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Mecklenburg-Vorpommern: Mann bei Jagdunfall schwer verletzt

Bei einem Jagdunfall in Nostorf bei Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Donnerstag Nachmittag ein 60-jähriger Mann schwer verletzt worden. Das Opfer war bei Bewusstsein und wurde anschließend mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht worden. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sein 74-jähriger Jagdkollege ein Stück Damwild erlegen wollen. Nach Aussage des Schützen habe er sich hierzu mit seinem Jagdgewehr auf dem Fahrzeugdach seines PKW abgestützt und dann geschossen. Dabei durchschlug das Projektil aus noch ungeklärter Ursache das Fahrzeugdach, wobei der auf dem Beifahrersitz des PKW sitzende 60-Jährige von einem Splitter am Kopf getroffen wurde. Wie es zu diesem Vorfall kommen konnte, ist bislang noch unklar. Die Polizei stellte die betreffende Jagdwaffe sowie den PKW zur kriminaltechnischen Untersuchung sicher. Es wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. PM

Beitragsbild: Damwild (Symbolbild) Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Wolfsmanagementplan überarbeitet

Bauernbund: “Neuer Wolfsmanagementplan bereits veraltet”

Das Umweltministerium hat heute den überarbeiteten Wolfsmanagementplan vorgelegt. Dieser umfasst drei Teile. Neben aktualisierten Angaben zum laufenden Wolfsmanagement gibt es einen umfassenden Serviceteil mit allen wichtigen Kontaktdaten, Förderrichtlinien und Vorschriften zum Wolf. Als bundesweite Besonderheit sind im Mittelabschnitt des Plans insgesamt 29 Thesen über die künftige Weiterentwicklung des Wolfsmanagements in Brandenburg enthalten. Die Thesen sind von den Landnutzer- und Naturschutzverbänden und dem Ministerium gemeinsam entwickelt worden und werden von allen Beteiligten mitgetragen.

Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger betont: „Der neue Wolfsmanagementplan hat insbesondere durch die gemeinsam mit Landnutzer und Naturschutzverbänden erarbeiteten Thesen an Qualität gewonnen. Es ist beachtlich, dass es trotz der scheinbar häufig weit auseinanderliegenden Positionen zum Wolf gelungen ist, ein gemeinsam getragenes Thesenpapier zu entwickeln.“

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Bayern: Die Gamsschlächter stoppen!

Der Naturschutzverein “Wildes Bayern e.V.” hat eine Petition gegen die Ausrottung der Gämsen in der Kürnach gestartet. “Die Alpengämsen sind im Anhang V der FFH-Richtlinie aufgeführt. Jeder EU-Staat ist daher verpflichtet, alles zu tun, damit es den Gams gut geht und sie in allen ihren natürlichen Lebensräumen überleben können”, stellt der Verein auf der Petitionsseite fest. Die Realität vor Ort sieht anders aus. Mit der Situation vor Ort vertraute JAWINA-Leser reden von einem “unbarmherzigen Vernichtungskrieg gegen die Gams”, der von den Bayerischen Staatsforsten geführt werde. Diesem “schändlichen Treiben” gelte es Einhalt zu gebieten. Wildes Bayern e.V. warnt: “Wird der neue Abschussplan erfüllt, gibt es in der Kürnach in kürzester Zeit keine Gams mehr. Und somit ein weiteres Stück Heimat weniger. Wildes Bayern e.V. fordert deshalb mit einem dringenden Appell den sofortigen Stopp der Ausrottung der Gämsen in der Kürnach!”

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Thüringen: Neues Jagdgesetz, neue Verbote

Der Thüringer Landtag wird heute voraussichtlich das neue Landesjagdgesetz beschließen. Die Gesetzesnovelle bringt zahlreiche neue Verbote wie das Verbot von Totschlagfallen oder das generelle Verbot von Bleischrot ab 2022. Beide Verbote sind fragwürdig, da Totschlagfallen bei der von der EU vorgeschriebenen Bekämpfung invasiver Arten wie Waschbär, Mink oder Marderhund unentbehrlich sein dürften. Bleischrot mag an flachen Gewässern problematisch sein, über Land abgegebene Schrotschüsse sind toxikologisch unbedenklich, wie ein Wissenschaftler auf einem Bleifrei-Symposium unmissverständlich klarstellte. Populistische Symbolpolitik also, die eher Schaden als Nutzen bringt. Entgegenkommen zeigt die Landesregierung beim Schalldämpfer für Jagdwaffen, die endlich genehmigt werden sollen. Die Pflicht zur Aufhebung der Fütterungspflicht in Notzeiten wird kontrovers diskutiert, die Ökos jubeln, endlich darf man Wild auch verhungern lassen, eher traditionell gesonnene Jäger sehen das Ende der Schalenwildbewirtschaftung und des Rotwilds gekommen. Ein Nabu-Sprecher erklärte gegenüber dem MDR, das das neue Landesjagdgesetz sei gelungen – das zeigt deutlich, welche Interessengruppen von der rot-rot-grünen Regierungskoalition bevorzugt bedient wurden. SE

