Bayern: Jägerin erschießt eigenes Auto

Am Montagnachmittag meldete eine Frau der Polizeiinspektion Neu-Ulm, dass ihr geparktes Fahrzeug beschädigt ist. Das Fahrzeug hatte im Bereich der A-Säule auf der Beifahrerseite ein Loch, das verdächtig nach einem Einschussloch aussah. Die Frau war sich sicher, dass der Schaden in der Augsburger Straße entstanden sein müsse, wo sie ihr Fahrzeug für 20 Minuten abgestellt hatte. Nachdem eine Beschädigung durch einen Verkehrsunfall oder ähnliches ausgeschlossen werden konnte, wurde die Spurensicherung der Kriminalpolizei hinzugezogen.
Diese setzten sich mit Waffenexperten des Bayerischen Landeskriminalamt in Verbindung. Von dort kam zügig die erste Einschätzung, dass es sich vermutlich um eine Beschädigung handelt, die durch Jagdmunition verursacht wurde.

Mit dieser Tatsache konfrontiert dämmerte es der Fahrzeugbesitzerin. Sie selbst ist Jägerin und hatte am Vortag ihr Jagdgewehr bei der Tötung eines Fuchses auf der Motorhaube des Fahrzeugs abgelegt. Hierbei habe sie allem Anschein nach versehentlich in die A-Säule ihres Fahrzeuges geschossen, ohne dies bemerkt zu haben, heißt es in der betreffenden Polizeimeldung. Wie man einen Schuss abgibt, ohne es zu bemerken, geht aus der Meldung nicht hervor. Die Beamten hätten den Kriminalfall somit schnell geklärt, und seien froh, dass kein unbekannter Schütze auf den Wagen geschossen habe. PM

Beitragsbild: Auf Jagdfahrzeug abgelegte Waffe (Symbolbild). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Bayern: Jägerin erschießt eigenes Auto

  1. RK

    Nicht auszuschließen sein wird, dass die zuständigen Behörden aufgrund des Vorganges überprüfen, inwieweit die Klägerin und Fahrzeugbesitzerin noch hinreichend zuverlässig ist. Jagdschein und Waffenbesitzkarte dürften – gerade angesichts der sehr restriktiven Linien der Verwaltungen in vielen Bundesländern – in Gefahr sein.

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