Berufsjäger fordern “Jagdschein auf Probe”

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) fordert, dass Jagdscheine künftig zunächst auf Probe ausgegeben werden. Während der Probezeit sollen die Jungjäger nach der Vorstellung des BDB einen unfamgreichen Anforderungskatalog abarbeiten. In einem Positionspapier des Verbands heißt es dazu: 

“Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) begrüßt die einheitlichen Vorgaben für die Jägerprüfung, die im Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes zu finden sind. Insbesondere die Festlegung der Ausbildungszeit auf 130 Stunden und die Hinzunahme des Sperrfaches Wildbrethygiene wird als Schritt in die richtige Richtung angesehen.
Damit wird aber das Problem der fehlenden Praxis in der Ausbildung der Jagdscheinanwärter nicht im erforderlichen Umfang gelöst, was für die dauerhafte Sicherung der Akzeptanz von Jagd und Jägern zwingend notwendig wäre.

Wir halten es für sinnvoll, wenn die Jungjägerin oder der Jungjäger nach bestandener Jägerprüfung in den ersten drei Jahren, in denen sie/er einen Jagdschein löst, diesen auf Probe erhält. Der Status Jungjäger oder Jungjägerin ist unabhängig vom Alter und eher ein Indikator für den Erfahrungsschatz des Jägers/der Jägerin.

In der Probezeit sind folgende Positionen eines Anforderungskataloges zu erfüllen:

– Praxisseminar Waldbau – Zusammenhänge des Waldökosystems
– Praxisseminar Landbau
– Regelmäßiger Schießnachweis für Büchse und Flinte (2-mal im Jahr)
– Praxisseminar Gesellschaftsjagd inkl. Unfallverhütungsvorschriften
– Praxisseminar Wildbretverwertung, Hygiene und Wildkrankheiten
– Praxisseminar Biotop-, Arten- und Naturschutz
– Praxisseminar Gestaltung von Wildtierlebensräumen
– Praxisseminar zur Minimierung von Wildschäden in Wald und Feld
unter Berücksichtigung wildtiergerechter und ökologischer
Jagdpraktiken

Der Jungjäger/die Jungjägerin hat nachzuweisen, dass er/sie sich in den drei Jahren jährlich mindestens – neben den regelmäßigen Schießnachweisen – 20 Stunden (in jedem Themenbereich mindestens 5 Stunden über die drei Jahre) weitergebildet hat.
Kann der Jungjäger/die Jungjägerin nach der Probezeit diese Kriterien beim Lösen des Jagdscheins nicht nachweisen, ist der Jagdschein zu verwehren.
Die Praxisseminare haben in anerkannten jagdlichen Bildungsstätten wie z.B. den Schulungsstätten der Landesvereinigungen der Jäger stattzufinden.”

Beitragsbild: Positionspapier des BDB.

Die Red. dankt für den Hinweis!

59 Gedanken zu „Berufsjäger fordern “Jagdschein auf Probe”

  1. Rübe

    Das Verfahren zu DDR Zeit wieder einführen 3 Jahre bei Erfahrenen Jäger mit raus gehen und Revierarbeiten durchführen. Erst wenn der zustimmt Zulassung zur eigentlichen Jagdschule. In dieser Zeit kann man dann auch wunderbar die Schießsfertigkeiten Schulen. Und vor allem das Ansprechen von Wild erlernen.

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    1. Atze Ton

      Ich weiß ja nicht was so in anderen Jagdschulen gelehrt wird. Wir betreiben selber eine kleine Jagdschule, Wikdbrethygiene ist Pflichtfach bei uns ! Und 130 Stunden sind das Minimum. Natürlich ist es begrüssenswert, Praxis zu vermitteln. Wer soll das bitte übernehmen ? Die viel geschmähten ” Hobby’-Jäger ” ( wer sagt eigentlich ” Hobby – Feuerwehrmann ) ? Oder der Stastsforst, wo die jungen Begeher so schon zum grössten Teil sich selber überlassen werden ? Die jagdlichen Vereinigungen , die hier genannt werden, sind letztlich die privaten Pachtreviere und Eigenjagden. Also sollte man erst mal aufhören, die ” Hobby- Jäger ” zu diffamieren und mit ihnen reden. Ein Praxisnahes Jahr VOR der Jagdschulabsolvierung ist m.E. sinnvoller. Damit der Anwärter auch lernt, was?auf ihn zukommt.

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    2. Michael Gössler

      Ich habe meinen Jagdschein in 8 Monaten beim Landesjagdverband gemacht und nicht in einer Schule mit 2 mal 2 Wochen Unterricht. Warum sollte ich dann den Jagdschein auf Probe erhalten. Das war zeitaufwendig teuer genug. Wir hatten jede Woche Schießunterricht und waren fast jedes Wochenende zum Helfen und Lernen, in halb Baden Württember, unterwegs. Aber die angesprochenen Lehrgänge kosten Geld.
      Wenn die deutschen Jäger so schlecht ausgebildet sind, warum ist dann der Deutsche Jagdschein überall anerkannt, nur umgekehrt nicht.

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      1. Uli Fries

        Richtig von Vorteil waren die berufsjäger Verbände noch nie, im Gegenteil. Es reicht schon wenn wir ein neues waffengesetz auf Auge gedrückt bekommen. Da brauchen wir bestimmt nicht noch mehr Unruhe. Sollen sich wieder selber beweihräuchern und gut ist.

