Brandenburg: Minister und Staatssekretärin bei Wolfswachen

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger wird sich am kommenden Freitag (31. März) an der ersten landesweiten Wolfswacht beteiligen. Das teilt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium mit. Vogelsänger wird in Dolgelin in Märkisch-Oderland mit Landrat Gernot Schmidt – hier in seiner Funktion als Vorsitzender des Forums Natur – und mit dem Präsidenten des Landesbauernverbands, Henrik Wendorff, ebenfalls Vorsitzender des Forums Natur, am Wachfeuer das Gespräch mit Weidetierhaltern und interessierten Bürgern suchen.
Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde trifft in Krielow im Landkreis Potsdam-Mittelmark auf den Präsidenten des Bauernbunds Brandenburg, Marco Hintze, sowie Dirk Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbands, und Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands.

Auch das Fachgespräch zum Thema Wolf im brandenburgischen Landtag hat am vergangenen Mittwoch (22. März) gezeigt, „dass noch nicht bei allen angekommen ist, dass sich die Situation immer weiter zuspitzt und die Kosten für Prävention und Entschädigung aus dem Ruder zu laufen drohen“, so Vogelsänger.

Wölfe sind in der Europäischen Union in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in Schutzkategorien eingestuft – allerdings vor Jahrzehnten, also zu einem Zeitpunkt, als es westlich von Oder und Neiße keinen heimischen Wolf gab. Von den rund vier Dutzend Rudeln in Deutschland streift heute etwa die Hälfte dauerhaft oder wenigstens zum Teil durch märkische Wiesen und Wälder.

Vogelsänger: „Nach der Rückkehr der Wölfe gilt es, sachlich und pragmatisch damit umzugehen. Die Sorgen und Nöte der Weidetierhalter sind in der Politik angekommen. Neben den bereitgestellten Finanzhilfen für den Schutz vor Übergriffen des Raubtiers, arbeiten wir zurzeit an der Weiterentwicklung des Brandenburger Wolfsmanagementplans. In Groß Schönebeck wird aktuell mit Fördermitteln ein Wolfsinformations- und Herdenschutzzentrum etabliert. Die Einsetzung von zwei Wolfs- und Herdenschutzmanagern ist in der Zielgeraden. Wir wollen eine Wolfsverordnung, um ein einheitliches Vorgehen in allen Landkreisen im Falle eines verhaltensauffälligen Wolfs zu gewährleisten. Wenn wir auch bei der ländlichen Bevölkerung die Akzeptanz für den Wolf hoch halten wollen, brauchen wir neue Strategien und insgesamt eine Verständigung darüber, wie Nutztiere am besten zu schützen sind.“

Am 26. April hat das Umweltministerium zum 4. Brandenburger Wolfsplenum geladen, an dem auch Fachleute aus anderen Bundesländern teilnehmen.

Treffpunkte

Minister Jörg Vogelsänger
Termin:  Freitag, 31. März
Zeit:   19.00 Uhr (Minister gegen 20.00 Uhr)
Ort:  15306 Dolgelin, Lindenhof

Staatssekretärin Carolin Schilde
Termin:  Freitag, 31. März
Zeit:  19.00 Uhr
Ort:  14550 Krielow,
Groß Kreutz, am Lilienthal-Denkmal vorbei,
dann kommt eine Schranke, rechts Weg in östlicher Richtung fahren,
dann kommt Kuhstall, auf der Weide dahinter

Weitere Wolfswachen sind in Maasdorf (Elbe-Elster), Craupe (Oberspreewald-Lausitz), Guhrow (Spree-Neiße), Leibsch (Landkreis Dahme-Spreewald), Baruth (Teltow-Fläming), Gräben (Potsdam-Mittelmark), Stücken (Potsdam-Mittelmark), Michaelisbruch (Ostprignitz-Ruppin) geplant. PM

Beitragsbild: Wolfswache. Foto: MF

Ein Gedanke zu „Brandenburg: Minister und Staatssekretärin bei Wolfswachen

  1. Pfeiffer

    Wenn all diese Wolfswachenbesucher den Landwirten behilflich sind wolfssichere Weidezäune zu errichten, finde ich das eine prima Sache. Nachts am Lagerfeuer zu stehen, Glühwein zu trinken und kollektiv über die Wölfe zu schimpfen ist unsinnig und dumm, aber das wird ja niemand machen.

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