Bayern: Vocke schliesst Rücktritt nicht mehr aus

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Jürgen Vocke, schließt seinen Rücktritt einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge nicht mehr aus. Vocke, der seit 25 Jahren BJV-Präsident ist, sieht sich “heftigen Vorwürfen wegen seines Finanzgebarens” ausgesetzt, formuliert die SZ. Der Memminger Jagdfunktionär und BJV-Präsidiumsmitglied Andreas Ruepp hat Strafanzeige gegen Vocke wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung erstattet.  Derzeit prüft ein Wirtschaftsprüfer die Verbandsfinanzen. “Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Versäumnissen gekommen ist, lege ich das Amt nieder”, kündigte Vocke an. Konkret geht es wohl um die “pauschale Aufwandsentschädigung” in Höhe von 5000 Euro monatlich, die sich Vocke vom BJV für sein “Ehrenamt” überweisen lässt – dem Bericht zufolge steuer- und abgabenfrei. Dies liege “weit jenseits der üblichen steuerfreien Ehrenamtspauschale von 720 Euro pro Jahr”, merkt die SZ süffisant an. Der Verband behalte nun 2000 Euro monatlich ein, falls für die Ehrenamtsbezüge des BJV-Präsidenten nachträglich Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt werden müssen.

Im Fokus stehen auch der Kauf eines knapp 87.000 teuren Dienstwagens durch und für Vocke, die Druckaufträge für die Verbandszeitschrift, die “angeblich ein Volumen von 450.000 Euro im Jahr” haben, die Beschäftigung von Vockes Tochter beim BJV bis hin zu “Unregelmäßigkeiten bei kleineren Beträgen” wie den Kosten für die Hundepension von Vockes Dackel oder auch den Lieblingskeksen des Präsidenten, die dem Jagdverband in Rechnung gestellt worden seien.

Am 26. Oktober soll eine außerordentliche Delegiertenversammlung des BJV stattfinden. Ausschließliches Thema: Die Verbandsfinanzen und der Bericht des Wirtschaftsprüfers. SE

Beitragsbild: Filz (Symbolbild). Foto: SE

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