Archiv des Autors: admin

Schleswig-Holstein: Jäger tötet Sohn und anschließend sich selbst

Dienstag Nacht hat ein Mann im Itzehoer Gewerbegebiet zunächst seinen Sohn und anschließend sich selbst durch Schüsse getötet. Die Ermittlungen in dieser Sache hat die Itzehoer Mordkommission übernommen, die genauen Hintergründe der Tat bleiben zu klären. Nach Informationen der Bildzeitung soll der Todesschütze Jäger sein.

Gegen 0.45 Uhr teilte ein 64-Jähriger über Notruf mit, dass er seinen Sohn im Bereich des Mediamarktes in Itzehoe erschossen habe und nun sich selbst richten wolle. Sofort entsandten Einsatzkräften zeigte sich vor Ort ein trauriges Bild – sie entdeckten den Anrufer, seinen 15-jährigen Jungen und einen Jack-Russell-Terrier erschossen neben dem Fahrzeug des 64-Jährigen. Rettungsmaßnahmen waren nicht mehr möglich.

Weiterlesen

ASP: DJV veröffentlicht Leitfaden für Jäger

Der DJV veröffentlicht eine Broschüre zur Afrikanischen Schweinepest. Typische Krankheitsbilder sind mit Fotos dargestellt. Weitere Themen: Symptome, Verbreitung und Prävention der Tierseuche.

Wie lässt sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) erkennen? Was ist im Fall eines Ausbruchs zu tun? Welche Folgen bringt die Krankheit mit sich? Antworten liefert die neue Broschüre “Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest” des Deutschen Jagdverbandes (DJV), die ab sofort digital auf www.jagdverband.de erhältlich ist. Ab Mitte Januar ist die gedruckte Version kostenfrei bestellbar. Das 28-seitige Dokument füllt Wissenslücken und bietet insbesondere Jägern und Landwirten einen guten Überblick über Symptome der Tierseuche, Präventionsmaßnahmen sowie Vorgehen im Seuchenfall.

Weiterlesen

Schweiz: Hirsch mit 6 Kilo Plastikmüll im Magen erlegt

+++ Bayern: Hirsch in Gatter getötet und abtransportiert +++ Berlin: Schaf auf Kinderbauernhof angeblich nicht von Wolf gerissen +++ Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wildunfall getötet +++ Schweiz: Wolf im Kanton Graubünden totgefahren Thüringen: Wolf auf A71 überfahren +++ Polen: ASP? Totes Wildschwein aus der Oder geborgen +++ 

Es sei” ein bekanntes Phänomen”, berichtet das Amt für Jagd und Fischerei des Schweizer Kantons Graubünden: “Beim ersten Schnee tauchen Hirsche in Dörfern auf, obwohl noch keine Wintersnot herrscht. Die Gründe sind schnell gefunden: Fütterungen locken die Tiere in die Siedlungen. Sei es falsche Tierliebe oder Nachlässigkeit, das Futterangebot im Siedlungsgebiet kann für die Hirsche fatale Konsequenzen haben, wie ein aktuelles Beispiel in Arosa zeigt. Angelockt von Komposthaufen, Vogelhäuschen und anderen Futterquellen hielt sich das Wildtier in den Bergdörfern Arosa und Langwies auf und wurde aufgrund seines Verhaltens zum Sicherheitsrisiko, weshalb die Wildhut den Hirsch anfangs Dezember erlegen musste.

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Hegegemeinschaft verurteilt Rotwildjagd im Naturschutzgebiet

Von wegen öko: Die Hegegemeinschaft Schuenhagen-Franzburg HG) kritisiert die Bejagung des Rotwilds im Naturschutzgebiet Krummenhagener See durch den Landesforst MV: “Wieder im Forstamt Schuenhagen, damit im Zuständigkeitsbereich dessen Amtsleiters Andreas Baumgart und zum zweiten Mal im Jahr 2019 werden hier bei der Bejagung des Rotwildes unlautere Mittel angewendet”, heißt es in einer Mitteilung der HG, die der Red. vorliegt.

Darin heißt es weiter: “Nachdem bereits im April 2019 die Bejagung von Rotwild innerhalb dessen Schonzeit stattfand, die auf falschen Angaben und fehlerhafter Behördenbescheiden beruhte, bejagt man im FoA Schuenhagen seit Sommer 2019 Rotwild im Naturschutzgebiet Krummenhagener See. Hier wurden ohne weitere Rücksprache und ohne Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde oder der zuständigen Hegegemeinschaft Schuenhagen-Franzburg Zuwegungen durch angrenzende Jagdbezirke in die Schilfbereiche hinein geschaffen, eine Kanzel errichtet und eine Kirrung mit Wildkamera angelegt.

