wölfin geht. Die Wölfin hatte sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft. Das Fohlen wurde zum großen Teil gefressen, der Landwirt und Züchter fand am Morgen nach dem Riss nur etwa ein Drittel des Tiers. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Fohlen (Archivbild). Foto: privat

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Hessen: Reh mit Drahtschlinge gewildert

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf streift durch Milchviehanlage – Wolf auf A24 überfahren +++ Polen: 600 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen seit Jahresbeginn +++

Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei

Im Bauschheimer Waldgebiet “Am Weinfaß” (Landkreis Groß-Gerau) fand ein Jagdpächter am Samstag (23.03.) ein in einer Drahtschlinge verendetes Reh. Er verständigte die Polizei. Unbekannte befestigten nach derzeitigem Ermittlungsstand die Schlinge an einem Baum. Das Jungtier tappte in die Falle und erstickte anschließend vermutlich qualvoll. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen und sucht nun in diesem Zusammenhang Zeugen, die im dortigen Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise bitte an die Polizeistation Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142/6960. PM

Beitragsbild: Rehe (ordnungsgemäß erlegt). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Jagdunfall bei Allstedt – Ermittlungen abgeschlossen

Zwei Monate nach einem Jagdunfall bei Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz), bei dem ein 67-jähriger Jäger vermutlich von einem Querschläger getroffen wurde, hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Opfer kam bei dem Vorfall glücklicherweise mit einem Hämatom und dem Schreck davon. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ). Die Polizei hatte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen einen 48 Jahre alten Jagdscheininhaber eingeleitet, aus dessen Waffe das Projektil vermutlich stammte. red.

Beitragsbild: Deformierte Projektile (Archivbild). Foto: SE

Jagdhunde: JGHV – mit Volldampf Richtung Abstellgleis

JGHV-Verbandsrichter müssen ein seltsamer Menschenschlag sein – denn welcher vernünftige Mensch würde sich schon von einem Hundeverein vorschreiben lassen, was er in seiner Freizeit zu tun und zu lassen hat?

Der JGHV hat auf seiner diesjährigen Verbandstagung am vergangenen Wochenende in Fulda beschlossen, dass Verbandsrichter ihre Richterbefugnis einbüßen sollen, wenn sie Hunde nicht anerkannter Rassen führen oder züchten. Das langjährige Engagement, dass ein Züchter, Hundeführer und Verbandsrichter an den Tag gelegt hat, soll also nach dem Willen der Verbandsfunktionäre null und nichtig sein, bloß weil ein Rüdemann sich neben der anerkannten Rasse auch einer nicht anerkannten – sich aber, wie etwa bei den Heideterriern, seit nunmehr 30 Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuenden – Rasse widmet? Wieso und mit welchem Recht eigentlich?

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USA: Elch im Bett

+++ Bayern: Toter Wolf auf der A73 bei Erlangen +++

Das Geräusch von zersplitterndem Glas und lautes Gepolter eines durch das Fenster kommenden Eindringlings weckten am Freitag Morgen eine Frau, die mit ihrem Kleinkind im Souterrain-Gästezimmer eines Hauses in Breckenridge im US-Bundesstaat Colorado übernachtete. In der Annahme, es handle sich um äußerst rücksichtslos vorgehende Einbrecher, rief der verängstigte Hausbesitzer die Polizei. Die Polizei traf den Eindringling noch am Ort des Geschehens an: Eine ausgewachsene Elchkuh. Das Tier war in tiefem Schnee in den Lichtschacht eines Kellerfensters gerutscht und hatte dieses durchschlagen. Auf den Schreck hin musste sich die Elchkuh erst einmal hinlegen. Die Polizei rief Beamte der Naturschutz- und Wildtierbehörde Colorados (Colorado Parks and Wildlife, CPW) zu Hilfe. Diese überzeugten sich, dass der Elch ziemlich gelassen und von ein paar Kratzern abgesehen unverletzt war. Daraufhin wurde das Tier mittels Betäubungsgewehr sediert und mit Hilfe örtlicher Polizei- und Feuerwehrkräfte über eine schmale Treppe aus dem Keller geführt.

