Brandenburg: Wolf reißt 18 Schafe im Spreewald

In Klein Wasserburg, einem Ortsteil der Gemeinde Münchehofe (Landkreis Dahme-Spreewald), sind in der Nacht auf Mittwoch vier Mutterschafe und 14 Lämmer bei einem Rissvorfall getötet worden. Die toten Schafe wiesen die für Wolfsangriffe typischen Kehlbisse auf, auf einigen sandigen Stellen der Weide haben die Angreifer beeindruckend große Pfotenabdrücke hinterlassen. Der zuständige Rissgutachter wollte sich weisungsgemäß nicht gegenüber der Presse äußern, hatte dem betroffenen Schäfer, Roland Rocher aus Storkow, jedoch bereits signalisiert, dass er Wölfe als Verursacher “für sehr, sehr wahrscheinlich” halte. Der Rissgutachter nahm zahlreiche DNA-Proben, die in einem Speziallabor auf Spuren wölfischen Erbmaterials untersucht werden.

Warnung: Drastisches Bildmaterial!

Es ist ein großer Unterschied, ob man von einem Wolfsriss in der Zeitung liest… Fotos: SE

… oder ob man selbst auf der mit übel zugerichteten Schafskadavern übersäten Weide steht.

Man versteht, dass da auch hartgesottene Schäfer schlucken müssen.

Alles voller toter Schafe.

Der Übergriff ereignete sich vermutlich gegen vier Uhr früh: “Um diese Zeit haben die Hunde angeschlagen und ließen sich gar nicht beruhigen, was sehr ungewöhnlich ist”, berichtet ein Anwohner. Die Wiese liegt unmittelbar neben einem Wohnhaus. Neben einem Wassergraben ist der Elektrozaun heruntergedrückt: Hier sind die Wölfe wohl eingedrungen. Sechs Schafe haben die Attacke überlebt: Vier Mutterschafe und zwei Lämmer drängen sich verängstigt in einem abgetrennten Teil der Weide, möglichst weit weg von ihren toten Artgenossen, die mit zerfetzten Leibern und aufgegasten Eingeweiden auf der Wiese zerstreut liegen. “Ein Lamm haben wir aus den Seilen herausgeschnitten”, erzählt eine Anwohnerin, “Es muss sich auf der panischen Flucht vor den Wölfen in dem Zaunnetz verfangen haben. Glücklicherweise hat es überlebt.”

“Zwei Tonnen Schafe getötet, um ein paar Kilo zu fressen.” Auf diesem Bild ist der Kehlbiss gut zu erkennen. Fotos: SE

“Der vorgeschriebene Mindestschutz ist übererfüllt”, erklärt Roland Rocher, der erst vor drei Wochen 15 Schafe in Petersdorf bei Saarow (LOS) bei einem Wolfsangriff verloren hat: “Der Zaun ist höher als nötig, und da ist ordentlich Strom drauf.” Sichtlich mitgenommen inspiziert der Schäfer die toten Tiere. “Für uns ist es schwer verständlich, dass die Wölfe so viel mehr töten, als sie fressen – zwei Tonnen Fleisch, um ein paar Kilo davon zu fressen.”

Hier sieht man, wie nahe die Weide an der Wohnbebauung liegt.

An dieser Stelle haben die Wölfe den Elektrozaun umgeworfen und überwunden.

Stromzaun: Der Schäfer sagt, der vorgeschriebene Schutz sei übererfüllt gewesen.

Rocher will nun Fördermittel für zwei weitere Herdenschutzhunde beantragen: “Das ist das Einzige, was noch hilft, im Moment.” Vier Herdenschutzhunde hat Rocher bereits, “aber das reicht hinten und vorne nicht.” SE

Mit Kehlbiss getötetes Schaf.

Noch eins.

30 Gedanken zu „Brandenburg: Wolf reißt 18 Schafe im Spreewald

  1. Lars

    Elektrizität auf einem “Zäunchen” welches nicht freigeschnitten und dadurch hervorragend geerdet ist? Das üben wir aber noch einmal. Der Vorfall mag eine individuelle Betroffenheit auslösen, bei mir vermag er das jedoch nicht. Ich muss über diese grobe Fahrlässigkeit eher den Kopf schütteln.

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    1. Andreas

      Hallo Ronald,

      das mit Deinen Tieren tut mir sehr leid.

      Ich bin sicher das wir eines Tages im Auftrage der Gesellschaft auf den Grauen weidwerken bzw. einen Heben werden.
      Ich freu mich drauf.

