Brandenburg: Posse um neue Wildursprungsscheine

Neue Wildursprungsscheine nicht lieferbar? Ministerium dementiert.

Mitarbeiter verschiedener Unterer Jagdbehörden (UJB) in Brandenburg haben der JAWINA-Redaktion gegenüber bestätigt, dass die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes derzeit Lieferschwierigkeiten bei den neuen Wildursprungsscheinen (WUS) habe: Die Bemühungen der Jäger, mehr Schwarzwild zu erlegen, würden seitens der OJB boykottiert, da diese einen neuen Wildursprungsschein (WUS) mit der Änderung : DVO (EU) 2015/1375 herausgebracht habe, so ein UJB-Mitarbeiter. Seitens der Tierärzte werde auch nur noch dieser WUS anerkannt. Hierbei sei der nun eingetretende Mehrbedarf nicht berücksichtigt worden. Anfragen von Jagdbezirken auf weitere WUS, mussten die dortigen UJB ablehnen, da die OJB keine WUS mehr liefern könne, da sie keine mehr habe. [Anm.: d. Red.: Dies wurde JAWINA gegenüber bestätigt.] Somit könne erlegtes Schwarzwild nicht mehr zur Trichinenuntersuchung und in den Verkehr gebracht werden. Dies sei eine große Motovation für die Jäger…

Neuer Brandenburger WUS (Detail)

Ein Sprecher des Brandenburger Landwirtschaftsministerium (MLUL) dementierte indes die Berichte: “Der Sachverhalt trifft nicht zu, von Problemen mit WUS ist uns nichts bekannt”, heißt es aus dem MLUL. Die zuständige Mitarbeiterin der OJB wollte zu dem Vorfall nicht Stellung nehmen: Die Redaktion habe doch bereits bei der Pressestelle angefragt, sie habe der dort erteilten Auskunft nichts hinzuzufügen. Auf die Frage, ob es zutreffe, dass die OJB keine WUS mehr liefern könne und die UJB sich untereinander hätten aushelfen müssen, antwortete sie jedoch, was denn so schlimm daran sei, wenn man sich aushelfen müsse. SE

Beitragsbild: Neuer Brandenburger WUS DVO (EU) 2015/1375

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