Berlin: Räudige Stadtschweine

Die Wildschweinzucht in den Berliner Forsten bleibt nicht ohne Folgen: In der Berliner Wildschweinpopulation grassiert die Räude. “Vom Eichkamp bis zum Wannsee” – also im gesamten Grunewald – würden derzeit teilweise massiv befallene Wildschweine erlegt, von Hunden gerissen oder verendet aufgefunden, erklärte ein Berliner Förster auf Nachfrage von Jawina.de. Offenbar breitet sich die Erkrankung derzeit weiter aus: Der auf dem Beitragsbild abgebildete Frischling wurde am Dienstag am nordwestlichen Stadtrand erlegt. Die durch Sarcoptes-Milben verursachte und hoch ansteckende Erkrankung sowie deren rasante, flächendeckende Ausbreitung sind deutliche Hinweis auf eine Überpopulation. Die Erkrankung ist auf Hunde und andere Säugetiere, selten auch auf Menschen übertragbar. Befallene Individuen leiden an unerträglichem Juckreiz, der die Tiere von der Nahrungsaufnahme abhält und häufig zu einem qualvollen Verenden führt. Bei fortgeschrittenem Befall sind die Tiere stellenweise oder gar vollständig kahl.

Besteht der Verdacht, dass ein Hund mit einem erkrankten Tier in Berührung gekommen ist, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. SE

Beitragsbild: Räude am Vorderlauf eines Frischlings. Copyright: SE

20 Gedanken zu „Berlin: Räudige Stadtschweine

  1. Kilz

    Die Berliner Förster züchten kein Wild. Die 2 warmen Winter in Folge haben a) zu Überpopulation und b) zu “Hungerräude” (so das Landeslabor Berlin-Brandenburg) geführt. Eine Strecke von zurzeit 20 Stück/100 ha geschossenem Schwarzwild im Grunewald spricht glaube ich eindeutig gegen Zucht! Viel eher sollte das illegale Wildfüttern wieder zur Straftat gemacht werden, dann gäbs vielleicht auch nicht mehr so viele Schweine in Berlin. Ich bitte in Zukunft solche von wenig Ahnung zeugenden Verbalinjurien zu unterlassen! Elmar Kilz, Forstamts- und Jagdleiter Berlin-Grunewald.

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Sowohl die sehr fundierten Ausführungen von Bruno Hespeler in dem Gutachten zur Berliner Schwarzwildpopulation (das die Senatsverwaltung aus guten Gründen in der Schublade hat verschwinden lassen…), als auch die Aussagen von Stadtjägern und Begehungsscheininhabern über willkürliche Einschränkungen der Schwarzwildbejagung durch interessierte Kräfte in den Berliner Forsten – Stichwort: Jagdruhe für Frischlinge etc. – sprechen da aber eine ganz andere Sprache, Herr Kilz. Und lassen es durchaus berechtigt erscheinen, von Schweinezucht zu sprechen…

      Antworten
    2. Jille

      Von welchen 100 ha Grunewald reden wir hier? Eine”Strecke von zurzeit 20 Stück/100 ha geschossenem Schwarzwild im Grunewald”, die Sie hier anbieten, ergäbe auf 3.000 ha Grunewald schlappe 600 Sauen. Herzlichen Glückwunsch. Sind die Grunewald-Sauenbestände nach den zwei warmen Wintern, die Sie zur Entlastung glauben anführen, schon so hoch? Nur weiter so

      Antworten
      1. admin Beitragsautor

        Laut offiziöser Statistik (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/jagd/de/jagdflaechen.shtml) erstreckt sich die Verwaltungsjagd/Berliner Forsten – gemeinhin Grunewald genannt – über 15.589 Hektar. Demnach müssten dort bei 20 Sauen pro 100 ha über 3000 Schweine geschossen werden – und nicht nur etwas über 1000 (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/jagd/de/jagdergebnisse.shtml).
        Wenn sich Hr. Kilz nur auf den Verwaltungsbezirk Forstamt Grunewald mit 4008 ha bezieht, müssten dort etwa 800 Sauen gestreckt werden, auf den restlichen gut. 11.000 ha aber nur ca. 300 – also so gut wie nichts. Das ist seltsam – aber Herr Kilz wird uns das sicherlich alles erklären können…