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      2. Thomas

        Habe auch meinen Jagdschein über den Landesjagdverband gemacht und er war sehr herausfordernd trotz Vorkenntnisse.
        Jedoch muss ich als guter Schütze hinzufügen, dass die Schießprüfung keine Herausforderung darstellt. 5 Schuss beim Bock ( es reichen 3 Treffer auf der 10 ), 5 Schuss beim laufenden Keiler ( es reichen 2 Treffer wenn man vorher beim Bock 3 getroffen hat ), Kipphase 5 Treffer von 10. Ich hatte 3 Treffer zugleich beim Bock ( die 10 ), dann 2 Treffer Keiler ( 10 u. 9 ) und die ersten 5 beim Kipphase. Ich würde beim Bock auf 5 Treffer von 5 gehen und beim laufenden Keiler mindestens auf 4 Treffer von 5, auch beim Kipphase mindestens 8 Treffer von 10. Man sollte die Prüfung schon ein bisschen höher setzen, somit kommt der Umlaut Hobbyjäger in Zukunft in Vergessenheit.

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      1. Hans-Jürgen Müller Müller

        Jawoll, und da haben wir schon ein Problem, die fast Unantastbarkeit der Forstingineure und der Berufsjäger. Wir waren zum Schießen in der Nähe meines Wohnortes und bekamen mit wie ” Förster” gerade ihre Fertigkeit schießen wollten. Leider musste ich das Elend mit ansehen und meine Mitstreiter sahen sich nur fragend an, nicht mehr dazu !. Da Berufsjäger drei Jahre ihre Ausbildung machen und man Privat angestellt werden muß, ist der Beruf am Aussterben zumal diese heute ihr Standbein mit Crash-Jägerschulen aufbauen, man sieht in den vielen Jagdzeitschriften die Angebote der Schulen in einem Zeitraum von ca.: drei Wochen, natürlich Geldbörsenfreundlich gestalltet. Und jetzt fördern sie längere Ausbildung und Jagdschein auf Probe, Hallo Leute geht’s noch…… !

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    3. Ernst schweidler

      Genau,.. Wie in der DDR. Na Bravo. Wer hat denn da wieder zu viel nachgedacht? Warum sollte das alles so kompliziert werden? Klappt doch eigentlich ganz gut. Eigenes Revier bekommt man eh erst nach 3 Jahren. Eins is klar, auch wenn das mit den 3 Anwärterjshren käme, we nicht am Ball bleibt vergisst zu viel. Was machen wir mit denen die nach den 3 Jahren den Schein machen bestehen, 2 Jahre jagen und dann 10 Jahre pausieren?? Müssen die dann wieder. Von vorne anfangen? Immerhin haben diese sehr viel vergessen. Nein, es ist ei Blödsinn, wieder höhere Anforderungen und bestimmt auch Kosten. In Norwegen zb. Machen die Schüler in der abgangsklasse eine Woche mehr und dann haben sie den jagdschein. Das is das andere Extrem. Leute macht euch doch Gedanken warum wir fast alles wegschiessen müssen.. Weil das böse schalenwild die Wälder auffrisst. Bei uns derzeit Immer noch ca12 bis14st pro 100 Hektar! Und dann erklärt bitte den jungjägern, warum es so wichtig ist mehr <ber die Zusammenhänge von wildbiologie und Wald zu wissen!

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    4. Maik Pagel

      [Kommentar gekürzt, Netiquette beachten, admin.] Zur Feststellung, der Bundesverband der Berufsjäger ist nur ein eingetragener Verein und nicht der Gesetzgeber. Solche Besserwisser werden nicht benötigt. Erst in den eigenen Reihen aufräumen dann kann man mit sachlichen Argumenten über bestimmte Dinge reden. Wmh

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    5. Jan Friedrich

      Schön… Ohne Zustimmung der Partei wird hier niemandem ein Jagdschein gewährt. Und wenn dem greisen OberjagdhauptmannGeneral die Nase des Jungspunds nicht passt, weil der ja mit diesem neumodischen Zeug (z. B. eine böööse schwarze Selbstladebüchse) daherkommt, dann kriegt er erstmal Waldverbot!

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  2. Dr. Wolfgang Lipps

    Typisch deutsch – hier soll mal wieder überreguliert werden mit einer Jägerprüfung in zwei Teilen, der Zweite nach 3 Jahren. Bis dahin ist man Jäger “auf Probe”. Man kanns auch übertreiben!
    Die Novelle zum BJagdG sieht erhebliche Verschärfungen der Jägerprüfung vor. Die sind akzeptabel und umfassen eben unter anderem auch Kenntnisse in Waldbau und Landwirtschaft, in der Verhütung von Wildschäden, und in der vertieften Hygiene. Gleichzeitig sollen mangelhafte Kenntnisse auf den genau bezeichneten Gebieten nicht durch andere Leistungen ausgeglichen werden. Das scheint mir gut und ausreichend
    Der Jagdscheininhaber muss nicht ein “Berufsjäger 2. Klasse” werden. Immer die Kirche schön im Dorf lassen!

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    1. Christoph Egert

      Sehr geehrte Herr Dr. Lipps,
      Seit 1992 bin ich als Jagdprüfer zweimal jährlich tätig. Ich kann nur begrüßen wenn die Anforderungen zu Zulassung zur Jagdprüfung angehoben werden. Die Jagd ist ein Handwerk was nicht in 3 Wochen erlernbar ist! Ich kenne die Anforderungen an den Jagdschein zu DDR Zeiten. Zwei Jahre Praxisnachweis (außer “Prviligierte”) waren notwendig um zur Prüfung zugelassen zu werden. Als Nachsuchenführer begrüße ich den Nachweis der Schießfertigkeit. Hier ist der Forst Vorreiter. So viel mir bekannt ist, müssen Forst Bedienstete regelmäßig ihre Schiießleistungen unter Beweis stellen.

