Brandenburg: Angeschossener Wolf bei Erntearbeiten schwer verletzt

Wolf musste eingeschläfert werden – Schussverletzung verhinderte Flucht

Am 4. Oktober wurde nahe der Ortschaft Cammer (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ein vermutlich durch Erntemaschinen verletzter Wolf aufgefunden. Die benachrichtigte Veterinärin diagnostizierte vor Ort schwerste Verletzungen am Bewegungsapparat und entschied, das Tier einzuschläfern. Der Kadaver wurde anschließend zur eingehenden Untersuchung ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin verbracht. Bei der Sektion des Wolfes entdeckten die Veterinäre eine zirka zwei Wochen alte Schusswunde an den Hinterläufen. Diese verhinderte aller Wahrscheinlichkeit nach, dass der Wolf vor den herannahenden Erntemaschinen fliehen konnte.

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) verurteilt den aktuellen Beschuss eines Wolfes und erstattet Strafanzeige gegen unbekannt. Als Interessenvertretung der Brandenburger Jäger und anerkannte Naturschutzorganisation fordert der LJVB eine konsequente Strafverfolgung. „Ich bin tief enttäuscht, dass in unserem Bundesland schon wieder illegal auf einen Wolf geschossen wurde“,  erklärt Präsidiumsmitglied Robert Franck. Bei dem aufgefundenen Wolf handelt sich um ein weibliches, vermutlich fünf Monate altes Tier, dessen genaue Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. PM LJVB

Beitragsbild: Maisernte (Archivbild, Copyright: SE)

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