Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

So dürfen die Fallen nur nachts fängisch gestellt werden und müssen jeden Morgen wieder gesichert werden. Außerdem sind sie mit Alarmeinrichtungen ausgestattet, die eine Nachricht an das Mobiltelefon des zuständigen Jägers senden, wenn die Falle ausgelöst wurde. So soll vermieden werden, dass gefangene Tiere unnötig lange gefangen gehalten werden. Saufänge sind Lebendfangfallen, die gefangenen Sauen werden geschossen. Das dürfte, insbesondere wenn sich mehrere Tiere gefangen haben, für sie intelligenten Wildschweine mit beträchtlichem Stress verbunden sein. SE

Beitragsbild: Bache mit gestreiften Frischlingen. Wildkamerabild, Copyright: MF, JAWINA dankt für die Genehmigung zur Veröffentlichung!

 

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