Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

In der belgischen Provinz Luxemburg ist ein Jäger verhaftet worden, als er gegen 1.30 Uhr in der Samstagnacht einen soeben erlegten Keiler zu seinem Auto schaffen wollte. Der Jäger wurde von einem weiteren Mann begleitet. Der Vorfall fand in Sainte-Marie-sur-Semois in der Nähe des Dorfes Etalle statt, das in der wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichteten Sperrzone liegt. Ersten Untersuchungen zufolge wurde nur ein Schuss abgegeben und nur dieses eine Wildschwein erlegt. Der Verhaftete ist 27 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Jagdscheins, wie der belgische Sender RTBF berichtet. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der Landwirtschaftsminister Region Wallonien, René Collin, verurteilte die Tat scharf: Das Vorgehen des Jägers untergrabe Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Das Verhalten sei angesichts der großen Schwierigkeiten in den betroffenen Gebieten umso verwerflicher und zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den Opfern und den eingesetzten öffentlichen Mitteln.

Der Jäger befindet sich in Untersuchungshaft und wird von der wallonischen Anti-Wilderei-Einheit verhört. Er riskiert mindestens den Verlust des Jagdscheins, darüber hinaus wahrscheinlich weitere strafrechtliche Sanktionen. Er muss sich auch wegen Verstoßes gegen das Nachtjagdverbot verantworten. Der Kadaver des Keilers wird derzeit auf den ASP-Erreger getestet. In den letzten Tagen wurden weitere an ASP verendete Wildschweine in der betroffenen Region entdeckt. red.

Beitragsbild: Keiler (Archivbild). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

  1. Heinz Bökamp

    Ja klar, der Jäger wird verhasftet. Nicht jedoch die verantwortlichen belgischen Militärs, welche beim Rücktransport von den NATO-Manövern im Baltikum
    vermutlich das Virus verschleppt haben, weil weder Fahrzeuge, Stiefel, Ausrüstung desinfiziert wurden.

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