Beitragsbild: Für ernst gemeinten Artenschutz unerlässlich, aus populistischen Gründen in Thüringen verboten – Totschlagfalle. Foto: SE

Brandenburg: Erneut Rückgang bei der Schalenwildstrecke

+++ NRW: LANUV bestätigt neue Wolfsrisse und mahnt Herdenschutz an +++ Niedersachsen: Berufsjäger testet Saufänge +++ Grüne: Habeck redet nicht mit jedem +++ Thüringen: Jäger soll in befriedetem Bezirk Erfurts Wildschweine geschossen haben +++ Sachsen: Erneut Wolfssichtung am Dresdner Stadtrand +++

Für das Jagdjahr 2018/2019 hat das Brandenburger Agrarministerium die Streckendaten landesweit ausgewertet. Bei den wichtigen jagdbaren Tierarten weist die aktuelle Statistik das zweite Jahr in Folge Rückgänge auf.

Im zurückliegenden Jagdjahr betrug die Schalenwildstrecke des Landes Brandenburg insgesamt 151.961 Stück (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild). Laut Jagdstatistik für das Land Brandenburg lag die Gesamtstrecke davor – im Jagdjahr 2017/2018 – bei 176.418 Stück Schalenwild. Dabei werden neben den Erlegungen auch die Anzahl des Fall- und Unfallwilds erfasst.

Jäger als wichtige Partner für Forst- und Landwirte

Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner für die Forstwirtschaft und Nutztierhalter. Rot-, Dam- und Rehwild haben als verbeißendes Schalenwild einen sichtbaren Einfluss auf die natürliche Verjüngung der Wälder. Wildtiere fressen bevorzugt die Blätter junger Laubbäume – ohne Wildschutzmaßnahmen kann meist kein Waldumbau stattfinden.

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Waldgipfel: DJV fordert wildtierfreundliche Strategie

Waldumbau droht am Personalmangel zu scheitern: Die Hälfte der Stellen wurden in 25 Jahren gestrichen. Wildtiere dürfen nicht zum Sündenbock für verfehlte Forstpolitik werden. DJV veröffentlicht Frage-Antwort-Papier.

Anlässlich des heutigen Waldgipfels im Bundeslandwirtschaftsministerium fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) mehr Anstrengungen der Forstpolitik für klimastabile Wälder. Über ein Viertel des Waldes besteht auch nach drei Jahrzehnten Forstreform noch aus Nadelholz-Monokulturen. Die Schuld Reh und Hirsch anzulasten und immer höhere Abschusszahlen zu fordern, lehnt DJV-Vizepräsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff ab: „Waldumbau mit dem Gewehr funktioniert nicht. Wildtiere sind nicht der Sündenbock für Sparwut in Behörden.“ Vielmehr müssten akut eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Kahlflächen durch Dürre und Schädlinge müssten aufgeforstet werden. Danach sind laut DJV jahrelange Pflege- und Schutzmaßnahmen notwendig. Doch dafür fehlt das Personal: Mehr als die Hälfte der Stellen im Forstbereich wurden in 25 Jahren gestrichen.

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Russland: Tiger tötet Jäger

+++ Sachsen: Elch auf der A4 unterwegs +++ Bayern/Österreich: Wildschweinalarm auf der A93 und der A2 +++

In der Region Chabarowsk im Fernen Osten Russland ist ein Mann von einem Tiger angefallen und getötet worden. Die Region am Fluss Amur nahe an der chinesischen Grenze ist Verbreitungsgebiet des Amur-Tigers, der größten Katze der Welt. Zu dem Vorfall kam es, während der Jäger in Begleitung seines Sohns einen Jagdausflug mit dem Boot unternahm. Als die beiden an Land gingen, griff der Tiger sofort an. Vermutlich hatte er ein Tier in der Nähe gerissen und wollte seine Beute verteidigen. Der Sohn des Getöteten erschoss daraufhin den Tiger. Der angefallene Jäger wurde noch von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Wie das Zentrum Amur-Tiger mitteilt, ist ein Team von Spezialisten der Chabarowsker Jagdbehörde zur Lösung von Konfliktsituationen zwischen Menschen und großen Raubtieren vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. red.

Beitragsbild: Nachricht vom Unglücksfall auf der Internetseite des Zentrums Amur-Tiger (Screenshot, Ausschnitt)

Schleswig-Holstein: LJV nimmt Stellung zu Beteiligung von Jägern an Wolfsabschuss

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) hat auf Aufforderung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung (MELUND) eine Stellungnahme zur geplanten Einbeziehung von Jägern bei der Entnahme des Problemwolfs GW924m abgegeben. Darin begrüßt der LJV das Vorhaben, “die Berechtigung zum Abschuss des Wolfs GW924m auf die Jagdausübungsberechtigten der betroffenen Jagdreviere durch eine Allgemeinverfügung auszudehnen.” Angesichts der Schwierigkeit der Entnahme spricht sich der LJV dafür aus, auch Begehungsscheininhaber und Jagdgäste einzubeziehen. Aus Sicht des LJV SH stellt der geplante EIngriff jedoch lediglich eine “situative Reaktion” dar. Um ein Akzeptanzproblem für große Beutegreifer im ländlichen Raum zu vermeiden, sei jedoch ein “vollumfängliches Wolfsmanagement” künftig unabdingbar.

