Belgien plant ASP-Schutzzaun

Der Landwirtschaftsminister der belgischen Region Wallonie, René Collin, hat auf einer Pressekonferenz erklärt, dass sein Ministerium eine Million Euro für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bereitstellen wird. Vor gut einer Woche waren mehrere verendete, mit dem ASP-Virus infizierte Wildschweine in der Region gefunden worden (JAWINA berichtete). Das Geld soll auch für den Bau eines Schutzzauns verwendet werden, um die infizierten Wildschweine vom Verlassen des Infektionsgebiets abzuhalten. Zunächst müsse es jedoch darum gehen, so Collin, das Infektionsgebiet weiter einzugrenzen. Um die Fundstellen der verendeten Sauen ist ein 63.000 Hektar großes Risikogebiet festgelegt worden, in dem ein Jagd- und weitgehendes Betretungsverbot gilt. Dieses Areal ist viel zu groß, um es einzuzäunen.

Die Schweine haltenden landwirtschaftlichen Betriebe in der Region werden derzeit von Amtsveterinären überprüft. Bis die Überprüfung abgeschlossen ist, wurde ein Vermarktungsverbot verhängt. Sechs Länder, China, Taiwan, Südkorea, die Philippinen, Weißrussland und Mexiko haben bereits ein Importverbot für belgisches Schweinefleisch angeordnet. red.

Beitragsbild: Zaun mit Nato-Stacheldraht. Autor: Joe Mabel, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

2 Gedanken zu „Belgien plant ASP-Schutzzaun

  1. JK

    Irgendein kluger Kopf — ich glaube Einstein — hat einmal festgestellt: „ Das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin.“
    Es werden Zäune und andere Maßnahmen gegen die ASP nichts nützen, solange die Reisefreiheit für Menschen nicht abgeschafft wird. Die sind das Problem, nicht die Schweine. Das sind lediglich die Leidtragenden.

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  2. Edelmann

    Mir sind die unterschiedlichen Größenangaben unverständlich.
    In Belgien sollen 63.000 ha zum Risikogebiet mit Jagdverbot werden und eingezäunt werden.
    In Deutschland sollen bei einem Wildschwein-ASP-Befund 2.000 ha befriedet und eingezäunt werden, in der nächsten Zone dann mit starker Schwarzwildbejagung.
    Ein Blutvergießen bei infizierten Tieren zu verhindern macht Sinn (Habitatverseuchung), nur wie will man das Problem lösen?
    Unabhängig davon, dass ich eine großflächige Einzäunung für eine Illusion halte, wie lassen sich diese Größenabweichungen begründen?
    Einen Staatsforst kann man einzäunen aber eine zersplitterte Flurlage mit Autobahnen, Flüssen und Ortschaften?
    Ganz zu schweigen von dem Material das nötig wäre, dem Zeitaufwand beim Bau und der regelmäßigen Kontrolle.
    Einstein sagte übrigens auch:
    “Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.”
    Und diese Denkweise versagt beim Schwarzwild schon sehr lange!

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