Bayern: Polizei entwaffnet 77jährige Pilzsucherin

Und wieder ist Deutschland ein Stück weit sicherer geworden: Die bayerische Polizei ist am Freitag bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle einer dieser brandgefährlichen Seniorinnen auf die Schliche gekommen. Bei der Polizeikontrolle auf der B8 bei Pfatter (Landkreis Regensburg) entdeckten die Beamten ein illegales Butterflymesser in der Ablage der Fahrertür der 77jährigen. Die Rentnerin gab vor, die verbotene Waffe lediglich zum Schwammerlsuchen und dergleichen zu benutzen. Ihr sei nicht bewusst gewesen, dass es sich dabei gemäß deutschem Waffenrecht um einen verbotenen Gegenstand handele, so die Polizei. Erwerb und Besitz von Butterflymessern ist in Deutschland seit 2003 verboten und wird mit Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet. Das Butterflymesser wurde eingezogen, gegen die Rentnerin wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet. red.

Beitragsbild: Pilze. Foto: SE

6 Gedanken zu „Bayern: Polizei entwaffnet 77jährige Pilzsucherin

  1. Anko

    Aus der Reihe “Deutschland ist wieder ein Stück sicherer geworden”.

    Ich wette, in Deutschland sind zu jedem Zeitpunkt mehr Menschen mit Bierkrügen oder Flaschen gemeuchelt oder verletzt worden, als mit Messern. Nachdem es nichts gebracht hat, die Menschen bzw. Täter solcher Delikte zu verbieten, versuchen wir es seit einigen Jahrzehnten mit dem historisch neuzeitlichen Verbot von als Tatmittel leider beliebig austausch- und ersetzbarer Gegenstände.

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  2. RK

    Auch hier “funktioniert” der deutsche “Rechtsstaat” noch. Bei illegalen Clans von Menschen mit einem gewissen arabischen Hintergrund hat man das Heft schon lange aus der Hand gegeben. Die pilzesuchende Oma hat auch weniger Mittel, den handelnden Beamten zu bedrohen (“isch weiss, wo Dein Haus wohnt…”). Insofern ist nachvollziehbar, dass sich die Polizei an solchen Fällen abarbeitet statt gegen wirklich Kriminelle vorzugehen. #wirschaffenunsab

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  3. Kr.-Itisch

    Da lob doch einer mal unsere tapfere Polizei. Ich hoffe, dieser schwerkriminellen 77-Jährigen wird mit aller Härte begegnet. Mit Hand- und Fussschellen abeführt. 3 Jahre Knast wäre das Mindeste. Und natürlich waffenrechtliche Unzuverlässigkeit, d.h. die Beschlagnahmung aller Küchenmesser, Scheren, Stricknadeln, etc. im Haushalt.
    Mal ehrlich: genau solches albernes Verhalten führt diese Regelungen ad absurdum.

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    1. Frank

      Ach was, Knast – hängt die Oma auf! Wann werden übrigens Kleintransporter erwerbscheinpflichtig? Wie die sich als Tatmittel für Terrorakte eignen, wissen wir doch alle spätestens seit London! (Ironiemodus aus)

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  4. Ronbi

    Die Polizei hat es nicht leicht, fehlender Respekt, ebenso geht es Sanitätern. Notärzten, Krankenschwestern, Feuerwehrleuten usw..
    Aber gibt es bei einem Butterfliegenmesser und einer 77-Jährigen, keinen Ermessensspielraum oder hatte sie den Kofferraum voller Fliegenpilze?
    Die, die wissen wo Häuser wohnen, gleich welcher Nationalität, sind auf Teppichmesser ausgewichen, wenn sie nicht gleich zu Schärferem greifen, was Löcher macht.
    Vielleicht wäre ein Einhandmesser noch besser, da es bestimmten Berufsgruppen, Jägern, Landwirten noch zugestanden wird.
    Ganz konsequent wird es, 7-cm Zweihand-Taschenmesser sind ok, so wie 12 cm feststehende Messer.
    Nun ja, vielleicht kann man auch mit akkubetriebenen Minimotorsägen in die Pilze, die fallen unter gar nichts, höchstens auf den Fuß.

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  5. Dirk Matthies

    Das unterscheidet den “Polizeibeamten” vom “Schutzmann”. Polizeibeamte sind alle- Schutzmann ist nicht jeder! Es ist über die Jahre viel Schutzmannswissen dadurch verloren gegangen, dass die alten “Schutzleute” in den Ermittlungsbereich wechselten und die Jungen auf der Straße nicht mehr von den Alten die Verfahrensweisen lernen konnten. So bleibt den Jungen nichts anderes übrig, als strikt nach Vorschrift und Gesetzestext zu handeln.
    Es gehört viel “Fingerspitzengefühl” und auch eine gehörige Portion Rückgrat zu diesem Beruf (Beruf kommt von “sich zu etwas berufen fühlen”). Aber woher sollen die Jungen es her haben, wenn es ihnen kein lebensälterer Kollege mehr beibringen kann? Absolut elementar dieses Problem aus meiner Sicht!

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