Bayern: Nachweis von Jungwölfen im Veldensteiner Forst

Im Landkreis Bayreuth wurden zwei Jungwölfe am 02.08.2018 von einer automatischen Kamera abgelichtet. Dies ergab die aktuelle Auswertung einer Fotofalle im Veldensteiner Forst. Es handelt sich in diesem Jahr um den ersten Nachweis von Wolfswelpen in Bayern. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert. Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. In der Regel sind es durchziehende Jungtiere, die entweder aus der Alpenpopulation oder der mitteleuropäischen Flachlandpopulation stammen. Standorttreue Wolfspaare gibt es seit Anfang 2018 im Veldensteiner Forst und seit Ende 2016 je eines auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und grenzüberschreitend im Bayerischen Wald.

Im Bayerischen Wald wurden im August 2017 die ersten Jungwölfe bei freilebenden Tieren in Bayern seit rund 150 Jahren nachgewiesen. Der Veldensteiner Forst ist ein 6000 ha großes Waldgebiet, das südlich von Pegnitz überwiegend im Landkreis Bayreuth liegt. PM

Beitragsbild: Zwei Jungwölfe im Veldensteiner Forst (Quelle: Bayerische Staatsforsten)

2 Gedanken zu „Bayern: Nachweis von Jungwölfen im Veldensteiner Forst

  1. Ronbi

    Jetzt sind es bereits 5 tote Kälber im Oberallgäu.
    Nur der selbsternannte Wolfskenner aus den Bergen mit dem Schalentierhintergrund, meint es seien keine Wölfe, da der Kehlbiß fehle.
    Seit wann braucht ein Wolf den Kehlbiß, wenn er die Bauchdecke aufreißen kann.
    Und warum immer das Theater, ob Wolf oder was auch immer.
    In jedem Bundesland werden die Menschen auf die selbe Weise veralbert, wenn der Wolf vor der Tür steht.
    Auch wenn er bereits da ist, geht dieses unwürdige Spiel weiter.

    Wo bleibt endlich ein echtes Wolfsmanagement, mit kurzen Wegen und ein Selbsverteidigungsrecht für Viehhalter.

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  2. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Es gibt keine Alpenpopulation und es gibt keine mitteleuropäische Flachlandpopulation des Wolfs. Europäische Wölfe gehören zu einer Population. Das gibt sogar das Landesumweltamt Brandenburg zu, vermutlich ohne es gemerkt zu haben.
    Zitat von der Website des Amtes:
    “Die genetische Vielfalt hat ein normales Ausmaß. Durch Zuwanderung und Populationsexpansion wird die sonst in kleinen Populationen unvermeidliche Inzucht ausgeglichen. Inzucht spielt in Brandenburg derzeit keine Rolle.
    Brandenburg ist nicht nur ein Einwanderungsland für Wölfe; von hier abgewanderte Tiere konnten durch bundesweiten und Datenaustausch in anderen Bundesländern, wie auch in mehreren europäischen Staaten genetisch nachgewiesen werden.”
    Genau das ist die biologische Definition für eine Population! Es gibt also zwischen den Wölfen in Europa regen genetischen Austausch. Der von der FFH-Richtlinie geforderte “günstige Erhaltungszustand” der europäischen Wolfspopulation ist längst erreicht und nur der ideologische Naturschutz und die Angst unserer Regierung vor demselben verhindern eine Einordnung des Wolfs in Anhang V der FFH -Richtline. Das würde nämlich die reguläre Jagd ermöglichen, wie es bei Gams und Steinbock der Fall ist. Beide letztgenannten Arten sind auch in Anhang V gelistet.

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