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Schleswig-Holstein: Kreistag fordert Sofort-Abschuss von Wölfen in Küstenregionen

Der Kreistag von Dithmarschen hat in der Sitzung des Kreistags am 21.03. eine gemeinsame Resolution der Fraktionen von CDU, FDP, UWD, SPD, WND, AfD zum Umgang mit dem Wolf beschlossen. “Als Küstenkreis mit 122 km erster Deichlinie ist der Kreis Dithmarschen durch den notwendigen Küstenschutz in einer besonderen Lage. Die Deichsicherheit ist nur durch die Beweidung von Schafen sicherzustellen. Dies ist auch gelebter Naturschutz und mit dem Wolf nicht zu vereinbaren”, heißt es darin. Aufgrund dieser besonderen Situation fordert der Kreistag Maßnahmen auf europäischer, Bundes- und Landesebene zu ergreifen. Von der EU wird gefordert, den Wolfsbestand in Europa als nicht mehr gefährdet einzustufen, “da die Population inzwischen groß genug und vernetzt mit anderen Populationen ist”, den Schutzstatus des Wolfs zurückzustufen und eine “Sonderregelung zur Ausweisung von Wolfsausschlussarealen mit sofortiger Entnahme der Tiere in Küstengebieten mit deren Schutzeinrichtungen (z.B. beweidete Deiche und Vorland) sowie den genutzten Weideflächen im Hinterland” zu schaffen.

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Petition “Gemeinnützigkeit von PETA abschaffen” gestartet

Auf der Online-Plattform openpetition.de ist eine Petition mit Ziel gestartet worden, der Tierrechtsorganisation Peta die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Erst vor wenigen Tagen hat der Bundesfinanzhof dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit mit der Begründung entzogen, dass eine allgemeinpolitische Tätigkeit nicht mit der Gemeinnützigkeit vereinbar sei. Die Verfolgung politischer Ziele wie von Attac betrieben sei nicht im § 52 der Abgabenordnung aufgelistet, hieß es zur Begründung. Tierschutz gehört gem. § 52 AO jedoch zu den anerkannten gemeinnützigen Zwecken.

Die Petition gegen die Gemeinnützigkeit von Peta ist “nicht öffentlich gelistet” und daher über Suchmaschinen nicht auffindbar. Nicht öffentlich gelistet werden Petitionen laut openpetition.de, wenn “die Richtigkeit von Aussagen in einer Petition umstritten bzw. […] die Aussagen nicht hinreichend belegt” sind. Die umstrittenen bzw. nicht hinreichend belegten Aussagen der Petenten sind offenbar in dem zur Begründung der Petition angeführten Satz: “PETA Ist […] nur eine Spendensammelvereinigung und setzt die Gelder nicht für den Tierschutz ein”, zu erblicken. Vor der Unterzeichnung solle man sich daher auf der Debattenseite der Petition zu den Aussagen und Hintergründen informieren, rät openpetition.de.

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Thüringen: Entwurf zum Landesjagdgesetz online

Der Gesetzesentwurf der rot-rot-grünen Thüringer Landesregierung zur Novellierung des Thüringer Landesjagdgesetzes (Zweites Gesetz zur Änderung des Thüringer Jagdgesetzes) ist jetzt in der Parlamentsdokumentation des Landtags eingestellt. Zum Gesetzesentwurf geht es hier.

Beitragsbild: Titelblatt des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Thüringer Jagdgesetzes (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!

Kommentar: Sind Lüge und Heuchelei eigentlich gemeinnützig?

+++ Niedersachsen: Dramatische Rückgänge bei Fasanenbesätzen +++ Bayern: Streit um Pflicht-Hegeschau +++ ASP-Schutzzaun an Grenze von Luxemburg und Belgien +++ Neuseeland verbietet Sturmgewehre und Halbautomaten in militärischem Stil nach Anschlag +++

Vor kurzem hat der Bundesfinanzhof dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit aberkannt mit der Begründung, dass “allgemeinpolitische Tätigkeit” mit der Gemeinnützigkeit nicht vereinbar ist. Das sollte dem Nabu Thüringen zu denken geben.