        Antworten
  2. AH

    Sehr geehrter Herr Kilz,

    sollten Sie aus personellen/fachlichen Gründen weiterhin an Ihrem Schwarzwild verzweifeln, so biete ich Ihnen auch im Namen weiterer Brandenburger Jagdfreunde unsere länderübergreifende Hilfe an. Was halten Sie von einem kleinen Drückerchen im kommenden Herbst im Grunewald, bei der Populationsdichte kommt da sicher was zusammen oder müssen Sie den Shitstorm der Berliner Bevölkerung fürchten.

    WH

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Lieber AH,

      ein weiser Kommentar, ein guter Vorschlag! Herr Kilz, bei dem Drückerchen wäre ich auch dabei!

      Für die in einer gesonderten Mail erbetene Übersendung der Berliner Jagdstatistik der letzten Jahre bedanke ich mich auch an dieser Stelle im Voraus.

      Beste Grüße

      SE

      Antworten
  3. HW

    Guten Tag Herr Elison,

    nun muss ich aber als ehemaliger Begeher im Bereich des Forstamtes Grunewald Herrn Kilz mal ganz deutlich beispringen. Es gab dort vor einigen Jahren massive Sauenbestände, die aber ebenso massiv bejagt wurden. Dann war einige Jahre ziemlich Flaute, es waren weniger Sauen da….ergo wurden auch weniger geschossen. Jetzt scheint es wieder ein hoch in der Kurve zu geben…..und dementsprechend sind dieses Jahr wohl auch schon wieder über 700 Sauen geschossen worden. Welche Restriktionen bei der Bejagung meinen Sie? Ich erinnere mich nur daran, dass das Schießen von Bachen und Keilern restriktiv gehandhabt wurde. Und zwar aus Gründen des Geldbeutels. Denn das Land Berlin setzt dafür Abschussentgelte von mehreren hundert Euro fest. Da kann der Forstamtsleiter aber nichts dafür. Die Frischlingsrestriktion von der Sie sprechen gab es damals auch nicht. Vielmehr wurde sogar schriftlich dazu aufgefordert, gestreifte Frischlinge zu schiessen. Das einzige was ich nie verstanden habe, war die mehrwöchige sommerliche Jagdruhe (in einer Zeit, in der die Sauen bei bestem Licht kommen und so gut angesprochen werden können). Aus meinem Unverständnis dafür habe ich aber auch keinen Hehl gemacht. Ansonsten kann ich mich nicht erinnern, in meinem Jagdeifer bzgl. der Sauen gebremst worden zu sein. Kann es sein, dass hier das Problemfeld „Stadtjäger“ mit der allgemeinen Bejagung des Grunewald durcheinandergeworfen wird? Das Hespeler-Gutachten ist m.E. nicht viel wert (und es war ein sehr teures Gutachten!), denn wirkliche Lösungsansätze bezogen auf Berlin bietet es m.E. nicht.

    Horrido HW

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Guten Tag, Herr W.,

      vielen Dank für Ihren Kommentar – ich bezog mich auf die von vielen Berliner Begehungsscheininhabern kritisierte sommerliche Jagdruhe. Was das Hespeler-Gutachten angeht, stimme ich Ihnen zu. Einerseits. Denn man kann Hespeler vermutlich vorwerfen, sich einseitig einen Standpunkt – den der von ihm befragten Stadtjäger – zu eigen gemacht zu haben, was ein Gutachter nicht tun sollte. Andererseits sind die von den Stadtjägern und Hespeler kritisierten Zustände real und meines Wissens bis heute nicht wirklich abgestellt – und ist es ein für eine öffentliche Verwaltung angemessenes Vorgehen, ein missliebiges Gutachten bequem in der Schublade verschwinden zu lassen? Insbesondere wenn es, wie sie schreiben, ein “sehr teures” Gutachten war? Eher nicht, oder?