      Mit einer Fahrerlaubnis stelle ich unter Beweis das ich von A nach B fahren kann.
      Die einzigste Gemeinsamkeit der Jäger besteht darin das Jäger über Leben und Tod entscheiden. Dieses, wohl wichtigsten ethischen Anforderungen, können leider nicht geprüft werden. Zu mindest die Schießfertigkeit sollte unter Beweis gestellt werden, die Entscheidung “wann und warum schieße ich” ist ein Ergebnis der Erziehung zur Verantwortung. Diese Verantwortung kann und wird auch in einem zwei jährigen Praktikum stark beeinflusst werden. Jagd ist auch “Verantwortung vor dem Leben” (A. Schweitzer)
      Für einen “Jagdschein auf Probe” bin ich jedoch auch nicht – Jagd ist ein Handwerk das erlernt werden muss!

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    2. Wolfgang Habermehl

      Absoluter Schwachsinn.
      Es geht wieder einmal ums Geld und gleich um Abzocke.
      Jeder macht seine Erfahrungen im Laufe der Jahre und man lernt einfach immer dazu.
      Überzogen und Bevormundung von Erwachsenen Menschen

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      1. Dr. Dr. H.c. Josef Friedrich Szelig

        Jagdschein nicht auf Probe, staatliche Prüfung mit mehr Qualität. Die Ausbildung mit Prüfung innerhalb von 3 Wochen abschaffen. Bis zur Jagdpachtfähigkeit zum Besuch von Fachmodule mit Zertifikat, in den Hegeringe, verpflichten. Die Jägervereinigungen müssen ein ausreichend großes Ausbildungsrevier vorweisen.

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        1. Hochstrasser

          Vorschlag System wie in den schweizer Revierkantonen anwenden. Bewerbung als AZUBI in einem Revier. 2 Jahre Mithilfe, während dieser Zeit Schule, theoretisch u. praktisch,anschliessend Prüfungen. Nach erfogter Prüfung Bewerbung in einem Revier, nach einem Probejahr ev. Aufnahme als Pächter

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    1. Quo Vadis

      Ich begrüsse diesen Vorstoss ausdrücklich, die Zugangsvoraussetzungen sind viel zu lasch und müssten drastisch erhöht werden. Ausserdem würde ich es begrüssen wenn Jäger alle fünf Jahre an einer verpflichtenden Nachschulung teilnehmen müssten. Sollte dies nicht geschehen, müsste das Lösen eines Jagdscheines ausgeschlossen sein. Zusätzlich sollte die Jäger ab einem gewissen Alter z.B. 60 Jahre auf ihre Tauglichkeit Waffen in der Natur zu tragen untersucht werden.

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      1. Atze Ton

        Natürlich…Autofahren ab 80 wird verboten, Waffen zentral aufbewahrt, Reviere nur noch bis zum Alter von 55 verpachtet, wer den Abschussplan nicht erfüllt muss Strafe zahlen……Super ! Willkommen bei Georg Orwell !!

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      2. PK

        [Kommentar gekürzt, Netiquette beachten, admin.], dass man davon ausgehen darf, hier will ein Jagdgegner seinen Unmut über die Jäger kund tun.

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      3. Hans-Jürgen Müller

        Herr Quo Vadis, wenn einer zur Jagd geht ein-o. zweimal die Woche warum alle fünf Jahre eine Nachprüfung, wäre vielleicht für Crashkurse angesagt aber besser es gäbe sie nicht und mit der Waffe egal welche sollte man immer Handhaben und umgehen können also geht man öfters mal auf Schiessständen und schießt. Ach so und ab 60 ?, erst überlegen dann schreiben !

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    2. Thomas Marx

      Da wird weit ,weit über das Ziel hinausgeschossen.Typisch deutsche Regulierungwut.Einzig der praktische Teil u d die Fertigkeiten mit der Waffe umzugehen könnten vertieft werden.
      Allerdings finde ich es nicht gut,daß es “Crash-kurse gibt ,in denen man nach ca.3 Wochen geprüft wird.
      Das ist Blödsinn und gehört verboten.Das Jägerhandwerk kann in der sehr kurzen Zeit nicht erlernt werden.
      Mein damaliger Jagdherr,ein Förster vom alten Schlage,Gott sei Dank hatte ich das große Glück,sagte ,Mit der bestandenen Jägerprüfung hast du nun ein gewisses Fundament aber nun geht es ans lernen ,so lange du das Waidwerk ausübt.Man lernt auf der Jagd nicht aus.

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      1. Ralf

        “Mit der bestandenen Jägerprüfung hast du nun ein gewisses Fundament aber nun geht es ans lernen ,so lange du das Waidwerk ausübt. Man lernt auf der Jagd nicht aus.”
        Das ist ziemlich treffend! Genauso wie beim Autofahren. Die Fahrprüfung ist der Anfang. Man wird stetig besser. Die Frage, die ich mir stelle, ist jedoch, ob man alle Jagdscheinanwärter zu Berufsjäger ausbilden möchte und dies auch praktisch umsetzen kann? Wenn ich das richtig gelesen habe, dann soll es in eine solche Richtung gehen. Aus meiner Sicht ist dies in der Praxis nicht umsetzbar. Dann wäre da noch die Frage, wie der BDB darauf kommt, solche Forderungen aufzustellen?
        Wie sollte das mit einer Anleitung in der heutigen, schnelllebigen Zeit funktionieren?

        Ich persönlich finde gewisse Punkte ein wenig überzogen. Vor allem stellt sich mir der Kamm auf, wenn ich davon lese, dass irgendwelche Fristen gesetzt werden sollen. Sind die Grünen, von denen ich den Eindruck habe, dass sie die Jagd am Besten abschaffen wollen und die am Besten alles verbieten wollen, schon zahlreich unter uns, um die Reihen zu lichten und auszudünnen? Was ist mit den Freiheiten, die unsere Vorfahren 1848 erkämpft hatten?

