Bogenjagd: “Ein Stück weit fairer?”

Die Oberste Jagdbehörde Brandenburgs will die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen in Siedlungsbereichen per Ausnahmegenehmigung erlauben. Wir haben mit Jan Riedel, Präsident des Deutschen Bogenjagd Verbands (DBJV) über das Für und Wider der Bogenjagd unterhalten.

JAWINA: Herr Riedel, wenn Sie es sich aussuchen könnten – oder müssten – würden Sie lieber mit einem Jagdgewehr und Jagdmunition erlegt oder mit Pfeil und Bogen zur Strecke gebracht werden?

Jan Riedel: Ihre Frage empfinde ich als höchst unmoralisch und verwerflich. Dennoch glaube ich den Hintergrund Ihrer Frage zu verstehen. Wie Jagdmunition ein Wildtier tötet, wissen wir deutschen Jäger alle. Auch, dass Fluchten von z.B. einem Reh, welches mit Bleifreimunition in der Kammer getroffen wurde, um die 40 Meter normal sind. Das beschossene Wild ist meist in wenigen Sekunden verendet.

Wird ein Wildtier mit einem Jagdpfeil in der Kammer getroffen, dessen Spitze mit mehreren rasiermesserscharfen Schneiden versehen ist, geht dieser Pfeil komplett durch. Es wird ein durchgängiger feingeschnittener Wundkanal erzeugt, wobei nur sehr wenige Schmerzrezeptoren tangiert werden. Die Lungen fallen zusammen, große blutführende Gefäße werden zerschnitten. Die Fluchten sind genauso lange, wie bei dem zuvor beschriebenen Beispiel, ebenso die Zeit vom Treffer bis zum Verenden.

Worin liegt für Sie der Kick, oder, wenn Ihnen die Formulierung missfällt, der besondere Reiz der Bogenjagd?

Persönlich bin ich Jäger mit Leib und Seele – egal ob mit Büchse, Flinte oder Bogen. Mit dem Bogen jage ich im nahen Ausland gerne, da ich selbst dem Schussknall nicht ausgesetzt bin und ebenso das Wild nicht. Zudem empfinde ich die heutige Jagd mit Pfeil und Bogen dem Wild gegenüber ein Stück weit fairer. Aufgrund der erforderlichen Nähe von maximal 25 Meter zum Wild, was aus der Pfeilfluggeschwindigkeit in Relation zur Reaktionszeit des Wildes resultiert, muss sich der Jäger sehr diszipliniert verhalten. Das Tier schweißt komplett aus, was sich in der Fleischqualität bemerkbar macht. Es gibt keine Hämatome.

Warum soll die Bogenjagd ausgerechnet für die Stadtjagd auf Schwarzwild besonders geeignet sein?

Es können sich Situationen im urbanen Bereich im Bezug auf Schwarzwild ergeben, wo es dem zuständigen Jäger vor Ort zu gefährlich ist, mit der Büchse zu schießen. In so einer Situation könnte der Pfeil aufgrund des geringeren Gefährdungsradius von ihm – nach entsprechender Schulung, entsprechendem Training und entsprechender Prüfung – mit dem Bogen auf das Schwarzwild zielsicher abgegeben werden. Zudem verliert der Jagdpfeil das meiste seiner Geschwindigkeit, beim Durchschneiden des Tierkörpers. Der Bogen ist sehr leise, dadurch gibt es kaum Beunruhigung.

Welche Fluchtstrecke erwarten Sie, wenn Sie ein Wildschwein mit Pfeil und Bogen beschießen?

Nicht jedes Tier verhält sich gleich, aber erfahrungsgemäß etwa so weit, wie ein Wildschwein flüchtet, wenn es mit der Kugel in der Kammer getroffen wird – beim Jagdpfeiltreffer meist zwischen 5 und 40 Meter. Der mit dem Bogen trainierte Jäger trifft mit dem Jagdpfeil auf die jagdliche Distanz von maximal 25 Meter regelmäßig eine Fläche von etwa einem Bierdeckel. Gerade im sensiblen urbanen Bereich wird der verantwortungsbewusste Jäger mit Einzelgenehmigung nur dann einen Pfeil abgeben, wenn er sich 100 % sicher ist.