Zu Recht kritisieren die Vertreter der Thüringer Jägerschaft die geplanten neuen Verbote im Entwurf zum Landesjagdgesetz: So wurde auf den Berliner Bleifrei-Symposien zur Bewertung der Risiken bleifreier Munition und der verfügbaren Alternativen mit aller wünschenswerten Klarheit festgestellt, dass der Eintrag von metallischem Blei aus jagdlicher Schrot- und Büchsenmunition außerhalb von Feuchtgebieten in toxikologischer Hinsicht vollkommen unbedenklich ist. Ein generelles Bleischrot-Verbot ist folglich sachlich nicht gerechtfertigt und damit unverhältnismäßig, zumal bleifreie Schrotmunition in Hinblick auf Tötungswirkung, Abprallverhalten und nicht zuletzt Toxizität hochgradig problematisch ist.

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Thüringen: Kabinett beschliesst Änderungsentwurf des Jagdgesetzes

Bleischrot und Totschlagfallen sollen verboten, Schalldämpfer erlaubt werden. Schießnachweis künftig Voraussetzung für Teilnahme an Gesellschaftsjagden

Der Gesetzentwurf für das neue Jagdgesetz wurde am Dienstag (19. März 2019) vom Kabinett beschlossen und dem Thüringer Landtag zugeleitet. „Seit 2015 haben wir in unzähligen Foren, Abstimmungen und öffentlichen Podien die Thematik behandelt. Sorgfältig wurde jeder Änderungsvorschlag aufgenommen, abgewogen und je nach fachlicher Eignung eingearbeitet. Das Ergebnis ist ein zeitgemäßer und moderner Entwurf, der unter breiter Beteiligung erfolgte“, behauptet die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller (Die Linke).

Das Jagdgesetz war zuletzt 2006 neu gefasst worden. „Ziel der Überarbeitung ist, dass sich die Jagd an ökologischen und wildbiologischen Grundsätzen orientiert und die neuesten Erkenntnisse der Jagdpraxis, des Tierschutzes und der Lebensmittelhygiene berücksichtigt werden“, so Keller.

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Brandenburg: “Steinzeit im Ministerium” – Landestierschutzverband kritisiert Bogenjagd

“Seit in der letzten Woche bekannt wurde, dass das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg in einem Modellversuch die Jagd auf Wildschweine mit Pfeil und Bogen in Stahnsdorf erlauben will, stehen beim Landestierschutzverband Brandenburg (LTVB) die Telefone nicht mehr still”, erklärt der LTVB in einer Pressemitteilung. Bürger wollten wissen, inwieweit diese Jagdmethode mit dem Tierschutz vereinbar ist. „Die Jagd mit Pfeil und Bogen stammt aus den Anfängen der menschlichen Geschichte“ sagt Ellen Schütze, Vorsitzende des Landesverbandes, „sie hat in der heutigen Zeit nichts zu suchen“.

Der Landestierschutzverband kritisiert scharf, “dass nicht die Ursachen der Wildschweinschwemme bekämpft werden, sondern die Politik nur noch hilflos blinden Aktionismus betreibt.” Unbestreitbar seien Wildschweine, die Felder und Gärten verwüsten, ein Problem. Doch dieses Problem verschwinde nicht, indem die Schweine abgeschossen werden – sie kommen wieder, und zwar in noch größerer Zahl. Dies werde sich auch nicht ändern, solange ein überreiches Nahrungsangebot, wie z.B. auf den zahlreichen Maisfeldern, ständig zur Verfügung steht, meint der Verband.

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500 Stück in Deutschland – Unionspolitikern fordern Obergrenze für Wölfe

+++ Sachsen: Wolf mit Huhn im Maul überfahren +++ Bayern: Dachs bei Dinkelbühl gewildert, Zeugen gesucht +++

Die umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen in Bund und Ländern haben am Dienstag in Stuttgart ein Positionspapier (ein Entwurf des Positionspapier veröffentlichte JAWINA hier) beschlossen, in dem eine Obergrenze für den Wolfsbestand in Höhe von 500 Individuen für ganz Deutschland gefordert wird. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Der aktuelle Wolfsbestand dürfte sich auf mindestens die doppelte Menge belaufen. Die Unionspolitiker forderten die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht und eine Entnahme von Wölfen bereits bei ernsten Schäden in der Landwirtschaft. Der umweltpolitische Sprecher der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion, Dieter Dombrowski, erklärte gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass in Brandenburg Wölfe bereits durch Gärten liefen und sich Grundschulen näherten. Er wolle nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn Menschen zu Schaden kämen. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Brandenburg: Fotograf und Begleiterin von Bache verletzt

An einer Hecke in der Heidesiedlung im Cottbuser Ortsteil Dissenchen hat eine Bache gefrischt. Als ein Fotograf im Auftrag der Lausitzer Rundschau die Wildsau und ihren Nachwuchs fotografieren wollte, griff sie an.