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Italien: Jäger erschiesst seinen Vater bei Wildschweinjagd

+++ Niedersachsen: Jäger beschuldigen Land wegen Saufängen der Tierquälerei +++ Brandenburg: Auto brennt nach Kollision mit Wildschwein auf A13 aus +++ Schweden: Motorradfahrer stirbt bei Wildunfall mit Elch +++ Österreich: Wolf im Pongau gesichtet +++

Ein 34-jähriger hat am Sonntag bei einer Wildschweinjagd in der Nähe von Sicignano degli Alburni (Provinz Kampanien) bei Salerno versehentlich seinen 55 Jahre alten Vater erschossen. Italienischen Medienberichten zufolge waren die beiden in aller Frühe aufgebrochen, um gemeinsam mit ihren Hunden Sauen zu jagen. Sie befanden sich in unzugänglichem und gebirgigen Gebiet auf einer Lichtung mit dichtem Unterbewuchs. Die Stöberhunde gaben Laut und zeigten so die Anwesenheit von Wild an. Die Männer bezogen ihre Positionen. Als der Sohn das Geräusch brechender Äste in seiner Nähe hörte, zielte er auf eine sich bewegende Silhouette. Der Sohn rannte sofort zum Anschuss, wo er seinen Vater leblos auf dem Boden liegen sah. Der Mann hatte einen Bauchschuss abbekommen und war sofort tot. Passanten, die den Schussknall und das Geschrei gehört hatten, verständigten sofort Rettungskräfte und die Polizei.

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NRW: Jäger schießt sich in Fuss

Ein 72-jähriger Jäger hat am Samstag bei einem Jagdunfall am Heitwinkel bei Paderborn schwere Verletzungen erlitten. Der Mann war gegen 16.20 Uhr allein mit seinem Auto zum Jagen in den Jagdbezirk am Heitwinkel gefahren. Beim Durchladen seines Jagdgewehrs löste sich ein Schuss, der eine schwere Fußverletzung bei dem 72-Jährigen verursachte. Da er kein Mobiltelefon mitführte und niemand in der Nähe war, setzte sich der Schwerverletzte wieder in sein Auto und fuhr nach Hause. Dort wurde der Rettungsdienst alarmiert. Der eingesetzte Notarzt forderte sofort einen Rettungshubschrauber an, mit dem der Verletzte in eine Klinik nach Bochum geflogen wurde. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdgewehr (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser Da für den Hinweis!

Bundesrat veröffentlicht Stellungnahme zum Waffengesetz

Der Bundestag hat eine Stellungnahme (Drucksache 363/19) zum “Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG)” veröffentlicht. Die im Bundesrat vertretenen Bundesländer wirken auf diese Weise an dem vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzesentwurf mit. Der Vorschlag des Bundesrats enthält diverse Verschärfungen und Verbotsforderungen. So soll nach dem Wunsch der Länder bei der Beurteilung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit künftig eine “Auskunft der zuständigen Verfassungsschutzbehörde” eingeholt werden. Zur Begründung heißt es:

“Angesichts der enormen und zunehmenden Gefahren, die von einem legalen Waffenbesitz, insbesondere von Rechtsextremisten, ausgehen, bedarf es dringend der Regelung, dass eine Speicherung als Extremist bei einer Verfassungsschutzbehörde des Bundes oder der Länder zur Tatbestandserfüllung der Regelvermutung der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit ausreicht. Nur so kann sichergestellt werden, dass dort, wo relevante sicherheitsbehördliche Erkenntnisse zu extremistischen Bestrebungen vorliegen, die aus nachrichtendienstlichen Gründen nicht vorgehalten werden können und allein deshalb notwendige rechtliche Konsequenzen unterbleiben, in das waffenbehördliche Verfahren zur Versagung oder Entziehung einer Erlaubnis eingeführt werden können.

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Bundesrat fordert jährlichen Bericht über Wolfsbestand

+++ Sachsen: Porsche gegen Reh – 50.000 Euro Schaden +++ Schweiz: Kormoranjagd auf dem Neuenburgersee eröffnet +++

Massiver Einbruch bei der Zahl der Wanderschäfereien – 220.000 Euro pro Jahr für die DBBW

Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, zukünftig einen jährlichen Bericht über den gesamten Wolfsbestand zu erstellen, der die Verbreitung der Wölfe in den Ländern und biogeographischen Regionen darstellt. Auch soll der Bericht eine Beurteilung des Erhaltungszustands beinhalten. Das hat die Länderkammer in einer Stellungnahme zum von der Bundesregierung geplanten “Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes” formuliert.

