Brandenburg: Trichinenfund bei einem Wildschwein im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

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Im amtlichen Trichinenlabor des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind am 06.04.2020 bei einem im Bereich Schönberg (Mark) erlegten Wildschwein Trichinen festgestellt worden. Das nationale Referenzlabor für Trichinella, das Bundesinstitut für Risikobewertung, hat diesen Befund bestätigt. Weitere Untersuchungen im Referenzlabor haben ergeben, dass es sich um Trichinen der Art Trichinella spiralis handelt. Der betroffene Tierkörper wurde durch eine Spezialfirma beseitigt.

Beim Menschen können Trichinen die sogenannte Trichinellose verursachen. Das ist eine Erkrankung, die in Deutschland zwar selten vorkommt, aber tödlich verlaufen kann. Die Infektion erfolgt über trichinenhaltiges rohes Fleisch oder rohe Produkte wie etwa Rohwürste und Schinken.

Die Untersuchung von erlegten Wildschweinen auf Trichinen ist gesetzlich vorgeschrieben, um eine Infektion des Menschen mit Trichinen sicher zu vermeiden. Auch vor dem Hintergrund der heranrückenden Afrikanischen Schweinepest werden derzeit keine Gebühren für eine Probenuntersuchung erhoben, wenn das Schwarzwild auf dem Gebiet des Landkreises Ostprgnitz-Ruppin erlegt wurde.

Da sich Wildschweine z.B. durch Aufnahme trichinenhaltiger Kadaver mit Trichinen infizieren können, spielt die richtige Entsorgung der Aufbrüche und Raubwildkadaver eine große Rolle bei der Unterbrechung des Infektionskreislaufes von Trichinen. PM

Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia

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