Brandenburg: Linke stellt Positionspapier zur Forstpolitik vor

“Nicht Wald vor Wild sondern Wald und Wild”

Die Brandenburger Landtagsfraktion der Partei Die Linke hat ein Positionspapier zur Forstpolitik einstimmig beschlossen. “Hintergrund sind zum einen die Herausforderungen für den Wald in Zeiten des Klimawandels, zum anderen die andauernden Diskussionen über Aufgaben, Struktur und Personalentwicklung der Landesforstverwaltung”, heißt es dazu auf der Internetseite der Partei. Zur Jagd heißt es in dem Positionspapier: Bei den jagdrechtlichen Regelungen sollten sowohl ein gesunder Wildbestand als auch die Reduzierung von Verbissschäden, um Naturverjüngung ohne Zäunung zu ermöglichen,beachtet werden. Das Wildmanagement  entscheidet mit darüber, wie sich ein gesunder Waldbestand entwickeln kann. Dabei geht es nicht um die Formel „Wald vor Wild“ sondern um „Wald und Wild“.”

Und weiter: “Hegegemeinschaften können ein wichtiges Instrument zum Ausgleich verschiedener Interessen sein. Mit einer abgestimmten Hege kann viel für einen wald-verträglichen, artenreichen und gesunden Wildbestand sowie für die Pflege und Sicherung der dazu notwendigen Lebensgrundlagen erreicht werden. Die Beeinträchtigungen der land-und forstwirtschaftlichen Nutzung durch Wildschäden kann so vermieden werden.

Die strategische Ausrichtung der Jagd soll die Anforderungen des Waldumbaus entsprechend der Waldvision 2030 berücksichtigen. Die Jagd versteht die LINKE als Gemeinwohlaufgabe, die tierschutzgerecht erfüllt werden muss, die gesunde Lebensmittel bereitstellt und bei der das Wild als Teil des Ökosystems verstanden wird. Die Teilhabe an der Jagd darf nicht sozial begrenzt werden.” red.

Beitragsbild: Positionspapier “Zukunft Forst Brandenburg” der Linkspartei (Screenshot, Ausschnitt)

12 Gedanken zu „Brandenburg: Linke stellt Positionspapier zur Forstpolitik vor

  1. Zündelnerlaubt

    Ich kenne die Waldvision 2030 nicht, aber was in diesem Text steht, liest sich ganz anders als das was die Grünen verzapfen

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    1. admin Beitragsautor

      Andererseits ist die Linke in der rot-roten Koalition seit vielen Jahren an der Regierung beteiligt – und was in der Jagd- und Forstpolitik und im Landesforst abläuft, scheint mir kaum mit den salbungsvollen Worten in dem Positionspapier in Einklang zu bringen zu sein. SE

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      1. Zündelnerlaubt

        Da ist sie wieder, die Diskrepanz zwischen Worten und Taten. Die CDU verschenkt ja auch (zumindest Teile) die Jagd an die Grünen, obwohl sie eine andere Position nach außen vertritt.
        Wie hat schon der Adenauer gesagt, Was kümmert mich mein Gewäsch (von gestern).
        Eigentlich hatte ich ja auch nur angemerkt, dass sich das gut liest 😉 (nicht das sich mein PR-Desaster von gestern wiederholt 🙂 )

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    “Die Jagd versteht die LINKE als Gemeinwohlaufgabe”; hört, hört, dann soll also die Jagd ins Gemeinwohl überführt werden, also verstaatlicht? Politiker, egal welcher couleur, reden viel und halten wenig: “die Maut wird es mit mir nicht geben” (Merkel) “niemand will eine Mauer bauen”(Ulbricht) ;”ich gebe ihnen mein Ehrenwort” (Barschel) und, und, und. Der Lügenbaron war ein Waisenknabe gegen all die Lügen der Politiker, die ich bis heute erlebt habe. Dieses Positionspapier kann man erleichtert im sibirischen Waldklo verwenden.

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    1. Zündelnerlaubt

      Vielerorts ist die Jagd ja staatlich. ich selber jage beim Staat und alle legalen Waffenbesitzer sind staatlich erfasst.

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        1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

          Guter Mann, das Jagdrecht ist im Grundgesetz mit dem Eigentum an Grund und Boden verknüpft und das aus gutem demokratischen Grund, dafür haben unsere Vorfahren gekämpft und gestorben. Diese verklausulierten programmatischen Sprüche der LINKEN sollten sehr aufmerksam registriert werden.

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          1. Zündelnerlaubt

            Ihre Kommunismus Angst ist bestürzend. Niemand hat die Abschicht Waldbesitzer zu enteignen….
            Außerdem ist das politische Klima wohl kaum danach, dass in der BRD Grüne und Linke eine gemeinsame Mehrheit erreichen um den Privatbesitz abzuschaffen (was mit den Grünen ohnehin nicht passieren würde)

  3. Dr. Wolfgang Lipps

    Die Linke ist seit Jahren an der Regierung beteiligt und sieht zu, wie “Wald ohne Wild” im Landesforst propagiert und mit Mindestabschüssen ohne Obergrenze praktisch durchgesetzt wird. Da sind wohlfeile Sprüche vor Landtagswahlen nichts weiter als hohles Gewäsch, um einige Wähler zu ködern. “An ihren Werken sollt ihr sie erkennen” (Mathäus 7, 16), nicht “an ihrem Geschwätz”!

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  4. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Zündelnerlaubt – Ihre Unterstellungen sind mehr als peinlich – weder habe ich Angst vor dem Kommunismus noch vor der Linken. Auch sollten Sie genauer lesen, es steht in meinem Kommentar nichts von “Enteignung der Waldbesitzer”. Das Positionspapier der LINKEN läßt aber den Schluss zu, dass die Jagd als politisches Ziel ins Gemeinwohl überführt werden soll. Die GRÜNEN haben längst den Bogen raus, wie man die Jagd unmöglich oder uninteressant machen kann ohne dass es einer Grundgesetzänderung bedarf.

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  5. jochen

    Wie sich “die Linke” ( die keine Nachfolgeorganisation von der SED ist, sondern die SED, die ihren Namen geändert hat!) Jagd vorstellt, hat sie ja bereits deutlich in ihrem staatlichen Experiment gezeigt. Waffe abholen ( nur Flinten) abgezählte Munition und danach alles wieder schön abgeben. Das ist natürlich auch der feuchte Traum der Grünen.

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