Berlin: Verirrtes Geschoss

Gestern Abend wurde ein Nordberliner von einem Geschoss getroffen, welches offenbar zuvor bereits ein Wildschwein erlegt hatte, wie die Berliner Polizei auf ihrer Facebook-Seite berichtet: Nach ersten Erkenntnissen befand sich der 60-jährige Anwohner gegen 21.30 Uhr an seiner Garage in der Heiligenseestraße in Berlin-Reinickendorf als er einen Schuss hörte. Unmittelbar darauf verspürte er einen Schmerz am linken Arm und fand zu seinen Füßen ein Geschoss.

Die unmittelbar alarmierten Kollegen der Polizeiabschnitte 11 und 12 entdeckten auf einem etwa 300m entfernten Hochstand einen 57-jährigen Jäger, der angab, gegen 21.30 Uhr auf ein Wildschwein geschossen zu haben. Das verendete Tier konnte in der Nähe aufgefunden werden.

Der 60-Jährige erlitt einen Streifschuss und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, das er nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.

Gewehr, Munition, Jagdschein und Waffenbesitzkarte des Schützen wurden beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei unserer Polizeidirektion 1 hat die Ermittlungen aufgenommen und versucht, den genauen Schussverlauf zu klären. Polizei Berlin

Beitragsbild: Da war’s: Aufnahme der Berliner Polizei aus Heiligensee.

4 Gedanken zu „Berlin: Verirrtes Geschoss

  1. Kai Wagner

    Es wäre sicherlich interessant zu wissen, ob es sich um ein “bleifreies Geschoss” gehandelt hat.

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    1. Loden Jockel

      Das wäre sicherlich interessant. Ja.
      Genauso interessant wie die zu wissen ob das Geschoss aus einem Halbautomaten stammt, und ob der Jäger beim Schuss Unterwäsche in anderen Farbe als tannengrün getragen hat!
      Was wenn es bleifrei gewesen wäre? Wäre damit “erwiesen” dass bei bleifrei die Hinterlandgefährdung höher ist?
      Was wäre wenn es ein Bleigeschoss gewesen wäre? Wäre das dann nur ein “dummer Zufall”?

      Bevor keine ballistischen Untersuchungen zu Schussposition, Ziel, Kugelfang, Position des Opfers bekannt sind, ist alles denkbar, vom unverantwortungslosen Schuss ohne, oder ungeeignetem Kugelfang, bis hin zum “sau”dummen Zufall bei einem Schuss mit gutem Kugelfang, und einem einzelnen, unglücklich liegenden Stein darin.

      Und nochmal zum Geschossmaterial:
      Ohne auf wissenschaftlichen Grundsätzen beruhenden Untersuchungen und Auswertungen, ist alles was auf einzelnen Vorkommnissen basiert, reine Spekulation und Stammtischgeschwätz.

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  2. Besorgter Bürger

    Ist es wirklich notwendig im Stadtgebiet mit Gewehren zu schiessen ?????

    Da bekommt man ja Angst.

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  3. R. Kieselmann

    Lieber “Besorgter Bürger”,
    auch in der Stadt gibt es Flächen, die bejagt werden (müssen), sowohl Wald als auch Wiesengebiete (Beispiel: Berlin mit seinen großen Waldflächen). Insofern muss man auch “im Stadtgebiet mit Gewehren” schießen. Auf dem “Land” laufen ja auch Leute herum. Wir tun ja im übrigen andere Dinge, die ebenfalls mit einem gewissen Restrisiko behaftet sind (vom Autofahren über das Treppensteigen bis hin zur Endlagerung von Atommüll). Insofern müssen wir m.E. vor vielen anderen Dingen eher Angst haben als davor, dass uns mal ein Projektil trifft. Im konkreten Fall ist ja auch (ohne die Gefahr verharmlosen zu wollen) fast nichts passiert…

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