Brandenburg: Fotograf und Begleiterin von Bache verletzt

An einer Hecke in der Heidesiedlung im Cottbuser Ortsteil Dissenchen hat eine Bache gefrischt. Als ein Fotograf im Auftrag der Lausitzer Rundschau die Wildsau und ihren Nachwuchs fotografieren wollte, griff sie an.

Er sei der Bache “zu sehr auf die Pelle gerückt”, räumte der Fotograf gegenüber dem rbb ein. Bis auf etwa drei Meter hatte sich der Fotograf in Begleitung einer Anwohnerin dem Wurfkessel genähert, konnte “den borstigen Rücken” des Tiers sehen. Dann wurde es der Bache zu bunt. Blitzschnell dreht sich die erboste Wildsau um und raste auf die Störenfriede zu. Während der Fotograf mit einer leichten Verletzung am Schienbein noch glimpflich davon kam, erwischte es die Anwohnerin härter: Die Frau, die dem Fotografen die Stelle zeigen wollte, an der die Bache ihren Nachwuchs zur Welt gebracht hatte, wartet mit einer zertrümmerten Kniescheibe im Krankenhaus auf ihre Operation. red.

Beitragsbild: Bache – mit den Tieren ist nicht zu spaßen, wenn sie Frischlinge haben. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

5 Gedanken zu „Brandenburg: Fotograf und Begleiterin von Bache verletzt

  1. montero

    Ist das Verhalten des Fotografen/Journalisten von Überheblichkeit oder Unkenntnis geprägt? Mit der Anwohnerin habe ich Mitleid, anscheinend vertraute sie darauf, dass der Journalist die Situation richtig einschätzt. Man sollte prüfen, ob hier ein Verstoß gegen 19a BJagdG vorliegt und ggf. die Ordnungswidrigkeit ahnden.

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    1. Grimbart

      Ne, kein Mitleid, denn das sollte mittlerweile allgemein bekannt sein, dass Bachen gefährlich werden können, wenn sie Frischlinge haben. Warum überhaupt Bilder machen? Eine Mitteilung zur Warnung mit Ortsangabe hätte auch gereicht.

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      1. Titus von Unhold

        “sollte mittlerweile allgemein bekannt sein”

        Sehr witzig. Dazu der Tenor einer Forsa-Umfrage aus 2016 zum Thema Rettungsgasse: “64 Prozent aller Führerscheinbesitzer wissen nicht was zu tun ist wenn sich ein Rettungswagen von hinten nähert.”.

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  2. Ronbi

    Es gab da mal einen Fall, wo ein ganzes Forstamt, zu einer umgestürzten Fchte pilgerte, wo eine Bache, es sich samt Frischlingen gemütlich gemacht hatte.
    Und nichts ist passiert.

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  3. atze

    Wir kennen Sie alle!
    Naturfremde “Naturfreunde” Horden Stökos (Stadt Öko) latschen hemmungslos mit Kamera und Fernglas bewaffnet zu Brut- und Setzzeiten mit bestem Gewissen durch Schonungnen und Dickungen. Keine Ahnung und Gefühl, was Sie gerade “erlegt” haben. Der verursachte Schaden ist deutlich größer als 3 Drückjagden und jede Erntejagd. Die städtische Regenbogenpresse ist vergleichbar ahnungslos und strapaziert geduldiges Papier. Schuld sind schlussendlich Bauern und Jäger. Der Politiker entnimmt sein Wissen genau dieser Presse und posaunt es ungefiltert weiter.
    Def. Stöko: Sie pflügen nicht, Sie eggen nicht, Sie grubbern nicht, sie säen nicht, Sie ernten nicht, Sie füttern und tränken nicht , kennen und wissen alles aus Bild, Stern und Co wählen nat. links und grün und wissen nat. alles besser,
    Der Bache sie Dank für Ihren beherzten Einsatz zum Schutz Ihrer Nachkommen. Den Stökos wünsche ich beste Genesung und eine steile Lernkurve
    mfg
    JB

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