Brandenburg: Calau und Kyritz erklären sich zu wolfsfreien Zonen

Die brandenburgischen Städte Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) haben sich zu wolfsfreien Zonen erklärt. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Stadtverordnetenversammlung der Städte am Mittwoch. In den entsprechenden Beschlüssen wird die Landesregierung aufgefordert, die Städte als “für die Besiedlung durch Wölfe nicht geeignete Gebiete” auszuweisen, da dieser “überwiegende öffentliche Interessen” entgegen stünden. Genannt werden in der Calauer Beschlussvorlage etwa die der Schutz der Bevölkerung, die “unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus, und die natur- und artgerechte Weidetierhaltung. Die Stadt Calau fordert die Landesregierung desweiteren dazu auf, sich bei der EU für eine Lockerung des Wolfsschutzes einzusetzen, da der Wolf keine bedrohte Art (mehr) ist. Außerdem wird die Aufnahme des Wolfs ind Jagdrecht gefordert.

Desweiteren sollen auf Landesebene alle bereits zulässigen Mittel ausgeschöpft werden, um die Wolfspopulation zu reduzieren, zum Beispiel Schutzjagden nach schwedischem Vorbild. An Viehweiden sollen Wölfe durch die Tierhalter und örtliche Jäger getötet werden dürfen.

Aus der Calauer Beschlussvorlage zur wolfsfreien Zone. (Screenshot)

4 Gedanken zu „Brandenburg: Calau und Kyritz erklären sich zu wolfsfreien Zonen

  1. Winand Jansen

    das trifft auch für die Gemeinde Nuthe-Urstromtal zu. Die Gemeindevertretung hat dazu am 18.09-2018 einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefa0t. Nuthe-Urstromtal ist mit über 240 qkm einer der größten Flächengemeinden in der Bundesrepublik. Wolfsrudel haben Rinder, Kälber, Aipakas, Ziegen, Schafe usw. gerissen. Da haben auch keine Schutzzäune und Herdenschutzhunde geholfen. Die Schäden sind enorm und werden der Öffentlichkeit nicht genannt. Die Betroffenen Tierzüchter werden mit ihren Sorgen allein gelassen. Eine sog, Wolfsverordnung hilft da nicht. Verantwortungsvolles Handeln der politisch Verantwortlichen muss anders aussehen.

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  2. Joachim

    Es ist ziemlich einfach, die uneingeschränkte Ausbreitung eines Raubtieres zu fordern, wenn man von den Konsequenzen nicht betroffen ist.

    Wie wäre es, wenn die “Tierrechtsorganisationen” ihr Spendenaufkommen erst dann in eigene Gehälter investieren, wenn sie mit den Spenden die Schäden, die anderen durch ihre romantischen Ideen entstanden sind, bezahlt haben. Wäre das nicht anständig?

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    1. Edelmann

      @Joachim, in Ihrem Beitrag ist ein Denkfehler.
      Organisationen, die sich für TierRECHTE einsetzen, lehnen jegliche Benutzung von Tieren ab.
      Das bedeutet, es würde keine Nutztiere geben, weder im Stall, noch auf der Weide – also auch keinen Schaden an Tieren, die sich im Besitz von Menschen befinden.
      Es würde auch keine Jagd geben und mit ziemlicher Sicherheit auch Gebiete, die der Mensch nicht nutzt – nicht einmal zum Pilze sammeln.

      TierSCHÜTZER sind manchmal etwas ambivalent, geht es doch häufig um den Schutz der “Schmusetiere”.
      Besonders Hundeliebhaber haben oft eine Vorliebe für den Wolf und sind manchmal empathielos gegenüber den Futtertieren für ihre Lieblinge.

      Dennoch hat auch der Wolf eine Daseinsberechtigung. Sieht man doch an den Diskussionen sehr gut, dass er nicht für das Töten kritisiert wird, sondern für den entgangenen Nutzen des Tierhaltes (meistens würde das gerissene Tier nicht eines natürlichen Todes sterben dürfen) und für den hohen Arbeitsaufwand beim Einzäunen.

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