Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine “Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.” Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, “die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.”

Weiter heißt es: “Die beabsichtigte Regelung gestattet nur in begrenzten, aber jagdlich effizienten Ausnahmefällen eine Bejagung im Wald, von der keine erheblichen Störungen für
die anderen Tiere ausgehen werden. Die Schonzeiten der meisten anderen Wildtierarten, insbesondere die der genannten Schalenwildarten, beginnen bereits einen Monat oder länger vor dem Zeitfenster der geplanten Neuregelung. Der abnehmende Jagddruck hat dann bereits zu einer Beruhigung des Wildes geführt, das durch die begrenzte Möglichkeit, Schwarzwild zu bejagen, nicht nennenswert gestört wird. Diese punktuell zulässige, aber effektive Art der Schwarzwildbejagung kann bezüglich der Störungen nicht mit einem regulären Jagdbetrieb gleichgesetzt werden.”

Die SPD-Abgeordneten fragten auch, wie “die neu geschaffene Möglichkeit, Schalldämpfer zu benutzen, von den Jägern aufgenommen wurde und bislang umgesetzt wird.” Die Antwort Hauks belegt den starken Zuspruch: “Mit Schreiben vom 8. Februar 2016 teilte das Innenministerium in Abstimmung mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den Regierungspräsidien die Voraussetzungen für die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis zum Erwerb, Besitz  und Führen eines Schalldämpfers für  schalenwildtaugliche Jagdlangwaffen mit. Nach der Statistik des nationalen Waffenregisters stellt sich die Entwicklung der Einträge von Schalldämpfern in die Waffenbesitzkarte wie folgt dar:
31.01.2015: 233
31.01.2016: 344
28.02.2016: 419
31.03.2016: 627
30.04.2016: 955
31.05.2016: 1.218
30.06.2016: 1.565

PM/SE

Beitragsbild: Titel der Landtags-Anfrage mit Antwort des Ministers. (Bildschirmfoto)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.