Bayern: Strafbefehl gegen österreichischen Jäger wegen tödlichen Jagdunfalls

Das Amtsgericht Neuburg (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) hat einen Strafbefehl in Höhe von 180 Tagessätzen à 25 Euro wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 68-jährigen Österreicher verhängt, der im März 2013 einen Jagdfreund erschossen hatte. Der aus Tirol stammende Jäger und sein späteres Opfer waren auf Einladung des Revierpächters zur Schwatzwildjagd nach Bayern gereist. Der 45-jährige Getötete hinterlässt eine 16 Jahre alte Tochter.

Die beiden Männer hatten nachts an einer Wiese in der Gemeinde Burgheim auf Sauen angesessen. Die beiden Ansitzeinrichtungen lagen sich in einer Entfernung von ca. 300 Metern gegenüber. Schon diese Besetzung der Ansitzeinrichtungen widerspreche allen Sicherheitsregeln, stellte der Staatsanwalt fest. Im Lauf der Nacht hatte der Tiroler Jäger auf eine Sau geschossen. Als er gegen 7 Uhr morgens den Jagdfreund an seiner Kanzel abholen wollte, fand er den Mann zusammengesackt vor. Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Ein ballistisches Gutachten bestätigte, dass die Kugel aus dem Gewehr des Österreichers stammte.

Die österreichischen Jagdbehörden haben dem Jäger seinen Jagdschein und alle Waffen abgenommen. Er will gegen das Urteil keinen EInspruch einlegen. SE

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