Brandenburg: Bauernbund kritisiert “Wolfspropagandazentrum”

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Der Bauernbund Brandenburg kritisiert in einer Pressemitteilung das im Wildpark Schorfheide gestern eröffnete “Wolfspropagandazentrum” (JAWINA berichtete). Die Leiterin des mit rund einer Million Euro geförderten Wolfspropagandazentrums, Imke Heyter, sei nach eigenen Angaben „bekennender Wolfsfan“, so der Bauernbund. Heyter beschreibe die Aufgabe der Einrichtung darin, „die Akzeptanz des Wolfes zu erhöhen“ und angeblichen „Wolfshassern“ sachliche Information entgegenzusetzen. Der Bauernbund erklärt dazu, dass er keine zusätzlichen Informationen über den Wolf braucht. “In unmittelbarer Umgebung von meinem Biobetrieb wurden in diesem Jahr bereits zwei Kälber, acht Schafe und neunzehn Stück Gatterwild gerissen”, merkt der Geschäftsführer des Bauernbundes, Reinhard Jun, dazu an: “Die mir von der Wolfsberaterin des Landes empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen sind weder finanzierbar noch funktionieren sie in der Praxis.”

Überreste eines gerissenen Kalbs. Quelle: Bauernbund Brandenburg

Jung lädt Journalisten ein, sich die Realität auf den Höfen anzusehen: Er könne zwar “keine Hightech-Animationen und Multimedia-Shows bieten, aber überall in Brandenburg engagierte Bauern mit naturnaher artgerechter Weidetierhaltung”, die interessierte Journalisten “gern auf ihre Höfe einladen und Ihnen die Wirklichkeit zeigen.”

Von Wolf getötetes Schaf. Quelle: Bauernbund Brandenburg

Beitragsbild: Im Gatter gerissenes Damwild. Quelle: Bauernbund Brandenburg

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