      Weidmanns Heil
      Andreas

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    2. Werner Schönfelder

      @ Lars
      Soviel Dummheit, Ignoranz und leider auch unverfrorene Frechheit gegenüber den Betroffenen hab ich zum Thema noch nicht gehört.

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    3. Bio Gas

      Es gibt keinen Herdenschutz der genemigungsfähig ist. 4m Zäune mit Punktfundamenten wie in den Wolfscentern wird niemand aufstellen dürfen. Der Wolf wird in naher Zukunft ganz legal geschossen werden dürfen. Er ist nicht vom aussterben bedroht und hat in deutschen Wäldern keinen Nutzen. Er ist ein Kulturfolger der primär der LW schadet.

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    4. Klemens Mrogenda

      Mein Beileid für den Schäfer! Als Schafhirte weiß ich, wie sich das anfühlt 🙁
      Hoffe es gibt schnell Klärung & Hilfe vom Staat

      Der Zaun sieht jedoch sehr zugewachsen aus, würde mich interessieren ob regelmäßig die Volt-Stärke gemessen wurde. Je mehr Informationen desto besser, dann kann man auch schneller reagieren, falls der Wolf wirklich gesprungen ist und Ihn so schneller als Problemwolf zu klassifizieren.

      BG
      Klemens

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    5. Ulli

      Wenn Sie den Text gelesen hätten, dann hätten Sie gelesen das der Wolfsschutz übererfüllt war. Warum zweifeln Sie an den Aussagen des Schäfers?
      Ich zweifel daran das Sie die Kompetenz besitzen sich hier ein Urteil zu erlauben.

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  2. BBK

    Und wer in Zukunft sein Kind nicht wolfsicher einpackt, der muss dafür bestraft werden, wenn es gerissen wurde!? Aber das ist ja sooooo abwegig, oder?

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  3. Klaus

    Man kann auf dieser Welt Wolfsabschüße käufliche erwerben es werden Wölfe bejagd weil die Population zu hoch ist nur in Deutschland ist ja sowieso alles anders da geht Wolf vor Nutztier da werden Arbeitsplätze geschaffen für ein wildes Tier als ob wi in diesem Land keine anderen Probleme zu bewältigen haben warum haben unsere Vorfahren den Wolf bejagt hatten die ein anders Denken als wir heute .

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  4. A. Scholz

    Ob das “Zäunchen” dem Mindestschutz etspricht, entscheidet nicht ein städtisches Lars-chen am PC.
    Über soviel grobe Selbstüberschätzung und Dummheit kann man nur Kopf schütteln.

    Dass solche Fotos bei Menschen wie Dir keine Betroffenheit auslösen ist hinreichend bekannt, – Ihr ergötzt Euch an der geilen wilden Natur der Wölfe und an dem Schmerz, den der betroffene Tierhalter erfahren muss.

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  5. Wallschlag

    Es tut mir sehr Leid um die Tiere und auch für den Schäfer.
    Aber die Fotos lassen erkennen, dass nicht sorgfältig geschützt wurde. Das ist sehr ärgerlich, da die Wölfe so auch etwas falsches lernen. Das ist unverantwortlich gegenüber den Nutztieren und auch gegenüber anderen Nutztierhaltern. Es ist bekannt, dass es dort Wölfe gibt – nicht neu!!!
    Es gibt viele Schäfer in Brandenburg und Sachsen, die seit vielen Jahren mitten in Wolfsrevieren ohne Risse leben, da sie vernünftig schützen!
    Wenn tatkräftige Unterstützung nötig, bitte an Wikiwolves wenden! [Link entfernt, admin.] Wir helfen, wenn nötig!

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    1. Ralf K.

      Es ist utopisch, zu behaupten, dass man seine Schafe besser hätte schützen können. Dafür wäre dermaßen erheblicher Umzäunungsaufwand erforderlich, der 1. nicht genehmigt werden würde und 2. auch so teuer wäre, dass sich Nebenerwerbsschäferei nicht mehr lohnen würde.

