Brandenburg: Naturnutzerverbände schließen sich zusammen

„Forum Natur Brandenburg“ gegründet

Die Brandenburger Verbände Grundbesitzerverband Brandenburg, Waldbesitzerverband Brandenburg, Landesjagdverband Brandenburg, Landesbauernverband Brandenburg, Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin und der Landesanglerverband Brandenburg haben sich in dieser Woche in Potsdam zum „Forum Natur Brandenburg“ (fnb) zusammen geschlossen. Zum Vorsitzenden des Verbandes wählten die Gründungsmitglieder Gernot Schmidt. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Rüdiger Müller und Udo Folgart. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Gunter Fritsch, Carl Freiherr von Lüninck und Dr. Wolfgang Bethe. Der Verband repräsentiert damit rund 100.000 Mitglieder, die in rund 6.000 Betrieben und Vereinen über 1 Million Hektar Grundeigentum in Brandenburg bewirtschaften, hegen und pflegen.


Schmidt betonte im Anschluss an die Wahl, dass das Forum Natur Brandenburg antrete, um die von Menschen seit Jahrhunderten geprägte Kulturlandschaft Brandenburgs als schützenswerte Umwelt erlebbar zu bewahren. „Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, dass die Interessen derjenigen gewahrt werden, die diese Landschaften seit Generationen um ihrer eigenen Existenz willen nachhaltig gestalteten“, so der Vorsitzende. Man verstehe sich auch als Umweltverband, der den in gezielten Kampagnen immer wieder konstruierten Widerspruch zwischen Landnutzung und Naturschutz versachlichen wolle. Man fühle sich daher dem Motto „Schützen durch nutzen“ verpflichtet.

Zum Geschäftsführer des „Forum Natur Brandenburg“ bestellte der Vorstand den ehemaligen Abgeordneten des brandenburgischen Landtages, Gregor Beyer. „Ich freue mich sehr auf die vor mir liegende große Herausforderung, die nahtlos an meine langjährige Tätigkeit in den Bereichen Landnutzung und Naturschutz anknüpft“, betonte Beyer nach seiner Berufung. Neben dem Aufbau der Geschäftsstelle in Potsdam und den bereits initiierten Vorhaben, wie beispielsweise der Kundgebung im Rahmen der Biberanhörung in der vergangenen Woche vor dem brandenburgischen Landtag, führte Beyer vor allem die Umsetzung von Natura 2000 und die damit verbundenen FFH-Managementplanungen als einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt des neu gegründeten Verbandes an. PM FNB

Beitragsbild: Der Vorstand des FNB, Copyright: FNB

4 Gedanken zu „Brandenburg: Naturnutzerverbände schließen sich zusammen

  1. Udo Hoffmann

    Ich möchte allen Mitgliedern zu diesem für mich sehr wichtigen Schritt gratulieren. Das ist natürlich mit dem Hintergedanken verbunden, dass Sie sich unter anderem auch für uns als aktive Jäger im Lande Brandenburg stark machen und uns vor Auswüchsen wie in NRW (Jagdgesetzänderung) bewahren. Ich bin selbst Pächter im Oderbruch und habe ein sehr gutes Verhältnis zu allen Landeigentümern. Wir versuchen gerade mit Arbeitshinweisen der UNI – Göttingen den Bestand an Rebhühnern evtl. wieder aufzubauen. Vielleicht können wir das noch vorhandene Volk mehr schützen und unterstützen. Dazu bedarf es aber der Hilfe der Landeigentümer (Landwirte) um solch ein Feldhuhn für die Nachwelt zu erhalten. Unsere Landwirt haben schon mal Interesse signalisiert.
    Die besten Grüße und Weidmannsheil

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  2. Eckhardt Bültermann

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem längst überfälligen Schritt. Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört, möchte man sagen. Möge es gelingen einer breiten Öffentlichkeit und den Vertretern in den maßgeblichen politischen Gremien verständlich zu machen, dass die klassischen Naturnutzer auch die besseren Naturschützer sind.

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