Er sei der Bache “zu sehr auf die Pelle gerückt”, räumte der Fotograf gegenüber dem rbb ein. Bis auf etwa drei Meter hatte sich der Fotograf in Begleitung einer Anwohnerin dem Wurfkessel genähert, konnte “den borstigen Rücken” des Tiers sehen. Dann wurde es der Bache zu bunt. Blitzschnell dreht sich die erboste Wildsau um und raste auf die Störenfriede zu. Während der Fotograf mit einer leichten Verletzung am Schienbein noch glimpflich davon kam, erwischte es die Anwohnerin härter: Die Frau, die dem Fotografen die Stelle zeigen wollte, an der die Bache ihren Nachwuchs zur Welt gebracht hatte, wartet mit einer zertrümmerten Kniescheibe im Krankenhaus auf ihre Operation. red.

Beitragsbild: Bache – mit den Tieren ist nicht zu spaßen, wenn sie Frischlinge haben. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Niedersachsen: Projekt zur Schätzung von Frassschäden durch Wildgänse vorgestellt

NLWKN und Landwirtschaftskammer stellen im Rheiderland erste Ergebnisse vor  

Durchziehende Wildgänse führen im nördlichen Niedersachsen zu Fraßschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auf einer Informationsveranstaltung in Jemgum stellten der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Dienstag ein aktuelles Projekt vor, das in der Modellregion Rheiderland ein System zur einfachen Schätzung von Ertragseinbußen auf Grünland in Vogelschutzgebieten entwickelt hat.

Im Rheiderland liegen große Teile der landwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb des EU-Vogelschutzgebietes 06 Rheiderland. „Eine Vergrämung der regelmäßig rastenden, teils streng geschützten Arten ist hier aufgrund der geltenden Schutzbestimmungen ausgeschlossen”, erklärt Walter Schadt, Aufgabenbereichsleiter für Naturschutzprojekte und Flächenmanagement in der zuständigen NLWKN-Dienststelle Brake-Oldenburg. Vor allem Weißwangengänse und Blessgänse rasten im Winter regelmäßig in der Region. Sie sorgen bei ihrem Aufenthalt immer wieder für Schäden auf Äckern und Grünland.

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T.H. Whites Habichtbuch gibt es endlich auf deutsch

In der Reihe Naturkunden des Berliner Verlags Matthes & Seitz ist eine deutsche Übersetzung von T.H. Whites The Goshawk erschienen. Wie alle Bücher aus der verdientermaßen erfolgreichen Reihe ist auch “Der Habicht” sehr schön gemacht: Vom festen Einband (Titel und Autorenname nicht etwa schnöde aufgedruckt, sondern tiefgeprägt) über Fadenheftung und Lesebändchen bis zum guten Papier und der feinen Typografie – ein Fest für Bibliophile. Doch auch wenn es nur für ein schmuckloses Reclambändchen gereicht hätte, wäre es sehr zu begrüßen, dass dieser Klassiker endlich auf Deutsch vorliegt. “Der Habicht” ist “ein schmales, sprachgewaltiges, komisches, tragisches, mutiges Bändchen über den furchtbar gescheiterten Versuch, einen Habicht abzutragen”. Aber es ist weit mehr als bloß ein Buch über Falknerei, ein auf uneitle Weise philosophisches Buch, in dem es um unser Verhältnis zu Tieren, zu Natur und Wildheit, zum Landleben und überhaupt um das richtige Leben – und Schreiben – geht.