Mit dem Gesetzesentwurf will die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen in bestimmten Fällen erleichtern. Der Entwurf sieht vor, im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) einen neuen Paragrafen 45a aufzunehmen. Darin will die Bundesregierung unter anderem regeln, unter welchen Bedingungen Wölfe nach Rissen von Nutztieren abgeschossen werden dürfen. So soll in Fällen, in denen Nutztierrisse nicht einem Einzeltier zugeordnet werden können, der Abschuss von einzelnen Mitgliedern eines Rudels “bis zum Ausbleiben von Schäden” fortgesetzt werden dürfen.

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Utah: Wapiti-Kalb hautnah

Ein wirklich ungewöhnliches Jagderlebnis haben die Bogenjäger Chad Bassett und Lindsay Christensen in San Juan County im US-Bundesstaat Utah in einem Video festgehalten, dass die Jagd- und Wildtierbehörde (Utah Division of Wildlife Resources) auf Facebook geteilt hat. In dem während der Bogenjagdsaison 2019 aufgenommenen Video ist zu sehen, wie ein unerschrockenes Wapiti-Kalb sich dem mucksmäuschenstill stehenden Jäger annähert und schließlich beginnt, an seinem Bogen herumzuknabbern und zu -lecken. “Für Bogenjäger ist es das wichtigste, nahe ans Wild heranzukommen”, erklärte Lindsay Christensen gegenüber Fox News, “Aber so nahe heranzukommen – das war eine Erfahrung, die schwer mit Worten zu beschreiben ist.

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Niedersachsen: Wildkatze im Wendland nachgewiesen

+++ SPD-Innenminister wollen Waffenrecht weiter verschärfen +++ Wolfsnachwuchs im tschechisch-polnischen Grenzgebiet +++ Brandenburg: Wolf bei Liebenwalde überfahren +++

Die diesjährige Erfassung der Wildkatze hat bestätigt, dass sich die Art weiter in Niedersachsen ausgebreitet hat. Durch eine großflächige Wildkatzenerfassung konnte der Naturschutzverein BUND gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits in den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass sich die scheue Katze immer neue Lebensräume in Niedersachsen zurückerobert. Unterstützt durch die Niedersächsischen Landesforsten, die Klosterforst sowie weitere Naturschutzverbände untersuchten Natur­schützer*innen in 2019 mit Hilfe von 83 Lockstöcken ausgewählte Wälder in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Celle und der Region Hannover sowie im nördlichen Teil des Teutoburger Walds im Raum Dissen südlich von Osnabrück.

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Deutsche Wildtier Stiftung startet Petition zur Abschaffung von Rotwildgebieten

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat eine Petition gestartet, die sich die Abschaffung der Bewirtschaftungsgebiete für das Rotwild zum Ziel gesetzt hat. Tier- und Naturfreunde sind aufgerufen, dem Rothirsch ihre Stimme zu geben. Die Beteiligung wird akustisch aufbereitet: Jede Stimme bedeutet eine Sekunde der geröhrten Petition. Jeweils 3.600 Unterschriften von Hirsch-Freunden führen zu einer Stunde Hirschröhren. „Diese geröhrte Petition werden wir der Landesregierung in Baden-Württemberg übergeben, denn das ,Ländle‘ stellt im bundesweiten Vergleich dem Rothirsch am wenigsten Lebensraum zur Verfügung“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Was die wenigsten wissen: Wo in Deutschland der Rothirsch leben darf, entscheiden die Bundesländer. In vielen Bundesländern darf der Hirsch nur in festgelegten Gebieten, den sogenannten Rotwildbezirken, leben. Bei Grenzüberschreitung müssen die Tiere erschossen werden. Dies gilt vor allem in den beiden besonders wildfeindlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern.

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Schleswig-Holstein: Polizei warnt Hundehalter vor möglichen Giftködern

+++ Bayern: Jäger erlegt 170-Kilo-Keiler bei Germering +++

Am Montag, den 16. September 2019 rettete ein Tierarzt einen Jagdhund nach dem Verzehr eines mutmaßlich vergifteten Fleischstückes, wie die Polizeidirektion Bad Segeberg meldet. Der 55-jährige Hundehalter aus Schenefeld war mit seinem Münsterländer Rüden morgens zwischen 6:45 Uhr und 7:15 Uhr im Bereich des Meisenweges und des Sandstückenweges spazieren. Unmittelbar nach dem Spaziergang zeigte der Hund erste Vergiftungssymptome. Der Hundehalter fuhr sofort zu einem Tierarzt. Nachdem dieser ein Brechmittel verabreichte, erbrach der Hund ein unverdautes, sauber geschnittenes Stück Fleisch. Die Ermittler der Polizei Schenefeld gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass das Stück Fleisch vergiftet und möglicherweise gezielt als Köder ausgelegt wurde. Die Polizei appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere angeleint zu führen und darauf zu achten, dass die Tiere am Wegesrand nichts Unbekanntes fressen. Weiterlesen

