Bayern: Sonderregelung für Halbautomaten tritt am 30. Juli in Kraft

Die angekündigte bayerische Sonderregelung zum Einsatz von halbautomatischen Langwaffen auf der Jagd (JAWINA berichtete) tritt zum 30. Juli in Kraft. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) auf seiner Internetseite “Wildtierportal Bayern” mit. Dort heißt es: “Die Übergangsvorschrift in § 33a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) gilt ab 30. Juli 2016 und lautet: “§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c BJagdG findet auf halbautomatische Waffen keine Anwendung, die mit insgesamt nicht mehr als drei Patronen geladen sind und für die bereits am 29. Juli 2016 eine Waffenerlaubnis erteilt war.”

Das bedeutet dem StMELF zufolge:

“Halbautomatische Jagdlangwaffen, die mit nicht mehr als drei Patronen geladen sind, dürfen ab 30. Juli 2016 in Bayern wieder rechtssicher für die Jagd verwendet werden. Die Regelung ist zeitlich befristet bis 31.3.2018 und wirkt bis zum Inkrafttreten der neuen Bundesregelung. Betroffen sind nur Bestandswaffen, welche sich bereits im Besitz der Jägerinnen und Jäger befinden. Neuzulassungen werden erst mit dem Inkrafttreten der neuen Bundesregelung wieder möglich.

Zum Erwerb und Besitz gilt: Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr hat mit Schreiben vom 08.03.2016 die Waffenbehörden dahingehend aufgefordert, vorerst keine Waffenerlaubnisse für die vom Urteil des Bundesverwaltungsgericht betroffenen Waffen zu erteilen, bereits wirksam erteilte Waffenerlaubnisse aber im Hinblick auf die noch nicht abgeschlossene Auswertung entsprechend § 45 Abs. 3 WaffG vorerst nicht zu widerrufen.” PM StMELF/SE

Beitragsbild: Halbautomat. Copyright: SE

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