        Und zu Crash-Kursen habe ich geteilte Meinung. Natürlich kann man in drei Wochen nicht alles über Jagd lernen und verinnerlichen. Wenn man allerdings betrachtet, welche Masse an Stoff auf die Prüflinge einprasselt, dann Hut ab! Es gab da mal eine Reportage (ich meine sogar im NDR), bei der eine Reporterin einen solchen Crash-Kurs mitmachte. Sie hatte es nicht geschafft, diese Prüfung zu bestehen. Sehr sehenswert.

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        1. Egert

          Die Jagd ist ein Handwerk. Jeder Jagdscheinanwärter sollte meiner Meinung nach 2 Jahre vor dem Besuch einer Jagdschule die praktischen Dinge der Jägerei erlernt haben. Wenn die praktische Ausbildung erfolgt ist, kann auch ein Intensivlehrgang von 3 Wochen belegt werden. In der Prüfung sind Personen die den Weg des Intensivlehrgangs gewählt haben grundsätzlich nicht schlechter als Anwärter die eine längere Zeit eine Jagdschule besucht haben. (Erfahrungswerte von 25 Jahre als Jagdprüfer.) Entscheidend für die Bewährung des Jungjägers in der Praxis ist die vorherige praktische Erfahrung und Ausbildung!

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      2. Jager

        Tolle Idee dann haben wir nur noch frühpensionierte Volksschullehrer die sich für die Jägerptüfung anmelden. Das grüne Abitur ist nicht leicht zu bekommen und das ist auch gut so. Wir brauchen das ganze nicht unnötig komplizieren. Wer einen Bootsführerschein erwirbt darf über die seltenere schippern, aber kann er das? Ja, weil er bei Papa schon 10 Jahre ohne Führerschein gefahren ist oder nein, weil er nur 4 Fahrstunde hatte. Ähnlich ist es mit der Jagerei. Nicht jeder der eine Jagdschule betritt war vorher nie im Wald, hatte nie eine Büchse in der Hand oder glaubt das Reh sei die Frau vom Hirsch. Für alle DDR Nostalgie suchen lässt sich sich irgendwo ein Stückchen Mauer aufbauen. Ich bin in Freiheit aufgewachsen und möchte das auch weiter genießen. In dem Sinne Waidmannsheil und alles schön so lassen wie es ist. Das Leben in Coronesien ist anstrengend genug

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      3. Jäger123

        Wie sie schon sagen ist die Jagd ein Handwerk, was erlernt werden muss. Dies kann genauso wenig in 3 Wochen wie in 8 Monaten geschehen. Am Ende ist der Jagdschein nur ein Stück Papier, welches einem ermöglicht das Handwerk Jagd in Gänze zu erlernen. Ich halte es für Fragwürdig ob der Bruchteil an Jagdpraxis, den ein traditioneller Jagdkurs mehr bietet, tatsächlich einen Unterschied macht. Auch weiß ich nicht, wie der praktische Teile sinnvoll ausgeweitet werden soll. Erfahrene Jäger konnten schon feststellen, dass sie nach einem Revierwechsel wieder quasi bei 0 anfangen können, was also soll einem die Jagdschule da beibringen?

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      4. Klaus Gross

        mir egal, was die Berufsjäger sich auf dem Weihnachtswunschzettel erträumen..

        Ich habe meinen Jagdschein in einer der
        hier wohl “verpönten” Jagdschulen gemacht, dessen Ausbilder ebenfalls Berufsjäger war und uns Schülern sein Wissen sehr gut vermittelte.

        Bei der Prüfung habe ich 3x 10 auf den Hirsch, 2x 8 auf den laufenden Keiler und auch alle 5 geforderten Kipphasen erlegt.

        Schriftliche Prüfung 97% und alle anderen Fächer auch bestanden. !!

        So und dann habe ich 8 Jäger teilweise Freunde, zumindest gute Bekannte gefragt, ob ich mal mitgehen kann. Überall dann blöde Ausreden: Ach ich habe gerade auch keine Zeit, oder: wir haben schon zu viele Jäger etc. etc.

        Also alles Puffmusiker und von wegen ” die erfahrenen Jäger” sollen Jungjäger unterstützen. Fehlanzeige !!!

        Ich bin schon lange auch Sportschütze und
        weiß mit Waffen umzugehen.

        Ich jage jetzt ohne die Blödmänner, in einem tollen 330ha Revier ohne das je eine Nachsuche nötig war.

        Wieso brauchen denn ” wenn die Berufsjäger so toll sind” dann überhaupt so viele Nachsuchegespanne. ???

        Und wieso schießen denn so viele ” meist erfahrene Jäger nur in den Träger oder Kopf…..mit dem bekannten Resultst der armen Tiere/Stücke, welche dann ohne Kiefer o.a. bald verenden. ???

        Oder die 2 Kollegen, die nach erfolgreicher Jagd in die Kneipe gingen, gesoffen haben, Hunde und Waffen im offenen Auto ließen…und ein Spaziergänger die anderen grünen Jungs rief. Tja, blöd gelaufen.

        Mein Fazit zu so einem Geschwätz: Jeder hat mal klein angefangen. Und wenn einem Jungjäger schon solche Bedingungen zum Erwerb eines Jagdschein entgegenschlagen, ist das allgemein sehr schade. Gute Jäger werden gebraucht und in meinem Jagdkurs sind die 10 weiteren Schüler heute alle erfolgreiche und verantwortungsvolle Jäger geworden.

        Wir treffen uns regelmäßig zum Erfahrungsaustausch, im Schießkino und in den Revieren und sind gute Freunde
        geworden, ohne jeglichen Jagdneid.

        Waidmannsheil

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        1. Micho

          Danke du sprichst mir aus der Seele ich hätte es nicht treffender formulieren können, die alten Haasen haben immer noch Angst man könnte ihnen was streitig machen.

