Brandenburg: Grünbrückenbericht 2015 erschienen

Menschliche Störenfriede schränken Funktionalität der Grünbrücken ein

Die Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft am Brandenburger Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) hat den Grünbrückenbericht 2015 herausgegeben. In Brandenburg gibt es acht Grünbrücken, sechs davon verbinden Waldlebensräume. Drei Brücken werden mit Videokameras überwacht, die Aufnahmen im Rahmen eines langfristigen Monitorings ausgewertet. Sämtliche heimische Schalenwildarten nutzen die Grünbrücken, aber auch Elche, Wölfe – und ein Storch.

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Welche Tierarten die Grünbrücken nutzen. Copyright: LFE

Problematisch sind die Störungen durch menschliche und motorisierte Nutzer der Grünbrücken: “Störende Einflüsse von Menschen kommen auf allen drei Grünbrücken vor”, heißt es im Grünbrückenbericht: “Durchschnittlich wurden zwischen 23 und 31 anthropogene Störungen pro Untersuchungsmonat registriert. Auf allen drei Grünbrücken sind die „Besucherzahlen“ noch zu hoch. Problematisch sind weiterhin freilaufende Hunde auf allen drei Grünbrücken, die Reiter(innen) auf der BAB 13-Grünbrücke und Kraftfahrzeuge tagsüber und insbesondere nachts auf den Grünbrücken über die BAB 9 und 13. An der BAB 9 und der BAB 13 sollte das Befahren der Grünbrücken 72 durch Baumstämme/-stubben erschwert werden. Es ist an allen drei Grünbrücken über ein (temporäres) Hinweisschild zum Betretungsverbot nachzudenken.”

Beitragsbild: Grünbrückenbericht 2015, Copyright: LFE

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