Wertvolle Argumentationshilfe: IUCN-Broschüre zur Trophäenjagd

Jagdverbote “sind ein kurzsichtiges Instrument, das die Gefahr birgt, den Nutzen sowohl für den Naturschutz als auch für  die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung zu untergraben, wodurch die eigentliche, große Bedrohung durch Lebensraumverlust und Wilderei verschärft und gar nicht erst angegangen wird”, heißt es in einem Informationsschreiben der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Die Broschüre der IUCN liegt nun auch auf Deutsch vor und ist eine wertvolle Argumentationshilfe für den Umgang mit verunsicherten oder durch unseriöse Berichterstattung zum Thema Trophäenjagd aufgebrachten Mitbürgern. Fanatische Jagdgegner werden die Lektüre wohl verweigern, aber wer Sachargumenten gegenüber noch aufgeschlossen ist, findet hier wertvolle Aufklärung zu häufigen Missverständnissen. Die Broschüre beleuchtet den Hintergrund, also die Situation vieler Wildtiere, denen vor allem durch Bevölkerungswachstum und Habitatverluste Gefahr droht. Durchaus kritisch wird hinterfragt, welche Rolle die Trophäenjagd für den Artenschutz spielen kann und könnte.

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Niedersachsen: Wolfsentnahme wird etwas teurer

+++ Brandenburg: Hinterlauf gebrochen – Elch in Eberswalde geschossen +++ Österreich: Hund verendet in Conibear-Falle +++ Tödlicher Jagdunfall in der Schweiz: Täter und Opfer waren beste Freunde +++ Wölfe unter Verdacht: Schafe, Pferd, Kalb +++Schweiz: Jagdunfall – Jäger (79) schießt sich in die Hand +++ Südkorea: ASP-Ausbruch bei Hausschweinen +++

150.000 statt 83.000 Euro für externen Dienstleister

Die Kosten für die geplante, aber bislang erfolglose Entnahme des “Problemwolfs” GW717m laufen aus dem Ruder. Das ergibt sich aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Stand bisher ein Betrag in Höhe von rund 83.000 Euro als Kosten für den externen Dienstleister im Raum, der das Land Niedersachsen “bei der “Individualisierung und dem Entnahme-Verfahren unterstützt”, so ist in der Antwort der Landesregierung von 150.000 Euro die Rede. Ohne die Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz einzurechnen, fallen für das Wolfsmanagement Kosten in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro an (siehe Beitragsbild). Diese werden unter anderem für Besenderungsversuche, eine “Eingreiftruppe Herdenschutzhunde”, DNA-Analysen oder Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die Kosten für die Entnahme eines Wolfs überstiegen die Kosten für”alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land”, bemerkte der Grünen-Politiker Christian Meyer süffisant gegenüber dem NDR. SE

Beitragsbild: Aus der Antwort der Niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen (Screenshot, Ausschnitt).

Die Red. dankt JAWINA-Leser GM für den Hinweis!

 

Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

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Niedersachsen: Wolf bei Celle totgefahren

+++ NRW: Wildschwein attackiert Mann in Hagen +++ Sachsen: Landschaftspflegeverband kämpft für Erhalt des Rotwilds im Erzgebirge +++

Am Sonntag, dem 15. September 2019, kam es auf der Kreisstraße 26 zwischen Hustedt und Wittbeck gegen 13:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw mit einem die Straße querenden Wolf kollidierte. Der Wolf wurde durch die Kollision getötet. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Der Wolf wurde im Anschluss an die Verkehrsunfallaufnahme von einem zuständigen Wolfsbeauftragten abtransportiert. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

DJV/CIC: “Jagd refinanziert Nashornschutz”

Internationale und nationale Medien berichten von der Erlegung eines Spitzmaulnashorns durch einen US-Amerikaner in Namibia. Aus dieser Jagd fließen umgerechnet 360.000 Euro in den Wildtierschutz Namibias und tragen zu einer der erfolgreichsten Naturschutzstrategien Afrikas bei. Die Tierrechtsszene stellt das in Abrede.

Zuständige US-Behörden haben den Import eines Spitzmaulnashorns aus Namibia genehmigt, das ein US-Amerikaner erlegt hat. Die internationale Tierrechtsszene nimmt die Genehmigung zum Anlass, Forderungen nach Importbeschränkungen für Jagdtrophäen zu stellen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) stellen fest, dass derartige Forderungen das namibische Erfolgsmodell im Schutz seiner Wildtiere kompromittieren.

Namibia managt seine Spitzmaulnashörner im Rahmen einer Strategie, die zuletzt 2017 aktualisiert wurde. Diese basiert auf drei Empfehlungen führender Nashorn-Experten, darunter die „African Rhino Specialist Group“ der Weltnaturschutzunion (IUCN). Diese sind: die Vergrößerung des Ausbreitungsgebiets, ein jährliches Populationswachstum von mindestens fünf Prozent sowie die Minimierung von Wilderei. Im Rahmen dieser Strategie hat Namibia seinen Bestand an Spitzmaulnashörnern zwischen 1995 und 2015 mehr als verdoppelt. Damit ist Namibias Schutzprogramm für Nashörner und andere Wildtiere einer der größten Artenschutzerfolge Afrikas.

