Brandenburg: LJV-Vorstandsmitglied tritt zurück

Udo Appenzeller, seit fünf Jahren im Vorstand des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandsposten zurückgetreten. In seiner Abschiedsmail erhebt Appenzeller schwere Vorwürfe gegen den LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff und den erst seit kurzem amtierenden LJVB-Geschäftsführer Matthias Schannwell. Früher habe es “im Präsidium einen stets vorwärts gerichteten Teamgeist” gegeben, schreibt Appenzeller, alle Mitglieder hätten gleichberechtigt und erfolgsorientiert an einem Strang gezogen: “Der Präsident war einer von uns und für uns da.” Die Arbeit habe allen Spaß gemacht. “Nunmehr”, so Appenzeller weiter “stehen  wir vor einem Scherbenhaufen, das Präsidium ist gespalten, einige Mitglieder des Präsidiums hatten
schon vor Monaten mit dem Gedanken gespielt, “hinzuschmeißen”.

Appenzeller macht dafür u.a. die “unglückliche Nachbesetzung des Geschäftsführerpostens mit Herrn Matthias Schannwell” verantwortlich, die “auf ausdrückliche Empfehlung des Herrn Dr. Wellershoff” erfolgt sei. Schannwell habe es nicht geschafft, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter “mitzunehmen”, Appenzeller zieht die Fähigkeit des Geschäftsführers, “Menschen zu führen”, in Zweifel.

Dem LJVB-Präsidenten wirft Appenzeller vor, dass viele Entscheidungen des LJVB von ihm ad hoc getroffen würden und “erst im Nachhinein durch das Präsidium nach langen Diskussionen
sanktioniert werden.” Demokratische Entscheidungsfindungen stelle er sich anders vor.

Desweiteren beklagt Appenzeller, dass sein Verantwortungsbereich als Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit ad absurdum geführt werde, wenn alles erst “rausgehen” dürfe, wenn der Präsident “seinen Haken gesetzt” habe.

Update: LJVB-Präsident Dirk-Henner Wellershoff bedauerte im Gespräch mit JAWINA das Ausscheiden Appenzellers und bedankte sich bei ihm für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit. SE

Beitragsbild: Udo Appenzeller (Mitte) bei einer Müllsammelaktion des JV Nauen im Jahr 2012. Foto: SE

 

 

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