Brandenburg: Wolf reißt weitere 16 Schafe

Brandenburger Schäfer verliert fast 50 Schafe in nicht einmal drei Wochen durch Wolfsrisse

Der Brandenburger Schäfer Dirk Hoffmann, der bei einem Wolfsangriff im Mai bereits dreißig Schafe eingebüßt hatte, musste in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren Verlust hinnehmen: 16 Tiere, zwei Schafe und 14 Lämmer, sind in der Nacht auf Mittwoch auf einer Weide im Landkreis Teltow-Fläming vom Wolf gerissen worden. 94 Schafe hat der Schäfer damit insgesamt durch Wolfsangriffe verloren. Schon nach dem letzten Wolfsriss, hatte Hoffmann von einer existenzbedrohenden Situation gesprochen (siehe verlinkten MAZ-Bericht) und darüber nachgedacht, seinen Job an den Nagel zu hängen. Nach dem neuerlichen Rissvorfall zeigte sich Hoffmann im Gespräch mit JAWINA am Boden zerstört: “Der Anblick der toten Tiere macht mich so fertig, ich kann das nicht in Worte fassen.” Die Herde ist durch einen Elektrozaun geschützt, der von den Wölfen jedoch immer wieder überwunden wird, indem sie ihn untergraben oder überspringen. SE

Foto: Schaf mit Lämmern. Foto: SE

2 Gedanken zu „Brandenburg: Wolf reißt weitere 16 Schafe

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Lieber Herr Hoffmann,
    wer wird denn wegen der paar Schafe gleich weinen? Unser Minister Vogelsänger wird es mit seiner in Vorbereitung befindlichen Verordnung schaffen, Ihr Problem zu lösen, oder? Sie müssten vor einer “Entnahme” aber schon sicher sein, dass es tatsächlich immer derselbe Wolf war, der nach Ihren Schafen geschaut hat. Und haben Sie denn auch mehrmals versucht, Isegrim zu vergrämen? Nein? Dann wird Ihnen Herr Vogelsänger auch nicht helfen können.
    Die Verordnung ist ein bürokratisches Monster, vollkommen praxisuntauglich und ein absoluter Witz. Sie wird nicht zur “Entnahme” auch nur eines einzigen Wolfs führen.
    Die Penetranz, mit der uns von Regierungsseite in den Ländern und im Bund erklärt wird, der Wolf sei eine gefährdete oder gar vom Aussterben bedrohte Art, sucht ihresgleichen. Das Gegenteil ist richtig. In Nordeurasien und Nordamerika gibt es und gab es immer großflächige Wolfshabitate mit Populationen in extrem günstigem Erhaltungszustand. Weshalb Arten überall, auch in unserer Kulturlandschaft mit hoher Menschen- , Siedlungs- und Verkehrswegedichte ebenso streng geschützt werden müssen wie dort, verstehe wer will. Der Schutz des Nandus in Mecklenburg und Schleswig-Holstein ist ein ähnlicher Fall von Artenschutz pervers. Was muss denn noch passieren, bis die Schnarchnasen in den Regierungen aufwachen?
    Ihre Schafe haben sich für eine große Sache geopfert, lieber Herr Hoffmann. Sie haben sie hoffentlich liegengelassen, damit Isegrim sich noch ein paar Tage daran gütlich tun konnte?
    Die ländliche Bevölkerung ist auf Ihrer Seite, falls das ein gewisser Trost ist.
    Mit einem mitfühlenden Gruß
    Hans-Dieter Pfannenstiel

    Antworten
    1. Stephan

      Sie haben vollkommen Recht. Unsere Politiker sind nicht in der Lage einen vernünftigen Umgang mit dem Wolf in die Wege zu leiten weil auch gar kein Problem gesehen wird. Schäfer und andere Weidetierhalter werden mit einem lächerlich geringen Fleischpreis entschädigt auch wenn hochwertige Zuchttiere gerissen würden, ihnen werden noch höhere Kosten und ein unermessliches mehr an Arbeit aufgedrückt um ihre Herden mit offensichtlich unwirksamen wolfsicheren Zäunen zu sichern. Anderen wird nahegelegt über Vorfälle zu schweigen wenn man schnell entschädigt werden möchte (information von einem betroffenen Schäfer). Also ist doch alles gut und der dumme Steuerzahler merkt doch gar nicht das er in den EU Topf einzahlen muß aus dem Entschädigt wird. Es merkt ja auch keiner das es hier nicht mehr um Rotkäppchen und den Wolf geht sondern um ein ernst zu nehmen des Problem. Hier kommen bereits Menschen zu Schaden zwar bisher noch nicht durch Angriff vom Wolf aber doch ist ein ganzer Beruf und alles was mit dem Beruf zusammen hängt in Gefahr ganz zu schweigen von dem mehr als genug gebeutelten Steuerzahler der wohl nicht mehr mit ganz so viel Sicherheit nach der Arbeit im Wald joggen gehen kann. Info für die Gutmenschen: nicht alle Steuerzahler leben in der großen Stadt und können im Stadtpark entspannen!!!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.