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Niedersachsen: Hochsitz bei Celle abgefackelt

In der Nacht zu Samstag (16.03.) setzten unbekannte Täter einen Hochsitz an der Kreisstraße 57 in Richtung Altencelle in Brand. Der Hochsitz aus Holz wurde dabei vollständig zerstört. Es entstand ein Schaden in dreistelliger Höhe. Der Brand wurde gegen 04.00 Uhr durch einen zufällig vorbeifahrenden Autofahrer entdeckt, der auf dem Weg zur Arbeit war. Durch den Vandalismus wurde auch ein in den Hochsitz integriertes Fledermausquartier zerstört, berichtet die Cellesche Zeitung. Seit einigen Monaten häufen sich Sachbeschädigungen und Sabotageakte in der Umgebung von Celle.Hinweise zur Aufklärung der Tat nimmt die Polizei in Wathlingen entgegen unter 05144/98660. PM

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Thüringen: Jagdverbot für Jagdausübungsberechtigte

Die Entnahme von Wolfshybriden soll nach dem Willen des grünen-geführten Umweltministeriums mit weitgehender Entrechtung der Revierinhaber einhergehen, während Verbänden und Opposition die demokratische Mitwirkung an der Novellierung des Landesjagdgesetzes verwehrt wird.

Die Entnahme der Thüringer Wolfshybriden (JAWINA berichtete) wird vom Thüringer Umweltministerium unter Leitung der grünen Umweltministerin Anja Siegesmund als “geheime Kommandosache” durchgeführt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Der martialische, eher an Putschversuch und Bürgerkrieg gemahnende Tonfall ist durchaus angemessen, denn nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung geht die Wolfsentnahme mit einer weitgehenden – und rechtstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden – Entmündigung der eigentlich Jagdausübungsberechtigten einher. Vor einigen Tagen wurden Schreiben an die betroffenen Revierpächter versandt, in denen ihnen die “Durchführung einer Maßnahme” auf den von ihnen gepachteten Flächen mitgeteilt wird.

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Hessen: Rotwild durch genetische Verarmung bedroht

Die Verinselung der hessischen Rotwildpopulationen zeigt verheerende Auswirkungen, wie eine vom LJV Hessen, den hessischen Rotwildhegegemeinschaften und aus Fördermitteln der Jagdabgabe geförderte Studie von Prof. Dr. Dr. Gerald Reiner belegt. Der LJV Hessen fordert mehr Grünbrücken, erforderlich ist aber auch eine Änderung der Bejagungsstrategie: Jungen Rothirschen müssen ihre traditionellen Wanderungen ermöglicht werden.

Im folgenden veröffentlichen wir die von Prof. Dr. Dr. Reiner erstellte Pressemitteilung “Sicherung der genetischen Diversität in den hessischen Rotwild-Populationen – Ein Beitrag zur Sicherung der hessischen Biodiversität” im Wortlaut: 

Es ist bereits 5 nach 12: Die genetische Vielfalt bei unserem größten heimischen Säugetier, dem Rotwild, ist seit den 1960er / 80er Jahren deutlich zurückgegangen und der wichtige, genetische Austausch zwischen den Populationen ist unterbrochen. Die Tiere sind dadurch weniger widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und Krankheiten. Die entstandenen Inzuchtprobleme wurden mit dem Auftreten einer dafür typischen Missbildung in Nordhessen nachdrücklich bestätigt.

Genetische Studien lassen noch Reste einer einst sehr guten Vernetzung erkennen, doch aktuell sind die Populationen durch Barrieren wie Autobahnen und Zersiedlung in vollständig isolierte Inselvorkommen aufgeteilt. Dieses Ergebnis zeigte eine über zwei Jahre durchgeführte Untersuchung von Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner vom Arbeitskreis Wildbiologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

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Brandenburg: Wildschweingeplagte Gemeinde gegen Zaunpflicht

Die wildschweingeplagten Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow in Brandenburg wollen die Bogenjagd auf Wildschweine – simplen Zaunschutz selbst von unbewohnten und verwilderten Grundstücken lehnt die Kleinmachnower Gemeindevertretung aber ab.

Bereits zum zweiten Mal ist die Kleinmachnower SPD/Pro-Fraktion in der Gemeindevertretung mit dem Vorstoß gescheitert, eine Einfriedungspflicht für Grundstücke zur Straßenseite in der Gemeindeordnung festzuschreiben. Mit den Zäunen – zum Schutz gegen WIldschweine helfen bereits relativ niedrige Zäune – sollte verhindert werden, dass sich Wildschweine in den vielen Gärten und auf den unbewohnten und verwilderten Grundstücken einschieben können. Die SPD/Pro-Fraktion begründete den Antrag mit der erneuten Verschlimmerung der Wildschweinplage in der Gemeinde. Grundstückseigentümer hätten dem Verordnungsentwurf zufolge die Wahl gehabt, ob sie ihr Grundstück an der Straßenfluchtlinie oder auf Höhe des Hauses einzäunen wollten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Bei geschlossener Bebauung hätte auch nicht gezäunt werden müssen. Die simple und effiziente Lösung wurde gleichwohl abgelehnt – mit einer erstaunlichen Begründung.

