Brandenburg: Ganzjährige Bejagung von Bisam und Nutria

Ausnahmeregelungen für die Deichsicherung

Auf der Grundlage einer Allgemeinverfügung der Obersten Jagdbehörde im Brandenburger Agrar- und Umweltministerium dürfen Elterntiere von Bisam und Nutria nun landesweit ganzjährig bejagt werden. Damit sollen insbesondere Schäden an Hochwasserschutzanlagen und Gewässerufern durch Bisam und Nutria minimiert werden. Durch die Novellierung der Durchführungsverordnung zum Jagdgesetz Brandenburg (BbgJagdDV) wurden die Tierarten Bisam und Nutria in das Jagdrecht aufgenommen. Ziel der Neuregelung im Jagdrecht und der mit heutigem Datum in Kraft getretenen Ausnahmeregelung ist die Bejagung und Bestandsregulierung der Bisam und Nutria sowohl von den Jägern als auch von den Bisamjägern ganzjährig zu ermöglichen.

Die beiden Tierarten gehören zu den invasiven und nicht gebietsheimischen Arten (Neozoen). Sie vermehren sich fast ganzjährig, so dass die Bejagung unter Einhaltung des Elterntierschutzes ohne Ausnahmeregelung praktisch nicht möglich wäre.

Für die Jäger sind damit die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bejagung geschaffen. Die Bisamjäger, die aktuell noch über keinen Jagdschein verfügen, werden noch in diesem Jahr den Jagdschein erwerben. Die noch erforderlichen Jagderlaubnisse werden derzeit von den Jagdausübungsberechtigten eingeholt.

Somit kann die Bisam- und Nutriabekämpfung künftig mit Unterstützung der Jägerschaft erfolgreicher und auf größerer Fläche als bisher durchgeführt werden. PM

Beitragsbild: Deichschäden in Brandenburg. Foto: SE

 

2 Gedanken zu „Brandenburg: Ganzjährige Bejagung von Bisam und Nutria

  1. Dr. Wolfgang Lipps

    “Die Bisamjäger, die aktuell noch über keinen Jagdschein verfügen, werden noch in diesem Jahr den Jagdschein erwerben. Die noch erforderlichen Jagderlaubnisse werden derzeit von den Jagdausübungsberechtigten eingeholt” – was heißt das denn? Die Ablegung der Jägerprüfung mit dem gesamten Wissensstoff und der Schießprüfung ist Bundesrecht und vom Landesgesetzgeber, vor allem vom Landesverordnungsgeber nicht abänderbar. Und wollen denn alle Bisamjäger sich dieser Prüfung unterziehen? Und welche Jagderlaubnisse sollen den jetzt schon für wen eingeholt werden? Wunder über Wunder.

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  2. Rico

    Die Bisamjäger und Nutria Fänger gehen jetzt als Bittsteller und Klinkenputzer zu den Jagdpächtern und betteln um Begehungsscheine. Bekommen sie diese nicht können sie Ihre Arbeit nicht ausüben und sind somit überflüssig. Nun hat es nicht geklappt die Leute mit der Aufnahme der Tierarten ins Jagdrecht los zu werden, vielleicht klappt es über die Hintertür. Wmh

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