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  3. Johann Niedermaier

    Wir haben seit 40 Jahren ein Revier gepachtet, da bekommen unsere Jungjäger auch viel Wissen mit.
    Da braucht man keinen Berufsjäger.

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    1. Max Schindler

      Sonst noch nen Wunsch??? Das soll wohl ein Witz sein!

      Praxis und Erfahrung in allen Ehren, aber wer hat so viel Zeit gefühlt 47 Seminare zu absolvieren? Ich habe meine Zeit nicht gestohlen… Ich denke eher, dass das die derzeitige Jungjäger-Flut etwas Bremsen soll und Geld in die Kassen der Seminar-Veranstalter wirtschaften soll.

      Es ist schon schwer genug irgendwo jagdlich Fuß zu fassen…

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  4. Poeps

    Gut gemeint ist auch daneben geschossen!
    Das Problem der fehlenden Jagdpraxis wird wieder einmal auf die JJ abgewälzt.
    Jeder(!) JJ möchte nach der jagdscheinprufung auch jagen gehen- sonst würde er diese Strapazen nicht auf sich nehmen!
    Aber: wo sind die Lehrprinzen???
    Das ursächliche Problem ist doch, dass immer weniger der “Altvorderen” überhaupt bereit ist, sein Wissen weiterzugeben- oder vielleicht auch sein Unwissen in manchen Bereichen auch zuzugeben?
    Die wenigsten Jagdherren sind so aufgeschlossen, großzügig und bereit ihr Wissen weiter zugeben wie Dr. Lipps ( Danke für viele wunderschöne und vor allem erfahrungsreiche Stunden an dieser Stelle)

    Mit diesem Entwurf wird der JJ zur cash-cow… Noch mehr als zur Zeit.
    In NRW gibt es eine KJS, die nur so viele jagdscheinanwärter in ihren Kurs lässt wie sie selbst (!) auch Lehrprinzen hat.
    Somit ist sichergestellt dass jeder Anwärter einen Lehrprinzen (Mentor) zur Seite hat und Jagdpraxis bekommt.
    Warum wird das nicht Gesetz?

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    1. Bernd.Grundmann

      Genau so ist es, bin im 3.JJ, habe immer noch keinen Bgs oder eine Jagdmöglichkeit. Die älteren Pächtern geben uns Jungjägern keine Chance, obwohl wir einiges an Passion mitbringen würden. Finde ich alles sehr traurig!!

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  5. M. H.

    Wunderbar!
    Zuerst werden 2 – wochen kurse eingeführt und jetzt sieht man, dass das niveau der absolventen damit sinkt. Nächste reaktion – verschärfungen für alle! Die jägerschaft soll sich mal nicht elitärer machen als sie ist. Der jagdschein ist schwer genug. Sinnvoller wäre es, mehr praxis einzubinden wenn überhaupt veränderungen unternommen werden sollten.
    Die pächter und förster sollen froh sein, dass jetzt so viel Interesse am Thema jagd besteht und sie zulauf haben. Als jungjäger hat man ohnehin Schwierigkeiten an eine jagdmöglichkeit zu kommen, wenn man keine diesbezüglichen kontakte im voraus hat.
    Aber das ist normal in Deutschland – überangebot vorhanden (jungjäger) = leute werden wälerischer.

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  6. Rohde Michael

    Dazu kann man nur sagen: Berufsjäger, geh in den Tann, arbeite und schiess die Tiere für Deinen
    Massa. Was geht Euch Berufsjäger der Jäger an, der seine Freizeit für Wald und Wild gibt? Der dafür noch bezahlt!!!!! Kein Geld bekommt, wie Ihr!!!!!!Unglaublich, was manche Obrigkeitshoerigen von sich geben……….

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  7. Franz

    Absolut richtig. Bei einem Grossteil der heutigen “Jungjäger” kommt mir das Grausen , wenn ich mir deren Anschauungen betrachte.

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    1. Jäger123

      Ein sehr differenzierter Blickwinkel… Ich denke, wer nach Problemen sucht, sollte sich zuerst an die eigene Nase packen bevor er auf andere zeigt. Es mag genug Jungjäger geben die keine Stück Wild ansprechen oder aufbrechen können, doch ist mir noch keiner Untergekommen der meint man könnte das Alttiere vor dem Kalb schießen, weil das Kalb ja eh wiederkomme. Mein Beispiel trifft natürlich bei weitem nicht auf alle alten Hasen zu, aber es zeigt doch, dass es in allen Altersgruppen schwarze Schafe gibt. Fingerzeigen bringt niemandem etwas.

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  8. Heinzi

    Diese Anforderungen sollten alle vor dem Erwerb eines Jagdscheines erfüllt werden. Das bedeutet auch länger abzuhatende Kurse. Früher dauernten diese fast ein Jahr. Da war auch Waldbegehung dabei. Nur für diejenigen welche einen Jagdschein wollenwollen um Waffen zu besitzen, wäre es sinnvoll. Aber da gibt es sicher noch andere Möglichkeiten.

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  9. Dirk

    Das mag ja alles schön und gut seien und auch teilweise berechtigt. Ich persönlich sehe da keinen sinn drin, die Grundsätze in Ehren aber irgendwann sollte man es gut seien lassen, Typisch Deutsch wenige meinen es macht sinn aber im Endeffekt ist es Unsinn.
    Man sollte mal darüber nachdenken das so mancher altgedienter Jäger das selbe machen sollte.

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  10. Markus

    Ich bin Jungjäger im ersten Jagdjahr und stelle gerade fest, wie wenig einem die ganze Theorie aus der Jagdausbildung auf die Jägerprüfung hin an manchen Stellen im freien Feld doch nützt. Daher glaube ich, dass einem lächerliche 20 Stunden in drei Jahren von noch mehr Theorie, denn das sind “Seminare” irgendwelcher Bildungseinrichtungen immer, verhältnismäßig wegen nutzen. Ich schließe mich daher der Aussage “Jagd ist ein Handwerk” an. Das lernt man nur, indem man es praktisch tut und von einem Lehrmeister kontinuierlich verbessert wird.