Weiterlesen

Brandenburg: ASP-Schutzzaun auf dem Oderdeich

Brandenburg plant einem Bericht des Focus zufolge die Errichtung eines Schutzzauns gegen das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von Polen nach Deutschland. Bereits in den nächsten Tagen solle mit dem Bau begonnen werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Äußerung, die der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) auf der Jahresabschlusspressekonferenz getan haben soll. Demnach hat auch MV 50 Kilometer Elektrozaun angeschafft, um im Fall eines Kadaverfundorts den Fundort weiträumig absperren zu können. „Nach Einschätzung von Experten des Friedrich-Loeffler-Institutes befindet sich die Seuche in Westpolen in einer Phase des maximalen Wachstums. In den nächsten Wochen müssen wir daher mit stetig steigenden Fallzahlen sowie mit einer weiteren und vor allem schwer abzuschätzenden Ausbreitung des Geschehens rechnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Jahresabschlusspressekonferenz.  red./PM

Beitragsbild: Oderdeich. Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Berufsjäger kritisieren Backhaus’ Öko-Jagdgesetz

Der Landesverband der Berufsjäger in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine Stellungnahme  zum Positionspapier „Wald und Wild“ (JAWINA berichtete) veröffentlicht. Die Abschussvorgaben in dem Positionspapier halten die Berufsjäger für “einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen das Jagdgesetz sowie gegen unsere Verantwortung zum Erhalt der Wildtiere als Mitgeschöpfe in unserer Kulturlandschaft.”

In der Stellungnahme der Berufsjäger heißt es: “Der Landesverband der Berufsjäger e. V. ist der einzige jagdliche Berufsverband in Mecklenburg-Vorpommern. Als solcher lehnen wir die Forderungen des Positionspapieres „Wald und Wild“ und auch die ausnahmslose Reduzierung der Schalenwildbestände ab.
Die Vitalität unseres Waldes definiert sich nicht aus der Quantität vorhandener
Schalenwildbestände. Sie ist vielmehr abhängig von klimatischen Bedingungen, einer
standortangepassten Baumartenwahl und einer fachgerechten Umsetzung naturgemäßer
Forstwirtschaft.

Weiterlesen

Österreich: ASP – verendetes Schwarzwild wird meldepflichtig

Mit der ASP Revisions- und Frühwarnverordnung wird jedes verendet aufgefundene Schwarzwild ab dem 15. Dezember meldepflichtig

Der Dachverband der Landesjagdverbände Österreichs, „Jagd Österreich“, informiert alle Naturnutzer über die neue Revision- und Frühwarnverordnung. Jedes tot aufgefundene Wildschwein im gesamten österreichischen Bundesgebiet ist ab dem 15. Dezember sofort den Veterinärbehörden zu melden, um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.

Mit Inkrafttreten der Revisions- und Frühwarnverordnung wird ab dem 15. Dezember jedes verendet aufgefundene Schwarzwild meldepflichtig. „Jagd Österreich“ ruft alle Jägerinnen und Jäger sowie alle Naturnutzer zur Achtsamkeit auf. Die Jägerschaft empfiehlt auch Verdachtsfälle (krank erscheinende Tiere) der Behörde zu melden!

Weiterlesen

Umstrittene Neuregelung des Waffengesetzes beschlossen

DJV: Mehr Bürokratie wagen! Neuregelung bringt Rechtsunsicherheit aber praktisch keinen Zugewinn bei der inneren Sicherheit.

Der Bundestag hat heute eine umstrittene Änderung des Waffengesetzes beschlossen. Damit sollen in erster Linie die Änderungen der EU-Feuerwaffenrichtlinie umgesetzt werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV), das Forum Waffenrecht und viele andere Vertreter von Sportschützen, Händlern und Herstellern, sowie Vertreter von Sicherheitsbehörden haben die Neuregelung heftig kritisiert. Die Änderungen gingen weit über die versprochene Eins-zu-eins-Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinie hinaus – entgegen der Ankündigung von Bundesinnenminister Seehofer, kritisierte DJV-Vizepräsident Ralph Müller-Schallenberg. Sie führten in erster Linie zu mehr Bürokratie, nicht zu mehr Sicherheit. “Die Neuregelung ist ein Bürokratiemonster. Die Waffenbehörden werden künftig noch stärker mit dem Verwalten des legalen Waffenbesitzes beschäftigt sein, als sich um illegale Waffen zu kümmern. Das ist ein Bärendienst für die innere Sicherheit”, sagte Müller-Schallenberg weiter.

Weiterlesen

Sachsen: Verbände verabschieden gemeinsames Positionspapier zum Waldumbau

In seltener Einmütigkeit haben Naturschutzverbände und Landesjagdverband (LJV) in Sachsen ein gemeinsames Positionspapier zum Waldumbau verabschiedet. Zu den Unterzeichnern gehören neben dem LJV der Nabu Kreisverband Mittleres Erzgebirge, das Bündnis für Wald und Wild e.V., die Grüne Liga Sachsen e.V. und der Naturschutzverband Sachsen e.V.

