Bienensterben eindämmen – EU verbietet drei Pflanzenschutzmittel

Zum Schutz der Bienen werden in der EU künftig drei Pflanzenschutzmittel großflächig verboten. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der EU machte am Montag in Brüssel den Weg frei, den Einsatz von drei umstrittenen Neonicotinoiden für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle zu untersagen.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus begrüßt die Entscheidung: „Es kann nicht sein, dass die Bienen unter dem falschen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln leiden.“ Aber er betonte auch, dass gerade beim Winterraps der Einsatz der entsprechenden Beizmittel bei Einhaltung der entsprechenden fachlichen Vorgaben kein Problem darstelle. „Ich bin für eine Überprüfung der Erkenntnisse des Bienenmonitorings, nach dem in Deutschland die geltenden Verbote zu einem deutlich besseren Schutz geführt haben“, sagte der Minister. Er fordert, dass ein Verkaufsverbot neonicotinoider Präparate für nicht gewerbliche Zwecke vorangetrieben wird.

Das Verbot soll vom 1. Dezember an für zunächst zwei Jahre gelten. Mit den Chemikalien vorbehandelte Samen dieser Pflanzen dürfen ab dann weder verkauft noch ausgesät werden. Diese sogenannten Neonicotinoide stehen im Verdacht, das seit langem beobachtete Bienensterben mit zu verursachen. PM LU MV Foto: MR

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