      Beste Grüße und WMH

      SE

      Antworten
    2. Max Stadtjäger

      Hallo in die Runde der interessierten Jäger,
      ich denke mal, hier wird einiges durcheinander gebracht! Nachfolgend ein paar Stichpunkte zur Richtigstellung:

      1. Das Land Berlin setzt Abschußentgelte für Jäger mit Einzelabschuß fest, nicht jedoch für Inhaber einer entgeltlichen Jagderlaubnis. Die Freigabe erfolgt vom Jagdleiter (Forstamtsleiter). Sollte das falsch sein, möge mich bitte Herr Kilz verbessern! Einfach mal Jagdnutzungsvorschrift der Berliner Forsten googeln.

      2. In den Jahren, wo so wenig Sauen geschossen wurden (ich glaube es war 2013, wo wir weiße Ostern hatten) hätte zur Hauptjagdzeit der Jagddruck deutlich erhöht werden müssen. Der Abschuß der Bachen bei der Einzeljagd hätte forciert werden müssen, um nachhaltig das Schwarzwild zu reduzieren. Genau das hat Hespeler gefordert! Aufgabe der jeweiligen Jagd- bzw. Forstamtsleitern ist es, entsprechend die Abschuß-Freigaben zu gestalten und Bewegungsjagden zu organisieren! Bzw. das Landesforstamt hätte entsprechende Anordnungen an die untergeordneten Forstämter geben müssen.
      Die oben genannte Vorschrift verlangt einen Bachenabschuß von 10%. Herr Kilz, folgende Frage an Sie: Wird dieser denn jährlich erreicht?
      2013 hätte man deutlich über 10% gehen können, weil viele Frischlinge Ostern bei -13 Grad und drunter erfroren sind. Warum haben die Jagdleiter das nicht umgesetzt?

      3. Hespeler gab die Empfehlung, auf die Kirrung möglichst ganz zu verzichten oder wirklich drastisch zu minimieren. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir mit der Jagd an der Kirrung das sehr lernfähige Sw nicht reduzieren konnten. Desweiteren ist die Kirrung eine Verabreichung von zusätzlicher Energie. Prof. Pfannenstiel hat darüber mal etwas geschrieben…
      Um auch ohne eine Kirrung, eine hohe Strecke zu erlangen, muss jedoch der Jäger sein Handwerk verstehen, der aktive Kern der Stadtjäger zeigt, dass es funktioniert.
      Wir brauchen ein Umdenken und andere Bejagungsstrategien!

      4. Die massive Behinderung von Stadtjägern erfolgt(e) im Forstamtsbereich Tegel. Dort war es (oder ist es immer noch so?), dass bestimmte Rotten (“Chefrotte”) nicht bejagt werden dürfen/durften. Das hat Hespeler in seiner Arbeit offen gelegt. Die besagte Rotte im Tegeler Bereich durfte nicht einmal durch einen Forstbeamten, der leider tragischer Weise durch ein Motorradunfall ums Leben kam, bejagt werden.

      Herr Kilz behinderte nach meinem Kenntnisstand bisher keine Stadtjäger. Er verweigert lediglich grundsätzlich die Mitnutzung der Kühlung durch die Stadtjäger auf dem Wirtschaftshof.

      5. Hespeler hat ein paar Gespräche mit Stadtjägern während seiner Anwesenheit hier in Berlin geführt. Die meisten Gespräche erfolgten jedoch mit Forstbediensteten. Einen einseitigen Standpunkt hat er sich keineswegs zu eigen gemacht.

      6. Ich danke hiermit ausdrücklich Herrn Hespeler für seine Arbeit!
      Seit diesem Gutachten sind durchaus kleinere Erfolge für die effektive Schwarzwildbejagung erzielt worden.
      Ich appelliere an die Forstämter, einfach mal einiges umzusetzen, was Bruno Hespeler empfohlen hat!
      Kontraproduktiv für eine effektive Jagd könnte die Struktur der Berliner Forsten sein. Die vier Forstämter kochen ihr eigenes Süppchen. Und nicht jeder der vier Jagdleiter ist auch Jagdpraktiker…

      Weidmannsheil!