      Machen wir uns nichts vor: es wird in Zukunft weitere Schafsrisse geben.
      Jedoch liegt es an der Politik, dafür zu sorgen, dass Wölfe durch Abschüsse praxisnah vergrämt und somit auf Distanz gehalten werden können. Der Abschuss von Wölfen wird oftmals mit dem angeblich noch nicht vorhandenen günstigen Erhaltungszustand abgelehnt. Ich behaupte, dass dies irrelevant ist! Kommen Wölfe zu nah an menschliche Siedlungen heran, dann muss der weiteren Gefährdungs-Entwicklung Einhalt geboten werden. Es ist Aufgabe der Politik auf der Bandbreite von der EU bis in die Kommune herein, Gefahren abzuwehren. Wer behauptet, dass Wolfrisse keine Gefahrenentwicklung vorhersehen lassen, weil Wölfe ja Beute brauchen, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
      Wölfe müssen ins Jagdrecht.

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    2. Stephan

      Die Kommentare der selbst ernannten Gutmenschen gehen mir gewaltig auf die Nerven. Soviel Dummheit und Ignoranz ist nicht zu glauben. Sollten wir unsere Tiere und uns selbst umzäunen um ein angeblich besonders schützenswertes Großraubtier von uns fern zu halten, etliche Millionen Euro Steuergeld verschwenden für ein ach so scheues Tier? Leute wer den Wolf will soll aus seinem Nettolohn auch die Kosten für das arme Tier tragen. Aber politisches Versagen ist bei uns eben an der Tagesordnung und Fehlentscheidungen bleiben ohne Folgen!

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    3. Sandra

      @Wallschlag

      WikiWolves hat bei uns “geholfen”, indem sie als erstes den Flächenverpächter gefragt haben ob ihn ein “so hoher Zaun” nicht stören würde…
      Danke, auf solche Hilfe kann ich locker verzichten!

      Es gibt KEINEN wirksamen Schutz! Es wurden schon HSH gerissen, genauso wie Esel; Wölfe haben sich in Ställe eingegraben und die Goldenstedter
      überwinden bis zu 1,60m hohe Zäune. Wirksamer Schutz gegen den Wolf sieht aus wie in Dörverden oder jedem x-beliebigen Zoo: 4m hoch mit
      Innenüberhang und mind. 50cm tief eingegraben! (oder denken Sie, die Zoos stellen sich so hohe Zäune hin, weil die sonst nicht wissen wohin mit
      dem Geld?) Und es gibt keine beweidete Naturschutzfläche in diesem Land, auf der man so einen Zaun bauen darf (von der Finanzierung mal ganz ab)

      Wir hauen in den Sack und gehen in die Solaranlage. Da darf ich bauen (Stall), was ich will, werde pünktlicher bezahlt und habe kostenfreien Zugang zu
      Strom. Und die Naturschutzfläche? Mir scheißegal – das Leben meiner Tiere geht vor. Sollen sie doch dem Wolf die Landschafts- und Deichpflege beibringen
      – er ist doch angeblich so wertvoll für den Artenreichtum.

      Und wer denkt, er könnte ein Tier, das auf einem TRUPPENÜBUNGSPLATZ aufgewachsen ist, mit Klatschen vertreiben, dem ist ohnehin nicht mehr zu
      helfen!

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      1. A. K.

        Ein sachlicher Kommentar ( insbesonder auch was die Zäune anbelangt ) von Sandra. Leider Haben wir aber in Deutschland immer noch Menschen, denen die Sorgen und Nöte der betroffen Menschen sprichwörtlich am Arsch vorbeigehen. Lieber schreiben diese Leute dumme Kommentare und wollen dann auch noch die Betroffenen oftmals als Lügner darstellen oder beschimpfen sie sogar. Bald wird sich sicherlich in bestimmten Regionen Deutschlands die Frage stellen: MUSS WEGN DEN WÖLFEN DIE FREILANDHALTUNG VON NUTZTIEREN EINGESTELLT WERDEN? DER WOLF HAT DOCH NACH MEINUNG EINIGER EXPERTEN VORRANG? Armes Deutschland!

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    4. A. K.

      Ein sachlicher Kommentar ( insbesonder auch was die Zäune anbelangt ) von Sandra. Leider Haben wir aber in Deutschland immer noch Menschen, denen die Sorgen und Nöte der betroffen Menschen sprichwörtlich am Arsch vorbeigehen. Lieber schreiben diese Leute dumme Kommentare und wollen dann auch noch die Betroffenen oftmals als Lügner darstellen oder beschimpfen sie sogar. Bald wird sich sicherlich in bestimmten Regionen Deutschlands die Frage stellen: MUSS WEGN DEN WÖLFEN DIE FREILANDHALTUNG VON NUTZTIEREN EINGESTELLT WERDEN? DER WOLF HAT DOCH NACH MEINUNG EINIGER EXPERTEN VORRANG? Armes Deutschland!