    Früher gab es “Jagdprinzen”. Bei denen ist man etwa ein Jahr mitgegangen und hat so zahlreiche Jagdalltagssituation miterlebt. Hier sehe ich, viel mehr als auf zweidimensionalen Bildern in Seminaren, den Weg des sauberen Ansprechens anhand von optischen Merkmalen, Verhaltensmustern, Jahreszeit uvm. zu erlernen.
    Genau bezüglich solch eines “Lehrmeisters für das Handwerk” bin ich jedoch auf unüberwindbare Hürden gestoßen. Ich habe fast ein Jahr beim Kreisjagdverband nach Anschluss gesucht. Die meisten Jäger sehen die Jagd als persönlichen Ausgleich zum Alltag und möchten daher keine Lehrarbeit leisten. Die wenigen, die zur Pflege des Brauchtums und der Fertigkeiten bereit sind, sind bereits durch die Verbandsarbeit und darüber hinaus absolut überlastet.

    Letztendlich bin ich nun _nur_ Begeher bei einem Staatsforstbetrieb. Entweder trifft man auch hier auf den Freizeiteinzelkämpfer oder eben den Staatsforstbediensteten, der einfach nur irgendwie seine Arbeit tut. Darüber hinaus fehlen hier nun sogar auch wesentliche Aspekte der Jagd, wie z. B. die Revierarbeit oder die Frage “Wie ist der (Be-)Stand im Revier?”, “Was muss am aktuellen (Be-)Stand geändert werden?”, “Welches Jagdkonzept wollen wir hierfür umsetzen?” usw. Am Ende ist man nur der Lakai, dem auf Nachfrage ein Sitz zugeteilt wird, auf dem man doch bitte seine Pflicht erfülle.

    Sowohl den Start in als auch die Jagd an sich stelle ich mir persönlich ganz anders vor. Daher mein Appell an alle, die sich an den heutigen Jungjäger (zu recht) stören: Tut doch bitte selbst etwas für ihre praktische Ausbildung! Nehmt sie in eure Fittiche und gebt eure langjährige Erfahrung weiter – die meisten Jungjäger, die mit der Jagd beginnen, sind absolut gewillt das Handwerkszeug eines richtigen Jägers, das bei der Ausbildung doch viel zu kurz kommt, zu lernen!

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  11. Arno Koch

    Für die Berufsjäger sind die Jäger offenbar eine zu große Konkurrenz mit der Aktion möchte man die Jäger reduzieren Wer hat im Berufsleben. mit Familie und Kinder Zeit für eine Jahrelange Ausbildung

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    1. Dietmar Franken

      Lieber Herr Koch,
      volle Zustimmung. Die Herren Berufsjäger sollten sich mal über ihre eigene Stellung klar werden, bevor sie andere Jäger bevormunden und herabwürdigen .

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    2. Sven Guthardt

      Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Hier wird von 20 Stunden sinnvolle Weiterbildung im Jahr gesprochen. 20 Stunden sind z.B. 4 Samstage a 5 Stunden. Kosten – keine Ahnung, aber da geforderte Pflichtstunden sicher im Rahmen. Aber voll die Aufregung deswegen.
      Im Vergleich hierzu sind den meisten Jungjägern sicherlich Drückjagdsamstage mit mehreren Stunden Jagdbetrieb am laufenden Band kein Grund zur Aufregung. Und wenn sich hierzu bei Staats- oder auch Privatforsten zu z.T. mehreren Hundert Euro eingekauft wird und hier mit dem teuersten Equipment aufgelaufen wird, ist demnach das Finanzielle auch kein Thema.
      Was mir aber über Jahre hinweg aufgefallen ist, ist die Tatsache das der typische Lifestyle-Jäger von heute unter Nennung allerlei Gründe weder Zeit für Revierarbeiten noch für Fortbildungen hat. Aber kaum wird zur Bockjagd oder Drückjagden geblasen sind selbst die Schwerbeschäftigsten emsig dabei. Hierbei möchte ich nicht alle Jungjäger über einen Kamm scheren denn es gibt auch hier die engagierten und wissenshungrigen Vertreter. Doch musste ich leider feststellen dass für viele Hege, Verantwortungsbewusstsein für das Jagdwesen als Solches und das Verlagen bei der Jagd nie aufzuhören dazuzulernen keine Optionen sind. Schiessen und Beute ist alles, der Rest ist nichts.
      Und hierbei merkt keiner dass das staatsgwollt ist. Selbstdarstellerische beutehungrige Abschusshilfen ohne Lobby, leicht zu steuern und bei Bedarf ebenso leicht loszuwerden so wie in kürzester Zeit das gesamte private Jagdwesen. Und sobald sich jemand – wie in diesem Fall der BDB – für eine Verbesserung der Kompetenz und damit der Lobby der Jägerschaft einsetzt, wird gleich aus den eigenen Reihen losgeschimpft. Die Jäger schaffen die Jagd selbst ab, Jagdgegner braucht es dazu nicht.

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      1. Grimbart

        52 Wochenenden im Jahr. Das ist nicht arg so viel. Beruflich fallen bei mir eh schon einige weg. Dann sind da bei mir in normalen Zeiten noch Kreis-, Bezirks-, Landes- und manchmal noch Bundesmeisterschaften im jagdlichen Schießen. Bläserwettbewerbe finden auch noch statt. Urlaub mache ich gelegentlich auch noch mal und die Familie gibt es auch noch neben dem Hund, der sich gerade in der Ausbildung befindet. Na, da muss ich mich wirklich nicht so anstellen wegen der paar Stunden.