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Schweiz: Tödlicher Jagdunfall – Jäger erschiesst Jäger

Bei einem tödlichen Jagdunfall in der Gemeinde Chiasso im Tessin ist am Samstag ein Jäger von einem anderen Weidmann erschossen worden. Das Opfer ist 51, der Schütze 50 Jahre alt. Der Getroffene erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Behörden haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Täter uns Opfer sind beide einheimische Jäger. red.

Beitragsbild: Gebirgsjagd (Symbolbild). Foto: SE

Thüringen: Wolfsbeauftragter schmeisst hin

“Habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen!”

Der Thüringer Wolfsbeauftragte Uwe Müller hat seinen Job als Zuständiger für Wolfsrisse beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) fristlos gekündigt. Das berichtet der MDR. Müller führte zur Begründung “unüberwindbare Probleme mit seinem Arbeitgeber”, “Redeverbote” und “neue Prämissen seit Anfang des Jahres” an. Ziel sei es, “unbequeme Leute auszuschalten. “Ich habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, ich lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen”, bekundete Müller gegenüber dem MDR. Das TLUBN untersteht dem Thüringer Umweltministerium, das von der Grünen-Ministerin Anja Siegesmund geführt wird. Dem TLUBN zufolge handelt es sich bei der Personalie um eine “organisatorische Umstrukturierung, um die Abläufe weiter zu verbessern.” red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

+++ Niedersachsen: Nabu beklagt dramatische Einbrüche bei Wiesenvögeln +++ Österreich: Jäger schießt Rohrweihe, Passant zeigt ihn an +++

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

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Streitschrift gegen den “Schalenwildkrieg der Forstpartie”

Der Jurist und Jagdrechtsblogger Dr. Wolfgang Lipps hat eine “Streitschrift gegen die rechtswidrige „Ausrottung“ und/oder „planlose Dezimierung“ von Schalenwild durch „Mindestabschusspläne“” verfasst. Darin geht es um den “Schalenwildkrieg der Forstpartie”, wie der Verfasser schreibt, eine Auseinandersetzung, die mit “der unsäglichen neuen DVO zum Landesjagdgesetz Brandenburg” den Höhepunkt erreicht habe. Die Streitschrift solle Jagdgenossenschaften, Jäger “und vor allem die Politik zum Umdenken und zu Aktionen bewegen”.

In der Einleitung zu dem Text heißt es, seit Jahren sei zu beobachten, dass “leider das Verhältnis zwischen Forst und Jagd immer schlechter” werde. […] Nach der Wende sei der Landesforst Brandenburg angetreten mit dem Bekenntnis  „Wald und Wild“ (auch bekannt geworden als „Der Brandenburger Weg“). “Sehr schnell allerdings wurde daraus der Slogan „Wald vor Wild“”, schreibt Lipps, “Und heute müssen wir nicht nur in Brandenburg, sondern vielerorts, erkennen, dass sich die Forstwirtschaft einen „Wald ohne Wild“ nicht nur wünscht, sondern massiv und, gerade in Brandenburg, mit vorwerfbaren Mitteln durchzusetzen versucht.”

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Schleswig-Holstein: Kofferfalle wieder erlaubt

+++ Niedersachsen: Verhaltensauffällig? Junger Wolf spielt mit Jagdhund +++

In Schleswig-Holstein ist die Verwendung von Kofferfallen wieder zugelassen. Auf der Internetseite des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein heißt es dazu: “Ab sofort darf die Kofferfalle wieder durch den LJV geprüft und registriert und somit landesweit eingesetzt werden. Das LJV-Präsidium und der Arbeitskreis Niederwild im LJV begrüßen den Erlass, an dem lange gearbeitet wurde: “Mit diesem Erlass sind wir unserem Ziel, die jagdlichen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein zu verbessern, ein großes Stück näher gekommen”, stellt LJV-Präsident Wolfgang Heins fest. Ebenso positiv äußert sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Niederwild Revieroberjäger Christopher von Dollen: “Dies ist ein wichtiger Schritt für das Prädatorenmanagement zur Niederwildhege”. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) gibt folgenden Erlass bekannt:

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Neue grüne Verbotsideen

Irre! Man denkt, es ist doch schon alles verboten, aber den Grünen fällt immer noch was Neues ein: Luftballons gehören schon lange verboten, da sind wir uns einig, deshalb ist der Vorstoß der niedersächsischen Grünen für ein Luftballon-Verbot als überfällig zu werten. Harmloser Spaß auf Kindergeburtstagen? Von wegen! Millionen Vögel verenden qualvoll, weil sie Luftballonreste fressen, was bestimmt irgendeine Studie alternativlos belegt. Außerdem sollen sich ruhig schon die kleinen grünen Nachwuchs-Khmer Soja-Bratlinge mümmelnd an die Freudlosigkeit des Daseins gewöhnen, eines Daseins, welches sich zuallererst als ein schuldbeladenes begreift, weil es Nacktmullen und Schweinswalen den Lebensraum mit Mikroplastik zumüllt.