Schaut man sich einschlägige Bogenjagd-Videos auf YouTube an, so liegt kaum ein Stück am Anschuss, Fluchtstrecken von 50 bis 100 Metern gelten auch bei guten Schüssen als normal. Das ist doch in der Stadtjagd ein Riesenproblem, weil im Bereich von 50 bis 100 Metern in aller Regel Straßen verlaufen, Menschen gefährdet werden oder Beschädigungen z.B. von geparkten Fahrzeugen drohen. Sehen Sie diese Gefahr nicht?

Es ist natürlich schwierig sich nur aus Videos eine fundierte Meinung zu bilden, zumal selten die Totsuche von den Schützen gefilmt wird. Negativbeispiele findet man zu jedwedem Thema, das ist in Zeiten des World Wide Web kein großer Aufwand.

Wie oben beschrieben, durchdringt der Jagdpfeil die Kammer komplett. Das Stück macht meist nur wenige Fluchten. Es hat den Pfeileinschlag neben sich vernommen. Durch die verwendeten rasiermesserscharfen Schneiden ist anzunehmen, dass es – wenn überhaupt – nur einen kurzen Schmerz verspürt. Die Zeit bis zum Verenden ist zu kurz, um danach etwaige Adrenalin- oder Kortisol-Werte zu messen.

Rückblickend auf über 10 Jahre Jagd mit Pfeil und Bogen kann ich aus der Erfahrung mitteilen, dass die Stücke im Schnitt nach 5 bis 40 Meter lagen. Der verantwortungsbewusste, geschulte und mit Pfeil und Bogen perfekt trainierte Jäger wird im urbanen Bereich besonders darauf achten, dass nichts (außer dem Wildschwein) und niemand gefährdet wird.

Sie müssen ja aus verschiedenen Gründen näher ran ans Stadtschwein: Weil die Fluggeschwindigkeit des Pfeils niedriger ist als die eines Büchsengeschosses und die (insbesondere schon einmal) beschossenen Tiere Bogensehne und Pfeil hören und eine Fluchtbewegung beginnen. Bei der relativen Langsamkeit des Pfeils ist die dadurch bedingte Treffpunktänderung viel problematischer als beim Büchsengeschoss. Die geringere Reichweite bedingt, dass auch das Risiko bemerkt zu werden und damit von Fehlschlägen steigt. Das mag spannendes Weidwerk sein, ist aber doch genau das, was man in der Stadtjagd nicht will und braucht, oder?

Das „Stadtschwein“ ist Menschen gewohnt, woraus sich meist Distanzen von maximal 10 bis 15 Meter ergeben. Sie reagieren sogar oftmals nicht mal mehr auf Händeklatschen oder Rufen.
Der meist 30 Gramm schwere Jagdpfeil wird von einem modernen Compoundbogen auf ca. 90 m/s beschleunigt. Sobald die Sehne den Pfeil abgibt, entsteht ein Geräusch – der Sehnenschlag. Dies können die Tiere vernehmen. Daher beschränkt sich der Jäger auf die maximale Distanz von 25 Meter, damit der Pfeil dort trifft, wo der Jäger hingezielt hat.

Der Pfeil durchschlägt das Tier fast immer, das Abprallverhalten in städtischem Umfeld ist ungeklärt. Sie müssen also mindestens ebenso sehr auf Kugelfang und geeigneten Hintergrund (gewachsenen Boden) achten, wie der Kugeljäger?

Der Pfeil verliert bei dem Durchschuss fast seine komplette Energie. Aufgrund der leicht erhöhten Abschussposition im Bezug auf das am Boden befindliche Schwarzwild, steckt der Pfeil im Boden, nachdem er durch den Tierkörper flog. Insofern ist die Hinterlandgefährdung äußerst gering.

Trotzdem muss der Ort der Erlegung so gewählt werden, dass weder in Richtung befestigter Flächen, Gebäuden oder Fahrzeugen geschossen wird und vor allem dürfen keine öffentlichen Wege in der Schussrichtung verlaufen.

OK, fassen wir zusammen: Mit einem modernen Jagdgewehr mit Zielfernrohr können Sie einen weitaus präziseren, wirksameren Schuss aus größerer Entfernung anbringen, als mit dem Bogen, was die Erfolgsaussichten beträchtlich erhöht. Es ist einfach einfacher, ein Wildschwein so zur Strecke zu bringen. Sie können – auch wenn “Kunst- und Küchenschüsse” in der regulären Jagd zu Recht verpönt sind – einen Schuss auf das Haupt (ZNS) anbringen, was zu schlagartigem Verenden bei null Fluchtstrecke führt. Durch die Wahl geeigneter Kaliber, Geschosse und Treffpunktsitze können Sie das Risiko von Splittern, Ausschuss und Abprallern minimieren. Zudem ist der Vergrämungseffekt durch den Schussknall nicht zu vernachlässigen. Und ein ganz großer Vorzug des Jagdgewehrs: Sie können blitzschnell repetieren und einen zweiten Schuss antragen, wenn der erste trotz aller Vorsicht doch nicht optimal gelungen ist. Wo liegen dem gegenüber jetzt nochmal die Vorzüge der Bogenjagd?