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      2. Ralf

        @Sven Guthardt:
        “Selbstdarstellerische beutehungrige Abschusshilfen ohne Lobby, leicht zu steuern und bei Bedarf ebenso leicht loszuwerden so wie in kürzester Zeit das gesamte private Jagdwesen.”

        Das passiert, wenn wir eine Erschwerung nach der Anderen einfach so ohne Diskussion hinnehmen würden! Machen wir aber nicht! Es sind unsere Freiheiten, die uns offensichtlich Stück für Stück genommen werden (sollen?). Ich frage mich warum und gehe davon aus, dass dem Jagdwesen nicht geholfen wird, wenn man die Meßlatte so hoch hängt, dass viele die Flinte ins Korn werfen! Der Jungjäger büffelt für die Prüfung, um danach kostenpflichtige Seminare (wer auch immer die für alle Jungjäger anbieten soll) aufs Auge gedrückt zu bekommen? Und das als Pistole auf die Brust gesetzt mit den Worten “wenn nicht, dann….”? Ob das noch Spaß macht?

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    3. Fuchsjäger

      Als gelernter Berufsjäger und Mitglied des BDB finde ich dieses Papier mehr als traurig.
      Natürlich gibt es in der Jägerschaft einige schwarze Scharfe, die nichts anderes wollen als zu schießen und von dem Wild und der Natur keine Ahnung haben. Jedoch ist ein großer Teil der Jägerschaft sehr engagiert und bildet sich auch regelmäßig fort, und genau da sollte man meiner Meinung nach angreifen. Mehr Fortbildungsseminare zu günstigeren Preisen, damit auch jeder die Möglichkeit hat sich fortzubilden. Man muss die Jäger einfach motivieren und nicht zu solch einem Schwachsinn verpflichten.
      Jedoch begrüße ich den Schießnachweiß, dieser sollte meiner Meinung nach in Form eines Leistungsnachweises zur Verlängerung des Jagdscheines erbracht werden.

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  12. Felix Hennig

    Der Jagdschein ist lebenslang auf Probe: Mist machen und weg ist er!
    Hier geht es lediglich um das Generieren von Einnahmen und letztlich vermutlich auch ein bisschen Großmannssucht…

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  13. H.W.

    Kann bitte das gesamte Positionspapier eingestellt werden oder noch besser der Link dazu?
    Auf der HP das BDB habe ich das Positionspapier nicht entdecken können…

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  14. Waldschrat

    Die Berufsjäger werden meines Erachtens vorgeschoben um die unausgegorenen Ideen der Politiker gewisser Farben durchsetzen zu können. Was wir auf keinen Fall brauchen ist ein Streit Berufsjäger und nicht Berufsjäger. Beide ziehen letztendlich am gleichen Strang. Eine Verbesserung der Ausbildug ist immer positiv. Vielleicht brauchen wir eine Verbesserung bei unseren Vertretern. Wenn etwas auf Probe, sollten wir vielleicht bei den Polikern die unsere Ansprüche vertreten sollen, über ein Mandat auf Probe nachdenken.

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  15. Anko

    Ist der Bundesverband der Berufsjagenden mit dem Ausbildungsstand seiner eigenen Mitglieder so unzufrieden oder ist es reiner Dünkel, der den Verbandsvorstand zu solchen Forderungen treibt? Ich tippe auf letzteres.

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  16. corruptissima re publica plurimae leges

    Die Inhaber des (deutschen) Ausländerjagdscheins werden sich scheckig lachen, die haben hier keinerlei Ausbildung genossen, brauchen keine Wiederholerkurse und nicht einmal auf einen Jagdaufseherkurs und sind als Pächter trotzdem hier jagdschutzberechtigt. Hauptsache, man kann den dummen deutschen Michel weiter kujonieren. Bis hin zu Jagdschein beitzenden Vorstandsvorsitzenden, Firmeninhabern, Richtern, Soldaten, Beamten, ja sogar den eigenen Hausarzt will man weiter schikanieren, wenn der den Jagdschein hat. Man verlangt hündisch immer neue Vorschriften, um sich entwaffnen lassen zu können, hat nichts anderes verdient, glückliche Sklaven sind und waren schon immer Feinde der Freiheit. Ich frage mich, was die Bunte Wehr eines nicht mehr fernen Tages noch zu verteidigen hätte, wenn man so abrund tief XXXX wie hier immer mehr Recht und Freiheit in die Tonne tritt und sich selbst zum Affen macht. Verband der Berufsjäger? Braucht kein Schwein. Hauptaufgabe oft Garten machen, Gäste führen, weibliches Wild erlegen, Ansitzeinrichtungen bauen und warten und Schnauze halten. Jede Menge Versager und nicht nur Überflieger dabei, wie in JEDER anderen Berufsgruppe. Erhöhung also auch da nur, indem man Andere erniedrigt, ihnen nichts zutraut, die ganzen Fähigkeiten, Kennntisse und Berufe der gemeinten Menschen ausklammert, um sie mit Schikanen überziehen zu wollen, sich offenbar nur selbst im Spiegel sieht, Handwerker mit 2-3 Lehrjahren gegen die alma mater und den Rest der Welt, dolle Sache. Wenn ich zu entscheiden hätte, würde ich keinen einstellen, der von einem solchen Verband ausgebildet wurde. Wenigstens ein bisschen Staatsrecht in der Lehre dort dringend nötig. Verfassungstreue geht anders, aber ganz sicher nicht mit immer mehr Vorschriften und Schikanen, bis nichts mehr da ist, was noch was wert wäre, um dafür einzutreten. Es heißt FREIHEITLICH-demokratische Grundordnung. Nicht Sklavenhaltung. Nicht immer mehr Freiheit erdrosselnde und im übrigen völlig sinnlose und zweckwidrige Vorschriften, die die Nutzung des Eigentums NOCH mehr verhindern als jetzt schon. Solche Verbände braucht kein Mensch. Amen.