Konsequent daher auch die spitzengrüne Forderung, Benziner und Diesel-Autos endlich zu verbieten. Mit steigenden Zwangsquoten für Elektroautos soll dem endgültigen Verbot bis 2030 der Weg geebnet werden. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis in einem sauberen planwirtschaftlichen Verfahren (Grünen-Chef Habeck soll ja angeblich Sympathien für ein “durchregiertes System à la China hegen) festgelegt werden kann, wer überhaupt zu individueller Fortbewegung berechtigt ist (Gesichtspunkte wie Systemtreue, Ernährungsgewohnheiten, Bejahung von regenerativer Energie und Diversity) sollten unbedingt in die Bewertung einfließen). Berechtigte können dann eines der zwei Einheitsmodelle bei der staatlichen Mobilitätskommission beantragen.

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LJV NRW verabschiedet Positionspapier Wald und Wild

+++ Bayern: Jäger stellt Mahntafel neben von Hund gerissenem Reh auf +++ Bayern: Luchs gewildert – Jäger unter Verdacht +++ Österreich: Jungrinder wahrscheinlich von Wolf gerissen +++ Schweiz: Wölfe im Basler Zoo eingeschläfert +++ Schweiz: Wolfsabschüsse in Schongebieten gefordert +++ Bahnbrechende Erkenntnis: “Böse Wölfe” gab es wirklich +++

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) hat ein Positionspapier mit dem Titel “Wald und Wild” veröffentlicht. In einer Pressemitteilung des Verbandes heißt es dazu: “Die Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen stehen erneut vor einer riesigen Herausforderung, die manche Betriebe an ihre Existenzgrenze treibt. Mehrere extreme Sturmereignisse der letzten Jahre, die beiden Trockenjahre 2018 und 2019 und die daraus folgende Borkenkäferkalamität in den Nadelholzregionen bedrohen den Wald in NRW mit seinen vielfältigen Wirtschafts-, Schutz- und Sozialfunktionen. Die Sicherung und Wiederherstellung des Waldes bedürfen gemeinsamer Anstrengungen aller daran beteiligten Gruppen. Von der Jägerschaft in den betroffenen Regionen ist erneut große Solidarität gefordert, denn ohne ihre Mitwirkung können die Ziele nicht erreicht werden.

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Bayern: Vier Jungwölfe im Veldensteiner Forst nachgewiesen

Wolf bei Pegnitz totgefahren

Im Landkreis Bayreuth wurden am 08.09.2019 vier Jungwölfe von einer automatischen Videokamera aufgenommen. Es handelt sich um den zweiten Wurf des Wolfspaars im Veldensteiner Forst. Am 11.09.2019 meldete die Polizeidienststelle Pegnitz dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) den Fund eines toten wolfsähnlichen Tieres an der BT28 zwischen Pegnitz und Plech. Bei dem toten Tier handelt es sich um einen Wolf, wie die Dokumentationsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt hat. Das LfU hat Untersuchungen zur Klärung der Todesursache und Individualisierung des Tieres in die Wege geleitet. Nach den vorliegenden ersten Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es sich um einen Wildunfall handelt. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert.

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Bayern: Jagd- und Naturschutzverbände verabschieden Aktionsplan gegen Wilderei

Der Bayerische Jagdverband (BJV), der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der WWF Deutschland fordern von der bayerischen Landesregierung einen „Aktionsplan Wilderei“. Gemeinsam veröffentlichten die Verbände am Mittwoch eine „Regensburger Erklärung gegen Wilderei und Artenschutzkriminalität“. Sie fordern darin eine Anti-Wilderei-Offensive der bayerischen Behörden und eine zentrale Dokumentation und Veröffentlichung aller Artenschutzdelikte sowie ihrer Hintergründe und deren Strafverfolgung in Bayern. So heißt es in dem Papier: „Die illegale Tötung streng geschützter Wildtiere ist kein Kavaliersdelikt. Diese Straftaten müssen konsequent verfolgt werden. Ein eindeutiges Signal durch das Innen- und Justizministerium ist dringend erforderlich, damit Wilderei immer als gravierendes Problem mit entsprechendem Handlungsdruck wahrgenommen wird.“

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Bayern: Vocke schliesst Rücktritt nicht mehr aus