In dem Papier heißt es u.a.: “Unser Wald braucht zum Überleben und zur Zukunftssicherung neue Konzepte. Die einfache Aufforstung mit neuen Baumarten wird dem nicht gerecht. Auch das plattitüdenhafte Wiederholen der Forderung nach Reduktion des Schalenwildes kann nicht die Lösung des Problems sein. Die letzten 30 Jahre haben bewiesen, dass der dem Motto „Wald vor Wild“ zugrunde liegende Ansatz “Waldumbau mit der Büchse” zu kurz gedacht ist und in der Praxis nur allzu oft dem Tierschutz widerspricht.”

Weiterlesen

Bundestag gibt grünes Licht für Waffenrechtsnovelle

+++ Brandenburg: Wölfe reißen 30 Schafe bei Biobauer +++ Schleswig-Holstein: Vor Wolfsangriffen fliehende Schafe zwingen Züge, langsam zu fahren +++ Schweiz: 18 Wölfe reißen mehr als 200 Nutztiere +++

Der Innenausschuss des Deutschen Bundetags hat den Weg für die von der Regierungskoalition geplanten Änderungen beim Waffenrecht frei gemacht. Mit den Stimmen der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion votierte das Gremium am Mittwoch Vormittag für den Regierungsentwurf des “Dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes” (19/13839) in modifizierter Fassung. Dagegen stimmten die AfD- und die FDP-Fraktion, während sich die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen enthielten. Die Vorlage steht am Freitag zur abschließenden Beratung auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums.

Mit der Neuregelung soll eine EU-Richtlinie umgesetzt werden, die die Kennzeichnungsanforderung für Schusswaffen und deren wesentliche Teile erweitert. Ferner fordert sie laut Bundesregierung von den Mitgliedstaaten, eine umfassende Rückverfolgbarkeit aller Schusswaffen und ihrer wesentlichen Teile sicherzustellen.

Weiterlesen

Brandenburg: ASP – “flächendeckende verstärkte Bejagung” von Schwarzwild soll angeordnet werden

+++ Polen: Polizei und Militär sollen wegen ASP Wildschweine schießen dürfen +++

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher hat das Kabinett über den aktuellen Stand der Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und zur frühzeitigen Erkennung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land Brandenburg informiert und zusätzliche Anordnungen angekündigt. Die Tierseuche breitet sich seit Mitte November in Westpolen immer weiter aus. Die auf polnischer Seite eingerichteten Restriktionszonen reichen bis an die deutsche Grenze und berühren die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree.

Ministerin Nonnemacher: „Noch gibt es in Brandenburg keinen ASP-Fall. Wir sind aber für den Ernstfall gerüstet. Alle zuständigen Behörden des Landes und der Landkreise stimmen sich ab und setzen Maßnahmen nach dem Tierseuchenalarm- und bekämpfungsplan konsequent Schritt für Schritt um. Aktuell kann niemand sagen, in welche Richtungen sich die Tierseuche weiter ausbreiten wird. Die letzten bekannten Nachweise lagen von Brandenburg etwas weiter entfernt in der Woiwodschaft Großpolen. Das kann sich aber jederzeit ändern. Die Abwehr der ASP ist das Ziel. Dafür sind weitere Maßnahmen wie eine intensive Fallwildsuche, verstärkte Bejagung und umfassendere Untersuchungen von Tierkörpern erforderlich, die wir jetzt vorbereiten.“

Weiterlesen

Thüringen: Umweltministerium bereitet Antrag auf Entnahme der Wölfin GW267f vor

Das Thüringer Umweltministerium erarbeitet aktuell einen Antrag auf die letale Entnahme von GW267f, der Wölfin von Ohrdruf. Das inzwischen belegte mehrfache Überwinden des Herdenschutzes, auch optimaler Schutzzäune, ist nach Einschätzung von Experten als problematisch einzustufen. Der Antrag durch das zuständige Ministerium ist notwendig, um nun koordiniertes staatliches Handeln zu sichern. Die zuständige Bewilligungsbehörde für den Antrag ist das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.

„Die aktuellen Bilder von 24 gerissenen Schafen bei einem Nutztierhalter in nur einer Nacht lassen niemanden kalt. Ich kann jeden Landwirt verstehen, der ein Handeln von Seiten der Behörden einfordert. Das Bundesnaturschutzgesetz gibt uns jetzt den nötigen Handlungsrahmen, um die Last von den betroffenen Nutztierhaltern zu nehmen“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Weiterlesen

Zeichnungsfirst endet morgen: Petition gegen Verschärfung des Waffengesetzes

+++ EuGH segnet Sonderregel für Schweizer Sturmgewehre ab +++

Auf dem Portal des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags läuft eine Petition “Ablehnung des Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften vom 02.11.2019“. Die Zeichnungsfrist endet morgen.

Die Petenten fordern:

“Der Deutsche Bundestag möge den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG) in der vorgeschlagenen Version ablehnen.

Die Bundesregierung möge den handwerklich unzureichenden Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes nochmal gründlich überarbeiten.”

Begründet wird dies wie folgt:

“Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Waffengesetz (Drs. 19/13839) ist umgehend zu stoppen!

Das deutsche Waffengesetz zählt zu den strengsten in Europa. Sportschützen, Waffensammler und Jäger sind nicht verantwortlich für Terroranschläge mit illegalen Waffen.