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    5. B.U.

      Wallschlag ist offensichtlich einer der großen Experten wenn es um sichere Zäune geht. Da wird denn auch noch der arme Roland Rocher als unverantwortlich hingestellt. Ein Frech – und Dreckelichkeit kommt da zu Ausdruck.

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  6. Stephan

    Einen ergänzenden Vorschlag würde ich gerne noch einbringen um die Kosten im Griff zu behalten. Wäre es nicht sinnvoll die Wolfsfreunde mit auf die Weiden zu setzen ( natürlich Ehrenamtlich ) da es günstiger ist als Herdenschutzhunde und die bekommen das scheue Tier doch wohl mit einem lauten bubu vertrieben und wenn nicht bleibt noch der Ringkampf.

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  7. mark ahrensfeld

    Wenn man hier so liest von wolfgegnern dann ist nur kopfschütteln angesagt .der wolf gehört nach Deutschland und er wird auch bleiben das entscheiden gott sei dank andere.diese nutztiere ,was IST mit ihnen wenn grausam geschlachtet werden für unseren bauch.wa 500000 kleine lämmer haben wir dieses jahr verspeist.schafe fressen wir auf noch unzählige tiere dazu .da sagt keiner was.und kosten für den wolf sind pinatz entgegen was für verbisschäden jährlich zahlen das sind zum beispiel 17millionen euro jährlich durch die zuchstätten der jäger von reh und dammwild.die unsere wälder kaputt fressen und genau da kann der wolf helfen.erstmal nun dna probe abwarten und wenns kein wolf war was dann liebe wolfshasser.und wenn ja augen auf und besser schützen.mit kleinen restrisiko.

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    1. Stephan

      Sehr geehrter Herr Ahrensfeld,
      Warum reden Sie von Wolfsgegner? Reden Sie doch lieber von Realisten.
      Ich muss die entstehenden Wildschäden von meinem Einkommen bezahlen und kann diese nicht steuerlich absetzen. Schlachten ist natürlich ein super Argument weil Schlachtvieh natürlich auf dem Schlachthof zu Tode gequält wird. Sie leben in einer Traumwelt. In unserem Land gibt es eine Schlachtvieh Schutz Verordnung die besagt wie geschlachtet werden soll um den Tieren Schmerzen und Leid zu ersparen. Ich schlachte seid 24 Jahren und habe kein Tier zu Tode gequält und schon gar nicht habe ich mehrere getötet und dann liegen lassen um Eins zu verwenden. Gehen Sie lieber zu PETA auf die Internetseite da können Sie mit ihres Gleichen um die Wette fantasieren.

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  8. Ralf K.

    Ach Herr Ahrensfeld! Sind Sie immernoch der Meinung, dass die Dezimierung der Prädatoren dem Niederwild nicht hilft?
    Und jetzt das Thema Wolf? Ihnen kann man nichts vormachen. Sie haben den Durchblick. Der Wolf wird bestimmt alleine die von Ihnen genannten Rehe und Damhirsche komplett dezimieren. Zumindest gleich, nachdem die Schafe alle gekillt wurden. Wobei ein Menschenkind schon noch Beute darstellt, die leichter zu bekommen ist, als ein Wildtier. Aber das wird ja niiiiiiie passieren. Außerdem müssen wir uns ja besser schützen. Nicht wahr? Und in die Hände klatschen nicht vergessen.

    Wählen Sie ruhig weiter die Grünen. Ich tue das nicht.

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  9. R.Rau

    Um klar zu stellen, die Schäden durch verbiss werden durch Schutzmaßnahmen von und durch Jäger versucht in einem erträglichen Maß zu halten.
    wildschäden werden von Jäger bezahlt.
    Also wenn die Tier und Naturschützer die sich den Wolf auf die Fahne schreiben, für die Schäden und die Folgen ihrer Wölfe aufkommen und nicht der allgemeine Steuerzahler dann würde die Handhabung mit dem Wolf. Mit Sicherheit änderst aussehen. Die Schaafhalter können schützen wie sie wollen es wird immer zu wenig sein.
    Es ist traurig dass man im heutigen Zeitalter solche Bilder sehen muss, wie vor 150 Jahren.

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  10. J.O.

