Brandenburg: Jäger spielt Sheriff

Böllernde Jugendliche mit Warnschüssen eingeschüchtert

Mit einem heroischen Einzelkämpfer-Einsatz hat ein 63 Jahre alter Jäger für Ruhe und Ordnung in “seinem” Wald bei Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) gesorgt: Einer Polizeimeldung zufolge stellte der Mann zwei 14 und 15 Jahre alte Jugendliche, die leichtsinnigerweise in seinem Revier einige Böller gezündet hatten: Plötzlich erschien ein Mann, schoss mit seiner Waffe zweimal in die Luft und zwang die Jugendlichen, sich flach auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kamen sie nach, heißt es in der Polizeimeldung, dann “mussten sie ihre Personalien kundtun.” Dass er die Kinder nicht noch mit Kabelbindern gefesselt hat, ist vermutlich nur dem Umstand zuzuschreiben, dass er keine dabei hatte. Der Jäger rief dann den “zuständigen” Revierpächter hinzu, der die Jugendlichen “des Jagdbereiches verwies.” Die eingeschüchterten Jugendlichen erzählten einer Betreuerin von ihrer Begegnung mit dem Weidmann, die sie vermutlich für alle Zeit prägen und ihnen nachhaltig ein positives Bild vom deutschen Weidwerk vermitteln wird. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Bedrohung “mittels eines schusswaffenähnlichen Gegenstandes” auf und informierte die Waffenbehörde. SE

Beitragsbild: Böllernde Jugendliche – ein Fall für Zorro. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zorrosblackwhip.jpg

2 Gedanken zu „Brandenburg: Jäger spielt Sheriff

  1. Grünspecht

    Da hätte er besser mal die Polizei angerufen. Die rücken dann gleich mit dem SEK an, wie bei so mancher Erntejagd schon geschehen.

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  2. MSC

    Ja super. Es ist nicht nur so, dass die normale Bevölkerung immer bescheuerter wird. Auch bei der Jägerschaft gibt es immer mehr hysterische Hohlbirnen mit besonders wenig Watt. Sowas macht mit einer einzigen saudummen Aktion viel mühsame Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft zunichte. Hoffentlich wird Jagdschein und WBK entzogen, dann kann er zukünftig waffenlos als Kirrdödel die Leute im Wald anpflaumen.

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