Weiterlesen

Baden-Württemberg: Blitzer mit Wildschweinhaupt entschärft

Mitarbeiter der Stadt Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) führten am Samstag Vormittag beim Friedhof in Schornbach eine mobile Geschwindigkeitskontrolle durch. Im Zeitraum zwischen 9.15 Uhr und 9.30 Uhr wurde unbemerkt ein gehäuteter Wildschweinkopf auf dem Blitzer abgelegt. Die Polizei wurde davon unterrichtet und hat nun Ermittlungen wegen unerlaubter Entsorgung von Tierabfällen übernommen. Wer Hinweise auf die Person geben kann, der den frisch gehäuteten Schweinskopf entsorgte, solle sich bitte bei der Polizei in Schorndorf unter Tel. 07181/2040 melden. PM

Beitragsbild: Erlegter Keiler – Haupt und Schwarte erlegter Stücke sind vielfältig verwendbar. (Symbolbild). Foto: SE

Erfurt: Jäger erlöst alkoholkranken Waschbär

Zum Schluss war es nicht mehr schön mit Willi Waschbär: Betrunken torkelte er am Samstag über den Weihnachtsmarkt der Thüringer Hauptstadt, berauscht von Glühweinresten, die ihm zum Teil vermutlich von Leuten ausgegeben wurden, die so etwas lustig finden. Sternhagelvoll schwankte er zwischen den Besuchern des Weihnachtsmarkts umher und scherte sich einen Dreck darum, dass Passanten ihn filmten und fotografierten und die Bilder seines würdelosen Zustands in den sozialen Netzen veröffentlichten – Endstation einer Suchtkarriere. Schließlich schlief er unter einem Papierkorb an einer Straßenbahnhaltestelle ein. Dann wachte er nochmal auf, torkelte über die  Schienen und rieb sich in unzweideutiger Absicht am Fuß einer Passantin, brach den aufgrund fortgeschrittener Alkoholisierung untauglichen Versuch jedoch ab. Unverdientes Glück für den Säufer, dass MeeToo auf Waschbären bislang keine Anwendung findet. In einem Hauseingang wollte er seinen Rausch ausschlafen, dort wurde er dann weitgehend wehrlos von der Feuerwehr mittels Transportbox aufgegriffen.

Weiterlesen

Österreich: LJV übergibt Forderungen zum Schutz des Niederwilds an EU-Vertreter

Eine Delegation des Niederösterreichischen Jagdverbandes (NÖ LJV) mit Landesjägermeister Josef Pröll, Generalsekretärin Sylvia Scherhaufer und Wildbiologen Leopold Obermair hat im Zuge einer Brüsselreise österreichischen Vertretern auf EU-Ebene die beim Niederwildgipfel am 10. Oktober 2019 erarbeiteten Forderungen übergeben. In Gesprächen mit EU-Vertretern wurde zudem auf Regularien auf europäischer Ebene und Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) hingewiesen, die sich negativ auf die Entwicklung der Niederwildbesätze in Europa auswirken. „Die GAP ist ein wichtiger Fördermechanismus für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum in Europa. Änderungen haben daher erhebliche Auswirkungen für die Umwelt, die Biodiversität sowie den Zustand vieler jagdbarer sowie nicht jagdbarer Arten in den Agrarlandschaften“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. So gingen alleine in den letzten zehn Jahren die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn seit langem ein besorgniserregend niedriges Besatzniveau aufweist.

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz: Jagdhund nach Aujeszky-Infektion eingeschläfert

+++ Hessen: Jagdhund bei Drückjagdeinsatz angefahren +++ Bayern: Neue Kandidaten im Kampf um Vocke-Nachfolge +++ NRW: Neue Wolfsnachweise im Bergischen Land +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude in Villingen-Schwenningen aufgetreten +++ Schleswig-Holstein: Wolf aus Niedersachsen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen +++ Brandenburg: Stahnsdorfer Bürgermeister wiederholt Forderung nach Bogenjagd +++ Sachsen-Anhalt: AfD-Antrag auf Hundesteuerbefreiung für Jagdhunde in Gardelegen erfolgreich +++

Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

Weiterlesen

DJV stellt neues WILD-Portal vor

Erstmals können Nutzer Ergebnisse des WILD-Monitorings individuell filtern und darstellen. Daten zu insgesamt 17 Tierarten sind digital hinterlegt. Grundlage ist der WILD-Bericht 2017.

Ab sofort bietet der Deutsche Jagdverband (DJV) Ergebnisse des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) digital an: Auf der Internet-Seite www.wild-monitoring.de können Nutzer interaktive Tabellen, Karten und Diagramme anhand von Filtern erstellen. Die Plattform startet mit den Ergebnissen aus dem WILD-Bericht 2017. Alle Auswertungen des Monitorings werden künftigen auf dem WILD-Portal ergänzt. Neben Informationen zur Verbreitung verschiedener Tierarten werden Entwicklungstrends anschaulich dargestellt. Zahlen zu insgesamt 17 Tierarten lassen sich recherchieren und filtern – darunter Feldhase, Rebhuhn, Waschbär oder Nilgans.