      Antworten
        1. Drohne

          Könnte ich, aber dafür ist meine Zeit mir zu kostbar! Ich gehe lieber zur Jagd, als mich mit obrigkeitshörigen Möchtegernjägern auseinanderzusetzen die ohnehin beratungsresistent sind und meinen die wahren Jäger zu sein! Ohne Fehl und Tadel! Ihre Äußerung allein zu dem Hespelergutachten zeugt davon, dass Sie es nicht verstanden haben! Sollten Sie noch zur Jagd gehen, rate ich Ihnen, sich überwiegend nur noch mit der Pflege Ihrer Waffen und Ihres jagdlichen Equipmentes zu beschäftigen! Dann können Sie nur noch Schaden in Ihrem persönlichen Umfeld anrichten! Ich hoffe mich sachgerecht genug ausgedrückt zu haben!!!
          Und nicht vergessen: Es gibt schon Eintrittskarten für den Berliner Jägerball
          MfG Drohne

          Antworten
          1. HW

            Wenn Ihnen Ihre Zeit so kostbar ist, dann unterlassen Sie es doch einfach, hier sachliche Beiträge mit rein persönlichen Angriffen zu kontern. Sie scheinen – jedenfalls liest sich Ihr neuester “Beitrag” so – ziemlich wütend oder frustriert zu sein. Wie Sie darüber befinden können, was ich verstehe oder nicht, ist doch erstaunlich….da Sie mich ja gar nicht kennen. Mit dem Hespeler-Gutachten habe ich mich sicherlich schon viel früher als Sie auseinandergesetzt. Machen Sie erstmal Ihre Probleme mit sich selber aus, vorher kann ich Sie nicht ernst nehmen. Ihre Äußerungen haben in der Sache nichts beigetragen, also lassen Sie sie besser weg……..zu unser aller Nutzen. Denn auch das Lesen Ihrer Äußerung von gestern ist m.E. schade um die dafür notwendige Zeit.

            Horrido HW

  4. HW

    Hallo Max,

    im ersten Punkt liegen Sie allerdings schon mal falsch. Die Jagderlaubnisscheine enthalten bestimmte Freigaben (z.B. “Schwarzwild: Frischlinge, Überläufer, 1xRehbock, weibliches Rehwild+Kitze). Alles was über diese Freigaben hinausgeht, also etwa Keiler, wird nach der JNV abgerechnet.

    Was das Kirren angeht: Fachgerechtes Kirren ist eine sehr effiziente Bejagungsmethode. Und das hat sich auch im Grunewald gezeigt. Mit kleinen Maisportionen konnte man dort das Schwarzwild fast “nach der Uhr” strecken. Ich nehme nicht an, dass Sie alle Jagderlaubnisinhaber im Erholungswald pirschen lassen wollen? Als Stadtjäger wissen Sie, wie schnell heikle Situationen entstehen.

    Was das “Gutachten” angeht. Ich bleibe dabei, dass das eine Sammlung von Erkenntnissen ist, für deren Gewinnung man nicht so viel Geld hätte ausgeben müssen. Vieles sind blanke Allgemeinplätze.

    Horrido HW

    Antworten
    1. Jille

      HW: Abrechnung nach JNV (Jagdnutzungsvorschrift) bedeutet, dass für den Abschuss einer der kurzen berliner Jagdzeit wegen ohnehin nur eingeschränkt bejagbaren Bache 200 EUR zu zahlen sind. Man muss das nicht zwingend als Abschussverhinderungsentgelt werten. Man wird aber annehmen dürfen, dass der Abschuss der derart wertgeschätzten Mutterschiffe der berliner Sauenüberpopulation so wohl kaum nachhaltig im notwendigen Umfang zu meistern sein wird.