    Ein besonders Lob an die Redaktion von Jawina, da sie die Bilder veröffentlicht hat. Jeder vernüftige Mensch müsste durch diese Bilder ein Mitgefühl für die Schafe und den betroffenen Schäfer haben, was man aber wohl offensichtlich nicht von allen Kommentatoren behaupten kann. Ich frage mich, wie die Kommentare ausfallen werden, wenn ein Mensch einmal von einen Wolf oder von Wölfen angegriffen und verletzt wird?

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    1. Sandra

      @J.O.
      Die Argumente dafür sind schon in der Schublade – da bin ich mir sicher. Der Verkehr kostet viel mehr Opfer, Hunde greifen auch Kinder an etc.

      Und an Hern Ahrensfeld: vielleicht sollten Sie sich einmal zum Thema “Angstsprünge” von Reh- und Rotwild informieren, eher Sie den Nabu-Sermon vom gesunden Wald durch Wolf herbeten. Wo früher 5 Rehe eine Schonung beknabberten und weiterzogen, sind jetzt Sprünge von bis zu 50 Tieren unterwegs und machen regelrechten Kahlschlag. Eine Beobachtung, die es nicht nur in DE gibt und ein Schaden den NIEMAND ersetzt, weil der Wolf ja schalten und walten kann, wie er mag.
      Und was das Schlachten zur Ernährungszwecken angeht: 1. jedes Schaf, das die Wahl hat, würde sicher “lieber” per Bolzenschuß oder Kehlschnitt sterben, als durch das Aufreißen des Bauches bei lebendigem Leibe und 2. Viele Züchter alter wertvoller Rassen und Kleinstherden halten ihre Tiere eben NICHT zum Essen, sondern, um die Rasse zu erhalten oder zur Freude, als Therapietiere und so weiter…
      Aber wenn Ihnen das Argument so gut gefällt: wie sieht es denn mit den gerissenen Pferden aus? Fohlen? Wie gerade in Schweden den Pudel und die Katze aus Omas Vorgarten? Alle diese Tiere haben GENAU das gleiche Recht auf Leben und wenn es soweit ist einen schmerzlosen Tod!

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  11. W. Fichte

    Nur zur Info von Stadtmenschen, deren Strom sowieso aus der Steckdose kommt: Bei der Anlage von elektrischen Weideschutzzäunen wird einkalkuliert, dass ein gewisser Bodenschluß durch Gras etc. passiert. Dementsprechend höher wählt man dann die Spannung, die anliegt. Letztlich ist auch jeder Landwirt mit einem handlichen Meßgerät ausgestattet, mit dem er jederzeit die noch – trotz Bodenkontakt – bestehende Spannung messen kann.

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  12. J.O.

    Es wird viel über sichere, oder unsichere Zäune geredet und geschrieben, da stellt sich doch die Frage: Wurden bereits von unabhängigen Wissenschaftlern und Elektrotechnikern begleitete Versuche bezüglich von Sicherheitszäunen durchgeführt? Man sollte doch einfach einmal in einem größeren Wolfgehege Elektrozäune von entsprechend unterschiedlichen Höhen und E.-Drähten aufstellen und auf der gegenüberliegenden Seite der Wölfe das Futter auslegen und anschließend das Verhalten der hungrigen Wölfe über einen entsprechenden Zeitraum beobachten und auswerten. Aus Tierschutzgründen dürfte man da aber mit Sicherheit keine lebenden Schafe, Esel oder Herdenschutzhunde hinzustellen. Fakt ist: Die Zäune der Wolfsgehege sind ausbruchsicher eingezäunt – Was nicht raus kann, kann auch nicht rein. Mit derartigen Zäunen, die auch noch in einer gewissen tiefe in den Boden eingelassen sind dürfter aber jeder normale Tierhalter überfordert sein – und zudem bedürfen sogn. Gatterzäune ( ab einer gewissen Höhe ) der Genehmigung lt. Landschaftsschutzgesetz. Viele Menschen machen es sich einfach, wenn sie schreiben: 1,2 m -1.4 m Höhe und 4 Elektrodrähte mit entsprechender Stromversorgung.

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  13. karl-heinz heinemann

    Karl-Heinz,in der Nacht vom 24 zum 25 September 2018 haben auf meinen Grundstück direkt hinterm Haus die Wölfe zwei Schafe gerissen.Ich wohne in ein Kleines Dorf ,direkt hinter der Kirche.Wenn ich im dunkeln die anderen Tiere füttere gehe ich auch über dieses Gelände,und meine beiden Enkelkinder (2+4 Jahre) sind auch dabei.Kaum Vorstellbar was alles passieren hätte können ,und das alles in einen Wohngebiet.

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