Brandenburg: Trunkenheitsfahrt brauchtumsgerecht

Eine geniale Verteidigungsstrategie nach der Devise “Jagdrecht bricht Verkehrsrecht” brachte ein alkoholisierter 80-jähriger vor, nachdem ihn die Polizei bei Vielietz (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) mit 1,42 Promille im Blut gestoppt habe: Er habe nach erfolgreicher Jagd das erlegte Stück tottrinken müssen, das jagdliche Brauchtum verlange das. Deshalb sei der jagdrechtlich nicht nur legitimierte, sondern zwingend vorgeschriebene Alkohol auch “beim Autofahren unschädlich.” Er habe das schon öfters so gemacht und noch nie Probleme gehabt. Sich im Recht fühlend verweigerte der Weidmann die Mitwirkung an der angeordneten Blutentnahme auf dem Polizeirevier, die dann gegen seinen Willen durchgeführt wurde. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des Mannes, untersagte ihm die Fortsetzung seiner Fahrt und erstattete Anzeige wegen der brauchtumsbedingten Trunkenheitsfahrt. SE

Beitragsbild: Traditionelles Tottrinken eines erlegten Stücks. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

2 Gedanken zu „Brandenburg: Trunkenheitsfahrt brauchtumsgerecht

  1. Grimbart

    Wie blöd ist der denn? Den Jagdschein ist er wahrscheinlich auch los und bekommt ihn auch nicht wieder. Mein Mitleid hält sich doch sehr arg in Grenzen.

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