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Jürgen Vocke, schließt seinen Rücktritt einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge nicht mehr aus. Vocke, der seit 25 Jahren BJV-Präsident ist, sieht sich “heftigen Vorwürfen wegen seines Finanzgebarens” ausgesetzt, formuliert die SZ. Der Memminger Jagdfunktionär und BJV-Präsidiumsmitglied Andreas Ruepp hat Strafanzeige gegen Vocke wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung erstattet.  Derzeit prüft ein Wirtschaftsprüfer die Verbandsfinanzen. “Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Versäumnissen gekommen ist, lege ich das Amt nieder”, kündigte Vocke an. Konkret geht es wohl um die “pauschale Aufwandsentschädigung” in Höhe von 5000 Euro monatlich, die sich Vocke vom BJV für sein “Ehrenamt” überweisen lässt – dem Bericht zufolge steuer- und abgabenfrei. Dies liege “weit jenseits der üblichen steuerfreien Ehrenamtspauschale von 720 Euro pro Jahr”, merkt die SZ süffisant an. Der Verband behalte nun 2000 Euro monatlich ein, falls für die Ehrenamtsbezüge des BJV-Präsidenten nachträglich Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt werden müssen.

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Jagdreise: Streit um Elch

Vor dem Amtsgericht Mönchengladbach streiten sich ein Jagdreisender und ein Jagdreiseunternehmen – der Fall gibt Anlass zu allgemeinen Erwägungen zu Streitfällen auf Jagdreisen.

Dem Zivilverfahren liegt einer Pressemitteilung des Gerichts zufolge folgender Sachverhalt zugrunde:

“Der Kläger verlangt von der Beklagten Zahlung von EUR 1.500,00 als Ersatzansprüche nach einer nicht wie gewünscht verlaufenen Jagdreise nach Weißrussland. Die Beklagte hatte sich in einem 2017 geschlossenen Vertrag verpflichtet, dem Kläger und einem weiteren Jagdgenossen die Gelegenheit zu vermitteln, in einem Jagdrevier bei Sklov einen Elch zu erlegen. Sollte der Kläger keine Chance bekommen, einen Elch zu beschießen, war eine Erstattung von 1.500 EUR des Reisepreises vorgesehen.

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Neuer Defender: Es ist ein SUV geworden

Maßlose Enttäuschung dürfte sich anlässlich der Vorstellung des neuen Defender 2020 unter eingefleischten Fans des Ur-Modells breitmachen: Die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten, der neue Defender ist ein SUV geworden. Ohne Leiterrahmen und mit Einzelradaufhängung, wie die Darstellung in dem Video befürchten lässt. Aerodynamisch rundgelutscht wie ein ausgespuckter Bonbon und alle anderen modernen Autos. Vollgestopft mit (Unterhaltungs-)Elektronik und überkomplexer Technik. Der sprichwörtliche Dorfschmied dürfte hier nun gar nichts mehr ausrichten können, und damit ist es mit der Expeditionstauglichkeit für Leute ohne Tross und unbegrenztes Budget wohl vorbei.

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Explodierte Waffe: Keine wiedergeladene Munition verwendet

Die Polizei hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass es sich bei dem bei einer Erntejagd nahe Saarlouis explodierten Gewehr um eine Selbstladebüchse im Kaliber .30-06 handelte. Entsprechende Gerüchte kursieren seit gestern im Internet. Zum Hersteller und der Marke der verwandten Munition wollte der Polizeisprecher zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen. “Die Unfallursache ist im Moment noch völlig offen”, hieß es weiter. Ausgeschlossen werden könne, dass ein Selbstlaborat verwendet wurde – es kam also Fabrikmunition zum Einsatz – und der Lauf irgendwelche Verstopfungen aufgezeigt hat.” Die genaue Ursache wird durch eine  Untersuchung bei einer dafür kompetenten Stelle festgestellt. red.

Beitragsbild: Munition (Symbolbild)

 

Baden-Württemberg: Traktorfahrer bei Erntejagd durch Schuss schwer verletzt

+++ Wildunfall: Taxifahrer hält Wildschwein für “großen Hamster” +++

Bei einem Jagdunfall, der sich vergangenen Freitag gegen 14.30 Uhr im Bereich der Steinbachhofstraße in Gündelbach ereignete, wurde ein 25-jähriger Traktor-Lenker durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Ludwigsburg heißt. Der junge Mann befand sich mit seinem Traktor auf einem Feldweg neben dem Maisfeld, das zu einem großen Teil schon abgeerntet war. Mit in dem Gefährt saß eine 18 Jahre alte Erntehelferin. Um das Feld herum waren mehrere Jäger postiert, die während der Erntemaßnahmen Schwarzwild bejagten. Als ein aufgescheuchtes Wildschwein das Maisfeld verließ, gaben ein 59-jähriger und ein 71 Jahre alter Jäger jeweils mehrere Schüsse ab. Vermutlich trat eines dieser Geschosse durch die Glasscheibe in die Kabine des Traktors ein und verletzte den 25-Jährigen. Herumwirbelnde Glassplitter verletzten die 18-jährige Beifahrerin leicht. Der Fahrer wurde durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Beifahrerin kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die zum Tatzeitpunkt durch die beiden Tatverdächtigen benutzten Waffen wurden sichergestellt. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung führt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. PM

Beitragsbild: Erntejagd (Symbolbild). Foto: SE