Weiterlesen

NRW: Vierköpfiges Team für künftige LJV-Führung vorgeschlagen

Mecklenburg-Vorpommern: CDU will Backhaus’ Öko-Jagdgesetz nicht mittragen +++ Stahnsdorf: Wildschweine töten Familienhund +++ Brandenburg: 17-jähriger Treiber von Keiler geschlagen +++ Hessen: Wildschwein verwüstet Bäckerei +++ Brandenburg: Trichinenuntersuchung bleibt in OHV gebührenfrei +++ Dänemark: ASP-Schutzzaun fertig +++ Schweiz: Verwechslung – Jäger schießt Lama statt Reh +++ Italien: Jäger in Südtirol 80 Meter abgestürzt +++

Nicole Heitzig soll Ralph Müller-Schallenberg folgen – Thies und Schorn als Vizepräsidenten, Dr. Bottermann als Schatzmeister vorgeschlagen – Mitglieder entscheiden im August 2020

Einstimmig hat das Präsidium des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV) am Mittwoch (4. Dezember) einen Vorschlag für das künftige Präsidium an der Spitze des LJV beschlossen, wie der Verband mitteilt. Nachfolgerin des im kommenden Jahr nicht erneut kandidierenden Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg soll Nicole Heitzig, die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hochsauerland, werden.

Als Vizepräsidenten werden der bisherige Amtsinhaber Hans-Jürgen Thies MdB aus dem Landesteil Westfalen und Lutz Schorn, Vorsitzender der Bonner Jägerschaft, als Nachfolger des altersbedingt ausscheidenden Georg Kurella aus dem Rheinland vorgeschlagen. Für das vierköpfige Führungsteam ist auch der bisherige Schatzmeister Dr. Peter Bottermann erneut nominiert. Gewählt wird das neue Präsidium am 22. August 2020 auf der entscheidenden Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes in Düsseldorf.

Weiterlesen

EuGH weist Klage Tschechiens gegen EU-Waffenrechts-Verschärfung ab

+++ Sachsen-Anhalt: 22-jährige Jägerin nach tödlichem Jagdunfall freigesprochen +++

In einer von den brillanten Stilisten der Pressestelle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verfassten Pressemitteilung heißt es dazu: Mit dem Urteil Tschechische Republik / Parlament und Rat (C-482/17) vom 3. Dezember 2019 weist der Gerichtshof die Klage auf vollständige oder teilweise Nichtigerklärung der Richtlinie 2017/8531 (im Folgenden: angefochtene Richtlinie) ab, mit der das Europäische Parlament und der Rat die Richtlinie 91/477/EWG des Rates über die Kontrolle des Erwerbs und des Besitzes von Waffen (im Folgenden: Feuerwaffen-Richtlinie) geändert haben. Der Gerichtshof hat entschieden, dass die vom Europäischen Parlament und dem Rat in der angefochtenen Richtlinie getroffenen Maßnahmen keinen Verstoß gegen den Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, die Grundsätze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes und das Diskriminierungsverbot beinhalten, die die Tschechische Republik zur Begründung ihrer Klage angeführt hatte.

Weiterlesen

Bayern: Herdenschutzhunde reissen Wildschwein

Bei Sachsenheim (Landkreis Main-Spessart) haben Herdenschutzhunde eines Schäfers am Sonntag ein Wildschwein gerissen. Die Lokalzeitung Main-Post schildert den Vorfall reißerisch als “Szene aus einem Horrorfilm”, “fünf riesige Hunde, die ein blutendes Wildschwein umringen”, die weißen Schnauzen der Hunde rot vor Blut…

Der Schäfer, der seine Pyrenäenberghunde offenbar nicht beaufsichtigte, weil er mit den lammenden Schafen auf seinem Hof “alle Hände voll zu tun” hatte, erhebt Vorwürfe gegen die Jagdgesellschaft, die zum fraglichen Zeitpunkt in einem nahen Waldgebiet eine Drückjagd veranstaltet hatte. Gegenüber der Zeitung beklagte der Berufsschäfer, über die Jagd nicht informiert worden zu sein. So habe er keine Chance gehabt, das Geschehene zu verhindern.

Weiterlesen

NRW: Land weist Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus

Nordrhein-Westfalen weist in Kürze ein Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus.
Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: Damit ermöglichen wir zu einem frühen Zeitpunkt Maßnahmen zur Prävention und zum vorsorgenden Herdenschutz. Das Verdachtsgebiet ist bewusst großzügig dimensioniert.

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet” für die Region “Oberbergisches Land” ausweisen.