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MV erhöht in Wolfsgebieten die Förderung für Schaf- und Ziegenhalter

Das Landwirtschaftsministerium will für Schaf- und Ziegenhalter, die ihre Betriebe im Wolfsgebiet haben und bereits am Förderprogramm „Extensive Dauergrünland­beweidung mit Schafen und Ziegen“ teilnehmen, die entsprechende Förderrichtlinie ändern. Der Fördersatz wird von derzeit 220 EUR/ha auf 289 EUR/ha erhöht. „Die Erhöhung des Prämiensatzes soll zum Ausgleich der Kosten für eine effektive Wolfsabwehr beitragen“, erläutert Minister Dr. Till Backhaus das Ziel. Die Prämienerhöhung schöpft den höchstmöglichen Fördersatz im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) aus. Ebenso wird der Kreis an Zuwendungsempfängern vollständig berücksichtigt, der nach jetziger EU-Rechtslage möglich ist.

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USA: Rekordstrecke bei Wolfsjagd in Montana

Drei Tage vor dem Ende der offiziellen Wolfsjagdsaison am heutigen Freitag (15.03.), vermeldet die Lokalzeitung Flathead Beacon eine Rekordstrecke: 315 Wölfe wurden im US-Bundesstaat Montana zur Strecke gebracht, die meisten davon, bevor Frost und Schnee für erschwerte Bedingungen bei Jagd und Fallenstellerei sorgten. 165 Wölfe wurden von Jägern erlegt, 130 von Fallenstellern, drei weitere fielen Zügen oder Automobilen zum Opfer, so die vorläufige Statistik der Jagd- und Wildtierbehörde Montanas (Montana Fish, Wildlife and Parks (FWP)). Acht Wölfe wurden vom Wildtier-Service der Landwirtschaftsbehörde infolge von Meldungen über Nutztierrisse und andere Konflikte getötet. Zwei Wölfe wurden von privaten Landbesitzern im Rahmen ihres Selbstverteidigungsrechts erschossen. Die Wolfspopulation Montanas wird wissenschaftlichen Erhebungen zufolge auf 850 Individuen geschätzt.

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Qualvoller Tod durch Müll in der Landschaft

Zur Müllsammelaktion des DJV schreibt JAWINA-Leser HS aus Niedersachsen:

“Moin,

bei uns, in einem Revier im östlichen Niedersachsen, wurde kürzlich ein verendeter Damhirsch gefunden. Das Stück machte einen abgemagerten Eindruck, etwas Draht und etwas Bindegarn hingen lose in seinen Stangen, stranguliert hatte es sich jedoch nicht.

Bei näherer Betrachtung war festzustellen, dass der Draht auf der einen Kopfseite im Unterkiefer verschwand und auf der andere Seite wieder austrat. Im Äser war nur vertrocknetes Herbstlaub als „letzter Bissen“ zu finden. Im Pansen befand sich ebenfalls nur trockenes Herbstlaub, weitestgehend unzerkaut und in nicht-breiiger Konsistenz – eben Herbstlaub.

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Schleswig-Holstein: Wolfspräventionsgebiete treten am 15. März in Kraft

Die Kreise Pinneberg, Dithmarschen, Steinburg und Segeberg sind ab Freitag (15. März) offiziell Wolfspräventionsgebiete (WPG). In diesen Gebieten sowie dem Kreis Herzogtum-Lauenburg, der bereits 2015 zum Wolfspräventionsgebiet erklärt wurde, finanziert das Land dauerhafte Herdenschutzmaßnahmen von Nutztierhalterinnen und -haltern. Das teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) in einer Presseerklärung mit. Mit dem Inkrafttreten der neuen “Wolfsrichtlinie” des Landes am 12. März 2019 sei nun eine 100%ige Finanzierung der Herdenschutzmaßnahmen möglich. “Ziel ist es, die hier ansässigen und durchs Land wandernden Wölfe gar nicht erst an Nutztiere als Nahrungsquelle zu gewöhnen”, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

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Offener Brief zum Rotwild im Erzgebirge – Nabu Sachsen zieht Unterschrift zurück

Der Nabu Sachsen hat seine Unterschrift unter den Offenen Brief “zur zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung” vom 18. Oktober 2018 zurückgezogen. Das teilt der Verband mit. Der Nabu will seine Position zur Rotwildbejagung überdenken.

