Brandenburg: Wolf reisst Kalb

Auf der Klinkenmühle in Gottsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) ist in der Nacht zu Samstag ein Kalb gerissen worden, wahrscheinlich von einem oder mehreren Wölfen. Die Tiere sind im Winterauslauf in unmittelbarer Nähe von Stall und Wohnhaus untergebracht. Gegen drei Uhr nachts wurden die Bio-Landwirte Kathrin und Andreas Lütteken von der Panik unter den Rindern geweckt. Am Morgen fanden sie die Überreste des vier Tage alten und ca. 40 Kilogramm schweren Bullenkalbs. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) berichteten die Landwirte, dass ihre Tochter die Fährten von drei Wölfen auf dem Außengelände des Hofs gesichtet habe. Die Biobauernfamilie befürchtet, dass sich solche Angriffe wiederholen könnten. Die Herde von 70 Mutterkühen und 16 Kälbern solle demnächst auf die Weide, eine wolfssichere Einzäunung des gesamten Geländes könne keiner bezahlen, so Kathrin Lütteken gegenüber der MAZ. SE

Weitere Bilder und Informationen:

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“Die Rotbunte Kuh ist bzw. war die Mutter”, sagt Kathrin Lütteken, “Die sucht natürlich nach ihrem Kind.” Fotos: privat

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Viel haben die Wölfe…

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… von dem vier Tagen alten und etwa 40 Kilogramm schweren Kalb nicht übrig gelassen. Fotos: privat.

3 Gedanken zu „Brandenburg: Wolf reisst Kalb

  1. Hans W.

    Wa die Kosten für eine wolfssichere Einzäunung anbelangt kann man der Lanwirtin nur zustimmen. Es werden hier die Leute im Regen stehen gelassen, denn was die sogenannten Wolfexperten und die Politiker als sichere Zäune so ansehen ist einfach lächerlich. Die Freilandhaltung von Rind, Schaf und Pferd wird in Wolfsgebieten zunehmend zu einem Problem für diese Tierhalter, was wohl alle vernüftigen Menschen auch bald einsehen werden. Kommen dann Problemfälle mit Menschen hinzu, so werden sich mit Sicherheit diese Experten schnell aus der Verantwortung stehlen. Wir Bürger sollten uns diese sogenannten Wolfsexperten genau merken – insbesonder auch die Politiker und Verbände! Nur Schade das wir nicht im Mittelalter leben, sonst könnte man die Verantwortlichen öffentlich an den Pranger stellen. Jeder vernüftiger Bürger sollte sich daher einmal fragen: Was ist, wenn ein auf einer Wiese oder am Waldrand ( wie im ländlichen Raum oftmals üblich ) spielendes Kind von einem Wolf angegriffen wird? Es ist doch bereits schon erwiesen, dass einige Wölfe keine natürliche Scheu vor den Menschen haben. Die Experten sollten sich lieber einmal in den Ländern erkundigen, in denen schon immer Wölfe lebten. Mit Sicherheit würden sie von Menschen aus diesen Ländern belächelt, oder sogar ggf. für verrückt erklärt, wenn sie dort ihre Vorschläge und Meinungen – Vergrämung, sichere Zäune usw – unterbreiten würden. Die Wölfe in Deutschland haben ganz schell gelernt, wie man am einfachsten an Nahrung kommt. Aber auch so mancher Verband hat auch schnell gelernt, wie man an Spendengelder kommt.

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  2. Anko

    Für den Anfang und bis zum Erreichen des politisch gewollten Wolfsbestandes wäre die Zulassung von Einzel- und Vergrämungsabschüssen im Nahbereich von Stallungen und gegebenfalls auch Siedlungen mal ein Angebot an die Betroffenen:

    “Unscheue” Wölfe würden gezielt aussortiert, die Akzeptanz der Wiederansiedlung könnte sich halten und da Wö!fe bis auf gaaanz wenige Ausnahme verdammt scheu sind bzw. sein sollen, kann deren Erlegung dem Bestand ja kaum schaden. Sozusagen eine Win-Win-Situation: mehr Akzeptanz, mehr Wölfe

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  3. Grünspecht

    Ich glaube, dass vielen noch nicht klar ist warum die bedingungslose Ausbreitung des Wolfes so forciert wird. Es geht gegen die Jagd! Die Jägerschaft hat sich jahrzehntelang hinter dem Argument versteckt, dass gejagt werden müsste, da die Großraubtiere fehlen. Nun sind Wolf und Luchs in Teilen Deutschlands wieder heimisch und unsere Tierrechtler träumen von der Abschaffung der Jagd, da sich Natur ja selber regulieren würde. Das wir aber in einer Kulturlandschaft leben wird ausgeblendet. Tatsächlich wird der Wolf bei einem jährlichen Bedarf von 1,5 Stück Schalenwild auf 100 Ha den Jagderfolg deutlich schmälern. Nur über diese Einbußen zu lamentieren hilft auch nicht, denn Wild ist herrenlos. Der Wolf wird auch nicht wieder verschwinden, aber in gar nicht so ferner Zukunft wird es zu Reduktionsabschüssen kommen, von wem auch immer ausgeführt.

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