Britzel! Funk! Schmor! Jagdbehörde warnt vor Hochsitzen unter Hochspannungsleitungen

Die Oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg (OJB) hat ein (der JAWINA-Redaktion vorliegendes) Schreiben des Stromnetzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH an die Unteren Jagdbehörden (UJB) des Landes weitergeleitet. In dem Schreiben an die OJB warnt 50Hertz vor den Gefahren, die sich “aufgrund der Nachtrassierung einer vorhandenen Höchstspannungsleitung” ergeben. In Folge der Nachtrassierung seien “diverse Unterschreitungen von notwendigen Sicherheitsabständen bei Hochsitzen” festgestellt worden. Die OJB fordert die UJBen in bestem Beamtendeutsch auf,  “in Ihrem Zuständigkeitsbereich die notwendigen Veranlassungen zur Einhaltung der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen” zu treffen.

Demnach dürfen jagdliche Einrichtungen “im Trassenbereich maximal 70 Meter vor oder hinter einem Mast und mindestens zehn Meter vom äußeren, ruhenden Leiterseil entfernt errichtet und genutzt werden.” 50Hertz weist darauf hin, dass die betreffenden Hochsitze “bei einer Unterschreitung der Sicherheitsabstände entfernt werden.” Bei Hoch- und Höchstspannungsleitungen kann es bereits bei Unterschreitung des Sicherheitsabstands zu tödlichen oder lebensgefährlichen Unfällen kommen, da Stromschläge auch ohne Berührung der Leitung durch Funkenüberschlag oder Lichtbögen möglich sind. SE

Beitragsbild: Sichere Aufstellung von Hochsitzen im Bereich von Höchstspannungsleitungen. Copyright: 50Hertz

 

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