Brandenburg: Kein Jagdverbot, nur eine Empfehlung

Die beim Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) angesiedelte Oberste Jagdbehörde hat mit ihrem Rundschreiben zum Thema Jagd in der Corona-Krise (JAWINA berichtete) für erhebliche Verunsicherung gesorgt. JAWINA-Leser MS hat bei der OJB angefragt und folgende Antwort erhalten: “[…] es handelt sich nur um eine Empfehlung der obersten Jagdbehörde. Zuständig für Verbote sind Gesundheitsministerium/Gesundheitsämter. Wenn Sie wirklich kontaktlos die Einzeljagd auch nach dem Schuss durchführen können, spricht nichts dagegen, weiterhin jagdlich tätig zu werden.” Aha.

JAWINA-Leser Anko bringt es in einer Mail an die Red. auf den Punkt: “Das Landwirtschaftsministerium ist weder für die Durchsetzung der Corona-Verordnung, noch für die nun erbetene Klarstellung zuständig. Man kann die Empfehlung des unzuständigen Ministeriums genauso getrost ignorieren, wie die nun erfolgte Klarstellung.” red.

Beitragsbild: Amtsschimmel, sich wälzend. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

10 Gedanken zu „Brandenburg: Kein Jagdverbot, nur eine Empfehlung

  1. mbogo

    Mangelnde Kompetenz und schräges ideologisches Gedankengut prägen dieses Ministerium. Von dort ist selten etwas Vernünftiges gekommen. Wie denn auch ….

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  2. Dr. Wolfgang Lipps

    Forstpartie outet sich immer wieder.
    Dieser wenig durchdachte und in Teilen törichte Brief, wie schon die letzten beiden Briefe, zeigt deutlich, was das für uns Jäger zuständige Ministerium und vor allem die Forstpartie in Brandenburg von der Jagd hält: ist ja mehr nur so´n Hobby! Dass unser eigenes Landesjagdgesetz, bisher noch eines der besten in der Bundesrepublik, in § 1 die Hege des heimischen Wildes als “gesamtgesellschaftliche Aufgabe” definiert und uns Jägern damit (unabhängig von unserer persönlichen Motivation) eine Aufgabe im öffentlichen Interesse zuweist, blenden die Forstpartie und vor allem dieser Minister erkennbar und gern aus! “Man merkt die Absicht und man ist verstimmt”! Sehr sogar!

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  3. Peter-Claus Neigenfind, JV Bernau Öffentlichkeitsarbeit, JV Pribram CZ

    Ich habe den Eindruck die OJB testet aus wie weit sie die Jäger “Vorführen” kann. Es begann mit Änderung von
    Jagdgesetzen unter dem Mantel >Ausführungsvorschriften <, Verlängerung der Jagdzeiten unter Fadenscheinigen
    Vorwänden. Verbot jetzt Empfehlung von Aussetzung der Jagd. Und wenns nicht funktioniert erfindet man eine
    Ausrede. Wann räumt der zuständige Minister Vogel mal in diesem Ministerium auf ? und wann reagieren unsere
    Verbände mal mit einer deutlichen Ansage !!

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    1. Meissner. Uli

      WIE kann ein solch Minister aufräumen, es ist seine Strategie. Muss leider auch feststellen, daß unser Landesjagdverband sich nicht äußert.Habe aus meinem Umfeld (LDS)festgestellt ,daß das Grund für weitere Kündigungen im Jagdverband sind. Dr.Wellershaus bitte aufwachen!! WMH

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  4. Dr. Wolfgang Lipps

    Lieber Herr Neigenfind,
    Ihre Frage, wann Herr Minister Vogel mal in seinem Ministerium aufräumen werde, ist, mit Verlaub, lieb aber völlig realitätsfern. Dieser Minister hat nach wenigen Monaten im Amt gezeigt, dass er, was Jagd und Wild angeht, ein ebensolcher Ausfall ist wie sein Vorgänger. Es darf angenommen werden, dass er einen abgegessenen Currywurst-Pappteller auch dann quer durch die Senfreste unterschreiben würde, wenn Herr Leßner von der OJB ihm den vorlegt. Und Ihre diesbezügliche Frage an die Verbände zeigt, dass Sie noch nicht glauben wollen, dass der LJV Brandenburg bei seiner vermeintlichen Vertretung von Wild und Jagd bislang derart versagt hat, dass ihn nicht einmal die Forstpartie mehr ernst nimmt. Da müssen wir Jäger schon andere Seiten aufziehen, wenn wir die weidgerechte Jagd in Brandenburg noch retten wollen – 3 Minuten vor 12, wenn überhaupt.

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    1. Meissner. Uli

      Na Herr Qutsider, merke das Sie keine Ahnung von der weidgerechten Jagd haben.Anonym ist es einfach so etwas in den Raum zu stellen. Sie vertreten mit Ihrer Meinung genau die,welche die Jagd zur Ideologie machen und nicht zu dem was notwendig wäre.

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  5. Frank

    Mal zum Trost an die geschundenen Brandenburger Jagdfreunde über Behördenunsinn in einem viel bevölkerungsreicheren und obendrein schwarz regierten Bundesland zu einem ebenfalls aktuell bedeutsameren Thema: den von Bundes- und Landespolitikern mit viel Eigenlob herausposaunten Soforthilfen für die Wirtschaft, genauer für Unternehmen vom Soloselbständigen bis zu 50 Mitarbeitern – die sollen ja einen nicht unerheblichen Beitrag zum BIP bei uns liefern.
    Dazu hat NRW jetzt einen formlosen Onlineantrag ins Netz gestellt. Darauf soll der Antragsteller u. a. versichern, gegenüber dem Vorjahresmonat – Achtung! – bis zum 01. März 2020 mindestens 50% Einnahmen weniger gehabt zu haben…
    Zement mal: vor dem 01. März??? Zur Erinnerung, die behördlichen Anordnungen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens (Schließungen von Kneipen, Friseuren etc., Gruppenverbote für mehr als 2 Personen aus einem Haushalt…) kamen in NRW doch erst am 23. März! Wie sollen denn da schon vor dem 01. 03….?
    Achso! War wohl „nur“ der Amtsschimmel im NRW-Landeswappen, der da gewiehert hat…
    Wär‘s nicht so traurig, müsste man angesichts der Lokuspapierhamsterei und anderer „Krisenblüten“ wie dieser mal forschen, ob tätsächlich „nur“ eine Mutation des SARS-COV pandemisch um sich greift – oder nicht vllt. gar von einer humanpathogenen des Rinderwahnsinns begleitet wird…

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  6. Thomas Herbig

    Ich habe einen Begehungs Schein ( Jagderlaubnis) für Brandenburg/Lychen!
    Darf ich in mein Revier fahren!
    ( Alleine! Einzelansitz! Und in meinem Privat-Ducato Bus, in meinen Revier nächtigen?

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