Das “Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land” umfasst Teile des Rhein-Sieg-Kreises, des Oberbergischen Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises (siehe anliegende Übersichtskarte). Auf insgesamt 902 Quadratkilometern gehören folgende Städte und Gemeinden dazu:

Weiterlesen

M-V: Neue Verordnung soll Maßnahmen gegen Biber erleichtern

Auf der Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände hat Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute im Technologiepark Warnemünde mitgeteilt, dass die von Umweltminister Dr. Till Backhaus im Frühjahr angekündigte Biberverordnung nun fertiggestellt ist. Sie soll Maßnahmen gegen den Biber im Einzelfall erleichtern und am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

„Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine Regelung vorzulegen, die für alle betroffenen Landnutzer den Umgang mit dem Biber ein ganzes Stück erleichtern wird“, führte Buchwald aus. Die wesentliche Neuerung durch die Biberverordnung bestehe darin, dass es künftig in erheblichem Umfang möglich sein wird, Maßnahmen gegen den Biber zu ergreifen, ohne dass dafür im Einzelfall eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen ist.

Weiterlesen

LJV MV: Von wegen überrumpelt…

Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern hat seine Zustimmung zum Backhausschen Ökojagdgesetz zurückgezogen (JAWINA berichtete) und dies damit begründet, der LJV sei bei dem Runden-Tisch-Gespräch am 22.11. “überrumpelt” worden (JAWINA berichtete). Ein internes Papier lässt massive Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Denn einer internen Gesprächsnotiz aus den Kreisen des LJV MV (die der Red. vorliegt) zufolge, kamen bereits am 30.10. in der Geschäftsstelle des LJV MV einige Akteure zu einer Beratung zusammen, bei der genau die Themen erörtert wurden, um die es auch am 22.11. am von Minister Backhaus einberufenen Runden Tisch gehen sollte. Mit von der Partie waren “vom LJV die Herren Dr. Böhning, Röpert, Hube, Frau Ebel und Herr Voigt von der Landesforstanstalt die Herren Martens und Lange (zugleich Vorsitzender des obersten Jagdbeirats) von den privaten Waldbesitzern: Herr Dr. von Trotha und Herr Dr. Ahrendt.” LJV, Forst und Waldbesitzer kungelten hier also bereits eine gemeinsame Linie aus.

Grundlage der Beratung war “der Bericht des Landesforstbeirats an Minister Dr. Backhaus vom 29.06.16 zum Thema „Jagd und Wald – Wie sind waldverträgliche Wildbestände zu gewähr-leisten, welchen Einfluss können Waldbesitzer nehmen?“”, heißt es in der Gesprächsnotiz weiter. Im Fortgang des Dokuments wird festgehalten, welche Themen angesprochen wurden und auf welche Regelungen bezüglich neuer jagdgesetzlicher Regelung man sich “geeinigt” habe. Von einer Überrumpelung des Landesjagdverbands kann mithin überhaupt keine Rede sein – und von deutlicher Kritik der jagdlichen Interessenvertreter an den geplanten schalenwildfeindlichen Neuregelungen oder gar entschlossenem Widerstand dagegen schon mal gar nicht.

Weiterlesen

DJV kritisiert intransparente, veraltete Wolfszahlen

Der DJV bemängelt aktuelle Wolfsdaten und Informationspolitik des BfN: Die zugrunde liegende Systematik bildet nicht den realen Bestand ab. Für das Frühjahr 2020 prognostiziert der DJV knapp 1.800 Wölfe in Deutschland. Konflikte nehmen zu.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat jetzt neue Daten zum Wolf veröffentlicht. Demnach gab es im Frühjahr 2019: 105 Rudel, 25 Paare und 13 Einzeltiere. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert die nun vorgelegten Daten, da sie nicht den aktuellen Stand wiedergeben: Die Zahlen sind bereits über ein halbes Jahr alt und berücksichtigen den Nachwuchs vom Frühsommer 2019 nicht. „Diese Daten bilden die Grundlage, auf der anderthalb Jahre diskutiert und argumentiert werden soll – das ist ein Fehler im System“, so DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Das sei nicht nachvollziehbar und einer der Gründe, warum das Vertrauen in die bundesweiten Populationsdaten zunehmend schwinde. “Wir fordern künftig eine zeitnahe und an der realen Situation ausgerichtete Informationspolitik – geschieht dies nicht, wird weiter Vertrauen und damit Akzeptanz verspielt”, so der DJV-Vizepräsident weiter.

Weiterlesen

Niedersachsen: CDU-Politiker erklärt Wolfspolitik für gescheitert

Abschuss von Wolfsrudel gefordert

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann hat die Wolfspolitik des Landes für gescheitert erklärt, nachdem ein Schäfer im Landkreis Celle trotz vermeintlich wolfssicherer Zäune innerhalb eines Monats 40 Schafe durch Wolfsrisse verloren hat. Nun sei “ein klares Wolfsmanagement mit Abschussquoten” erforderlich”, erklärte Schepelmann gegenüber der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Dies sei auch im Hinblick auf die aktuelle Rechtslage möglich. Ansonsten sei die Weidetierhaltung und damit die Kulturlandschaft in Gefahr. Dem Bericht zufolge warf Schepelmann dem u..a. für die Prävention von Wolfsrissen zuständigen Wolfsbüro “Plan- und Ratlosigkeit” vor. Das SPD-geführte niedersächsische Umweltministerium empfehle nach Ansicht Schepelmanns lediglich “Meditationskreise”. So gehe es nicht weiter, die CDU werde daher den Abschuss des gesamten Rudels beantragen, kündigte der Politiker an. red.

