Brandenburg: Mit Trecking-Stock gegen Wolf

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Allmählich kommen auch den Mainstream-Medien ernste Zweifel an der von den Naturschutzverbänden beharrlich aufgetischten Mär von der angeblichen “natürlichen Scheu” des Wolfs: “Von wegen scheu” schreibt die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) in einem Artikel über Wolfsvorfälle in Grebs, einem kleinen Dorf im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dort jagen Wölfe ihre Beutetiere, die sich vermutlich wegen der Wölfe in der Nähe der Siedlungen aufhalten, bis in die Ortschaften hinein, der Bauer hat dieses Jahr schon sechs Kälber an die Wölfe verloren, Pony- und Schafhalter machen sich Sorgen um ihre Tiere und verstärken die Sicherheitsvorkehrungen an Ställen, Pferchen und Weiden. Eine Anwohnerin berichtet in der MAZ von einer Wolfsbegegnung der unheimlichen Art: Als sie abends kurz nach acht eine Nachbarsfamilie besuchen wollte, entdeckte sie im Lichtkegel der Taschenlampe auf der anderen Straßenseite einen Wolf. In “Lauerstellung” habe er da gestanden. “Ich dachte, der springt mich gleich an”, berichtet die Frau der MAZ. Sie fuchtelte mit ihrem Trecking-Stock und schrie – so gelang es ihr, den Wolf zu verscheuchen.

Seit dem Vorfall traue sie sich aber im Dunkeln nicht mehr aus dem Haus.

Es sind Vorfälle wie dieser, die das Lebensgefühl in den Wolfsgebieten tiefgreifend verändern – was der sprichwörtliche Wolfsfreund in seiner Dortmunder Etagenwohnung im vierten Stock nicht zur Kenntnis nehmen möchte oder gleich abstreitet. Die alten Leute trauen sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus, manche gehen nicht mehr in den Wald, um Pilze zu suchen. Kaum einer lässt seine Kinder oder Enkel noch unbeaufsichtigt im Wald spielen oder mit dem Fahrrad allein zur Schule fahren. Nebenerwerbslandwirte, deren Tiere Dorfleben und -bild prägen, geben die Tierhaltung auf, Hochsicherheitszäune um Weiden und Koppeln verändern das Landschaftsbild und schränken die Lebensräume von Wildtieren weiter ein. SE

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