      Ich darf hier auf den obigen Beitrag des geschätzten Herrn Kilz verweisen, nach dem das Sauenproblems im Grunewald in nur zwei Jahren entstanden sei. Das Hungersauen sich gut an der Kirrung bejahen lassen, glaube ich Ihnen gern. Muss man es soweit kommen lassen? Die Jagdstrategie schien, wenn ich Herrn Kilz obigen Beitrag zu den Ursachen mit einer Sauenexplosion nebst “Hungerräude” binnen nur 2 Jahren für bare Münze nehme, eben nicht aufgegangen.

      Antworten
      1. HW

        “Man muss das nicht zwingend als Abschussverhinderungsentgelt werten”

        ……..ich denke doch. Warum sollte ich 200 Euro für die Erlegung einer Bache bezahlen? Der Effekt ist also tatsächlich, dass man als JES-Inhaber wohl im Zweifel den Finger gerade lässt.

        Das ist in der Tat eine verfehlte Steuerung……..aber das habe ich gegenüber BF / SenStadt auch schon geäußert.

        Antworten
  5. Elmar Kilz

    Zur Klarstellung:
    1) in Berlin darf ganzjährig auf Sauen gejagt werden, Ausnahme: führende Bachen. Im FoA Grunewald gibt es keine Jagdruhe.
    2) es gibt für Begehungsscheininhaber grundsätzlich kein Abschussentgelt für Sauen: man bekommt einen Begehungsschein für 1 JJ und dann gilt: Feuer frei auf Frischlinge und Überläufer. Mehrjährige Tiere müssen in der Tat bezahlt werden, denn die oberste Jagdbehörde schreibt 90 % Frischlings- und Überläuferabschuss vor, deshalb muss kontrolliert werden, wieviele Bachen und Keiler geschossen werden. Das Abschussentgelt steht in der Tat in der JNVO Berlin.
    3) 3000 ha Grunewald >= 600 Sauen. Was in anderen Forstämtern in Berlin passiert, muss dort abgefragt werden. Sau-Strecken GW 2014: 300, 2013: 250 Tiere. Eine derartige Vermehrung war nicht vorhersehbar. Zurzeit werden Frischlinge vom Herbst 2014 mit 10 – 12 kg geschossen!
    4) Es gibt ein mehrmonatiges Kirrverbot im Sommer, was von der obersten Jagdbehörde in der JNVO Berlin festgesetzt wurde, aber kein Schussverbot! Nur passiert ohne Kirrung bei voller Laubentfaltung schusstechnisch nicht viel, allein weil man nichts sieht. Hochsitzjagd ist vorgeschrieben, Pürschen für Gäste verboten. Im Sommer sind täglich noch dazu Hunderttausende Menschen im Wald und das jeden Tag!

    Antworten
    1. AH

      Mal eine Frage
      :
      Eingangs wurde u.a. die illegale Wildfütterung als Problem angesprochen. In diversen Fernsehberichten sind die “Täter” als bekannt abgelichtet worden, aber offensichtlich bekommt man diese Plagegeister nicht in den Griff. Warum? Sind die Strafen zu gering?

      WH

      Antworten
    2. Max Stadtjäger

      Sehr geehrter Herr Kilz,
      zu Punkt 3: Die Vermehrung war meines Erachtens schon vorhersehbar, man kennt doch die Populationsdynamik des Sw. In den Jahren, wo es, bedingt durch einen langen Winter, wenig Frischlinge gab, hätte man reichlich Bachen erlegen müssen. Da hat man die Chance die Sauen deutlich und nachhaltiger zu reduzieren. In den relativ schwachen Jagdjahren hätte man den Jagddruck nochmals deutlich steigern müssen! Genau das schreibt Hespeler unter anderem in seiner Arbeit. Wenn der Jagdleiter befugt ist, an Begehungsscheininhaber Bachen frei zu geben, ohne dass ein Abschussentgelt fällig wird, hätte dies von erfahrenen Begehern durchgeführt werden müssen. Wenn nicht, dann eben durch Forstbedienstete.

      Antworten
  6. Keule

    600 Sauen auf 3000 ha KANN man nicht nur als das Ergebnis der langjährigen und effektiven Schweinezucht in den Berliner Forsten sehen, man MUSS es!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.