Beitragsbild: Von Wölfen gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser MS für den Hinweis!

LJV Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück

Der LJV MV hat seinen Standpunkt “zum Runde Tischgespräch am 22.11.19 bei Minister Dr. Backhaus” in einer Pressemitteilung dargestellt. Demnach will der Verband die von Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) angeblich einvernehmlich erzielte Übereinkunft zur Ökologisierung des Landesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) nicht mittragen: “Wir halten an den gewachsenen und bewährten Jagd- und Schonzeiten des Wildes fest”, heißt es in der Erklärung.

Und weiter: “Mit der Wildbewirtschaftungsrichtlinie, den Hegegemeinschaften und Hegeringen haben wir fachliche Gremien und Regularien, um unsere Wildbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass in wildreichen Gebieten über den Reduktionsabschuss eine Verringerung der Wilddichte erreicht wird.”

Weiterlesen

Niedersachsen: Umweltminister Lies bittet Jäger um Unterstützung

Verordnung für Entnahme im Notfall geplant – rechtliche Absicherung von Jägern bei Wolfsentnahmen angestrebt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bat am gestrigen Donnerstag auf der Jahresversammlung des Zentralverbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (ZJEN) in Bad Fallingbostel die Jäger in Niedersachsen um Mithilfe beim Thema Wolf. „Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die auch eine ausreichende rechtliche Absicherung für die Jäger garantiert”, sucht Lies den Schulterschluss mit den Jägern. Wenn die rechtliche Grundlage für die Entnahme eines Wolfs gegeben ist, dann geht dies nach Ansicht von Lies nicht ohne Unterstützung der Jäger. „Ich bin froh, dass wir den Dialog dazu konsequent führten”, so der Umweltminister, der zugleich auf den gesetzlich „sehr engen Rahmen” beim Thema Wolfsentnahme hinwies.

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: LJV will Öko-Jagdgesetz jetzt doch nicht zustimmen

Nachdem der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns verkündete, “im Einvernehmen mit den Interessenverbänden” die Ökologisierung des Landesjagdgesetzes erreicht zu haben, rudert der LJV MV zurück: Der Jagdverband fühle sich überrumpelt und habe seine gerade erst erteilte Zustimmung widerrufen, berichtet der NDR. Offenbar musste die Basis des Verbands dem Präsidium erst verklickern, welche und wessen Interessen ein Landesjagdverband zu vertreten hat. Jedenfalls will die Verbandsführung nun am Donnerstag bei Parchim zu einer Krisensitzung zusammenkommen. SE

Beitragsbild: Alter Hut. Foto: SE

Jäger gründen Netzwerk zum Schutz von Wasservögeln

Nordwesteuropäisches Wasservogel-Netzwerk soll Schutzbemühungen für wandernde Arten in Europa bündeln. Es besteht aus Jagdorganisationen aus sieben Nationen. Das Ziel: Monitoring und Wiederherstellung von Lebensräumen entlang der Zugrouten der Vögel grenzübergreifend angehen. Der DJV repräsentiert Deutschland.

Wandernde Wasservogelarten wie Pfeif- oder Eiderente können nur grenzüberschreitend geschützt werden – von den Brutplätzen im Norden, entlang der Flugrouten über den Kontinent bis hin zu den Überwinterungsgebieten im Süden. Hierfür haben Jagdorganisationen aus Finnland, Dänemark, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Irland, Deutschland und den Niederlanden das Nordwesteuropäische Wasservogel-Netzwerk (www.waterfowlersnetwork.com) gegründet. Der Deutsche Jagdverband (DJV) vertritt Deutschland.

Weiterlesen

USA: Wildschweine töten Pflegerin

In Anahuac im US-Bundesstaat Texas ist eine Pflegerin von Wildschweinen getötet worden. Die 59-jährige Christine Rollins wollte ihren Dienst bei einem älteren Ehepaar antreten, dass sie schon seit längerer Zeit betreut. Als sie zur üblichen Zeit nicht erschien, begab sich der 84-jährige Pflegling auf die Suche nach der Frau. Er fand ihren leblosen, von zahlreichen Wunden übersäten Körper auf der Rasenfläche zwischen dem Auto der Verstorbenen und dem Eingang des Hauses. Die Autopsie ergab, dass die Frau gestürzt ist und dadurch eine Kopfverletzung erlitt. Darüber hinaus hatte sie zahlreiche tiefe Wunden tierischen Ursprungs, die auf Wildschweine zurückgeführt werden konnten und an denen Rollins starb. Todesursache war demnach der massive Blutverlust. Unklar ist dem Polizeibericht zufolge, ob der Sturz der Frau durch den Angriff der Tiere herbeigeführt wurde, oder ob es dafür andere, eventuell medizinische Ursachen gab. Der Sheriff von Chambers County gab zu Protokoll, dass tödliche Wildschweinangriffe auf Menschen extrem selten sind. SE