Mit dem Compoundbogen schieße ich bei der Jagd auf maximal 25 Meter, damit der Jagdpfeil wie oben beschrieben das Tier in der Kammer trifft. Mit der Büchse kann ich deutlich weiter schießen.

Persönlich bin ich kein Freund vom Büchsenschuss auf das Haupt, da hier die Gefahr einer nicht tötlichen Verletzung recht groß ist. Ebenso mache ich das mit dem Jagdpfeil nicht. Da durch die Schnittwirkung einer Jagdspitze nahezu keine Wildbretentwertung stattfindet, ist jeder Kammerschuss ein von Ihnen genannter „Küchenschuss“.

Wenn dem zuständigen Jäger im urbanen Bereich der Einsatz der Büchse gefahrlos möglich erscheint, ihm das genehmigt wurde und er es selbst verantworten kann, braucht er natürlich nicht auf die Möglichkeit, Pfeil und Bogen einzusetzen, zurückgreifen.

Wildschweine lernen schnell – auch, wenn ihr „Nebengeher“ mit einem Pfeil erlegt wurde.

Tatsächlich kann ich mit der Büchse deutlich schneller repetieren, als auf dem Bogen einen Pfeil neu auflegen. Das dauert in einer jagdlichen Situation etwa 3 Sekunden länger.
“Robin Hood in Stahnsdorf” titelte eine Tageszeitung zum Thema – halten Sie die Befürchtung für unbegründet, dass der Eindruck, den erwachsene Leute, die Robin Hood spielen und mit ihren Flitzebogen auf lebendige Tiere schießen wollen, sich fatal auf das eh schon arg ramponierte Image der Jägerschaft auswirken wird?

Da kann ich ihnen nur raten, sich mittels einer Bachelorarbeit der Hochschule Rottenburg schlau zu machen. Dabei wurden viele Bürger zur Jagd mit Pfeil und Bogen befragt, wovon sich ca. 80 % positiv äußerten. Solche positiven Momente erlebte ich auch persönlich im Elsass, als ich in jagdlich grün gehaltener Bekleidung im stadtnahen Bereich bei der Bogenjagd von Passanten angesprochen wurde. Es schien mir, als würde das Image des Jägers aufgepeppt.

Sie haben die hohen Ansprüche an das unverzichtbare, ständige Training des Bogenjägers gesprochen. Bekanntlich trifft man auf Schießständen immer die gleichen Leute, die sich ernsthaft um Erhalt und Fortentwicklung ihrer Schießkünste bemühen. Warum sollte das bei Bogenjägern – mit allerdings ggf. noch fataleren Auswirkungen für die “Opfer” – anders sein. Glauben Sie wirklich, dass Bogenjäger bessere Menschen oder bessere, gewissenhaftere Jäger sind? Fürchten Sie nicht, dass einige ihren Wochenendkurs absolvieren – so wie Normalojäger den Jagdschein – und die Sache dann schleifen lassen? Falls Sie das nicht glauben, dann begründen Sie diesen Glauben doch bitte stichhaltig.

Als Inhaber des deutschen Jagdscheins, aber auch als Jäger, der im Ausland mit Pfeil und Bogen jagt, muss ich natürlich im Training bleiben. Mein Bogenauszugsgewicht wird nicht automatisch leichter. Trainieren kann ich mit dem Bogen z.B. nach Rücksprache mit dem Waldbesitzer und dem Jagdpächter unter Berücksichtigung der Sicherheit sowie den allgemeinen gesetzlichen Vorgaben im nahegelegenen Wald.

Mit der Büchse bleibe ich ebenso im Training.

Es gibt keinen Grund, den Jäger aufgrund seines gewählten Jagdmittels, besser oder schlechter einstufen.

