Braunschweig: Kanzelsäger als Bürgermeister?

Von unserem Gastautor Frank Martini, www.wildhygiene.de

Einen üblen Spaß haben Unbekannte mit dem CDU-Kandidaten für Wahl des Braunschweiger Oberbürgermeisters getrieben. Unter dem Namen Hennig Brandes erschien im Februar in einem linken Internetportal das vermeintliche Selbstbekenntnis des Politikers, er habe im örtlichen Querumer Forst “sechs Hochsitze auf den Boden gelegt”, damit seine “ehemaligen Jagdkollegen ihre rückwärtsegwandte Praxis so nicht weiter fortsetzen” könnten. Die “Jagd in unserer schönen Stadt” sei nicht weiter tragbar. Außerdem habe er “auch Lücken in einem Gehegezaun geschaffen”, damit “die Tiere sich freier bewegen können und bessere Chancen haben, bei Bedarf zu flüchten”.

Unterlegt war der Beitrag mit Antijagd-Lyrik und Fotos zerstörter Kanzeln und Leitern. Brandes, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, berichtete der Redaktion telefonisch, der Staatsschutz ermittele bereits in der Sache. Anders als wir hatten zahlreiche Jagdgegner und Veganer die Fälschung für bare Münze genommen und sie über Facebook und eigene Internetseiten weiterverbreitet. Ob dies nun für genarrten Betreiber deutscher Internetauftritte juristische Folgen hat, war zum Redaktionsschluss ebenso offen, wie der Braunschweiger Wahlausgang.

Dieser Beitrag ist ein Vorabdruck aus der Rubrik Kurioses im Kalender Jagd & Angeln 2015 des DG-Verlags.

Bild: Bildschirmfoto des Beitrags auf der Internetseite linksunten.indiemedia.org

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