Beitragsbild: Das Opfer und der Ort des Wildschweinangriffs. Foto: Chambers County Sheriff’s Office / Facebook

Wolf_Defaekation

Ein realistischerer Blick auf die Wölfe

+++ Schweiz: Zwei Wölfe aus Graubündner Rudel tot +++ Schweiz: Wolfsrisse im Appenzell +++ Wildunfall: Autofahrer verwechselt Wildschweine mit Wölfen +++ Sachsen-Anhalt: Kritik an sog. Wolfskompetenzzentrum +++ Sachsen: Wolf auf der A14 totgefahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf GW924m – Jägern fordern schnelleren Abschuss +++

Während die zunehmend dreisteren Angriffe der Wölfe auf Nutztiere – im niedersächsischen Landkreis Lüneburg haben Wölfe mitten im Dorf Schafe gerissen – die Menschen in den Wolfsgebieten beunruhigen, scheint sich langsam ein realistischerer Blick auf die Raubtiere durchzusetzen: In der Welt befasst sich der Artikel “Allmählich gewöhnten sich die Wölfe an Menschenfleisch” mit der Geschichte der Wölfe, die über Jahrhunderte hinweg “als echte Landplage” empfunden wurden, wie der Autor feststellt. Und zwar nicht, weil sich die Menschen zu oft am knisternden Herdfeuer Märchen à la Rotkäppchen erzählt hätten, sondern weil sie nicht nur Schafe, Gänse, Schweine, Pferde, Rinder und Ziegen rissen, sondern weil tödliche Angriffe auf Menschen – insbesondere Kinder – keineswegs selten waren.

Weiterlesen

Hessen: Leichenfund bei Drückjagd

+++ Berlin: Polizei erschießt Wildschwein nach Wildunfall +++ Mecklenburg-Vorpommern: Einbruch bei Jäger – Revolver und Munition gestohlen +++ Thüringen: Wildschwein löst Alarm im Supermarkt aus +++

Bei einer Drückjagd, die am Samstag Vormittag in der Nähe von Naurod, einem Vorort von Wiesbaden, stattfand, sind die Überreste einer menschlichen Leiche gefunden worden. Ein Stöberhund fand die stark skelettierte Leiche gegen 10 Uhr, die Jäger verständigten daraufhin die Polizei. Geschlecht und Identität des Toten sind unbekannt, wie das Wiesbadener Tagblatt berichtet, eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll Klarheit bringen. red.

Beitragsbild: Drückjagd auf Friedhof (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Politiker vergisst Püster im Porsche

Der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Georg Dornauer hat sein Jagdgewehr in seinem Porsche vergessen, den er im Parkhaus des Flughafens Innsbruck abgestellt hatte, um zum SPÖ-Parteitag im Burgenland zu fliegen. Die Waffe ließ er auf dem Rücksitz liegen, ein Fenster des Wagens war geöffnet. Die Polizei beschlagnahmte die Waffe.

Dornauer hat sich auf Twitter zu seinem “Fehler” geäußert:

“Liebe Freundinnen, liebe Freunde”, schreibt Dornauer. Und weiter:

“Wie ihr wisst, bin ich auch Jäger und Jagdleiter in meiner Heimatgemeinde Sellrain. Am Wochenende ist mir ein Fehler unterlaufen, über den ich euch informieren möchte bevor ihr es von anderen oder über die Medien erfahrt.

Weiterlesen

Ökologisches Jagdgesetz für Mecklenburg-Vorpommern angekündigt

Einführung von Dreijahres-Abschussplänen, verpflichtende Reduktionsabschüsse per Verordnung, Verlängerung der Jagdzeiten für Rehböcke – in Mecklenburg-Vorpommern wurden nun “nahezu alle altbekannten ÖJV-Forderungen – offensichtlich ohne jegliche Gegenwehr – durchgesetzt”, wie ein Betroffener kommentiert. Umweltminister Backhaus (SPD) besitzt dennoch die Unverfrorenheit, sich in einer Pressemitteilung seines Ministeriums attestieren zu lassen, er habe “Einvernehmen zwischen Interessensverbänden” erzielt.

Gestern fand in Schwerin eine Gesprächsrunde zwischen Jägern, Forstleuten, Waldbesitzern und Umweltschützern statt, zu der das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns geladen hatte. Das nach diesem Treffen verabschiedete “gemeinsame Positionspapier” hat es in sich. In der Darstellung des Ministeriums liest sich das so:

Die Wald-Wild-Frage oder das Spannungsfeld Forst-Jagd sind nicht neu. Im Zuge des Klimawandels und unter der Maßgabe klimastabile Wälder zu etablieren, erreicht der Konflikt jedoch eine neue Aktualität. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird das Thema kontrovers diskutiert, weswegen der zuständige Umweltminister Dr. Till Backhaus […] Jäger, Forstleute, Waldbesitzer und Umweltschützer zur Diskussion nach Schwerin einlud.

Weiterlesen