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  17. G. Hartlich

    Ich gehe seit 1972 zur Jagd. Mir wurde es von den Jagdprinzen im voraus viel gelernt und abverlangt und danke diesen heute für die sehr umfassende Vorbereitung für meine damalige Jagdeignungsprüfung (JEP). Heute muß ich feststellen, daß Jungjäger viel theoretisches Wissen haben aber die Anwendung des Brauchtum und der Weidmannssprache usw. in der Jagdpraxis fehlt. Deshab befürworte ich auch die Gedanken Einiger dieses Prinzip der Jagdprinzen wieder einzufürhen und die Prüflinge erst nach dem Nachweis des Prinzen und einer mehrjährigen Pflichtausbildung zur eigentlichen JEP zu zulassen. Damit ist er auch noch kein fertiger Jäger, aber durchaus in der Lage allein zu jagen. Dabei sollten sich die Jungjäger nicht einer Kommerzialisierung der Nachprüfungpflichten entgegen sehen sondern sich auch so mancher Jäger mal Fragen stellen, ob er den JJ einen Begehungsschein gibt und sein Weidwerken weiterhin beobachtet und beeinflussen kann. Nur das kann der Weg sein gute Jäger heranzuziehen und auszubilden. Das sollte dann aber auch für Berufjäger und Forstangestellte gelten. Es gibt auch aus meiner Erfahrung überall Solche als auch Solche. Es darf das Wild nicht nur deshalb erlegt werden weil es in Forst und Landwirtschaft Schäden zufügt sondern auch um einen gesunden Wildbestand zu erhalten. Ursachen hat immer der Mensch gesetzt. Er kann das auch nur mit seinem Wissen wieder beeinflussen und abstellen.
    Übrigens das Schiessen ist eines der letzten Akte des Jägers in der Praxis und ein guter Sportschütze ist gleich auch ein guter Jäger. Vordem kommt vielmehr. Man darf aber erwarten daß der Jäger dafür einiges tut und seine Fähigkeiten nicht am Wild ausprobiert sondern auf nicht klangende Pappscheiben übt. Es darf auf keinen Fall die Tendenz sich so fortsetzten das Jagd ein Sonntagshobby ist und mal nach dem Sonntagskaffee ein Rehbock erlegt wird, sondern es ist ein anspruchsvolles Handwerk was viel Zeit und Leidenschaft erfordert. Eine weitere Kommerzialisierung von Trophähenabschüssen sollte entgegen gewirkt werden. Da sollten die Berufsjäger mal darüber nachdenken. Auch mit Ihnen auferlegte Pflichten haben sich jagdliche Regularien verändert, die wem auch dienen. Auf keinen Fall dazu den Jungjägern die notwendigen Praxis angedeihen zu lassen.

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  18. Grimbart

    Cui bono, wem nütz es? Wer soll die Kurse anbieten? Na, da können dann doch die Berufsjäger einspringen. Nachtigall ick hör dir trapsen. Oder man schafft sich neue Kunden, da etliche Jäger den Anforderungen nicht mehr genügen und die Reviere ja betreut werden müssen. Eigentlich ein recht plumper Versuch seine eigene Position zu verbessern.

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  19. stubenwurm

    wieviel mitglieder hat diese kleinstvereinigung das sie sich rausnehmen kann die 400.000 anderen zu kritisieren?
    wenn ich mir den stand der berufsjäger auf der jagd & hund angucke, sehe ich immer ein vergangenes jahrhundert!
    männer die innerhalb eines geheizten gebäudes eine fantasieuniformjacke tragen und so grimmig dreinblicken das keiner an den stand kommt.
    bei den hier vertretenen positionen ist das auch völlig verständlich.
    welcher politischen organisation will man denn hier ohne anlauf und badekappe in den allerwertesten krauchen?
    wie schon geschrieben… was wir nicht brauchen ist ein streit zwischen den einzelnen gruppen die alle legal waffen tragen!
    leider spielt unsere politik diese klaviatur hervorragend und die meisten verbände tanzen dazu mit einem dümmlich seligen grinsen auf den lippen “juhu uns hat es mal wieder nicht so hart getroffen!” gerade die großen vom staat abhängigen verbände wie der DSB für die sportschützen und die jeweiligen landesverbände der jägerschaften hüpfen doch über jedes stöckchen das die politik hinhält und machen brav männchen statt mal klare kante zu zeigen.

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  20. Fex

    Ich bin mir gaaanz sicher – alle diejenigen, die hier so vehement über den schlechten Ausbildungsstand der Jägerschaft klagen und die ABM-Massnahme eines Verbandes von grade mal 1000 Individuen gegenüber einer Gruppe von knapp 400.000 begrüßen, haben sich in der Vergangenheit entsprechend weitergebildet… 🙂

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  21. Gillhuber Franz

    Ich bin Jungjäger und seit jeher ein guter Schütze.
    Ich stelle die Forderung, dass alle Jäger, auch die Berufsjäger und Förster alle 3 Jahre ihre Schießfertigkeiten in einem Test zu beweisen haben.
    Sollte ein Berufsjäger oder Freizeitjäger seine Leistungen nicht erbringen, so sollte ihm das Jagdrecht verwehrt werden.
    Die Prüfung wird von staatlicher Stelle abgehalten und nicht vom Bundesverband deutscher Berufsjäger!
    Nur weil ein Berufsjäger vor viel Jahren vielleicht nach dem 3. Versuch seine Scheißprüfung durch Zufall geschafft hat, ist er Lebenszeit was Besseres und kann auf die anderen Jäger mit dem Finger deuten.
    So, was sagt ihr Berufsjäger nun zu meinem Vorschlag?

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