Brandenburg: Gemeinden wollen “wolfsfreie Zone” werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die “massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als “nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone” ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden “überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung”, heißt es in der Beschlussvorlage.

Letztlich kommt dem Vorstoß der Gemeinden nur symbolische Bedeutung zu, da der strenge Schutzstatus des Wolfs auf nationaler bzw. europäischer Ebene verankert ist und durch einen Beschluss auf lokaler Ebene nicht aufgehoben werden kann.

Den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden geht es folglich vor allem darum, an die Bundesregierung zu appellieren, sich für eine Lockerung des Wolfsschutzes auf europäischer Ebene einzusetzen. Die Politik müsse sich intensiver mit dem Problem befassen und schneller handeln, wenn etwas passiere, erklärte Wolfgang Kielbock, Bürgermeister der Gemeinde Stechlin gegenüber der MAZ. Noch immer müssten Tierhalter zu lange auf Entschädigungen warten.

Der Wolf sei nicht vom Aussterben bedroht, er müsse ins Jagdrecht aufgenommen und die Zahl der Wölfe reduziert werden, so die Forderung der Bürgermeister. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der MAZ. (Screenshot)

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