Am Prüfungskurs (gemäß dem europäischen Bogenjagdverband), welcher an einem Wochenende stattfindet, müssen die teilnehmenden Jäger zeigen, dass sie perfekt mit ihrer Bogenjagdausrüstung umgehen und reproduzierbar perfekt treffen können. Ebenso wird theoretisches Wissen abgeprüft. Die Schießprüfung, bei der auf jagdliche Distanzen 5 von 6 Jagdpfeilen in der Kammer einer lebensgroßen 2D-Rehbock-Scheibe sitzen müssen, muss alle 5 Jahre wiederholt werden.

In sozialen Netzwerken wird das Thema Bogenjagd auch und gerade unter Jägern höchst kontrovers diskutiert. “Wenn das Geschoss der kraftvollen .30-06 im Schild des Keilers steckenbleibt – was soll da der Pfeil ausrichten?”, ist z.B. eine Frage. Ein Jäger aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet berichtete, dass er in seinem Revier mehr verendete gepfeilte Wildschweine findet, als er selber schießt. Wie stellen Sie sich zu diesen Problemen?

Zum fundierten Diskutieren ist es vorneweg sinnvoll, sich über das Thema ausführlich zu informieren. Hierzu hat der DBJV die sehr umfangreiche Homepage erstellt.
Die Kugel deformiert sich oder zerteilt sich beim Auftreffen und gibt schlagartig ihre Energie auf den Wildtierkörper ab. Die fein schneidenden und formstabilen Jagdklingen werden aufgrund der Pfeilfluggeschwindigkeit und dem Pfeilgesamtgewicht (siehe oben) durch den Wildtierkörper geschoben. Der Anhaltepunkt mit dem sehr präzisen Bogenvisier ist leicht neben dem Schulterblatt im Bereich der Rippen. Sollte ein Jagdpfeil ungewollt das Schulterblatt oder starke Knochen treffen, ist gemäß einer Bachelorarbeit eines Studenten der HAWK Göttingen nachgewiesen, dass der Pfeil die Jagdspitze sicher durch die Kammer und somit beide Lungenflügel schiebt.

Die Frage bzgl. den „gepfeilten Wildschweinen“ verstehe ich leider nicht.
Eine Nachsuche auf ein Wildschwein, dem ein Pfeil in der Keule steckt ist bestimmt eine langwierige, anspruchsvolle, für Hund und Nachsuchenführer nicht ungefährliche  Angelegenheit – suchen Sie Ihre gepfeilten Sauen ggf. selber nach oder dürfen das andere für Sie erledigen?

Totsuchen von Wildtieren, welche ich mit Pfeilen erlegte, waren im Regelfall schnell und deutlich, da durch den Ein- und Ausschuss, sowie die aufgrund der fein schneidenden Jagdklingen ausbleibende körpereigene Krampfreaktion um die Wunde herum, die Schweisfährten sehr deutlich waren.

Wird ein Wildtier schlecht vom Jäger getroffen, verhält er sich gemäß den gelernten Richtlinien und verständigt ein professionelles Nachsuchegespann.

Zur Person:  Jan Riedel ist seit März 2017 Präsident des Deutschen Bogenjagd Verbandes (DBJV). In Deutschland geht er regelmäßig gerne mit Büchse und Flinte zur Jagd und z.B. in Frankreich und Ungarn gerne mit Pfeil und Bogen. Im Auftrag des europäischen und deutschen Bogenjagdverbandes ist er zertifizierter Instruktor zum Abnehmen der IBEP-Prüfung. 2011 veröffentlichte er das Buch “Bogenjagd heute”.

Beitragsbild: Jan Riedel, Foto: privat / Jan Riedel

Die Fragen stellte Stephan Elison.

6 Gedanken zu „Bogenjagd: “Ein Stück weit fairer?”

  1. Anko

    Nichts gegen Bogenjagd in den genannten Grenzen (25m) von qualifzierten Bogenschützen. Aber wie vom Interviewer schon dargelegt, ist diese Jagdart nichts für den urbanen Bereich, in dem selbst kurze Totfluchten risikoreich werden können und beim Bogenschuss doch die Regel statt die Ausnahme sind.

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  2. Uwe Hockelmann

    Glaube nicht das es von Dauer sein wird. (die Bogenjagd auf Sauen)
    Warum?
    Ganz einfach, dass Geschrei von BUND, NABU, Peta und und und wird riesig sein. Das wirst du von Hamburg bis München und von Trier bis Dresden hören Und zu guter Letzt wird`s wieder eingestellt

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  3. montero

    55 Bogenjäger gibt es in der comunidad de Madrid .

    https://www.elmundo.es/cronica/2016/11/29/583aa49746163f83168b45f7.html

    Ich bezweifle nicht, dass man mit einem Jagdbogen tierschutzgerecht eine Sau erlegen kann!
    Ich bezweifle allerdings, dass man damit nachhaltig das Schwarzwild reduziert!