Anlass für den Rückzieher waren, wie ein Nabu-Sprecher auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, Proteste von Nabu-Ortsverbänden aus dem Erzgebirge – von Naturschützern also, die wissen, wie der Umgang des Sachsenforsts mit dem Rotwild in der Praxis aussieht. “Der Rothirsch ist der letzte große Herbivore in unserer Landschaft”, so der Nabu-Sprecher, “Wir sollten zu einem anständigen und angemessenen Umgang mit ihm finden.”

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DJV ruft zu Müllsammelaktion auf

#trashtagchallenge : Jährlich werden illegal Berge von Müll in der Natur entsorgt. Zum Schutz der dort lebenden Wildtiere ruft der Deutsche Jagdverband (DJV) zum Frühjahsputz auf.

Umwelt- und Naturschutz fängt vor der Haustür an. Bundesweit sagen Jäger im Frühjahr illegal entsorgtem Müll den Kampf an und räumen in den Revieren auf. Vor allem für Wildtiere können Abfälle zum Verhängnis werden. Reste von Plastikverpackungen und -bechern oder Schnüre können zu schweren Verletzungen von Magen und Darm führen. Ebenfalls bedrohlich sind Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können oder die schlecht heilende Schnittwunden verursachen. Plastikfolien finden zudem immer wieder den Weg in Vogelnester, mit fatalen Folgen: Das Regenwasser staut sich, die Jungvögel sterben an Unterkühlung oder ertrinken. Eine große Gefahr geht zudem von Batterien aus: Die im Laufe der Zeit auslaufende Säure führt zu schweren Vergiftungen und verseucht Boden und Grundwasser. Darauf macht der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam und ruft Jäger und andere Naturschützer dazu auf, jetzt beim Frühjahrsputz mitzumachen und Fotos unter #trashtagchallenge #trashchallenge #jägergegenmüll und #frühjahrsputz in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

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NRW: Neues Landesjagdgesetz tritt heute in Kraft

Obacht: Landesjagdzeitenverordnung noch nicht in Kraft getreten

Am 21.02.2019 wurde das neue Landesjagdgesetz im Landtag in Düsseldorf verabschiedet. Das Gesetz wurde heute im Gesetz- und Verordnungsblatt verkündet. Es tritt heute, Mittwoch, den 13. März, in Kraft. Ab morgen gelten somit für die nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger folgende erfreuliche Neuregelungen, um eine praxisgerechte Jagd und mehr Bundeseinheitlichkeit zu gewährleisten:

Der Tierartenkatalog wurde wieder erheblich ausgeweitet:

Zum Haarwild gehören: Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Muffelwild, Schwarzwild, Feldhasen, Wildkaninchen, Wildkatze, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter, Fuchs, amerikanischer Mink, Waschbär, Marderhund.

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Schweiz: Walliser Kantonsparlament will Wolfsjagd für alle

+++ Sachsen-Anhalt: Wegen Wolf – Damwildzüchter gibt auf +++

Das Kantonsparlament des Wallis hat am gestrigen Dienstag einem Postulat mit dem Titel “Erhöhung der Chancen für einen Wolfsabschuss” zugestimmt. Das Postulat war von den Abgeordneten Gregory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CVP) im November 2018 eingerecht worden. Zur Begründung des Postulats führten die Abgeordneten an: “Das Zeitfenster für den Abschuss von zwei Wölfen im Val d’Anniviers und im Goms ist ungenutzt verstrichen. Das ist angesichts der von diesen zwei Raubtieren verursachten Schäden sehr bedauerlich. In der Zwischenzeit gehen die Angriffe weiter: Vergangene Woche wurden drei Ziegen in Hérémence gerissen und weitere sind spurlos verschwunden.

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