    Ich würde eine Kipplaufbüchse mit Schalldämpfer und Unterschallmunition sowie Nachtzielgerät vorziehen. Technisch überhaupt kein Problem. Auf 25m reden wir dann nicht über Streukreise in der Größe eines Bierfilzes, sondern über Kleeblätter.

    Hinsichtlich der Reduktion steht und fällt es am Willen der gesamten Jäger der Umgebung. Wenn man an diese große Rotte richtig dran bleibt, über gute Ortskenntnisse verfügt, kann man auch ohne Bogen viel erreichen und die Situation entspannen.

    Offensichtlich wurde dort lange nicht richtig gejagt. Nun eskaliert die Lage. Es wird sich noch verschlimmern, die Bachen haben gefrischt, bzw. sie sind kurz davor.

    montero, Stadtjäger aus Berlin

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  4. Michael Feuring

    Habe mich vor Jahren mit einem Kanadier unterhalten. In Kanada gibt es ein ähnliches Problem – verirrte Wildtieren in der Großstadt die nicht mehr heraus finden. Gewehrschüsse sind dort nicht akzeptabel und es wird als letzter Ausweg mit dem Bogen gejagt. Diese Jagd wird von einem speziell ausgebildetem Bogenjäger vorgenommen und verlief nach meinen Informationen weitestgehend problemlos. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu dieser Person, wäre vielleicht eine gute Referenz.

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  5. Nina23

    Die Bogenjagd ist ein vorzügliches Instrument die klassischen Jagdarten zu ergänzen.
    Aus jahrzehntelanger Erfahrung das weis man im europäischen Umland, aber auch in Nordamerika sehr gut über die Vorzüge der Jagdart bescheid. Gerade die Sicherheitsaspetkte und die geringe Beunruhigung des Wildes machen die Bogenjagd, oft sogar behördlich angeordnet, zum Mittel der Wahl in sensiblen Gebieten wie Stadt und Naturreservat.
    Bereits in 17 europäischen Länder wurde die Bogenjagd wieder eingeführt, zuletzt Dänemark, das 2017 final alles Wild frei gegeben hat um es mit Pfeil und Bogen zu bejagen. In diesen Länder ist die Jagdart gesetzlich geregelt und als waidgerechte Jagdmethode anerkannt. Sie steht in diesen ländern auch nicht im Konflik mit der traditionellen Jagd, sonder ergänzt sie und ist einfach nur eine weitere Jagdart die der Jäger wählen kann.
    Selbstverständlich muss die Jagdart auch in Deutschland geregelt sein. Nur wer einen deutschen Jagdschein hat, und über die qualifikation Ausbildung zum Bogenjäger verfügt, sollte, wie es auch heute schon das Gesetz bestimmt, berechtigt sein, den Bogen auch als Jagdgerät einzusetzten. Einfach Bogenschützen ohne jagdliche Ausbildung hier zu zulassen, ist keines wegs sinnvoll und auch nicht gesetzteskonform!
    Es steht dann in der Verantwotung des einzelnen Jägers, ob er je nach Sachlage lieber die Büchse nützt oder den Jagdbogen.
    Ich hätte hier gerne die Wahl, auch im deutschsprachigen Raum!

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  6. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Da der Pfeil-Schuss auf Wild nur aus nächster Nähe schnell tödlich wirken kann, relativiert sich die Bogenjagd. Außerdem MUß bei der Bogenjagd immer ein wildscharfer Jagdhund mitgeführt werden. Der Tierschutzgedanke steht an vorderster Stelle und damit scheidet die Bogenjagd als Jagdart zur Wildbretgewinnung für mich aus. In den USA ist der Bogensport Freizeitgestaltung in weitem Land. In unseren inzwischen kleinen Revieren verbietet sich die Bogenjagd. Wenn Brandenburg die Bogenjagd in urbanen befriedeten Bezirken erlauben will, weil sie meinen diese Jagd sei lautlos, dann haben sich diese Behörden offensichtlich noch nicht mit Schalldämpfern und Subsonic Munition befasst. Aber wenn die ersten Wildtiere mit Pfeilen querdurch zum Tierarzt gebracht werden, dann ist Feuer unterm Dach.

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